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ohne Dich

OneshotLiebesgeschichte, Historisch / P12 / Het
07.10.2021
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483
 
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Diese Niederschrift erstelle ich, Mattias, Sohn des Adelhauses Hornberg, ehemaliger Knappe der Burg derer von Singnau, im Angesicht des Todes. Der Tod durch Verbrennung ist mir gewiss.

Ich trieb Unzucht mit einem meiner Mitknappen.  Weshalb ich zuvor schon meinen Hoden und mein Glied verlor. Es geschied mir mit recht, denn Gott sagte: „Er, der er der Unzucht überführt wird, soll seine Hoden verlieren. Treibt er ein zweites Mal Unzucht, soll er sein Glied verlieren. Beim dritten Mal muss er verbrannt werden.“ Und so soll es sein. Doch warum bestraft Gott so hart? Wir alle sind doch Söhne Adams.

Es war mein letzter Wunsch, diese Niederschrift anzufertigen.  Doch nun beklage ich mich wie ein wertloser Bauer Über die Ungerechtigkeit Gottes, dem Anschein nach bin ich einfach zu Größerem bestimmt. Gott wollte das die hohe Dame, Lady Feodora von und zu Singnau, an eben diesen Tag hinter den Bergfried geschritten kam und uns entdeckte. Es muss höhere Bestimmung sein.

Doch auch wenn mein liebster Leonard nur seinen Hoden verliert, trifft ihn jedoch schlimmeres als mich, mein Verlust wird ihn treffen und ich verliere nur meinen Körper. Ich kann doch bei ihm bleiben.

Als ich mit sieben Burg Hornberg verlies wart ich ihn mein Unglück gestiefelt. Schon am ersten Tag auf der Burg bemerkte ich ihn, Leonard sah so unglaublich klein aus. Ich wart zu ihm gegangen und sprach: „Guten Tag, mein Freund, was schaut ihr so betrübt?“ „Es ist nur das wehen nach meiner Familie, nach meinem Vater, meiner Mutter und meinen sieben Schwestern.“ Erwiderte er auf meine unwirsch frage, er sprach so ehrlich das ich ihn sofort in mein Herz schloss. Seither waren wir unzertrennlich. Wir waren beste Freunde, doch irgendwann wurde mehr daraus. Als wir fünfzehn waren haben wir uns zuerst geküsst. Es war himmlisch, wir fühlten als würden wir auf Wolken laufen. Doch das Hochgefühl war nicht von kurzer Dauer, sondern hielt schier ewig an. Dadurch wurden mein liebster und ich unvorsichtig und trafen uns häufiger, nicht nur in unseren Kammern, sondern auch am Rundgraben oder hinter dem Bergfried. Und am ebenganten Letzt genannten wurden wir später auch erwischt.  

Ach mein liebster Leonard, was soll nun aus dir werden? Du bist noch so schutzbedürftig wie am ersten tag an dem wir uns trafen. Auch wenn du nicht mehr sieben bist, und ich auch nicht. Seither sind zehn Jahre vergangen aber ich sehe dein kleines rundes verweintes Antlitz noch immer. Es könnten auch nur zehn tage vergangen sein so gut erinnere noch daran.
Ich liebe dich mein Leonard, auch wenn Gott sich nun meiner Sele bemächtigt schlagen unsere Herzen noch immer im selben Takt. Ich werde veranlassen das du diese Niederschrift meiner Gedanken bekommst.

Ach Leonard ich wurde nun gerufen um meinen Letzten weg anzutreten, ich weiß das du dort seien wirst, daher werde ich mit hoch erhobenem Haupte den Weg entlagschreiten.
Wir sehen uns auf der andren Seite.
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