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new Horizons

von JaneS
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P18 / Gen
Chris Fehn Corey Taylor Craig Jones Joey Jordison OC (Own Character) Sid Wilson
04.10.2021
30.11.2021
106
529.127
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25.11.2021 5.463
 
Vorurteile und Chaos



Es war ein kleines Haus mit vier Parteien, kein Garten und kein bisschen Grün rundherum, dafür ein sauberes und fast schon steril wirkendes Treppenhaus begrüßte sie. Jules trug Rina und folgte ihrem Bruder die Treppen hinauf, die ganze Zeit schon flüsterte sie ihm Dinge zu, die für ihn nun wissenswert und relevant waren in der kommenden Gesprächssituation, so sollte er unter keinen Umständen versuchen zu schlichten, Ihre Schwestern waren eben nun einmal genau das, die großen Schwestern und wussten alles besser, sie würden Jules zwar zuhören, aber kein Mitleid oder Verständnis aufbringen können. Sie flüsterte ihm nur immer wieder, wie schwer das hier alles für sie war. Auch jetzt wisperte sie ihm zu, dass das die Wohnung ihrer Jugend gewesen sei, hier war sie eingesperrt worden und hatte unter dem Alkoholkonsum ihrer Mutter viele Jahre gelitten, hier war sie aus dem Fenster gesprungen und geflüchtet. „So, da wären wir. Es ist nur eine kleine Wohnung, in der Küche sollte aber Platz für alle sein. Geht ruhig rein, seht euch um. Mag das Kind vielleicht etwas essen oder trinken?“, fragte Luca und schon direkt nach dem Betreten stand Ben mittig in der Küche, etwas verwirrt sah er herum und fand nur zwei weitere Türen, was dann wohl Wohn- und Schlafzimmer waren. Wo war denn hier das Bad und wo die anderen Schlafzimmer? „Magst du was essen oder trinken, Mäusekind?“, wollte Jules wissen und setzte sich erst einmal, ehe auch sie sich umsah und sich durch das Gesicht wischte. „Durst hab ich, kann ich ein bisschen Saft haben?“, fragte Rina und nahm ihre Trinkflasche entgegen, die Jules in ihrer Tasche spazieren trug. „Hier sieht es aus wie vor all den Jahren, Luca. Warum hast du nichts verändert? Der gleiche schäbige Tisch, die gleiche alte Küche, sogar die hässliche Lampe hängt noch.“, murmelte Jules und deutete in den Raum, Ben machte einen Schritt zu dem Tisch hin und dieser junge Mann seufzte. „Ich arbeite sehr viel, Juliet. Und ich verdiene nur gerade so viel, dass ich über die Runden komme und die Wohnung halten kann. Ihre Beerdigung hat ein ganz schönes Loch in die Kasse gefressen und das musste erst einmal abbezahlt werden. Denise und Nathalie haben zwar ihren Anteil auch getragen, aber du weißt ja wie das ist. Dann wird sich um jeden Pfennig gestritten. Die Maus ist versorgt, wie mir scheint. Möchtet ihr was trinken? Kaffee oder Limonade oder irgendwas?“, fragte der Kerl höflich, Jules nickte und Ben auch. „Mir würde ein Glas Wasser schon reichen, danke.“, sagte er und nahm es auch entgegen, ehe er mal die Jacke auszog und Rinas Jacke auch entgegen nahm. „Ich wusste, dass du noch lebst. Ich hab es ihnen immer gesagt, sie wollten das nie hören. Wo warst du nur all die Jahre?“, fragte Luca nach und gab Jules ebenso ein Glas Wasser, ehe er ihr wieder so sanft über die Haare strich und sich zu ihr setzte. „Überall. Spanien, Italien, Bolivien, Afrika, Madagaskar, Australien, Indien, Japan, wohin meine Füße mich trugen. Ich sagte dir doch damals, das ich gehen muss. Es rief mich weg von hier, weit weg. Und ich folgte meiner inneren Stimme einfach nur, ich hielt es hier in diesem Loch nicht mehr aus.“, brummte Jules mit geschlossenen Augen und seufzte, ehe sie ihn anblinzelte und dann zu der Wand sah, wo alte Bilder hingen. Bilder von der Familie, da war auch eines von Jules in jungen Jahren dabei. „Und, hast du das gefunden, was du gesucht hast?