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Howl with the wind black dog

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Draco Malfoy OC (Own Character) Severus Snape
14.10.2021
14.10.2021
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2.121
 
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Das Leben eines Zauberers ist schwarz.
Bestimmt durch Blut, Leid und dem ewigen Kampf nach Macht. Viele lassen ihr Leben viel zu früh, unter so grausigen Umständen und doch entsagen sie ihr nicht. Der ach so mächtigen und wunderschönen Magie. Dem Treiber des Übels und doch eine, wenn auch recht unnötige Chance. Welche Möglichkeiten gibt einem diese schon? Macht? Stärke? Und auf welcher Basis? Angst und Hass erzeugen die Kraft eines Einzelnen. Flüche entzweien Familien und glückliche Seelen. Zerstören Hoffnungen und Träume. Ziehen Blut und Fleisch. Ja Magie lurt wahrhaftig wie eine dunkle Bestie nach seiner Beute. Denn nur der Begabteste kommt weit.

Der Weg der Magie ist weiß.
Wunderschön und abenteuerlich. Sie führt zwei schlagende Herzen zusammen bis diese wie eins werden. Verbindet Blut und Seele und knüpft neue Fäden des Schicksals. Liebe, Treue und Freundschaft als ständige Begleiter bringt den Tag zum Strahlen. Auf dem Weg zum besten Magier aller Zeiten, werden Verbindungen geschlossen, die nur der Tod zu brechen vermag.

Sein Leben war Grau.
Bestimmt von Verrat, Einsamkeit und Hass, durchbrochen von reiner, wenn auch schwieriger Liebe und leuchtender Freundschaft. Treue kollidiert mit Verrat. Liebe mit Hass und dazwischen, in einer Welt wo schwarz und weiß in ewiger Rivalität zueinander stehen, versucht ein junges Schlammblut zu überleben.





~1983 New York, Amerika~

"Wo ist die Missgeburt?!"
Die kühle Stimme eines Mannes donnert durch ein simples Einfamilienhaus. Der Ausruf schallt bestimmt auf die Straße hinaus, vermischt sich mit dem Lärm der Autos und den munteren Gesprächen der vorbei ziehenden Menschen. Und doch bekümmert es keinen, was dort vor sich geht. New York ist zu belebt um das Schicksal des Einzelnen zu betrachten. Selbst wenn jemand, verhüllt von der grauen Fassade des Gebäudes, sein Leben aushauchen würde, würde dies wohl einfach im Morast der riesigen Stadt unter gehen. So ziehen sie weiter. Mögliche Zeugen, die ein Kind vor Leid bewahren könnten. Interessiert sich doch keiner für fremdes Leid. Oh ja der Mensch ist wahrlich selbstsüchtig. Um zu überleben, würde jeder den anderen wohl vor das klaffende Maul eines Löwen werfen, hoffend dem eigenen unausweichlichen Tod zu entkommen.

Was ein dämlicher Irrglaube, stirbt ein anderer so wird mein Leben verschont.
Wohl kaum.

Ein Kind, kaum älter als vier Jahre, weiß nicht wie ihm geschieht, weiß nicht wieso sein Vater schon wieder erzürnt nach ihm sucht. Er hatte doch nichts falsch gemacht? Nein heute hatte er keinen Unfug getrieben, während jener Mann arbeiten war.
Er hatte keine Wände bemalt,
Keine Unordnung in das so saubere Haus gebracht,
Nichts zerbrochen,
Und hatte auch brav den Hund rausgelassen.
Warum also war er wieder so wütend?
Ja warum nur musste er sich wieder verstecken, um Schmerzen zu entgehen?

Heute war es der Schrank. Letztes Mal der Wäschekorb und davor die Lücke unter seinem Bett. Es war zur Gewohnheit geworden. Verstecken bevor Papa heimkommt. Für andere mag dies ein Spiel sein. Eine niedliche Tradition, würde es doch bedeuten, dass man sofort mit seinem Vater spielt. Zumindest in anderen Häusern. Jener Mann, welcher sein Beschützer hätte sein sollen, war die Quelle seiner Angst. Und seine Mutter? Sie sah weg, stimmte sie ihm doch ohne weiteres in seinem Verhalten zu.
Er verstand es nicht.
Er wusste nicht, dass er anders war.
Das er Dinge konnte, zu denen andere Kinder nicht imstande waren und es auch nie sein würden.
Das Licht anmachen ohne den Schalter zu berühren. Sein Spielzeug zu sich schweben lassen, all dies sind Dinge, die ein normaler vierjähriger Junge nicht tun können sollte.
Und doch kann er es. Denn er war ein Zauberer, geboren von Muggeln und somit im völlig falschen Umfeld.
Seine Eltern kommen damit nicht klar und er leidet darunter. Die Spuren sind auf seinem Körper deutlich zu sehen.

Eine kleine, magere Gestalt presst sich an die raue Innenwand des alten, hölzernen Schrankes. Sein Körper zittert jämmerlich unter der Anspannung, die jene tiefe Angst erzeugt. Bloß kein Laut, bloß nicht gefunden werden. So lautet die Mission. Sollte man ihn entdecken, wird es wieder in Schmerzen enden. Er will nicht noch mehr Verletzungen. Er möchte nicht, dass seine Eltern wieder böse auf ihn sein müssen.
Das dreckige braune Haar, fällt ihm über die heterochromen Augen. Silberne Spitzen verschleiern seine Sicht.
Als Schritte im Raum ertönen, drückt er sich, wie ein Fuchs in der Falle, in die Ecke.

Der Kleine hört nur was dort vor sich geht, hatte er doch die Tür in weiser Manier vollständig geschlossen. Ungewöhnlich leichte Schritte, sein Vater schlurfte immer oder stampfte, werfen ihr Echo durch das Zimmer, welches vor seinen Augen verborgen bleibt. Sie halten vor seinem Versteck und er hält den Atem an.
Als ein Klopfen auf dem Holz der Tür ertönt, weiß er nicht ob er verwirrt oder panisch sein soll. Man hatte ihn gefunden, aber sein Vater klopfte nie an, wenn er etwas wollte. Also warum jetzt?

Was sollte er nun tun? Die Situation ist seltsam und entspricht gar nicht dem was er gewohnt war. Er weiß er sollte ruhig sein, schweigen und so tun als wäre er nicht da, aber im Angesicht der derzeitigen Umstände hat er das Gefühl, dass er es bereuen würde, unbemerkt zu bleiben. Er hadert mit sich selbst und überlegt. Die kleinen, blassen Hände ballen sich zu Fäusten.

"Ja?...", seine Stimme ist nicht mehr als ein leises Hauchen, aber sie erreicht dennoch das Ohr seines unbekannten Gegenübers. Nur langsam öffnet sich die Tür. Das hereinfallende Licht blendet ihn und lässt ihn kurz seine Augen zusammen kneifen, aber auch aus Angst vor einem Schlag, der niemals kommt. Als er sie öffnet blicken ihm warme bernsteinfarbene Iriden entgegen. Er hatte recht, dieser Mann ist nicht sein Vater. Im Gegensatz zu ihm ist dieser größer, schlanker gebaut und ausgestattet mit lockigen, braunen Haar. Lächelnd reicht er dem Kind seine Hand: "Na komm Cody".

Und so kam Kodiak zu den Lights. Eine amerikanische Reinblutfamilie, die seit den frühen Anbeginn der Zauberergesellschaft besteht und vor kurzem nach England zog. Angesehen und bekannt für ihren extravaganten Lebensstil, sowie für den Privatzoo, den sie ihr eigen nennen. Reinblüter des höchsten Standes und dennoch haben sie ihn aufgenommen. Ein unwichtiges und aus der Sicht vieler, dreckiges Schlammblut. So simpel stieg er in seinem Rang auf. Kodiak Cornelius Light. Wenn er nur gewusst hätte, dass dies gerade mal der Anfang war.



