Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Lockwood & Lucy- so könnte es aussehen (1)

OneshotLiebesgeschichte / P12 / Div
Anthony Lockwood Lucy Carlyle
15.10.2021
15.10.2021
1
1.142
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
15.10.2021 1.142
 
Diese FFS spielt ab dem Zeitpunkt, an dem der fünfte Band endet. Den sollte man daher gelesen haben!


Als ich auf dem Treppenabsatz ankam, hörte ich, wie sich George und Lockwood in der Küche unterhielten. Ich wollte gerade den Raum betreten, da hörte ich, was die beiden sagten und blieb vor der Tür stehen.
"Ich weiß gar nicht, was du an ihr findest." Das war eindeutig Georges Stimme. "Sie ist doch eigentlich nur eine Mitarbeiterin."
"Ach, komm schon", ließ Lockwood sich vernehmen. "Sie hat ein hübsches Gesicht, tolle Haare, und diese Augen..."
Na toll. Es ging natürlich um Holly. Dabei hatte ich mir schon gedacht...
"Ich hoffe, du versaust es nicht wieder.", sagte George.
"Ach, mach dir darüber keine Sorgen."
Auf einmal hörte ich Schritte, die sich auf die Tür zu bewegten. Wie der Blitz war ich wieder an der Treppe und tat so, als wäre ich eben im Flur angekommen. Die Tür öffnete sich und Lockwood verließ die Küche.
" Schön, du kommst mit". Rasch schluckte ich meine Enttäuschung herunter. "Na klar." Galant öffnete er mir die Haustür. "Darf ich bitten?"
                                                                                                                           
                                                                                                                                 * * *

Wir schlugen den Weg zum Park ein. Wir unterhielten uns. Wir beide ließen uns nichts anmerken. Es wurde ein schöner, gemütlicher Abendspaziergang. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg. Es war kühler geworden. Die Sonne verschwand gerade zwischen den Dächern Londons. Die Dunkelheit brach herein. Lockwood und ich schlenderten plaudernd die Sheen road hinauf. Keiner von uns sah das Phantasma kommen. Bis ich mit einem Mal ein trauriges Seufzen vernahm. Sofort fuhr ich herum. Am Anfang der Straße manifestierte sich ein Geist in Gestalt eines Mannes mit knielangen, ausgefransten Hosen und einer zerrissenen Jacke. Er trug eine Wollmütze und hatte umherflatternde, schwarze Haare. Lockwood hatte ihn noch nicht bemerkt, er war damit beschäftigt, etwas auf der gegenüberliegenden Seite der Straße anzustarren. Wie sich herausstellte, war es eine eiskalte Jungfrau mir Spitzenhäubchen. Auch sie nahm Kurs auf unsere Richtung. Geisternebel füllte die Straße. Wie hatten sich die Erscheinungen so unbemerkt anschleichen können? Wir tasteten nach unseren Waffengürteln.
Aber - da war nichts. Kein Degen. Keine Leuchtbomben. nicht einmal Eisenspäne. Wir hatten beide keine Waffen mitgenommen. Entsetzt starrten wir uns an. "Tja, Luce", sagte Lockwood betont lässig. "Sieht so aus, als müssten wir... " ich lies ihn nicht ausreden, sondern packte ihn am Kragen und zerrte ihn von dem römischen Soldaten weck, der eben hinter Lockwood aus dem Boden gewachsen war. Auch er kam auf uns zu. "Wir sterben jetzt, oder?", fragte ich leise.
Lockwood starrte ins Leere. Dann sagte er auf einmal: "Hör zu, Lucy. Da wir das hier zu 99% nicht überleben werden, möchte ich, das du eins weist. " Er drehte sich zu mir um.
Und dann küsste Lockwood mich.
Einfach so.
Für einen Augenblick gab es nur uns beide und kein Besucher saß uns im Nacken. Auf einmal zerplatzte vor uns eine Leuchtbombe. Die Detonation schleuderte Lockwood und mich auseinander.
Die eiskalte Jungfrau zerstob in brennenden Salzkörnern. Eine weitere Leuchtbombe explodierte vor dem Soldaten und beseitigte auch gleich den Mann mit der ausgefransten Hose. Als der Rauch sich verzog, erschien ein Rottwell Agent, der mit gezückten Waffen dastand.
"Danke für die Rettung!", rief Lockwood ihm zu.
"Keine Ursache. Alles klar?"
"Uns gehts gut"
"Tut mir leid, ich muss los, ich hab schon siebzehn Minuten Verspätung!"
Damit hastete der Agent davon. Wir rappelten uns auf. "Alles in ordnung?" Fragte Lockwood mich. Ich nickte.
"Wie konnte ich nur so dämlich sein!", regte er sich auf. "Wir hätten wenigstens einen Degen mitnehmen sollen. oder Eisenspäne. Wie konnten überhaupt drei Wiedergänger auf einmal erscheinen, und wa..." Er brach ab. "Du bist so still, Luce. Ist was?"
"dD hast mich geküsst", sagte ich mit belegter Stimme. In diesem Moment erlebte ich zum ersten Mal, das lLckwood nicht wusste, was er sagen sollte. Verlegen fuhr er sich durch das zerzauste Haar. "Ach das... vergiss das bitte einfach wieder, ja?" Verdutzt sah ich ihn an. "Wieso sollte ich?"
"Weil unsere Freundschaft nicht wegen einer unbedachten Handlung kaputt gehen soll. Wir machen einfach weiter wie bisher und..." Er redete noch eine kleine Weile lang Stuss auf mich ein, bevor es mir zu bunt wurde und ich ihm mit erhobener Hand unterbrach.
"Und was ist, wenn ich das ganze überhaupt nicht vergessen will? Ich hatte nämlich geglaubt, du währst in Holly verliebt."
"Hätte das etwas geändert?", fragte er mit brüchiger Stimme.
"Ja", sagte ich bestimmt "Du hättest mir das Herz gebrochen". jetzt war es raus. "Echt?" Entgeistert starrte Lockwood mich an "Äh... also-"
Mein Lächeln brachte ihn zum Schweigen. Er hatte vorhin nicht über Holly geredet. Für ihn hatte ICH ein hübsches Gesicht, tolle Haare und wunderschöne Augen. Langsam trat ich näher an Lockwood heran. Er fasste nach meiner Hand. Ich schloss die Augen. Unsere Lippen trafen sich.
Eines wusste ich: diesen Moment würde mir niemand nehmen.
                                                                                                           
                                                                                                                                  ENDE

Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen, wie euch dieses "alternative Ende" gefallen hat, schreibt mir vor allen Dingen, was ich beim nächsten mal besser machen kann. Bis zur nächsten Geschichte,
Noremi Livwait
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast