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Heda

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / FemSlash
Bellamy "Bell" Blake Clarke Griffin Lexa
14.10.2021
14.01.2022
13
37.711
10
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14.01.2022 3.759
 
Soo, es ging Mal wieder etwas länger und das tut mir leid. Gerade komme ich mit der Geschichte nicht ganz so vorwärts wie ich gerne würde, dafür habe ich an einer anderen Geschichte gearbeitet. Schaut doch auch da rein wenn ihr wollt. Ich freue mich auf Kommentare und Reviews. Es ist immer motivierend, wenn ein Austausch mit den Lesern stattfindet und ich weiss, woran ich noch arbeiten kann. Daher, immer her mit eurer Meinung. Und jetzt viel Spass beim lesen.

lg Romy


Am nächsten Tag schmerzte die Schulter noch immer und neben ihrem Bett lag eine Schachtel mit Schmerztabletten. Lexa war an diesem Abend nicht wieder aufgetaucht und Clarke wusste, sie konnten es sich nicht leisten zu viel Zeit zu verlieren, also trat sie aus dem Zelt und suchte nach der Brünetten. Diese sah erschöpft aus, vermutlich hatte sie kaum oder gar nicht geschlafen. Sie ging zu ihr. Die Brünette trug wieder ihre Maske, doch die Blonde merkte an der Art ihrer Bewegung wie müde sie war.
"Commander?"
Diese drehte sich um und sah sie fragend an.
"Kann ich dich kurz sprechen?"
Sie nickte und gemeinsam gingen sie ins Zelt.
"Wir müssen bald aufbrechen, es könnte jeden Moment so weit sein, dass Bellamy sich meldet. Du musst ausgeruht sein."
Sie wollte protestieren doch nach einem Blick in blaue Augen liess sie es sein. Sie legte sich hin.
"Ich werde dich ablösen."
"Aber deine Schulter?"
"Die wird schon wieder, ich werde sie nur nicht zu stark belasten können. Aber Erste Hilfe werde ich leisten können, das muss genügen."
"Zwei Stunden, dann brechen wir auf, sag den anderen Bescheid."
Die Blonde nickte und ging nach draussen.

2h später waren die Zelte aufgebaut und die Heiler blieben im Dorf um die Verwundeten zu pflegen und mit ihnen jeder, der nicht in den Krieg zog.
Als sie eine Rast machten und ihre Zelte aufbauten, knisterte das Funkgerät.
>Clarke?<
>Was ist los Bellamy?<
>Ihr dürft auf keinen Fall näher ran als ihr es bereits seid. Ich bin gerade in der Zentrale und so wie es aussieht, haben sie eine spezielle Sicherungsmassnahme. Wenn ihr auch nur noch 2km näher rangeht, werden sie euch verbrennen.<
>Wie mit dem Griechischen Feuer?<
>Eher wie ein Inferno. Überall im Wald sind Feuerwerfer installiert. Sie können innerhalb von Sekunden diesen niederbrennen und euch mit.<
>Hast du eine Lösung?<
>Ich arbeite daran den Maschinenkontrollraum zu finden, in der normalen Zentrale kann ich nichts finden. Ich weiss auch gar nicht, wie ich es abstellen soll.<
Sofort dachte Clarke an Raven und Monty.
>Ich weiss, wer dir helfen kann. Hilfe naht, ich muss nur genau wissen, wo es sicher ist im Wald und was zu nahe ist.<
Bellamy erklärte es ihr und die Blonde machte sich sofort auf den Weg zu Lexa und erklärte ihr die Sachlage, ohne zu zögern schickte sie einen ihrer Männer los um das Funkgerät zu Monty und Raven zu bringen.
"Wann treffen deine Leute ein?" wollte Lexa wissen.
"Die sollten heute oder Morgen eintreffen. Nach dem Angriff auf TON DC sind sie im Lager geblieben und nicht nähergekommen. Ich habe heute Morgen mit ihnen Kontakt aufgenommen und unsere Koordinaten durchgegeben."
Sie nickte als Antwort.