~1991 Yorkshire Dales~

"Cody beeil dich, du musst los". Die Worte seiner Mutter schallen durch das Anwesen, erinnern ihn daran, dass er heute seine Reise nach Hogwarts antreten müsse. Der Brünette schwingt sich aus seinem Bett und wirft sich schnell seine Kleidung über, ein rotes Hemd und schlichte schwarze Hose, bevor er mit schnellen Schritten zu seinen Eltern ins Wohnzimmer läuft. Lilith, die schwarzhaarige Schönheit und gleichzeitig seine Mutter, erwartet ihn bereits. "Na los, der Zug wartet schon". Nein damit ist nicht der Hogwarts Express gemeint, sondern ihr Privatzug, der ihn erstmal zum Hauptbahnhof und somit zu Bahngleis 9 ¾ bringen würde. Die Hexe begleitet ihn nach draußen, wo sich ein riesiges, grünes Areal erstreckt. Scheinbar endlose Wiesen und Felder, sowie ein riesiges Waldgebiet hinter dem Anwesen nennt diese Familie ihr eigen. Weit entfernt vom Trubel der Städte.

Sein Vater, Aro, war arbeiten, aber seine Mutter könne ihn ja begleiten. Erstmal zu dem privaten Bahngleis, welcher sich knapp einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernt befindet.
Seite an Seite stapfen Mutter und Sohn durch das Grasland, welches von den Strahlen der Sonne erhellt wird, als sich ein Schatten über sie wirft. Kräftige Flügelschläge durchtrennen die Luft und scharfe goldene Federn wehen im Wind. Das Gras windet sich unter dem enormen Luftzug. Cody streckt dem riesigen Ungetüm seine Hand entgegen, was den Donnervogel dazu veranlasst, diese kurz mit dem Schnabel zu berühren, bevor er über sie hinweg fliegt. Ein deprimiertes Kreischen ausstoßend, als wüsste sie ganz genau, dass sie den Jungen unter ihr, so schnell, nicht mehr sehen würde.



~London, Bahnhof King's Cross~

Die Fahrt zum Hauptbahnhof verlief ereignislos. Kurz umarmt Cody seine Mutter zum Abschied bevor er den Zug verlässt, den Koffer schulternd. Er lässt seinen heterochromen Blick schweifen, mustert das rege Treiben der Muggel, die an ihm vorbeiziehen und versuchen ihrem Zug zu erwischen. Kurz sieht er das Ticket in seiner Hand hinab, welches ihm seine Mutter zuvor gegeben hatte. "Gleis 9 ¾ Was zum Teufel?..", murmelt er leise zu sich selbst, bevor er neun und zehn ansteuert. Irgendwo da müsste sein Zug ja sein. Nun das würde jedenfalls beinhalten, dass er erstmal die neun findet. Da macht ihm jedoch sein miserabler Orientierungssinn einen Strich durch die Rechnung.

Ratlos und allmählich ein wenig verzweifelt irrt er über den Bahnhof. Eigentlich müsste er sich beeilen, immerhin fährt sein Zug gleich, aber tatsächlich hat er keine Ahnung wo er sich gerade aufhält. Schweigend und irritiert sieht er sich um, achtet dabei allerdings nicht auf das was vor ihm liegt und stößt prompt mit jemanden zusammen. Die Wucht des Aufpralls ist genug um beide auf den staubigen Boden zu befördern.

Ein unangenehm dumpfer Schmerz schießt Codys Steiß hinauf und lässt ihn kurz zusammenzucken. Leise murrend setzt der Brünette sich auf und mustert die Person, die er so glorreich über den Haufen gerannt hat. Es handelt sich um einen Jungen in seinem Alter, weißes Haar, das ihm durch den Sturz wild ins Gesicht hängt und seine roten Augen überdeckt. Kleidung, die durch den alten Stil deutlich schreit: Ich bin ein Zauberer.
"Tut mit Leid", brummt Cody leise, bevor er aufsteht und dem anderen seine Hand reicht, welche der noch Fremde nach kurzem zögern ergreift.
"Schon gut", murmelt der Albino ein wenig überfordert. Kurz schweigt der Brünette mit den silbernen Haarspitzen.

