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Blut das uns verbindet

GeschichteFantasy, Erotik / P18 / Het
Werwölfe
13.10.2021
21.10.2021
4
10.300
1
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1 Review
Dieses Kapitel
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18.10.2021 1.631
 
Soo halloo, zum Wochenstart ein neues Kapitel. Ich hoffe die Beschreibung von Cara ist verständlich. Ich habe ewig rumgerätselt, bin mit dem Ergebnis aber noch nicht ganz zufrieden.
Ich wünsche euch viel Spaß beim weiterlesen und hoffe, dass mein Schreibstil nicht zu anstrengend zu lesen ist.
liebe Grüße eure Secret :)
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Noch vor Anbruch der Morgendämmerung verließen die beiden Frauen über ein kleines Schlupfloch auf der anderen Seite die Höhle. Cara hatte gestern wieder das unangenehme Gefühl beobachtet worden zu sein und war froh nun um diese Möglichkeit. Falls wirklich jemand sie verfolgen sollte, konnte er sich so dumm und dämlich warten vor der Höhle. „Wie weit ist es eigentlich noch? Und bist du dir sicher, dass wir in die richtige Richtung laufen?“ fragte Raina ihr Freundin.

„Zu Fuß sollten wir gut 3 Monate unterwegs sein bis wir beim König sind. Wir sind jetzt knapp drei Wochen auf der Reise, also haben wir noch nicht mal die Hälfte geschafft. Aber um dich zu trösten, wir sind auf dem richtigen Weg. Wir sind noch in für mich bekanntem Gebiet, in ein paar Tagen ändert sich das jedoch leider. So weit war ich selbst während meiner Ausbildung nie, aber ich weiß wo wir hin müssen und genug Zwischenziele um den Weg nicht zu verlieren.“

Antwortete Cara ohne sich umzusehen und stapfte weiter durch den Schnee. Die Sonne strahlte heute mit dem Schnee um die Wette, aber es war eisigkalt. Sie machte sich allmählich Sorgen um ihre Situation. Das Gefühl der Verfolgung war zwar nun weg, aber sie hätte lieber einen größeren Abstand zwischen ihre Verfolger und sich gebracht. Ihre Schutzbefohlene war jedoch nicht so ausdauernd wie sie und würde nach der langen Reise ohne richtige Pause keinen zwei Tages Sprint in Wolfsgestalt mehr schaffen. So ungern sie es einsah, aber ihre einzige Hoffnung war nun die nächste Menschensiedlung, dort könnten sie sich erholen und ihren Geruch wie auch Spuren verwischen. Aus diesem Grund stapfte sie auf direktem Weg in die Richtung, aus der der stärkste Geruch nach Menschen und Essen kam. Durch die Hygiene der Menschen und ihrem Umgang mit ihren Hinterlassenschaften, war dieser Gestank für einen Lykaner kaum zu verfehlen.

Gegen Nachmittag erreichten Sie dann eine kleinere Stadt und besorgten sich auf dem Markt neuen Proviant für die Reise. Raina lief mit strahlenden Augen vom einen Marktstand zum anderen und wollte am liebsten alles probieren. Dadurch dass sie eine weiße Luna war, hatte man sie kaum in die Nähe von Lykanern und erst recht nicht in die Nähe von Menschen gelassen. Für ihr sehr neugieriges Naturell war das die reinste Qual gewesen und Cara war froh, dass sie ihre Neugier trotzdem nicht verloren hatte. Aus diesem Grund ließ sie ihrer Freundin einige Zeit um alles zu erkunden, wer weiß welche Freiheiten ihr Zukünftiger ihr lassen würde. Bei dem Gedanken daran, das Raina womöglich bald wieder unter einer strengen Hand leiden musste und eingesperrte wurde, verfinsterte sich ihr Blick.

„Cara schau doch nur! Riecht das nicht herrlich?! Was ist das?“

vor Cassandras Augen tauchte ein karamellisierter Apfel auf und durch Rainas übermäßige Freude hatte die Rothaarige direkt das Karamell an der Nase kleben. Doch als sie in Rainas aufgerissene, strahlende Augen sah konnte sie nicht mal schimpfen.