***
Das Lager bestand mittlerweile aus einigen Hundert Leuten. Clarkes waren ebenfalls eingetroffen und gemeinsam wollten sie gegen den Feind vorgehen. Fackeln beleuchteten die Umgebung und die Blonde war in Lexas Zelt untergebracht.
Clarke stand vor der Karte und betrachtete sie eingehend. Sie ging immer wieder ihren Plan durch und suchte nach Schlupflöchern, wie sie es immer tat, sie durfte keinen Fehler mehr machen, sie durfte nicht noch mehr Leute verlieren. Das durfte nicht sein. Daher sprach sie laut aus was sie dachte um ihre Gedanken mit der Anführerin der Grounders zu teilen.
"Und wenn wir uns irren? Wenn sie weitere Überraschungen haben als nur dieses Inferno? Wenn wir die Zentralverriegelung nicht öffnen können?"
"Deine Leute haben gesagt, es wird aufgehen." Lexa lag auf ihrem Bett und sah zu der Zweifelnden. Sie atmete schwer ein ehe sie leicht genervt aufstand. "Du solltest dich ausruhen Clarke."
"Wir könnten die Tür von Hand wegsprengen." Lexa trat zu der Blonden. "Pläne sind in einer Schlacht nicht lang von Dauer. Dir längst beantwortete Fragen wieder zu stellen, ist reine Energieverschwendung."
"Dafür sind Menschen gestorben Lexa." Nur kurz trafen sich ihre Augen ehe Clarke ihren Blick wieder abwandte. "Das muss funktionieren."
Mit sanfter Stimme sprach die Brünette nun weiter. "Du machst es genau wie ich am Anfang." "Du weisst, dass das nicht mein erster Kampf ist. "
"Aber du benimmst dich so." Lexa drehte sich um und ging zu einem kleinen Tisch, auf dem ein Krug und zwei Gläser standen. "Du kannst nicht vorrücken und hast zu viel Zeit zum Nachdenken. Sobald Bellamy das Feuermeer ausgeschalten hat und die Schlacht beginnt wird, alles klar sein."
"Und wenn er`s nicht schafft?"
Lexa trank einen Schluck und Clarke sprach weiter. "Wenn es zu gefährlich ist und ich ihn trotzdem da reingeschickt hab."
"Du magst Bellamy."
"Ich mag sie alle." Clarke drehte sich zu Lexa um und sah sie an.
"Um ihn sorgst du dich mehr." Die Brünette schaute sie ausdruckslos an.
"Wir brauchen ihn und jetzt bin ich vielleicht schuld an seinem tot!"
"So ist das, wenn man Anführer ist, Clarke." Bissig sprach Lexa weiter. "Wir müssen unseren Kriegern in die Augen sehen und sagen geh und stirb für mich."
"Wenn`s nur so einfach wäre. Reden wir bitte wieder über den Plan." Die Blonde drehte sich wieder zum Tisch und sah sich die Karte an.
"Nein." Clarke drehte sich wieder zu Lexa um und sah sie ungläubig an, doch die Brünette liess sich nicht beirren. "Du könntest ein Anführer sein, zu dem deine Leute Aufsehen. In den sie ihre Hoffnungen und Träume setzen. Für den sie Kämpfen und sterben würden."
"Ich habe das nie gewollt, ich will es auch jetzt nicht, nicht mehr. Ich wollte nur wieder leben und Frieden bringen, dass das sinnlose morden vorbei geht."
Lexa verringerte die Distanz und sah Clarke intensiv an. "Du wurdest dazu geboren." Nun richtete sie den Blick nach vorne, Trauer und Bitterkeit lag darin. "Genau wie ich."
Clarke verliess das Zelt und bemerkte nicht, dass die Brünette jeden ihrer Schritte beobachtete und dabei seufzte.

***
>Okay, noch einmal von vorne, sag mir alles was du siehst.<
>Da gibt es nicht viel Raven und ich verstehen die ganzen Abkürzungen nicht. Es gibt hunderte verschiedener Angaben, wie sollen wir da in so kurzer Zeit, das richtige finden? Wie sollen wir es hinbekommen, diese Dinger auszuschalten?<
>Wir müssen, sonst habt ihr keine Chance diesen Krieg zu gewinnen und das weisst du. Und jetzt gehen wir Absatz für Absatz durch und du sagst mir alles, was du siehst. <
>Das wird die ganze Nacht dauern.<
>Dann wäre es wohl besser, wenn du damit anfängst. Dann wird es vielleicht nur die halbe Nacht."
Sie besprachen alles, gemeinsam mit Raven, die ebenfalls ihren Input dazu einbrachte, bis sie schliesslich eine Idee hatten, wie es funktionieren sollte, doch bevor Bellamy ihren Plan in die Tat umsetzen konnte wurde er entdeckt. Es folgten Schüsse, und mehrere Stimmen und das letzte was Clarke hörte, war eine Stimme die rief. >Da ist er! Schnappt ihn euch und lasst ihn nicht entkommen! Wir brauchen ihn noch lebend!<

Danach hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihm. Sie wusste nicht, ob er überlebt hatte oder nicht. Die gemeldeten Rauchschwaden versprachen jedoch nichts Gutes.