Der aufkommende Fahrtwind wiegt dieses leicht in seinem tosenden Spiel. "Naja ich bin Kodiak Light, aber bitte nenn mich Cody", er lächelt den anderen schief an
"Kodiak ist scheußlich".
"stimmt doch gar nicht! Ich bin Ace", entgegnet der andere trotzig und schreit über den Lärm eines vorbeifahrenden Zuges.
Staub wird aufgewirbelt und vermischt sich mit dem Wind, welcher Zeitungsblätter mit sich reißt.
"Du sagtest Light.. Also bist du ein Reinblut?"
"hm sowas in der Art", ein unsicheres Lächeln erscheint auf den kindlichen Zügen, was den Albino zu einem fragenden Ausdruck verleitet.
"Naja bin nur adoptiert, meine Eltern waren Muggel", das letztere hätte er womöglich nicht anhängen sollen, immerhin reagieren die wenigsten positiv auf "Schlammblüter", wie sie genannt werden.

Ausgestoßene der Gesellschaft, ein Dorn im Auge der ach so wertvollen Reinblüter. Schlamm am Wegesrand. Wie können sie es auch wagen, sich mit ihnen gleichzusetzen? Ihnen die alles daran gesetzt haben ihr Blut, dieses funkelnde Rot rein zu halten? Aber was ist schon Reinheit in jener verdorbenen Welt, wo einer den anderen tötet, in den Schlund der Hölle wirft und dort im Fiendfyre brennen lässt? Nur um sein eigenes, erbärmliches Leben zu retten oder viel mehr um das Unvermeidbare hinauszögern? Ein paar Atemzüge mehr in dem ewigen Spiel mit dem Tod. Nein von rein kann nicht die Rede sein, wenn eine Frau gezwungen wird ihren Cousin oder Bruder zu heiraten, ist es doch völlig ausgeschlossen jemanden halben Blutes zu akzeptieren.

Seine Eltern waren da anders. Aro ist nicht dazu imstande einen Nachkommen zu zeugen und aus reiner, wahrhaftiger Liebe, weigerte Lilith sich einen anderen Mann zu suchen. Ganz egal wie sehr man auf sie einredete, ganz egal was andere sagten. Die Schwarzhaarige blieb ihrem Mann treu. Sie hatten die Blutlinie ihrer Familie mit dieser Adoption beendet, sind in Ungnade gefallen, doch das war ihnen nur recht. Immerhin hatten sie das, wovon andere Reinblüter nur träumen können: Liebe und eine Familie


"Achso verstehe", der kleine Albino sieht ihn unbekümmert aus den hellen, roten Augen an. "Du musst auch nach Hogwarts oder?", hängt er fragend an. Cody ist erleichtert. Zumindest muss er diesen verdammten Zug nicht alleine suchen. Immerhin hat selbst die Briefeule der Weaslys einen weit besseren Orientierungssinn als er und das ist ein Fakt und ja dessen ist der Brünette sich auch bewusst. Er nickt also zustimmend und legt freundschaftlich einen Arm um Ace's Schultern.
"Du hast nicht zufällig eine Ahnung wo wir hin müssen, neuer bester Freund?"
Sein Gegenüber lacht vergnügt: "doch ich glaube schon". Er schnappt sich Codys Hand und zieht ihn mit, den staubigen Morast des Bahnhofes hinter sich lassend.



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Hallo und herzlich willkommen, zu meiner ersten "kleinen" Harry Potter Fanfiktion.
Das hier ist erstmal das erste Kapitel. Ich bin nicht gerade zufrieden, aber vielleicht seid ihr ja anderer Meinung.

Eine kleine Info am Rande:
Ace ist nicht mein Oc, jedoch habe ich die Erlaubnis ihn für diese Story zu nutzen.

Ich würde mich über ein Feedback freuen

Lg
DeadlySinner
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