Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

1+1=3

Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Familie / P12 / Gen
Amita Ramanujan Charlie Eppes
07.10.2021
07.10.2021
1
845
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
07.10.2021 845
 
Numb3rs

Die Logik des Verbrechens

1+1=3

Mit einem zärtlichen Blick sah Amita auf das kleine Bild in ihren Händen. Liebevoll strich sie darüber. „Herzlichen Glückwunsch, Amita. Wir sehen uns dann in zwei Wochen wieder.”
Die Worte ihrer Ärztin nahm sie wie durch einen Schleier wahr. „Amita?...Ist alles in Ordnung?”
„Mmh...”, nickte sie stumm. Beim Hinausgehen presste sie das Stück Papier fest an ihre Brust. Wie einen Schatz. 'Was wird wohl Charlie dazu sagen?', ging ihr durch den Kopf. Heute Abend würde sie mit ihm reden und es ihm sagen.

Auf dem Weg nach Hause hielt sie an einem Park an und setzte sich dort auf eine Bank. Sie musste ihre Gedanken ordnen. Mit verträumtem Blick beobachtete sie ein paar Kinder beim Spielen. „Welcher ist denn Ihrer?”, riss sie eine Stimme aus ihren Gedanken. Sie blickte fragend auf die junge Frau, die neben ihr stand. „Was?” „Na die Kleinen dort im Sandkasten.” Amita schüttelte den Kopf. „Keiner von denen. Soweit ist es noch nicht.” Sie strich gedankenverloren über ihren Bauch. „Das dauert noch ein paar Monate.” „Oh wow...Glückwunsch!”, platzte es ihrem Gegenüber raus. „Mutter sein ist etwas ganz tolles, glauben Sie mir.” Die junge Frau deutete auf ein Mädchen das fröhlich in der Buddelkiste spielte. „Das ist meine kleine Stacy. Sie ist mein ganz persönliches kleines Wunder. Ihr Dad kann gar nicht genug von ihr kriegen.” Amita musste lächeln. „Ich denke, der Dad von dem kleinen Würmchen hier drin auch nicht. Er weiß es nur noch nicht.” „Sie sollten es ihm so schnell wie möglich sagen. Der Blick, wenn sie es erfahren ist unbezahlbar.” Die junge Mutter konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Das mache ich”, nickte Amita, „heute Abend.” „Ich wünsche Ihnen alles Gute.”
Damit verabschiedeten sich beide von einander und die junge Frau ging zu ihren Tochter in den Sandkasten. Amita blieb noch eine Weile auf der Bank sitzen und überlegte, wie sie es Charlie sagen könnte. Einen Augenblick später schmunzelte sie. 'Auf seinen Blick bin ich jetzt schon gespannt.'

Um 19 Uhr betrat Amita das Haus. Es war ruhig und von Charlie keine Spur. „Hallo, jemand zu Hause?” rief sie in Richtung Küche. Alan steckte seinen Kopf aus der Tür und lächelte sie an.
„In einer halben Stunde gibt's Abendessen. Dein geliebter Ehemann brütet in der Garage über irgendwelchen neuen Zahlen für Don.” Er rollte mit den Augen und Amita konnte sich ein Kichern nicht verkneifen. „Was sonst.” „Ich hole ihn. Ich wollte sowieso mit ihm reden.”
Amita atmete tief ein und ging zur Garage.
Beim Betreten hörte sie schon das Kratzen von Kreide. Charlie war dabei, neue Algorithmen an die Tafel zu schreiben, um Don bei einem Fall zu helfen. Seine Umgebung nahm er überhaupt nicht wahr. Amita lehnte sich an einen der Stützbalken und beobachtete ihn eine Weile. Sie liebte ihren Charlie, wenn er bei seinen Berechnungen in seiner ganz eigenen Welt war. Da war so ein Leuchten in seinen Augen.

Charlie trat einen Schritt von seiner Tafel zurück, um ein neues Stück Kreide vom Tisch zu nehmen, als er bemerkte, dass er nicht allein war. „Entschuldige, ich habe dich gar nicht rein kommen gehört. Wie lange stehst du schon da?” „Eine Weile. Ich sehe dir gern zu, wenn du in deinen Zahlen versinkst.”
Er nahm sie sanft in den Arm und küsste sie zärtlich. Sein Blick fiel auf eine kleine Tüte, die Amita auf der Couch abgestellt hatte. „Oh, du warst in der Stadt.” Amita sah ihn liebevoll an. 'Jetzt oder nie,' dachte sie. „Ja, und ich habe dir etwas mitgebracht.” „Mir?” Charlie legte die Kreide, die er immer noch in der Hand hielt, beiseite. Neugierig nahm er die Tüte, die Amita ihm entgegen streckte. Er griff vorsichtig hinein und zog ein weißes T-Shirt heraus. Er hielt es hoch und sah Amita verwundert an. „Ein T-Shirt? Davon habe ich doch mehr als genug.” Sie fing an zu lächeln. „So eines aber noch nicht, glaub mir.” „Was ist an dem so besonders?” Charlie drehte das Shirt herum, so dass er die Vorderseite sehen konnte. Darauf stand in großen Buchstaben *Allerbester Dad der Welt* „Oh mein Gott... Amita! Du bist schwanger,...wir... wir bekommen ein Baby...!” Er stand mit weit aufgerissenen Augen da und war zu keiner Reaktion fähig. Amita musste schmunzeln. Die junge Frau im Park hatte Recht gehabt, sein Blick war unbezahlbar. Sie ging auf ihn zu und umarmte ihn. Aus ihrer Handtasche holte sie das Ultraschallbild. Charlie nahm es in die Hand und schaute liebevoll darauf. Zärtlich legte er seine Hand auf ihren Bauch. „Hallo kleiner Mensch, ich bin dein Dad.”
In diesem Moment kam Alan in die Garage. „Wo bleibt ihr zwei Turteltauben denn? Das Abendessen ist fertig.” Alan stutzte. Der Blick seines Sohnes kam ihm seltsam vor und auch Amita war irgendwie verändert. „Was ist los mit euch beiden? Ihr seht aus, als würdet ihr etwas aushecken.” Charlie trat auf seinen Vater zu und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Dad, du sollst es als Erster erfahren... Amita und ich werden Eltern.”

*Ende*
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast