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Up All Night

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Action / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
10.10.2021
12.06.2022
36
70.571
5
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
10.10.2021 1.922
 
Hallo und Herzlich Willkommen zu UP ALL NIGHT!

Wir hoffen, dass euch unsere neue FF gefällt. Es ist mal was anderes, das wir ausprobieren wollten.

Aber lasst uns gar nicht lange schwafeln, hier kommt das erste Kapitel für euch :)

Viel Spaß beim Lesen wünschen euch

Holly & Jean





*

HARRY



Seattle. Hier war es ganz cool. Mein bester Freund und Erschaffer, Liam, und ich waren erst seit einem Monat hier und ich kannte mich hier noch nicht aus, darum ging ich jede Nacht spazieren, um mich mit der Stadt vertraut zu machen. Alleine, denn Liam war damit beschäftigt, etwas zu finden, mit dem man als Vampir in der Sonne nicht verbrannte. Und er war gut darin. Er würde es schaffen, das wusste ich. Ich vertraute ihm da völlig. Ich vermisste die Sonne. Früher hatte ich den Sommer geliebt. Früher, als ich noch ein Mensch gewesen war. Vor 150 Jahren.


Jep, ich war ein Vampir.


Ein Vampir in Seattle, was definitiv gut war. Nicht, wie in den Fernsehserien, in denen Vampire in Kleinstädten wohnten. Bon Temps, Mystic Falls ... Das war Schwachsinn. Als Vampir konnte man sich am Besten da aufhalten, wo man nicht auffiel. Je mehr Menschen also, desto besser. Hier in Seattle gab es viele Leute, die aussahen wie Vamipre, aber gar keine waren. Hier war ich richtig, denn die Menschen durften nicht wissen, dass Vampire und Werwölfe existierten.


Ich ging durch einen Park, der ziemlich creepy war, aber ich war ja übermenschlich stark und schnell, also hatte ich keine Angst. Außerdem konnte ich mich unter Menschen aufhalten, ohne sie zu töten. Am Anfang, nachdem Liam mich verwandelt hatte, war das leider nicht so gewesen - und mit 'Anfang' meinte ich die ersten zehn Jahre. Als Neu-Vampir hatte ich den Blutrausch nicht unter Kontrolle gehabt, aber jetzt ernährten Liam und ich uns ausschließlich voneinander, und das funktionierte gut.


"Du kriegst es nicht, nein!", hörte ich plötzlich einen Typen rufen, also ging ich hin. Es waren zwei Typen, und einer rannte gerade weg. Der Zweite folgte ihm, schaffte es aber nicht, ihn einzuholen, denn er war ziemlich schnell, allerdings nicht so schnell wie ich. In zwei Sekunden stand ich vor dem ersten Typen, der prompt in mich hineinrannte. "What the...". Ich drückte meine Hände links und rechts in seine Schultern, damit er stehen blieb, und er starrte mich angstvoll an.


Jep, ich konnte echt furchteinflößend sein, wenn ich wollte.


"Was hast du ihm geklaut?", fragte ich ihn, aber er schwieg. Dann kam der zweite Typ dazu und atmete schwer. "Du Arschloch. Ich will es wieder haben". Nummer Eins überreichte Nummer Zwei wortlos eine braune Papiertüte, die Nummer Zwei sofort in seinem Hosenbund verstaute. "Und jetzt verschwinde!", rief er dann, und jetzt sah ich erst, wie heiß er war. Dunkle Haare, blaue Augen. Wahnsinns-Augen.


"Wirst du ihn noch einmal beklauen?", fragte ich Nummer Eins und er schluckte hörbar. "Nein". "Kann ich mich darauf verlassen?". "Ja". "Sehr gut. Wenn nicht, dann werde ich wieder da sein". "Okay". "Und jetzt verschwinde", sagte ich, ließ ihn los und er flüchtete aus dem Park.


"Danke, Mann. Ich wäre echt angepisst, wenn er jetzt abgehauen wäre", sagte Nummer Zwei. "Kein Problem. Was machst du hier um Mitternacht?". "Meinen Job, und du?". "Einen Spaziergang".


Okay, beides war schräg ... Ich wollte gar nicht wissen, was sein Job war. Ich konnte es mir denken. Und um Mitternacht alleine spazieren zu gehen, war für einen Menschen auch nicht normal. "Wie heißt du?", fragte ich ihn. "William". "Edward", sagte ich und gab ihm meine Hand. Einem fremden Typen, der nachts im Park seinen 'Job' machte, meinen ersten Vornamen zu sagen, erschien mir unvernünftig, auch wenn ich ihm körperlich definitiv überlegen war. Aber man musste ja nichts herausfordern, denn wer wusste schon, was er für einer war. Edward war mein zweiter Vorname, also war das in Ordnung.


