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Aufeinandertreffen zweier Welten

von Gostly
GeschichteRomance, Familie / P16 / Gen
Frigga Loki OC (Own Character) Odin Thor
13.10.2021
05.12.2021
37
44.932
1
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25.11.2021 1.371
 
Die Krieger wahren nicht wie sonst an ihren Feuern, sondern hatten sich in einen riesigen streit zu einem Tumult gebildet. Man hörte nur wie sie miteinander diskutierten und sich gegenseitig in ihre Muttersprache anschrien. Megara lief zwischen Vultses und Loki her, während sie auf die Lichtung trat. Erst als sie die aufgebrachte Masse der Krieger erreicht hatten, bemerkten diese die drei jungen Erwachsenen.

Die Krieger sahen nicht über die Anwesenheit das Odinssohns glücklich aus und ebenso waren einige etwas erbost über Megaras Verhalten und Entschluß. Die junge Frau währe an libesten schon wieder geflohen, doch gaben ihr Vultses und Loki in gewisser Weise, nur mit ihrer Anwesenheit, Schutz. Die Frau trat mit ihren beiden Begleitern in die Mitte des Tumults und blieb dort stehen. Die Krieger machten den drei Neuankömmlingen erwartungsvoll Platz und warteten auf eine Reaktion.

Die junge weißhaarige Frau wusste nichts zu sagen. Sie wusste nicht wie sie ihre Ansprache beginnen sollte. Sie stand das erst Mal seit ihrer Krönung vor ihren Kriegern und bekam aus Scham und Angst keine Worte heraus. Es war toten still. Nicht ein Geräusch war auf der Lichtung zu hören. Erst als sich Balian blicken ließ ertönten drei bekannte stimmen. Es waren Marda, Sasko und Saska die durch die Masse der Krieger auf ihre Schwester zu rannten. Als die drei Kinder in die Mitte traten und ihre Schwester umarmen wollten sah Megara, dass die drei Kinder tatsächlich lange geweint haben. Sie waren Kreide bleich und ihre Augen waren Feuer rot. Megara trat ein paar Schritte zurück als die Kinder sie im die Arme nehmen wollten und blockte sie so ab. Dieses Verhalten der jungen Frau war für alle Wesen mehr als unverständlich. Jedoch hatte Megara ihre Gründe. Es dauerte beim Anblick ihrer jüngsten Geschwistern nicht mehr einen Moment, bis sie ihre Stimme erhob:„Ich verlange, das ihr meine Geschwistern Mara, Sahmael und Sahrtos nun die Ketten abnehmt. Und ich verlange, das ihr Morgen beim Ende meiner Eispreiszeremonie heim kehrt. Ich bin ab diesem Moment nicht mehr eure Herrin. Ich habe die Freiheit unseres Volkes ausgehandelt. Mein bleiben ist ein zu geringer Preis, als das ich es nicht annehmen würde..." Eigentlich wollte die junge weißhaarige Frau noch weiter sprechen, doch die Krieger schriehen auf. Megara drehte sich einmal langsam um sich selbst und sah ihre Krieger an, während sie schrie:„Es ist der Traum unseres Volkes, seit Ewigkeiten! Ich habe diese Möglichkeit, also werde ich diesen Traum zur Tatsache werden lassen. Ihr habt trotz alledem drei außerordentlich begabt Anwärter auf die Krone und den Thron, und drei außerordentlich lernwillige Herrenkinder die, wenn es soweit sein soll, ihre Pflichten erfüllen mögen. Ich bin die Tochter von Lorzes dem Bärentot und der Tochter des Lichtes, der letzten Sterngeborenen. Ich habe nicht das RECHT den wahren Kindern der Krone ihr Erbe und Vermächtnis zu verweigern. Ihr meine Krieger sollt nun ruhen und rasten für den weiten Weg Heim, den ihr morgen antreten werdet. Atohalan dev nerites Sol laluna!" Die Krieger sahen ihre Anführerin geschockt an. Diese war voller Wut und Trauer und doch wusste sie was sie tat. Kein Krieger wagte es seiner "noch" Herrin zu widersprechen. Dafür schien Megara zu entschlossen, zu sicher und zu verbissen zu sein.

