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Just f**k yourself

von -Raven
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Adrien Agreste / Chat Noir Alya Césaire / Lady WiFi / Rena Rouge Marinette Dupain-Cheng / Ladybug Nathanaël Kurtzberg / Evillustrator Nino Lahiffe / Bubbler / Carapace Tikki
13.10.2021
09.02.2022
26
104.385
27
Alle Kapitel
107 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
13.10.2021 1.341
 
Liebes Tagebuch
Mesdames et Messieurs
Hallo Welt, leset meine Worte!


Wie fängt man sowas an?
Mist! Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich hier schreiben soll. Meine Eltern stellten mich vor die Wahl: Entweder Tagebuch oder Therapeut.
Es ist offensichtlich wofür ich mich entschieden habe.
Egal, ich würde alles machen, wenn sie mich dadurch endlich in Frieden lassen. Mal abgesehen von dem Therapeuten natürlich.

In diesen kitschigen 0815-Teenie-Filmen schreiben viele Mädchen Tagebuch. Darin geht es meist um die große, unerreichbare Liebe, Hoffnungen und Träume.. würg. Was auch immer das hier wird, so eine scheiße schreibe ich auf keinen Fall!
Bis zu einem bestimmten Punkt in meinem Leben, hätte man meines wohl auch als eine Teenie- Liebesschnulzenkacke bezeichnen können. Das lag weit hinter mir.
Ich habe wenige Hoffnungen und ausschließlich realistische Träume aber vor allem liebe ich niemanden. Liebe ist für naive kleine Mädchen oder für Menschen mit deutlich mehr Lebenserfahrung. Mein naives, kleines vergangenheits- Ich wurde schmerzlichst etwas besserem belehrt und würde mir nun zustimmen.

Um nochmal auf diese Teenie- Liebesschnulzenkacke zurück zu kommen. Seitdem dieser.. ich nenne es mal Lebensabschnitt, denn leider war es kein Film.. hinter mir lag, passierte nichts mehr. Klappe zu, Cut, Aus!
Mein jetziges, alltägliches Leben ist ätzend langweilig und das obwohl ich bald 18 werde. Ich interessiere mich aber weder für Partys, noch für Alkohol oder Drogen und vor allem nicht für Jungs. Würde man also mein momentanes Leben verfilmen, dann kämen nach spätestens fünf Minuten die ersten Schnarchgeräusche aus irgendeiner Ecke.

„Meine Damen und Herren heute zeigen wir Ihnen das Leben von Marinette Dupain-Cheng, einem 17-jährigen Mädchen, das in Paris lebt. Tagtäglich meistert sie ihre Pflicht des Lebens als Individuum. Brote werden nicht nur gebacken, sondern auch geschmiert! Wo hat sie die fettarme Butter, mit dem salzigen Nachgeschmack her? Wird sie sich für das drei- oder vierlagige Toilettenpapier entscheiden? Jetzt nur bei uns im Kino.“

Spaß bei Seite aber Name, Alter und Wohnort stimmt schon.
Zu meinem Bedauern bin ich -Überraschung- Schülerin und wohne mit meinen -Doppelüberraschung- Eltern zusammen. Versteh mich nicht falsch, sie sind jetzt nicht der Horror oder so.. aber doch, eigentlich schon.
Papa akzeptiert vermutlich niemals, dass ich älter als fünf bin und Maman hat die Hosen an. Ihr Wort ist Gesetz. Das ist in so ziemlich jeder Hinsicht ätzend.
Tief in meinem Inneren liebe ich die beiden natürlich trotzdem..

Ach, das ist totaler Dreck hier, als ob mir das in irgendeiner Weise helfen würde… vor allem bei was helfen? Schlechte Laune und Unfreundlichkeit?
Keine Ahnung was sie sich davon erhoffen. Ich bin halt Pessimistin durch und durch, hasse gelegentlich mein Leben und prinzipiell Menschen. Außer natürlich meine Liebsten.

Dazu gehört zum einen meine beste Freundin Alya. Sie ist taff, cool, nimmt kein Blatt vor den Mund und ist meine persönliche Superheldin. Gut, theoretisch bin ich nicht anders, außer dass sie in allem ekelhaft positiv ist. Sie betreibt neben einem Internetblog das Klatschblatt der Schule und ist die erste mit brisanten Informationen. Sie ist seit Ewigkeiten in diese Brillenschlange aus unserer Klasse verliebt. Sein Name ist Nino. Ich habe ihr mal versprochen, persönlich die Schlagzeile zu schreiben wenn die beiden endlich zusammen kommen. Im Gegensatz zu allen anderen Lebensbereichen ist sie in Sachen Liebe und allem was dazugehört nämlich absolut verklemmt. Ich habe einmal versucht ihr den imaginären Stock aus dem Arsch zu ziehen als sie es nicht geschissen bekommen hat den komischen Dj-Jungen zu ihrem Geburtstag einzuladen. Fand sie weniger witzig.
Zum anderen ist da Nathaniel beziehungsweise Nath, Schatz, Schnucki oder Hase. Außenstehende sehen uns oft als Paar an, was wir zu gerne provozieren. Von anderen Idioten wird er Evil genannt weil er anders ist, knallige rote Haare hat und sich seine Augen mit Kajal einrahmt. Wobei er das letztere erst seit kurzem macht. Ausschlaggebend für seinen Spitzamen ist sein Blick. Sein beneidenswerter Todesblick, den jeder zu spüren bekommt, der nicht Alya oder Marinette heißt.
Ich gestehe, ich liebe Nath! Nicht wie andere denken, er ist schwul. Zu 100% schwul. Sein Loverboy geht in die Parallelklasse und heißt Marc. Von ihm hat Nath das mit dem Kajal. Noch sind sie kein Paar aber das kann nicht mehr all zu lange dauern. Die beiden werfen sich derart unanständige Blicke zu, dass man quasi zusehen kann wie sie sich in Gedanken ausziehen.