„Das meine Liebe ist ein karamellisierter Apfel, eine Süßigkeit der Menschen die es nur in der Winterzeit gibt. Sehr süß aber auch sehr ungewohnt klebrig für unsere Münder.“

Beantwortete Cara die Frage und deutete ihr, den Apfel zu probieren. Die Weißhaarige biss ab und strahlte noch mehr.

„Wow! So so so was Leckeres hab ich ja noch nie probiert!“

Raina starrte den Apfel einige Sekunden an und mampfte ihn dann so schnell weg, das Cara nicht mal

„Lass mir was übrig.“

sagen konnte. Erst als die Kleinere sich noch genüsslich die Finger abschleckte und anfing auf dem Stück Holz rum zu kauen auf dem der Apfel gewesen war, prustete der Rotschopf los und konnte sich nicht mehr zurück halten. Nachdem sie sich beruhigt hatte, tätschelte sie ihrer Freundin den Kopf und meinte, dass sie sich nochmal welche auf dem Weg zum Gasthaus kaufen könnten. Als sie gegen Abend eine Unterkunft fanden, gingen sie gleich mit Essen und Trinken aufs Zimmer. Sie wollten sich so viel wie möglich erholen, sie wussten nicht wann sie wieder die Chance auf ein warmes Bett haben würden. Die beiden Frauen verließen das Zimmer erst am nächsten Mittag wieder und machten sich direkt auf den Weg aus der Stadt wieder in den Wald.


„Bruder was ist los mit dir?! Du bist ein verdammter Schattenwolf, ihr seid dafür geboren zu verfolgen! Wie konntest du die beiden nur verlieren?!“

schrie Taima Damian an als sie gegen Abend in die Höhle gingen, da sie keinen Lichtschein vom Feuer sahen. Der Schwarzhaarige wirbelte abrupt herum und blieb mit wütenden Augen kurz vor ihm stehen. Wäre er nicht so verflucht sauer auf sich selber, hätte er seinen Freund zurecht gestutzt. Sie waren zwar beide Lykaner mit Kriegerblut, aber gegen Damians Kraft und seinem Wissen im Kampf kam selbst in der Bruderschaft nur ein Mann an. Und wenn Rexon nicht da war, brauchte es ein bis zwei Brüder oder Luciens Machtwort um ihn wieder zur Besinnung zu bekommen. Aber es war sein Fehler gewesen, dass er die beiden Frauen und vor allem den Duft seiner Frau verloren hatte. Sie mussten sich nicht lange in der Höhle umsehen um das Schlupfloch zu finden. Sie gingen um die Höhle herum und Damian fand zu seiner Erleichterung noch eine schwache Spur vom Duft seiner Wölfin. Die Spuren führten in die nächste Stadt, von dort aus konnten die beiden Männer sie noch bis zu einem Wirtshaus verfolgen. Sie setzten sich in dem Wirtshaus an einen Tisch und besprachen wie sie weiter machen sollten. Damian beugte sich auf einmal näher zu Taima und flüsterte

„Ist dir aufgefallen, dass es hier überhaupt nicht nach Unseresgleichen riecht? Ich kann auch niemand ausmachen der auch nur annähernd nach einem von uns aussieht. Das ist mir draußen schon aufgefallen, aber da habe ich es noch nicht so wahrgenommen.“

Taima nickte ihm brummelnd zu, die Situation und dass sie die beiden Frauen verloren hatten gefiel ihnen überhaupt nicht. Auf einmal beschlich Damian ein sehr ungutes Gefühl, er fühlte sich mit einem Schlag gereizt, aufgeladen und unheimlich aggressiv. Der Mann mit den Dreadlocks konnte es nicht genau beschreiben, aber zu seiner Wut kam noch das Gefühl, dass ihn raus in den Wald zog.