“, wollte Luca leise wissen und strich auch Rina so über die Haare, wobei Jules nun nickte. „Ja, das hab ich, und noch so viel mehr, als ich erwartet hatte. Luca, es sind keine Dreiecke. Es sind Quadrate, die Bestand haben. Ben ist mir vorbestimmt, ich fand ihn ganz zufällig und dann fand er mich. Bitte, ich hab sehr viel Schlimmes gesehen und bin nicht gewillt, darüber vor den anderen beiden zu sprechen. Du weißt, dass sie das nicht verstehen würden und dann wieder nur anfangen zu motzen, ich sei an allem Übel der Welt selbst schuld. Wo bleiben sie eigentlich?“, antwortete Jules und noch ehe Luca antwortete klingelte es schrill, Rina erschrak und verschluckte sich an ihrem Trinken. „Wenn man vom Teufel spricht. Bleib einfach ganz ruhig, kleiner Pfirsich, ich regel das schon. Das du Schlimmes gesehen hast sieht man dir an, du bist alt geworden.“, murrte der Kerl und darüber gluckste Jules nun, Ben hob eine Augenbraue und blinzelte zu Jules, kleiner Pfirsich? „Wegen meines Barts.“, erklärte sie leise und fasste sich ans Kinn, ah, ja der Zwergenbart, er erinnerte sich an den Unfug. „Sei nicht so frech, du bist auch keine 13 mehr.“, konterte sie dann laut und gab ihrem Bruder die Hand, der nickte und sich ihre Hand an die Wange schmiegte. „Was hat man dir da angetan?“, wollte Luca wissen, doch es klopfte, Ben griff zur Tür und öffnete sie, da er näher war. „Ah, alle Mann schon anwesend. Komm schon rein, ich friere mir den Hintern ab. Ist das so kalt geworden. Luca, koch uns Kaffee, wir müssen uns alle mal aufwärmen.“, forderte die Älteste da die Küche betretend und zog sich den überlangen Schal aus, ehe die Jacke folgte. Sie trug nur ein dünnes Tanktop unter der Jacke und einen Cardigan, na das sie fror wunderte Ben nicht im Geringsten. „Koch dir deinen Kaffee selbst, du weißt, wo alles ist. Hab ich Diener hier stehen oder was?“, konterte Luca und setzte sich, Jules verdrehte die Augen und erneut flüsterte es in Ben, so ging das hier also schon seit Jahren zu? Chaos, ein Chaotentrupp, so hatte sie ihre Geschwisterschar bezeichnet und darüber nickte sie da hinten einmal, leicht amüsant fand er das dennoch. So war es bei ihnen doch zum Teil auch, dieses Gezank. „Koch mir einen mit, bitte. Aber nur einen, ich hab nicht viel Zeit. Also, da sind wir, wir Vier. Ich weiß gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll.“, meinte Denise, die mittlere Schwester, die sich hier zu  ihm setzte und Rina ganz neugierig betrachtete, die auf Jules’ Schoß saß und sich hier umsah. „Wie wäre es denn mit ihrem Verschwinden? So von Heute auf Morgen einfach Ciao Kakao und auf nimmer Wiedersehen auf und davon. Am zweiten Stern rechts und immer der Nase nach, weil wir nicht erwachsen werden wollen. Du bist abgehauen, ohne dich darauf vorzubereiten. Wo zur Hölle hast du gesteckt und warum kommst du erst jetzt nach Hause? Wir dachten alle, du seist abgestochen worden oder ersoffen oder was weiß ich was!“, brummte Nathalie, die Älteste da an der Kaffeemaschine, Jules dachte ein Bingo und sah über ihre Schulter. „Ich hab euch gesagt, dass ich gehen werde. Ich hatte aber kein festes Ziel, ich wollte einfach die Welt sehen und mir eben keine Gedanken um das Morgen machen. Und ich wäre eher nach Hause gekommen, hätte man mir das nicht vollkommen unmöglich gemacht.“, antwortete Jules und da lagen alle Blicke auf ihr, weshalb Ben ihr zuzwinkerte und Rina zu sich nahm, sodass Jules diese Last jetzt nicht auch noch tragen musste. „Aha. Miss Egolein wollte die Welt sehen. Was hat dich denn davon abgehalten, hierher zu kommen oder zumindest mal einen Brief zu schreiben? Ein kurzes ‚hey, ich lebe noch!