"Jedenfalls ... Danke", sagte William und grinste mich schief an. "Bitte". Dann drehte er sich um und ging - und ich ebenfalls.



LOUIS



Mir war klar, dass mir gerade ein Vampir den Arsch gerettet hatte. Glasklar! Ungeübten Augen mochten die blitzschnellen Bewegungen entgangen sein, aber mein bester Freund Zayn war auch ein Vampir, deshalb konnte ich die Zeichen richtig deuten.



„Hör mal…“, rief Edward und ich drehte mich zu ihm herum. Wir standen echt weit auseinander und ich konnte daher seinen Gesichtsausdruck nicht deuten. „Ja?“, antwortete ich rufend und er ging auf mich zu. Als wir voreinander standen sagte er: „Ich weiß ja nicht was du hier vertickst, aber du solltest vorsichtiger sein.“ Ich verdrehte meine Augen und sagte: „Ja klar, du willst nicht, dass mir was passiert… Weil du mich ja auch schon so lange kennst…“, ratterte ich herunter und jetzt verdrehte er die Augen. „Es war nur ein gut gemeinter Rat.“ „Okay.“ Ich drehte mich um und ging zu meinem Auto zurück.



Ich fuhr nach Hause und traf dort auf Zayn, mit dem ich in einer WG wohnte.



„Hast du das Geld?“, fragte er mich und rubbelte sich seine Haare trocken. „Nein, das Arschloch wollte mich beklauen.“ „Und wie hast du es verhindert?“ „Hab ich gar nicht, ein Vampir kam mir zu Hilfe.“ „Ein Vampir?“ Die Skepsis stand ihm ins Gesicht geschrieben. „Ja, sein Name ist Edward und er schien ganz nett zu sein.“ „Woher weisst du, dass er ein Vampir ist?“ „Er hat sich zu schnell bewegt für einen Menschen.“ „Noch so ein Idiot, der nicht genug aufpasst. Ich hoffe, er hat nicht gecheckt, was du da verkaufst?“ „Nein, er gab mir das Päckchen zurück und hat nicht nachgefragt.“ „Okay. Ich werde mich mal auf die Suche nach meinem heutigen Dinner machen…“ „Mach das, ich versuche inzwischen einen anderen Käufer zu finden. Immerhin müssen wir unsere Miete morgen bezahlen.“



Zayn verliess die Wohnung und ich holte das Packchen aus meinem Hosenbund. Dann ging ich damit in die Küche und legte es in den Kühlschrank. Vampirblut musste kühl gelagert werden und war der neueste Schrei auf dem Drogenmarkt. Zayn lieferte das Blut und ich verkaufte es, denn wenn die anderen Vampire wüssten, dass er dahintersteckte, würden sie ihn dem wahren Tod zuführen.



Ich holte mir eine Zigarette und ging damit auf den Balkon. Dort zündete ich sie mir an und begann meine anderen Kunden durchzurufen. Erst beim Letzten, einem verrückten Iren, hatte ich Glück und er war damit einverstanden, mir das restliche Blut abzukaufen.



Ich traf mich mit ihm an der Space Needle und übergab ihm den Stoff. „Nimmst du es noch immer mit Aspirin?“ „Ja, so wie du es mir erklärt hast.“ „Okay. Und wie immer meine Warnung: nimm nicht zu viel!“ „Okay, danke, William.“ Alle meine Kunden kannten mich als William, damit wollte ich mich schützen und ich fand es besser, wenn sie nicht meinen wahren Namen kannten.



Als ich wieder nach Hause kam war Zayn noch nicht wieder zurück. Er war anspruchsvoll was seine Nahrung betraf und bevorzugte europäisches Blut, weshalb er sich nicht von mir ernähren konnte. Gottseidank, denn ich fand es creepy, wenn jemand mein Blut saugte. Wir hatten es einmal probiert und weder Zayn noch ich hatten Gefallen daran gefunden. Auch wusste ich, dass Zayn sich am liebsten während dem Sex nährte und soweit ging unsere Freundschaft nicht. Zwar war ich schwul und er bi, aber wir waren wirklich nur Freunde.



