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Just f**k yourself

von -Raven
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Adrien Agreste / Chat Noir Alya Césaire / Lady WiFi / Rena Rouge Marinette Dupain-Cheng / Ladybug Nathanaël Kurtzberg / Evillustrator Nino Lahiffe / Bubbler / Carapace Tikki
13.10.2021
23.11.2021
15
55.221
17
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13.10.2021 471
 
Schweißtropfen perlten von meiner Stirn. Meine Lunge brannte unter dem Top, die Luft entwich mir stoßweise. Ich beugte mich vor und krallte meine Finger, unterhalb der Shorts, in meine Oberschenkel. Meine Nägel gruben sich in das unterkühlte Fleisch. Meine Beine zitterten und begannen zu verkrampfen.
Mein Schluchzen echote in der dämmrigen Gasse. Den Asphalt zwischen meinen Füßen benetzte ich mit Tränen.
Ein eisiger Wind heulte durch die schmale Straße und peitschte mir meine zerzausten Haare ins Gesicht.

„Marinette?“, flüsterte Tikki zaghaft. Die übergroßen Augen linsten ängstlich über den Rand meiner Umhängetasche.
Ich blieb stumm.
Tikki versuchte nochmals zu mir durch zu dringen.
„Du solltest schnell nach Hause und dich beruhigen.“
Mein Körper erstarrte. Meine heisere Stimme war nicht mehr als ein Hauch.
„Ich möchte nicht nach Hause.“
„Aber wenn ein Aku-“
„Verwandle mich!“

Das rote Leder meines Anzuges schmiegte sich um meinen Körper, die nackte Haut meiner Arme und Beine wurde gewärmt.
Wie gelähmt starrte ich in das verzerrte Spiegelbild, das mir aus herum liegenden Scherben entgegenblickte.
Ich zog meine Augenbrauen zusammen und presste die Zähne aufeinander.
Wie konnte ich nur so dumm sein?
Ein Ruck ging durch meinen Körper, ich richtete mich auf. Mit einem Griff an meine Hüfte löste ich mein Jo-Jo, holte aus und warf es in die Höhe. Es fand halt an dem Geländer einer Feuerleiter. Ich riss an der Schnur, die daraufhin in das Jo-Jo zurück schnellte und ließ mich nach oben bugsieren. Mit aller Kraft stieß ich mich von dem Gitter ab und sprang auf das Dach. Aus dem Schutz der Wände heraus, toste der Wind unerbittlich.
Haare klebten auf meinen Wangen, erschwerten die Sicht durch meine geröteten Augen.
Ich fuhr mit der Hand über mein Gesicht und strich mir die feuchten Strähnen über die Stirn.
Ich stieß mich ab und katapultierte mich in die Nacht. Ziellos preschte ich über die Dächer von Paris. Vorbei an der Bäckerei meiner Eltern. Vorbei an der Schule, in der alles begann. Vorbei an dem Park, in dem ich viel Zeit mit ihm verbrachte. Vorbei an der Seine und der Notre- Dame.
Weg von allem. Ich wollte vergessen. Für immer.
Meine Gedanken lichteten sich. Erinnerungen der letzten Stunden brachen über mich herein. Ich driftete ab und stürzte auf ein modriges Gebäude, die Ziegel wackelten unter meinen Füßen.
Ich fiel auf meine Knie und stützte mich mit meinen Händen ab. Unerbittlich strömten Tränen aus meinen Augen.

Verschleiert nahm ich die Ankunft des schwarzen Katers wahr.
„Puh, zum Glück ist diese Motte nicht nachtaktiv.“
Ein bitteres Lachen kratzte sich aus meinem Hals, ehe weitere Tränen flossen und mich aufschluchzen ließen.
Ich nahm seine dumpfen, näher kommenden Schritte wahr und wie er sich neben mich setzte. Er legte einen Arm um meine Schulter und zog mich an sich heran.
„Wenn du reden möchtest, ich bin immer für dich da.“
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