‘ hätte doch gereicht. Wir sind hier durch die Hölle gegangen deinetwegen und ich muss dir gleich sagen, dass ich das nicht…“, setzte die Älteste an, Jules unterbrach sie aber, indem sie aufstand und den Pullover auszog, sodass man ihre Narben sah. „Ihr seid durch die Hölle gegangen? Ich wurde sechs Monate lang in einem Drecksloch in Medellín in Kolumbien festgehalten und was man mir da antat will ich euch nicht einmal erzählen, weil ihr es nicht verstehen würdet. Zudem sitzt meine Familie hier am Tisch und ich bin es leid, dieses Trauma immer wieder durchzukauen. Mama ist tot, ihr musstet die Beerdigung tragen, willst du darauf hinaus? Ich hab zehn Jahre meines Lebens in Isolation gelebt, in Skid Row, vielleicht sagt dir das ja was. Kennst du die Bilder aus den Nachrichten, wo die Leute in Los Angeles in selbstgebauten Zelten leben? Dort hab ich mich zehn Jahre vor meinen Peinigern versteckt, die mich niederstachen, quälten, vergewaltigten und noch ganz andere kranke Dinge mit mir gemacht haben. Man nahm mir alles ab, Nathalie, ich hatte kein Handy mehr, keine Telefonnummern. Ich hatte kein Geld und aß die Reste anderer, um nicht zu verhungern. Und ich hatte keine Papiere mehr, wie zur Hölle hätte ich also nach Hause kommen sollen? Willst du Geld für die Beerdigung, ist es das? Oder willst du mir nur eins reinwürgen dafür, dass ich meine Chance ergriff und ging und du dich das nie getraut hast?“, fragte Jules entschlossen und wow, das nannte man mit dem Kopf durch die Tür, für eine Sekunde spähte Jules zu ihm rüber und ließ ein Lächeln in ihre Mundwinkel huschen. „Ich hab euch so schrecklich vermisst. Tag und Nacht, jede Sekunde. Ich wäre nach Hause gekommen, wenn ich nur gekonnt hätte. Erst durch ihn bekam ich meine Papiere und mein Leben zurück, er hat für mich gekämpft wie kein anderer.“, fügte sie ruhiger an und deutete in seine Richtung, alles sah nun hier zu ihm. „Uns eint dieses Schicksal. Ich war ebenso ein Opfer des Kartells und weiß, wie hart sie unter dem Vermissen und den Qualen leidet.“, erklärte er und hob den Pullover seitlich etwas an, um seine Narben zu zeigen. „Großer Gott.“, flüsterte Denise und sah zu Jules, die sich wieder anzog. „Großer Gott, das trifft es. Soll ich deshalb nun mitleidig sein? Du wolltest auf eigenen Beinen stehen. Mädel, wer sich in die Gefahr begibt kommt darin um, den Spruch kennst du sicherlich noch, oder? Hast du dem falschen Kerl hübsche Augen gemacht oder wie ist das passiert? Na, ich will es gar nicht wissen, was frag ich denn so dumm danach? Wenn du dich vergewaltigen lässt bist du selbst schuld, wärst du mit deinem Hintern zuhause geblieben wäre das nicht passiert und das kannst du nicht abstreiten. Das Kartell? Das da in Kolumbien, das große? Wunderbar, klasse, hast
du dir Koks gekauft und konntest es nicht abzahlen, hm?“, fragte die Älteste und darüber öffnete Ben wie geschlagen den Mund, sprachlos für eine Sekunde sah er zu Rina und dann zu Jules, die ihm zuflüsterte, dass das genau das war, womit sie gerechnet hatte. „Nathalie!“, donnerte es da im Chor von den anderen beiden Geschwistern hervor, doch die Älteste sah Jules nur abwertend an. „Nein, nichts da ‚Nathalie!‘, mein halbes Leben war ich für dich da, hab dich überall mit hin gezottelt und auf dich aufgepasst. Wir hätten dich hier gebraucht und haben viele Monate und Jahre in Trauer um dich geweint. Wir glaubten du wärst tot. Und nun kommst du nach fast elf Jahren zurück und willst mir was erzählen von wegen es ging dir schlecht und ich soll Mitleid haben? Wer hatte Mitleid mit uns, als wir dich verloren und Mama komplett abstürzte? Wer hatte Mitleid mit uns, als Luca sich auf der Arbeit ein Bein brach und nicht mehr laufen konnte, wir uns um ihn sorgen mussten? Und wer hatte Mitleid mit uns, als wir Mama zu Grabe tragen mussten? Du mit Sicherheit nicht, du bist nur selbstsüchtig gewesen und weggerannt.“, brummte die rotblonde Frau und stupste Jules an die Schulter, die sich abfing und seufzte.