Als ich schliesslich in mein Bett kroch, war ich so hundemüde, dass ich gleich einschlief und im Traum kam mir Edward unter. Ich träumte, dass er mich von einem Werwolf retten musste und sich dann an mir nährte… Auch im Traum war das einfach nur creepy…



Am folgenden Morgen machte ich mir einen Kaffee und ging dann wieder auf den Balkon. Der Traum hatte Spuren hinterlassen und Edward ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Vorallem weil er auch noch Edward hieß… Twilight ließ grüßen!



Aber eben weil er mir nicht aus dem Kopf ging, machte ich mir meinen nächsten Übergabetermin wieder in eben jenem Park aus.


HARRY



Als die Sonne aufging, legte ich mich hin, aber ich schlief nicht. Niemals. Ich schloss meine Augen und schaltete mein Gehirn aus, was mir heute aber nicht gelang, weil dieser William mir einfach nicht aus dem Kopf ging. Er hatte etwas an sich, das mir gefiel, auch wenn ich ihn ja gar nicht kannte, aber dagegen konnte ich etwas tun, falls er jede Nacht in diesem Park war.


Eine Nacht später ging ich wieder spazieren, und natürlich auch wieder in eben diesem Park - und tatsächlich sah ich William, der sich mit einem Typen unterhielt. Der Vorteil daran, ein Vampir zu sein, war, dass man sich lautlos bewegen konnte. Ich stellte mich hinter einen Baumstamm und beobachtete die beiden heimlich.


Der Typ, mit dem William sich unterhielt, war ein Anzugträger, der ziemlich wohlhabend aussah. Was machte der um diese Uhrzeit hier? William musste ja etwas ganz Besonderes verkaufen ...


Es wäre ein Leichtes für mich gewesen, die beiden zu belauschen, wenn ich einfach nur mein besonderes Gehör eingeschaltet hätte, aber ich wollte nicht zu neugierig sein, denn es ging mich nichts an. William überreichte dem Anzugträger zwei Glasampullen mit einer roten Flüßigkeit darin, die aussah wie Blut, und der drückte William zwei Geldscheine in die Hand, die er sofort in seiner Hosentasche verstaute. In seiner hinteren Arschtasche ... Geiler Hintern.


Dann drehte der Anzugträger sich um und ging, und ich spazierte gemütlich auf William zu. "Hey", begrüßte ich ihn und er grinste mich schief an. "Hi. Wieder da?". "Ja. Du auch". "Jep". "Da wir uns jetzt schon zufällig begegnet sind, können wir ja was trinken gehen. Oder hast du keine Zeit?", fragte ich ihn einfach. "Doch, klar. Ich bin für heute fertig". "Gut", sagte ich und wir gingen nebeneinander her aus dem Park und landeten schließlich in einem 24/7 Diner, wo wir gegenüber voneinander in einer gemütlichen Sitzecke Platz nahmen. Und da William sich einen Milkshake bestellte, tat ich es ihm gleich.


Er schmeckte ekelhaft. Als würde ein Mensch flüßigen Pferdemist durch einen Strohhalm schlürfen. Aber ich hatte mein Pokerface in den letzten 150 Jahren perfektioniert, um unter den Menschen nicht aufzufallen, also trank ich diesen Scheiß einfach und verzog dabei keine Mine.


"Wir sind uns heute nicht zufällig begegnet, oder?", fragte William mich ganz direkt und ich antwortete ihm ehrlich : "Nein. Ich hatte gehofft, dich wieder zu sehen". "Warum?". "Keine Ahnung", sagte ich wahrheitsgemäß. Ich wusste es wirklich nicht. Aber wenn ich in 150 Jahren als Vampir etwas gelernt hatte, dann, dass nicht immer alles einen bestimmten Grund haben musste und es keinen Sinn machte, sich über alles den Kopf zu zerbrechen. Als Mensch war ich ziemlich kopflastig gewesen, hatte mich ständig gefragt, was die Leute von mir hielten, und stets darauf geachtet, nichts Falsches zu sagen. Jetzt wusste ich, dass das Bullshit war. Wenn man die Ewigkeit vor sich hatte, dann belastete man sich nicht mit solchen Kleinigkeiten, denn die Menschen, die mich nicht mochten, würden sterben und dann einfach nicht mehr da sein, aber ich schon. Ich konnte einfach immer wieder neue Menschen kennen lernen.


"Tja, egal. Ich wollte dich auch wieder sehen", sagte William. Oh ... Alles klar. Ich beugte mich interessiert zu ihm vor, schaltete in den Flirtmodus und lächelte ihn charmant an. "Das freut mich sehr, William".
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