***

Draussen um ein Feuer sass Octavia, die Clarke genau beobachtete, während diese den von Lexa bestellten Leibwächter wegschickte.
Die Blonde setzte sich zu der Brünetten und versuchte ihre Gedanken zu ordnen und sich auf den bevorstehenden Krieg vorzubereiten. Egal wie oft sie dies schon getan hatte, es war keine Routine, zumindest nicht mehr. Sie konnte, nein, sie wollte ihre Gefühle auch einfach nicht mehr abschalten.
Sie beobachtete Octavia, die sie nur böse anstarrte. "Ist alles Okay?" wollte die Blonde wissen und hatte Angst, vor der Antwort und den möglichen Auswirkungen.
"Ich habe mir wieder und wieder den Kopf darüber zerbrochen wie es eigentlich sein kann, dass du noch lebst." Octavia stiess mit einem Stock wieder und wieder in die Flammen, schob die Glut hin und her und schien, als versuche sie, ihre Wut im Zaum zu halten, was ihr offensichtlich nicht wirklich gelang.
"Was meinst du damit?" Clarke hoffte, dass sie sich irrte und dass ihre Freundin nichts ahnte.
"Ich hab dich noch kurz vor dem Raketeneinschlag gesehen. Ich kenn dich Clarke, da stimmt was nicht." Die Blonde schwieg was Octavia als Aufforderung sah weiterzusprechen. "Dann bist du mit Lexa verschwunden und ihr habt durch Zufall überlebt?" Clarke konnte dem Blick der Brünetten nicht standhalten. "Sag mir, dass du nicht gewusst hast, dass das kommt."
Die Blonde senkte den Blick und biss sich auf ihre Lippen. "Octavia…"
"Du hast all diese Menschen sterben lassen. Du hättest auch mich sterben lassen!" Die Brünette stand kraftvoll auf und Clarke tat es ihr gleich. Sie hielt sie am Arm fest und versuchte sie etwas zu beruhigen.
"Hey. Ich wollte, dass Bellamy nichts passiert und ich wollte erneute Angriffe verhindern. Und dass wir diesen Krieg gewinnen. Verstehst du das nicht?" Die Sprechende wurde immer energischer. "Wenn wir TON DC evakuiert hätten, hätte Mount Weather gewusst, dass sich ein Spion unter ihnen befindet. Dass uns jemand hilft. Sie hätten deinen Bruder gefunden." Dass sie ihn vielleicht bereits hatten, verschwieg sie.
"Nein, Bellamy hätte dir nie gesagt, dass du das tun sollst, er hätte sich was einfallen lassen."
"Das Risiko konnte ich nicht eingehen."
"Verstehe. Ich bin entbehrlich. Treue hin oder her, du hast meinen tot in Kauf genommen."
"Ich wusste du schaffst das. Du bist stark und mutig." Ungläubig sah die Angesprochene sie an, schüttelte den Kopf und ging dann.
Clarke sah ihr kurz nach, ehe sie ihr nachging. "Hey. Octavia."
"Was?" fragte diese wütend.
"Das darfst du keinem erzählen. Wenn das irgendwer erfährt…"
"Würde die Allianz zerbrechen. Schon klar. Ich bin kein Idiot Clarke."
Sie standen mittlerweile vor dem Zelt des Commanders als diese, erneut mit Maske, aus diesem hervorkam.
"Commander", sprach die Brünette sie an.
"Octavia."
Der eigentlich für Clarke abgestellte Wächter stand hinter Heda und begann nun zu sprechen. "Am südlichsten Wachposten wird es Zeit für einen Wechsel. Du solltest sie ablösen."
"Indra wollte mich als Aufklärer vorschicken. Zusammen mit Lincoln", erwiderte Octavia.
"Und jetzt sollst du zum Wachposten. Indra kommt auch dorthin."
Clarke sah zwischen dem Mann und Lexa hin und her, sie traute der Situation nicht.
Octavia wiederum sah zum Commander, doch diese nickte nur und die Brünette ging los um ihren Posten anzutreten.
Clarke ging zu Lexa, nah neben ihr blieb sie stehen. "Sie wird nichts sagen."
"Das weisst du nicht mit Sicherheit. Es wissen zu viele Bescheid, Clarke." Die Blicke der beiden fanden sich.
"Kümmer du dich um dein Volk, ich kümmer mich um meins." Mit diesen Worten liess die Blonde den Commander stehen, welche ihr nachsah, wie sie in das Zelt verschwand. Lexa machte sich ebenfalls auf den Weg ins innere, doch bevor sie eintrat ging sie zum Wächter. "Fragem op." (Töte sie) Dieser nickte und ging los.