Es blieb kurz still, bis Jules zu ihrer Schwester sah und brummte. „Vielleicht bin ich das wirklich. Vielleicht wegen Mama. Vielleicht wegen dem erdrückenden Leben hier. Vielleicht auch, weil du mit Bastian im Bett warst und ich das rausbekam, zwei Wochen, nachdem ich meine Tochter verloren hatte.“, konterte Jules und verschränkte die Arme, erneut hob Ben die Augenbrauen und so war das also unter Schwestern? Ja, ganz ähnlich war das Gezicke ja auch immer zwischen Liana und Amelia abgegangen, nur das Lilly immer eingesteckt hatte bis zu einem gewissen Punkt. „So ein Blödsinn.“, meinte die Älteste und lachte, doch Jules blieb dabei. „Es gibt Fotos davon, also sag nicht Blödsinn. Sie müssten hier noch im Schrank im Familienalbum stecken, wenn Luca sie nicht weggeworfen hat, soll ich mal nachsehen? Die rote Latexkorsage war dir um die Brust ein wenig zu klein, findest du nicht?“, antwortete Jules und tippte ihrer Schwester unter die Brust, die nun verdattert zu Jules sah und innehielt. „Oh großer Gott. Die Hure und die Ausreißerin.“, brummte Denise rein und schüttelte den Kopf, ehe sie sich wegen Rina den Mund zuhielt und ihn erschrocken ansah. „Sie versteht kein Deutsch, nur einzelne Worte. Sie beginnt erst zu lernen, alles cool.“, murmelte er beschwichtigend und blinzelte nur, das hier war heftiger Streit unter Geschwistern, so hatte er das auch noch nie erlebt. „Du nennst mich Hure?“, fragte Nathalie da aber trocken und stützte sich mit einer Hand auf die Küche ab, Denise nickte. „Clarissa und Dennis, Ich und Momo, Andreas und Raphael, Martin und Monika, soll ich noch mehr Beziehungen und Partner aufzählen, die du alle kaputt gemacht hast? Juliet und Bastian, was eine Meisterleistung.“, konterte Denise und nun seufzte Luca, der die Hände hob. „Ich will das nicht hören, Schluss damit. Herr Gott noch eins, nach fast elf Jahren kommt unser Schwester zu uns zurück und ihr zankt um Kinkerlitzchen. Sie hat ihren Mann und ihre Tochter dabei, lasst sie doch lieber erzählen, was geschehen ist und wieso sie überhaupt hierher kam, statt sie so anzuprangern.“, warf der einzige Kerl der Geschwisterrunde ein und klopfte auf den Tisch, der wackelte und knarzte. „Das hat sie doch schon gesagt. Sie hat sich flachlegen lassen und bettelt jetzt um Aufmerksamkeit. Das muss ich nicht hören, tut mir leid, ich hab Besseres zu tun. Komm, Denise, ich fahr dich rüber und dann muss ich auch los, die Arbeit wartet ja schließlich nicht.“, fragte Nathalie und zog sich die Jacke wieder an, Jules hingegen brummte nur. „Wer von uns beiden läuft jetzt feige weg, hm?“, wollte sie wissen und sah zu Denise, die sich erhob und den Kopf schüttelte. „Alte Bäume pflanzt man nicht mehr so einfach um, Juliet, das weißt du. Komm her, lass sie reden. Komm, lass mich dich drücken, ich hab dich vermisst, kleiner Feuermelder. Melde dich mal wieder, sag Luca, wo du unterkommst, dann sehen wir uns wieder öfter. Halt du den Schnabel und zieh dich an, ich trinke meinen Kaffee dann zuhause. Ben war dein Name, ja? Es tut mir leid und ist mega peinlich, dass das gerade so eskaliert hier, aber dennoch schön, dich und die kleine Maus kennenzulernen. Geh, schieb deinen Hintern hier raus, großer Gott warst du wirklich mit Bastian im Bett?“, quäkte Denise, die ihm überschwänglich die Hand schüttelte und ihre älteste Schwester zur Tür beorderte, ehe die beiden ohne ein Tschüss verschwanden und die Tür rummste. „Nicht so heftig, wie ich erwartet hab, um ehrlich zu sein.“, summte Jules und machte die Kaffeemaschine aus, Luca hingegen ließ den Kopf hängen und hob nur wieder fragend die Hände. „Hast du Schwestern? Ich sag dir, meine drei Geschwister sind so unterschiedlich wie Sonne, Mond und Sterne.“, seufzte der junge Mann in seine Richtung und darüber hob Ben gleich nochmal die Augenbrauen, ehe er nickte. „Ich hab Schwestern, ja. Mehrere. Ich kenne dieses Familienchaos nur zu gut, meine Familie ist groß und bunt durcheinander gewürfelt.“, antwortete er und beobachtete, wie Jules ins Nebenzimmer lief, das war in der Tat offenbar ein kleines Wohnzimmer. Dort zog sie einen Schrank auf und wühlte darin umher, Rina hingegen tippte Ben an den Arm und sah sich wieder um. „Papa, ich muss Pipi.“, bat sie und oh, nun, zu diesem Luca sehend räusperte sich Ben und nickte in Richtung seiner Kleinen. „Dürfte meine Tochter vielleicht das Bad kurz nutzen?“, fragte er und da lächelte der Mann nur. „Natürlich, hier durch die Tür und dann hinten links.“, erklärte er, Ben stand auf und zog Rina mit sich mit. Hinter der Tür lag ein Schlafzimmer verborgen mit einem kleinen Bett und einen riesigen Schrank, da ging es eine Tür weiter und zum Vorschein kam ein schmales, lang gezogenes Bad mit Dusche, Wanne und großem Spiegelschrank. „So, Tür zu und runter mit der Hose, ich halte dich fest, ja? Sag mir Bescheid, wenn du fertig bist, Mäuschen.“, bat er und half Rina mit dem Knopf ihrer Jeans, ehe er sie hochhob und festhielt. „Papa, warum haben diese Frauen mit Mami so gestritten?“, wollte das Kind wissen und das war eine gute Frage, worüber er nur für den Moment seufzte. „Nun, sie vermissen Jules ganz doll, mein Engel. Und sie waren traurig, weil sie nun bei uns lebt. Das ist verwirrend, ich weiß, aber manchmal zanken die Erwachsenen dann über so einen Blödsinn herum.“, antwortete er, was Besseres fiel im nicht ein. „Aber Mami wird doch wieder mit uns nach Hause gehen, oder?“, fragte das Kind und darüber nickte Ben nun. „Sicher wird sie das, wir können ja nicht ohne sie nach Hause fahren, oder?“, konterte er und darüber grinste Rina nun. „Bin fertig.“, sagte sie dann und wunderbar, sie auf ihre Beine stellend gab er ihr Papier und zog sie wieder richtig an, ehe er sie zum Waschtisch hob und ihr zusah, wie sie Hände wusch. „Gut machst du das, wie ein großes Mädchen. So, abtrocknen und dann gehen wir wieder rüber, ja?“, bat er und half Rina auch dabei, ehe er die Toilettenspülung nochmal drückte und mit seiner Tochter zusammen in die Küche lief, wo Jules und ihr Bruder nun unzählige Fotos auf dem Tisch verteilt hatten. „Da seid ihr ja, hier Ben, ein tolles Andenken an meine Jugend, oder?“, fragte Jules und gab ihm ein Foto, es war ein Polaroid. Und Jesus, das war mal ein heftiges Bildchen, soviel stand fest. „Mach das weg, Himmel noch eins.“, bat er und gab es zurück, es zeigte wahrhaftig die Älteste im Bunde in einer roten Latexkorsage und ansonsten sehr nackt und sehr beschäftigt mit einem jungen Mann, den Ben nur aus Jules’ Erinnerungen kannte. „Heb das bloß auf, wenn sie nochmal so aufbockt zeig ich ihr das mal. Ich wusste nicht, dass das Bild da drinnen steckt, ich hab diese ganzen Fotos Jahre nicht mehr angerührt. Oh hier, Ben, sieh dir das mal an.“, sagte Luca und gab ihm ein Foto, er setzte sich an den Tisch und betrachtete das Bild, welches Jules im Alter von Sieben oder Acht beim spielen mit einer Barbie zeigte. Ihre Haare waren Feuerrot, ihre Augen groß, knopfartig und ganz dunkel, so wie sie da in die Kamera linste. „Rina, schau mal, das ist Jules als Kind. Sieh dir ihre Haare an, ist das nicht toll?“, fragte er und gab Rina das Foto, die es entgegen nahm und ganz ausführlich betrachtete. Und hier auf dem Tisch lagen ganz viele alte Fotos von ihr, eines davon griff Ben und schmunzelte, denn da stand sie in einer weißen Trainingshose, bauchfrei und mit ihren wilden Zopffrisuren und einer Kippe im Mundwinkel auf einem Balkon, streckte den Mittelfinder in die Kamera und hatte nicht ein einziges Tattoo. Aber weil es in ihm flüsterte sah er auf und ließ sich von Jules zwei weitere Bilder hinschieben, eines aus der Kindergartenzeit in diesem rosa Jogginganzug mit ihrem Namen drauf, oh das war ja bitterböse und so blickte sie da auch mit finstrem Blick zu ihrer Mutter auf und das zweite zeigte sie in jungen Jahren mit einem Babybäuchlein, sie hatte ganz lange Haare und trug ein hübsches blaues Kleidchen, hatte beide Hände auf dem Minibauch liegen und schmunzelte mit Grübchen in den Wangen zur Kamera auf. „Wie wunderschön du bist.“, murmelte er und sah auf, da Jules und ihr Bruder ihn nun ansahen und beide lächelten.