Der Tumult der weißen Wesen löste sich mit gemurre und brummen auf. Nur Megara, Marda, Sasko, Saska, Vultses und Loki blieben an Ort und Stelle stehen. Die junge Frau kniete sich mit Träne in den Augen zu ihren Geschwistern herunter und fragte:„Könnt ihr meine Entscheidung und mein tun denn nicht ein bisschen Verstehen? Ich hatte Angst um dich Marda! Ich kann nun dafür sorgen, dass niemand von euch je wieder von den anderen so getrennt wird. Versteht ihr das?" Die drei Kinder sahen ihre große Schwester ebenso mit Tränen in den Augen an und Sasko sprach:„Wir wollen aber auch DICH nicht verlieren!" Megara schmunzelte und strich ihrem Bruder die Träne vom Gesicht während sie antwortete:„Ich werdet mich nicht verlieren. Ich gehöre in gewisser Weise hier her. Mein Blut kommt von HIER! Das heißt nicht, das ich nicht gerne bei euch bin. Aber es ist das beste. Es war der Traum unseres Vaters und unseres Volkes." Die drei Kinder sahen sich an und Saska brummte:„Wir wollen aber nicht, das dir was geschieht!" Loki schmunzelte und erwähnte:„Ich kann euch versichern das es eurer Schwester hier gut gehen wird." Marda sah Loki böse an und antwortete:„Das will ich für euch alle hoffen." Megara lachte auf und nahm die Hände ihrer kleinen Geschwister und sprach:„Ihr seit so groß und stark geworden. Ihr werdet ohne mich auskommen und ihrgendwann, werdet ihr mich verstehen." Vultses nickte und hing an:„Ich werde ja auch bei euch bleiben und über euch wachen. Megara hat mir alles gesagt was ich wissen muss. Ich bin mir sicher das wir das schaffen." Marda, Sasko und Saska nickten traurig als drei stimmen hinter Megara Vultses und Loki sich räusperten.

Es waren Mara, Sahrtos und Sahmael, die ihre Schwester ebenfalls mit bleichen Gesichtern und roten Augen ansahen. Megara drehte sich kurz um bevor sie Marda, Sasko und Saska ein letztes Mal in die Arme schloß und sprach:„Ruht euch aus. Morgen geht es nach Hause. Es ist ein weiter Weg." Die drei Kinder nickten und gingen mit Vultses, der sich sofort verantwortlich fühlte, über die Lichtung. Megara wusste nicht, was die drei älteren Herrenkinder dachten. Sie sah sie an und sprach:„Ich sagte doch, das ihr mir keine Wahl lasst." Mara nickte und nahm ihre Schwester fest in die Arme. Megara war erschrocken und blieb angewurzelt stehen. Als Mara ihre Schwester wieder los ließ sprach diese zum Odinsohn:„Verspreche, das ihr auf sie aufpasst." Loki nickte und erwiderte:„Ich achte auf sie. So gut wie es mir denn möglich sein wird." Sahrtos und Sahmael waren nicht so leicht versöhnt, wie ihre Schwester und der älteste sprach:„Ich hoffe du weißt was du tust. Deinen Vorfahren sind diese Ortschaften nicht gut bekommen." Megara musste lächeln und versicherte:„Ich bin mir sicher. Und du kannst offenbar der Verantwortung des ältesten Sohnes nicht so einfach entfliehen wie wir alle dachten." Sahrtos musste nun auch lachen und nahm seine ältere Schwester in die Arme. Sahmael tat sich mit Abstand am schwersten die Entscheidung seiner großen Schwester anzunehmen. Er hatte die Arme vor dem Bauch verschränkt und knurrte in sich hinein. Megara sah ihren jüngeren Bruder an und fragte:„Willst du es wirklich so enden lassen? Willst du wirklich das ich dich so in Erinnerung behalten?" Sahmael schüttelte den Kopf und brummte:„Ich kann mir nur nicht vorstellen, das jemand anderes auf dem Eisthorn sitzt als du. Die Seherinnen habe DICH ausgewählt!" Megara nickte und erwiderte:„Vielleicht genau deswegen. Vielleicht wussten sie das ICH am besten hier bleiben kann, weil mein Blut hier hin gehört. Aber wer von uns kann dies schon mit Gewissheit sagen?" Sahmael verdrehte die Augen und sprach:„Kann sein. Aber was wenn nicht?" Megara lachte und fragte:„Was hätten wir gemacht, wenn Vater nicht gestorben währe? Wenn ich nie geboren währe? Das kann man unmöglich wissen. Doch ich weiß tief in mir, das diese Entscheidung das beste für uns alle ist." Sahmael nickte und schwieg kurz. Er nahm Megara fest in die Arme und erwiderte:„Ihr habt euch niemand einfachen zum beschützen ausgesucht, Odinssohn. Ich beneide euch nicht." Megara lachte und sprach:„Geht auch ihr nun ruhen. Es ist auch für euch ein weiter Weg." Mara, Sahmael und Sahrtos nickten und verneigten sich ein letztes Mal vor ihrer Schwester bevor sie zu den jüngsten Geschwistern gingen, die mit Vultses schon am Feuer saßen.

Megara blieb stehen bis ihre Geschwister bei einander wahren. Sie sah noch ein letztes mal auf die Gruppe Herrenkinder die zusammen saß und seufzte tief. Loki trat neben sie und sprach:„Ihr bedeutet ihnen viel." Die junge Frau nickte und erwiderte:„Sie bedeuten mir alles. Sie sind alles was ich habe." Megara liefen beim Anblick ihrer Geschwister ein paar Tränen über das Gesicht. Loki schmunzelte und fragte:„Sollen wir gehen? Das bleiben quält euch nur." Megara nickte und sprach:„Ja. Wir können gehen."
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