Kurze Zeit später verliess Clarke das Zelt wieder und sah Indra an einem der Feuer sitzen.
"Indra. Solltest du nicht Wache halten?"
"Ich spiel nicht Wachposten." Die Dunkelhäutige spannte ihre Schultern an und war sichtlich empört darüber, dass Clarke auch nur daran dachte, dass sie so etwas übernehmen würde. Sie war schliesslich kein einfacher Soldat mehr.
"Aber, ähm, wo ist Octavia?" Die Unruhe der Blonden wuchs, genauso wie ihre Vorahnung, das war kein gutes Zeichen.
"Bei Lincoln. Sie spähen den Berg aus." Da begriff Clarke, dass das tatsächlich eine Falle war um die Brünette zu töten und sofort ging sie los. Gerade noch rechtzeitig erreichte sie den Wachposten von Octavia. Im Dunkeln sah Clarke den Wächter, der seinen Bogen spannte und im Begriff war, den Pfeil loszulassen und die Brünette zu töten.
Die Blonde trat hinter den Mann und zielte mit der Waffe auf seinen Kopf. "Keine. Bewegung."
"Ich hab meine Befehle." Doch dieser schien nicht von seinem Vorhaben abweichen zu wollen. Er wollte seinen Commander nicht enttäuschen, nicht wie sein Vorgänger.
"Das is egal. Das wird nicht passieren." Nach einigen Sekunden legte der andere seine Waffe nieder und Clarke scheuchte ihn ins Zelt des Commanders, ihre Pistole dabei immer in der Hand. Dort angekommen trat sie ihm fest in seine Kniekehle, so dass er zu Boden sank. Wut stand in ihrem Gesicht. Eine Wut, die am liebsten töten wollte und das machte sie gefährlich.
"Du hast ihm befohlen Octavia umzubringen?! Ich hab dir doch gesagt sie ist kein Problem." Lexa sass auf ihrem Thron, die Maske war nicht in ihrem Gesicht. Niemand wagte es ohne ihre Aufforderung das Zelt zu betreten. Also war sie überrascht, die andere Frau zu sehen, die so furchtlos war.
"Lass uns allein." Ihre Stimme klang gebieterisch und einschüchternd, beeindruckte aber Clarke nicht.
Der Mann nickte und stand auf, sofort zielte die Blonde wieder auf ihn. "Nein. Ich lass ihn nicht aus den Augen."
Lexa stand auf, stolz und Selbstsicherheit ausstrahlend. Niemand widersprach ihr. "Tu vorerst nichts und warte auf meinen Befehl."
Der Grounder stiess die Waffe zur Seite und ging mit mürrischem Gesichtsausdruck aus dem Zelt.
"Was zum Teufel is los mit dir? Du kannst nicht einfach jeden umbringen dem du nicht vertraust." Wütend war Clarke auf sie zu gestapft, während die Brünette zunächst versuchte den Blickkontakt zu meiden.
"Doch das kann ich." Kalt und drohend blickte sie die Frau ihr gegenüber an, ehe sie zu ihrem Bett ging um etwas zu holen. Ohne Furcht folgte ihr die Blonde und begann wieder zu sprechen. "Das werd ich aber nicht zu lassen."
"Vor zwei Tagen hättest du sie noch sterben lassen. Es hat sich nichts geändert." Sprach Lexa, während sie einen Teil ihrer Schutzausrüstung befestigte.