Rina hatte die allergrößte Freude, sich von Jules all die Fotos aus der Vergangenheit zeigen und erklären zu lassen. Da waren Fotos aus den frühen 70ern dabei von ihren Tanten und Großeltern, Bilder ihrer Mutter in jungen Jahren. Babybilder ihrer Geschwister und von ihr selbst und viele Kinderbilder, die die Geschwister beim Spielen zeigten. Eines war ganz hervorragend getroffen, es zeigte die drei Schwestern und den Bruder nebeneinander auf dem Sofa sitzend, derweil die Reihenfolge des Alters beachtet worden war. Ein zweijähriger Knirps, eine neunjährige Jules, eine 15-jährige Denise und eine fast schon erwachsene junge Frau mit 18, fast 19, die genervt mit Undercut und Punkrock-Klamotte zu ihren Geschwistern sah und offenbar in der Rebellionsphase gesteckt hatte. Einzig Jules hatte die gleichen roten Haare wie ihre Mutter, dieses wunderschöne dunkle Kirschrot mit dem Hauch Schwarz darin, es war einzigartig und fabelhaft. Die anderen Kinder konnte man anhand der Väter tatsächlich separieren, die beiden Frauen waren eher blond und hatten diese grünen Augen, derweil Luca ganz nach Jules’ Vater kam. Blaugraue Augen, schmutzig blondes Haar und einen Rotstich im Bart. Zwei Väter, eine Mutter, es war wie bei Lilly, Cobe und ihm. Nur mit dem Unterschied, das Cobe zeugungsunfähig war. „Und was ist das da?“, fragte Rina und gab ihm eines der alten Bilder, Ben hob die Augenbrauen und sah zu Jules auf, die das Bild ebenso betrachtete. „Der Garten meiner Oma. Siehst du, wie groß er ist? Ehm… hier das ist die Rückseite vom Haus, also, da ging es los und dann bis ganz da runter zu dem Büschen. Kirschbäume hier und hier, das waren zwei Apfelbäume und ein Birnenbaum. Da war der Hasenstall und da der Hühnerstall. Auf der anderen Seite der Holzschuppen, wo auch die Feuerstelle zu sehen ist. Luca, darf ich die Bilder mitnehmen?“, fragte sie und deutete da auf verschiedene Stellen auf den beiden Fotos, die sie zusammengeschoben hatte. „Sicher, nimm nur mit, was du haben möchtest. Möchtest du Ben vielleicht dein altes Zimmer zeigen? Ich hab alles so gelassen, wie es war, sogar einige deiner Kleider sind noch da und der Brandfleck von der Kerze auf dem Boden.“, antwortete der junge Mann und darüber brummte Jules, stand auf und zog ihn mit. Hinein in dieses urig kleine Wohnzimmer, hier hingen Babybilder von den Kindern ihrer Geschwister, die mittlerweile ja auch schon erwachsen waren. Der Fernseher war modern und klein, eine Playstation hing daran, ansonsten war hier alles irgendwie in der Zeit stehen geblieben. An der Tür blieb Jules dann stehen, deutete auf einen Lichtschalter hier im Wohnzimmer und schnaufte, ehe sie die Tür öffnete und ihm einen Einblick in ihr Leben gewährte, so, wie es in ihrer Jugend gewesen war. Es roch in dem Zimmer fahl nach Zigarettenrauch und Kneipe, so irgendwie. Da stand dieser alte Sessel mit Brandlöchern in den Armlehnen neben einem kleinen Glastisch, auf dem ein alter Musikrecorder stand. Unzählige alte Cds darunter verteilt, die alle nicht zu Jules zu gehören schienen. Eine Matratze lag auf dem Boden, die Decke war aufgeschlagen und Jesus, das Zimmer war in der Tat sehr karg. Ein kleines altes und sehr wackeliges Holzregal stand hinter der Tür und zeigte ihm ein geordnetes System aus Schulsachen und Arbeitsunterlagen, ein bisschen Deko, ein bisschen Makeup und einen kleinen Handspiegel. Da unten lag ein alter Rucksack und wenige Kleider, in einem kleinen Nachttisch mit einer Schublade befand sich dann wohl ihre Unterwäsche und auf der anderen Seite neben dem Fenster stand ein uralter, gefliester Holztisch. Antik würde er das Ding schon benennen, aus einer ganz alten anderen Zeit stammend. Aber das Fenster zog ihn an, hier war Jules gesprungen? „Öffne es.“, bat sie und ja, es öffnend sah er da runter und brummte, da ging es gute zehn Meter oder so runter. Und da auf dem Fenstersims stand ihr Name, mit Datum versehen. Ein Datum von vor über 13 Jahren. Doch das Knallen der Tür zog seinen Blick zu Jules hin, die hatte die Tür zufallen lassen und deutete auf die Glühbirne da oben, sie hatte nicht einmal eine Lampe hier. „So, Acht am Abend, Tür zu, Licht aus. Der Schlüssel steckte außen, ich wurde dann eingesperrt. Hier, in dieses Zimmer. Pass auf, noch ein Insider.