„Bruder, ich kann es dir nicht genau erklären, aber bitte vertrau mir und folg mir jetzt einfach.“

Mit diesen Worten stand Damian auf und lief mit Taima, der ihm Widerstandslos folgte, durch die Tür des Gasthauses und auf direktem Weg aus der Stadt in die Richtung, in die ihn seine Instinkte trugen. Kaum das sie von der Dunkelheit verschlugen waren, sprinteten sie los und rannten quer durch den Wald. Taima musste sich bemühen Schritt halten zu können, da Damian scheinbar unbewusst seine Schatten nutzte um schneller vorwärts zu kommen. Als sie eine Lichtung erreichten waren Erklärungen unnötig und für Taima erklärte sich auch, warum sein Bruder sich so seltsam verhalten hatte die letzten Tage.

Da war sie, die rothaarige Schönheit in voller Kampfmontur auf einer Lichtung und kämpfte mit ihren beiden Schwertern gegen 5 - 6 bewaffnete Männer wie auch einige verwandelte Wölfe. Mit der Eleganz einer grazilen Tänzerin wirbelte sie todbringend über die Lichtung und schlachtete die Gegner nacheinander ab. Keiner hatte eine Chance gegen sie und so fielen Männer wie auch Wölfe ihr der Reihe nach zum Opfer. Sie kam erst zum Stillstand als sich niemand außer ihr mehr auf der Lichtung rührte und da sahen die beiden Krieger es. Ihre Augen waren blutrot und ihre Zähne liefen spitz zu wie die eines Wolfes. Die Frau war eben so wunderschön sowie beängstigend zu gleich.

Damian konnte seine Augen nicht mehr von ihr abwenden und stand vollkommen regungslos da. Alles in ihm schrie zu ihr zu eilen, zu prüfen ob sie verletzt war, aber er war so hypnotisiert von ihrem Anblick, dass er sich nicht bewegen konnte. Er hatte sich schon viel vorgestellt, wie seine Gefährtin einmal aussehen könnte, aber das hätte er sich nicht einmal vorstellen können. Blutbefleckt stand sie im Licht des Mondes, ihre purpurfarbenen Haare wehten im Wind, ihre Augen glühten unheilvoll rötlich und aus ihrem Mund kamen leichte Nebelwolken von ihrem Atem. Die langen Beine steckten in Stiefeln und Strümpfen, welche bis zur Mitte ihrer Oberschenkel reichten und dazu trug sie einen langen Rock, welcher mittig zwei hüfthohe Schlitze hatte um sie in der Bewegung nicht zu stören. An der Hüfte hing ein Gürtel, welcher aus zwei dicken, verknoteten und verzierten Lederbändeln bestand und an einem großen Stück Fell fixiert war. Ihre runden Brüste wurden durch ein überkreuztes Tuch verdeckt, welches in ihrem Nacken verschnürt war. Sie hatte noch lange Handschuhe an, welche den Großteil ihrer Arme verdeckten. Damian sog den Anblick in sich auf wie ein Verdurstender das Wasser.

Erst als Taima neben ihm sich in Bewegung setzte um zu ihr zu gehen, kam Bewegung in Damian wie auch in die Frau. Sie preschte auf die Männer zu, riss Damian der Taima hinter sich zog von den Beinen und holte bereits zum Schlag mit ihrem Schwert aus als sie plötzlich stoppte. Die beiden Lykaner starrten sich in die Augen und plötzlich war alles still. Die Stille wurde jedoch von einem Schrei durch schnitten

„CARA! Tu ihnen nichts, sie wollen uns nichts Böses!“

Taima blickte in Richtung des großen Baums welcher in der Mitte der Lichtung stand und erkannte die Weißhaarige, welche eben versuchte den Stamm hinunterzuklettern. Er wollte eben los laufen um ihr zu helfen, da war die Rothaarige bereits aufgesprungen und mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit zu ihr geeilt. Die beiden Frauen umarmten sich für eine kleine Weile und die Kleinere zog das Gesicht der anderen mit den Händen zu sich.
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