"Du irrst dich." Erst jetzt sah die Brünette auf. Sie irrte sich nie, sie war der Commander.
Doch Clarke liess sich nicht beirren. "Ich hab mich verändert." Kalt sah sie Lexa an. "Ich kann das nicht mehr." Und die Blonde lief zum Tisch auf dem mehrere Pläne lagen.
"Octavia ist eine Gefahr." Der Commander folgte Clarke. "Stündest du ihr nicht so nah, würdest du das sehen."
Duellierend suchte Lexa ihren Blick den die Blonde erwiderte.
"Gerade weil ich ihr nahestehe, weiss ich, dass sie loyal ist. Ihr Bruder ist ihr wichtiger als jeder andere Mensch. Sie würde nie sein Leben gefährden." Von sich und ihren Worten überzeugt, stand die Blonde stolz und stark da.
"Und du bist bereit alles darauf zu setzen, auf deine Gefühle?" Diese Worte spuckte Lexa beinahe aus.
"Ja. Du sagst, Gefühle zu haben macht mich schwach, aber du bist schwach, weil du dich vor ihnen versteckst. Vielleicht bin ich scheinheilig aber du bist ne Lügnerin." Die Sprechende wirkte immer energischer, immer bestimmter.
Lexa versuchte die aufkeimenden Tränen zu verstecken, sie kämpfte mit ihren Emotionen und presste ihre Lippen zusammen. Clarke liess sich davon jedoch nicht beirren. "Du hattest Gefühle für Gustus und Costia." Langsamen Schrittes lief sie auf Lexa zu, welche auswich. "Verfolgt dich immer noch. Du willst allen weiss machen, dass du drüberstehst, aber ich durchschaue dich." Die Brünette stiess rückwärst gegen einen Tisch.
"Los. Raus. Hier!" zischte sie, doch Clarke wich keinen Millimeter.
"In diesem Dorf sind zweihundertfünfzig Menschen gestorben. Ich weiss sie haben dir was bedeutet. Aber du hast sie verbrennen lassen."
Der Zorn wich aus Lexas Augen und sie begann schwer zu schlucken, während erneut die Tränen sich in ihren Augen sammelten. "Nein, nicht alle. Nicht dich." Lexas Stimme brach bei dem letzten Satz.
Clarke ging einen kleinen Schritt zurück, unsicher darüber, was gerade geschah.
"Wenn ich dir etwas bedeute, dann… vertrau mir. Octavia ist keine Gefahr."
Sanfter als zuvor kam die Antwort die beiden das Herz zerriss.  "Das kann ich nicht."
Clarke fand ihre Stärke wieder und Lexa verstand, dass die nächsten Worte ihre Erfüllung finden würden, wenn es sein musste. "Ich kann meine Leute nicht mehr opfern. Wenn du Octavia irgendeinen Schaden zufügst, erzähle ich allen, dass wir von der Rakete gewusst haben." Mit diesen Worten drehte sie sich um und liess den Commander, wiedermal, stehen.
Im Zelt versuchte derweil die Brünette ihre Emotionen in den Griff zu bekommen, die Tränen wurden grösser und sie brauchte alle Willensstärke um sie zu beseitigen. Sie zog die Lippen ein und atmete mehrfach schwer. So viel Schwäche. Sie hatte viel zu viel Schwäche gezeigt, wie sollte sie damit umgehen? Warum hatte sie sich so verletzlich gezeigt?