“, sagte sie und klang ganz bitter, lief in die Ecke und trat auf die Matratze, wo sie in einer Ecke die Tapete abzog und die nackte Wand darunter zeigte. „Oh Jules. Was ist das?“, murmelte er und lief ihr nach, da waren Striche in den Gips geritzt und da stand ganz klein geschrieben ‚ich will hier raus!‘, das fröstelte ihn ja richtig. „Ich hab die Tage gezählt wie im Knast, in denen ich hier eingesperrt war. Wenn ich Nachtschicht hatte und erst morgens um Acht nach Hause kam, legte ich mich um Neun schlafen. Direkt hier an der Wand steht der Fernseher, der wurde dann bis zum Anschlag aufgedreht und es wurde ständig die Tür geöffnet. Steh auf, du musst die Küche sauber machen. Steh auf, das Bad muss gewienert werden. Steh schon auf, geh einkaufen. Mach hin, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit, um auf dich zu warten. Ich hätte schlafen müssen, von Neun bis spätestens Vier oder Fünf Uhr, da um Acht mein Bus fuhr und ich um Zehn Schichtbeginn hatte. Sie machte mir das Leben zur Hölle, weshalb ich aus dem Fenster sprang und nur noch hier weg wollte. Ben, war meine Flucht aus diesem Gefängnis hier feige?“, fragte sie und ließ sich umarmen, nein, ganz und gar nicht. „Jeder Mensch wäre aus diesem Gefängnis geflohen, Jules. Ich kann mir das nicht vorstellen, beim besten Willen nicht und es erschreckt mich so sehr, hier zu sein. Und dann rennst du in das Kartell und alles wird noch schlimmer, noch einsamer. Hey, sieh mich an. Nie mehr, Jules, das hab ich dir versprochen. Du musst nie mehr so leben. Und du musst auch deine Schwestern nicht damit konfrontieren, diese Aussage war… also, hättest du mich nicht so ausgebremst hätte ich mich eingemischt. Liebling, das ist alles nicht deine Schuld. Lass das hier hinter dir, es ist schon so lange vorbei. Komm, raus hier, Fenster zu und Tür zu. Erzähl deinen Bruder deine Geschichte, er wird dir zuhören und dich nicht so verurteilen dafür, denke ich. Und dann müssen wir langsam los, der Flug wartet nicht auf uns, Liebling. Laden wir ihn doch ein, sodass er uns besuchen kommt. Lass ihn sehen, wie du mittlerweile lebst und das es dir gut geht, halte den Kontakt zu ihm, er hängt sehr an dir. Du bist so ein starker Mensch, weißt du das eigentlich? Ich liebe dich, Rina liebt dich über alles und sie fragte vorhin schon, ob du denn mit uns nach Hause fliegst oder nun hier bleiben möchtest. Hier.“, sagte Ben und sah sich um, Jules tat es ihm gleich und seufzte nur schwer. „Oh großer Gott nein, natürlich komme ich mit euch mit nach Hause. Was soll ich hier? Mir den Hintern abfrieren?“, konterte sie und schmunzelte, weil Ben seine Hände dort liegen hatte und mal zugriff. „Bitte nicht.“, bat er und brachte sie zum glucksen, so war sie ihm lieber als so traurig und angeschlagen. „Nein, ernsthaft. Den muss ich dir doch mit dem Gürtel versohlen, wenn du deine Hausaufgaben nicht gemacht hast, du böses Ding.“, murmelte er und zog sie in einen kleinen Kuss hinein, in den Jules hineinlachte und dann mit dem Hintern wackelte. „Uh, Nachsitzen bei dir? Ja bitte. Komm, Liebling, überlassen wir das hier der Zeit, die nie wieder zu uns zurückkommen wird.“, bat sie und löste sich von ihm, wesentlich besser gelaunt als vor zwei Minuten noch. Hand in Hand folgte Ben ihr aus dem Zimmer, zog diese Tür zu und damit Jules’ Vergangenheit aus ihrem heutigen Leben heraus, ehe sie zusammen in die Küche traten und Rina bei Luca vorfanden. Sie naschte Gummibärchen und grinste, weil sie malen durfte. „Luca, ich hab dir so viel zu erzählen. Zehn Minuten, kannst du mir zehn Minuten opfern?“, fragte Jules und setzte sich neben Ben, der ihre Hand nicht losließ und zur Uhr linste. „Wie ich es dir sagte, Juliet, ich will alles wissen und dich nicht nochmal verlieren.“, antwortete der junge Mann und gab ihr die andere Hand, wobei sie zu erzählen begann. Von ihrem Verlust dieses Kindes, von ihrem Entschluss zu gehen und ihrer Reise, wo sie überall gewesen war. Von dieser Nacht in San Cristobál und der Tortur durch das Kartell. Wie sie frei kam und von der DEA nach Amerika gebracht worden war, nur um dann dort so schlimme Dinge zu erleben. Wie sie gelebt hatte die zehn Jahre über bis hinzu dem Tag, an dem Ben ihr zum ersten mal in die Augen hatte blicken dürfen. Jules erzählte ihrem Bruder alles, auch, das Rina nicht ihre leibliche Tochter war, sondern das Kind von Lilly und ihm. Von dem Quadrat, welches geschlossen worden war