Das ist meine kleine Gang. Alya, Nath und ich gegen den Rest der Welt.
Ne das klingt abgehoben und als ob wir die übelste Truppe wären. Sind wir nicht. Uns auf eine Beliebtheitsskala der Schule einzutragen wäre nicht ganz einfach. Meine Freunde bewegen sich im Mittelfeld, wobei viele Angst vor Nath haben und er dadurch tiefer rutscht. Ich kratze am oberen Bereich der Außenseiter. Für viele bin ich einfach unsichtbar. Das weiß ich sehr zu schätzen, denn ich neige dazu tollpatschig zu sein wenn ich müde bin. Und ich bin immer müde. Immer.
Besserwisserische Affen würden mich tadeln, ich solle früher ins Bett gehen. Meine Eltern zum Beispiel. Aber Abends fängt das Leben doch erst richtig an!

Denn.. HAHA! Habe ich gesagt mein Leben wäre langweilig? Das war ein Scherz. Ein halber Scherz. Marinette Dupain-Cheng ist absolut durchschnittlich und langweilig. Meine zweite Persönlichkeit ist es ganz sicher nicht! Vermutlich klingt das ziemlich doof aber ich bin die Superheldin von Paris. Man nennt mich Ladybug!
Um das zu erklären muss ich etwas ausholen.. Kurz nach meinem dreizehnten Geburtstag stand plötzlich eine Schatulle in meinem Zimmer. Ich war total panisch als plötzlich ein roter Käfer vor mir aufleuchtete.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und herumfliegenden Gegenständen, schaffte sie es mich zu beruhigen.
Ihr Name ist Tikki, mein Kwami. Mit etlichen Fragezeichen, die mir um den Kopf schwirrten, erklärte sie mir dass es verschiedene Wesen ihrer Art gibt und jedes ist an ein Schmuckstück gebunden. Bei ihr sind es Ohrringe. Mein “Miraculous“.
Weiterhin erläuterte sie mir wie ich mich in meine Superheldenform verwandeln kann und diese rückgängig mache.
Zu diesem Zeitpunkt starrte ich Tikki noch verständnislos an. Warum sollte ich eine Superheldin werden?
Ein Schurke namens Hawk Moth sei aufgetaucht. Mithilfe seiner verzauberten Schmetterlinge, sogenannte Akumas, verwandelt er Passanten in wehrlose Marionetten und ausschließlich Ladybug kann diese bereinigen. Meine spezielle Fähigkeit nennt sich Glücksbringer, der hilft mir mit unnötig komplizierten Lösungswegen die Kämpfe zu gewinnen.
Zusätzlich bekam ich einen Partner dazu. Chat Noir. Gemeinsam, unter Geheimhaltung unserer Identitäten waren wir dazu verdonnert diesen Hawk Moth zu bezwingen.
Ich möchte niemanden spoilern aber nach fast fünf Jahren haben wir es nicht geschafft. Wir haben nicht den Hauch einer Spur, es ist zum verzweifeln! Damals wie heute bezweifle ich die Wahl des Meisters was mich angeht.. ich war ein naives, tollpatschiges Mädchen, das keiner Fliege was zu leide tat und sich dieser Verantwortung nicht gewachsen fühlte. Menschen ändern sich. Heute bin ich eine frustrierte Schülerin, die ihre Gefühle auf ein Minimum reduziert und in ihrer eigenen Welt lebt.
Immerhin habe ich durch den Schlamassel einen guten Freund gefunden. Der olle Kater hat mich anfangs zur Weißglut getrieben, vor allem mit seinen dummen Anmachsprüchen. Nachdem wir uns ausgesprochen haben, läuft es besser. Er kann mitfühlender als Rose sein und die heult bei jeder Scheiße los. Eine Seite an ihm, die er lange vor mir verbarg. Mal abgesehen von Nath ist er mein bester Freund.
PUH!

Jetzt habe ich deutlich mehr geschrieben als ich wollte.
Keine Ahnung inwiefern ich das hier weiter schreibe, mit meinen Selbstgesprächen führe ich theoretisch schon genug Tagebuch und dafür muss ich nicht meine Zeit verschwenden um alles auf zu schreiben.

Peace out. Tschüss. Au Revoir. Time to say good bye.. weißt was ich meine.



EinZweiDreiVierFünfSechsSiebenAchtNeunZehnElfZwölfDreizehnVierzehnFünfundzwanzig

Halli hallo und herzlich willkommen zu meiner neuen, etwas anderen Geschichte.
Die folgenden Kapitel werden deutlich länger, falls euch das stören sollte - Schreibt mir dann kürze ich.
Ich freue mich über jede Rückmeldung! Die helfen mir nicht nur die Geschichte zu verbessern, sondern motivieren mich weiter zu schreiben.
Ich - dumm wie Brot - habe eine weitere Geschichte angefangen. Die wird in den nächsten Tagen ebenfalls online gehen.

Sooo und nun genug gestört! Ich wünsche euch viel Spaß bei Just f**k yourself.
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