Clarke lief durch den Wald, sie musste den Kopf freibekommen, sie war so wütend, so enttäuscht. Sie hatte gehofft, dass sie endlich dabei waren sich zu vertrauen und dann das. Wie sollte sie damit umgehen? Sie musste einen freien Kopf bekommen und ihre Emotionen wieder in den Griff bekommen, also begann sie mit Tai-Chi. Reinigung für Körper und Geist und während sie ihre Bewegungen durchführte, lichtete sich die Dunkelheit, ihre Anspannung fiel ab und ihre Sinne schärften sich.
Sie dachte an Paxton, sie wollte mit diesen Übungen die Vergangenheit endlich hinter sich bringen. Sofort musste sie schmunzeln und summte leise. Hakuna Mata.

"Eliza, du bist die nächste."
Ihr entging McCreary`s grinsen nicht. Sobald dieser mit ihren Kameraden fertig war, waren sie entweder gebrochen, tot oder genauso Psychopathen wie er selbst. Doch alle schwiegen eisern, was genau passiert war, ausser einigen zusammenhanglosen Sätzen derjenigen, die sein "Training" zwar überlebt, aber nicht überstanden hatten.
Sie folgte ihm einen langen Flur entlang. Sie kannte die kalten und nassen Wände, doch anstatt, dass sie in einen der Räume gingen, traten sie nach draussen und die Blonde wusste nicht, dass die schlimmsten Stunden ihres Lebens begonnen hatten.
Zunächst hatte Jaha angefangen sie zu foltern und sie dachte Waterboarding wäre das schlimmste gewesen was sie erleben würd,e doch da kannte sie den dunklen Commander nicht. Er schleppte sie auf einen Friedhof, buddelte ein Loch neben dem Grab ihres Vaters und liess sie in einen Sarg steigen.
"Wenn, dann machen wir das richtig. Du kannst die Übung nicht abbrechen, du kannst nur überleben oder sterben, das ist alles. Stell dich nicht an wie eine Memme und wir sehen uns wieder, vielleicht."
Danach schloss er den Deckel. Sie wusste nicht, wie lange sie gefangen wäre, doch sie spürte und hörte jeden Spatenstich, jede Schaufel, die langsam Erde über sie schaufelte. Sie hatte kein Essen, kein trinken, nichts. Sie war schon am Ende ihrer Kräfte, doch sie war bereits mental so bearbeitet worden, dass alles was sie wollte, war zu überleben, sowie alles andere davor und danach zu verhindern, was sie jemals wieder in diese Situation hineinbringen würde. Da begann die Angst das Denken zu übernehmen, ihr Frontallappen reagierte. Sie würde ihre Vorgesetzten niemals hinterfragen, nicht jetzt und nicht heute. Sie würde ihnen folgen, Hauptsache, sie musste nie wieder so etwas durchmachen.


Sie wollte nicht daran denken, versuchte die Erinnerungen, die Angst, ihr Gefühl der Ohnmacht zu vertreiben. Es hatte aus ihr einen grausamen Menschen gemacht, vor dem sie sich selbst fürchtete und vor dem sie einst geflohen war. Von dem sie dachte, dieser Mensch läge weit hinter ihr, doch sie hatte ihn zu schnell wieder aktivieren können. Ihre Bewegungen wurden schneller und kraftvoller, als sie eine Bewegung in ihrer Nähe spürte konnte sie sich gerade noch stoppen, ehe sie den Mann, der zu ihr kam, schlug.  "Der Commander schickt nach dir." Nach einem Nicken von ihr war der Grounder verschwunden.

Clarke betrat möglichst gelassen das Zelt von Lexa. "Du wolltest mich sprechen?"
Der Commander atmete tief ein und aus. "Ja. Octavia hat nichts vor mir zu befürchten." Danach sah sie auf den Tisch vor sich, sie schaffte es nicht, den Augenkontakt aufrecht zu erhalten. "Ich vertraue dir, Clarke." Sie wurde leiser und bei ihrem Namen war ihre Stimme nur noch ein flüstern.
"Ich weiss wie schwer dir das für dich ist." Sie war nähergetreten und sah ihr jetzt verständnisvoll in die Augen.
"Du findest, dass unser Leben rau ist, aber nur so überleben wir. Du kennst das und erlebst es jeden Tag selbst." Lexa versuchte ihre Stimme ruhig zu halten.
"Gerade weil ich es kenne, denke ich so… vielleicht sollte es im Leben um mehr als nur ums Überleben gehen. Haben wir nicht was Besseres verdient?" Sie senkte ihren Blick, während Lexas auf Clarkes Lippen ruhte und tief schluckte.
"Vielleicht schon." Grüne Augen suchten nach blauen, ehe sie wieder die Lippen der Blonden fixierten. Lexa überbrückte die wenigen Zentimeter, fasste in ihren Nacken und zog sie sanft an sich. Ebenso trafen sie aufeinander, beinahe liebevoll. Clarke war etwas zurückhaltender, aber hielt die Brünette irgendwann mit einem Arm fest. Lexa löste sich kurz um die Seite zu wechseln, da zog Clarke den Kopf etwas zurück und sofort trat Lexa einen Schritt zurück und löste dabei ihren Griff um den Nacken der Blonden.
"Es tut mir leid. Ich…" Lexa wollte etwas erwidern, doch schwieg, während ihre Augen immer wieder zu Clarkes Mund wanderten. Sie waren sich so nah, doch sie könnten nicht entfernter voneinander sein.
"Ich bin noch nicht bereit, mit jemandem zusammen zu sein." Sie sah den enttäuschten Blick und sprach weiter. "Noch nicht."
Sie sahen einander fest in die Augen und ein Nicken folgte.
Nur wenige Sekunden danach wurde eine Leuchtrakete abgefeuert. Der Krieg hatte begonnen.
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