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Mitternachtstanz

Kurzbeschreibung
GedichtFantasy, Horror / P12 / Gen
08.10.2021
08.10.2021
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Mitternachtstanz


In der Nacht, im tiefen Schlafe,
Tauchen meine Geister auf.
Zum Schloss des bösen Grafe,
Laufe ich den dunklen Pfad hinauf.

Der Wind fegt laut durchs Geäste,
Der Mond vom Himmel scheint hell.
Im Ballsaal, da ist ein Feste,
Stimmen schreien laut und grell.

Ich schleichen mich ganz unbemerkt hinein,
So viele schöne Gestalten.
Bin neugierig, was wird hier sein?
Werde meine Augen offen halten.

Die Männer bitten höflich zum Tanz,
Bin von ihrem Tun fasziniert.
Doch dann, als man mich fand,
Wusste ich nicht, wie mir geschieht.

Nun stehen sie um mich herum,
Starren aus toten Augen.
Auf meinen Hals blicken sie stumm,
Und werden das Blut aus mir saugen.

Sie zerren mich unsanft auf den Boden,
Das Leben schwindet langsam aus mir.
Wilde Stimmen um mich toben,
Und ich sterbe einsam hier.

Ich reiße meine Augen auf,
Sehe mich panisch um.
Blicke in tote Gesichter hinauf,
Sie stehen um mich herum.

Nun bin ich ein Teil von ihnen,
Werde huldig begrüßt vom Grafe.
Ich kann nun nicht mehr fliehen,
Bin längst erwacht aus meinem Schlafe.


06. September 2021
 
 
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