und wie das Leben nun an seiner Seite wieder glänzen konnte, wie glücklich sie war und auch von ihm, seiner Ehe mit Lilly, den Kindern und seinem Schicksal schnitt sie ein wenig an, Ben blieb still und beobachtete Rina, die da eine Sonne kritzelte und darunter ein Auto malte. „...siehst du nun, dass das Leben eben war, wie es war. Ich konnte nicht nach Hause kommen, nicht bis jetzt. Und hier, siehst du? Die gleichen Narben, uns eint das Schicksal. Ben sagte vorhin, dass du uns besuchen kommen sollst. Ich geb dir die Daten gerne, komm rüber und besuch uns in Hollywood, Luca. Lern meine Familie kennen, lerne die Kinder kennen. Aber lass Pest und Schwefel zuhause, ja?“, bat Jules und darüber schmunzelte Ben, Luca hingegen hatte die Hand am Mund liegen und sah ganz erschüttert aus. „Und wie soll ich das bezahlen? Ich kann mir ja kaum Miete und Nebenkosten für diese Bruchbude hier leisten.“, antwortete er und klang auch erschüttert, nun hob Ben die Hand. „Das mach ich, das Geld ist überhaupt kein Thema.“, gab er zu Protokoll, ehe er zu Jules linste. „Ah, ja genau, das hätte ich fast vergessen. Hier ist meine Nummer, schreib mir, ruf an oder ich rufe dich an, machen
wir was aus und bleiben in Kontakt.“, meinte sie und tauschte die Nummern mit ihrem Bruder, der sich auch die Adresse aufschreiben ließ und dabei Rina wieder so liebevoll über die Haare streichelte. „Hier, Luca, das hab ich für dich gemalt. Das ist unser Auto, Papa fährt einen Rennflitzer in Rot und schwarz. Da ist die Sonne und das da ist mein Zimmer, das schenk ich dir.“, brummte Rina dann und gab ihr Blatt feierlich an Jules’ Bruder weiter, der es sich besah und darüber hinweg zu ihm auflinste. „Einen Rennflitzer, hab ich das richtig verstanden?“, fragte der Kerl auf deutsch, Ben nickte vergnügt. „Einen Ford Mustang GT, um genauer zu sein. Mein Dad war Jahrzehnte lang Musiker, ich hab für einen Fernsehsender gearbeitet als Dolmetscher, wir nagen nicht am Hungertuch.“, erklärte Ben mit einem Grinsen, Rina hingegen sah zu Luca auf. Sie sprach und verstand diese Sprache nicht und plapperte auf ihrer Muttersprache. „Ich danke dir, das häng ich mir sofort auf. Ich hab also Nichten und Neffen, noch mehr davon. Das ist ein ganz tolles Bild und ich freu mich darauf, dein Zimmer mal live zu sehen.“, antwortete Luca Katarina nun auf englisch und hatte Akzent, Jules hingegen freute sich darüber sehr, denn das war die Aussage, auf die sie gehofft hatte. Ihr Bruder würde sie besuchen kommen, oh das freute Ben gleich doppelt für sie mit. „Ja, also, ich hab eine Zwillerlingsschwester namens Alejandra. Und einen Bruder namens Jakie. Und dann hab ich noch einen Bruder namens Max und eine Schwester namens Emma, das sind auch Zwillerlinge. Und bei uns sind auch noch Sebastián und Valeria, das ist Emmchens beste Freundin und meine Cousine.“, erklärte Rina selbstbewusst und zählte vollkommen falsch an ihren Fingern ab, alle Kinder passten bei ihr in vier Finger. „Meine Exfrau und ich, wir haben fünf Kinder. Zwei mal Zwillinge, die ältesten und die beiden jüngsten. Sie gehört dazu. Unser mittlerer Sohn Jake ist die Ausnahme, sozusagen. Und meine Adoptivschwester hat drei Kinder, ihre Cousinen und ihren Cousin. Wir sind eine Großfamilie, wenn man es so sehen will.“, erklärte Ben leise und darüber machte Luca große Augen, nickte aber verständnisvoll mit Blick zu Jules, die still vor sich hin lächelte und die Zeichnung von Rina betrachtete. „Oha, na dann erwartet mich ja einiges. Also, wie lange wollt ihr bleiben? Kann ich euch irgendwas anbieten, zur Feier des Tages?“, wollte Luca wissen, Ben aber sah nur wieder zur Uhr und Jules seufzte. „Du könntest uns zum Bahnhof fahren, wir müssen ins Hotel zurück und dann weiter nach Frankfurt, unser Flug geht über Nacht und wir stehen etwas unter Zeitdruck. Luca, sobald ich meine Nachzahlungen bekomme überweise ich dir meinen Anteil, ich helfe dir, so gut ich kann. Rinas Jacke hängt bei dir, Ben.“, sagte Jules und irgendwie herrschte mit einem Schlag Aufbruchstimmung, sodass Ben ein paar dieser Fotos hier einsammelte und sie in Jules’ Tasche verschwinden ließ. Gut, dann würden sie nun mal die Heimreise antreten, oh irgendwie freute er sich auf die Kinder und die Sonne, die Wärme und darauf, der Familie diese Bilder von Jules zu zeigen, denn endlich kam zusammen, was zusammen gehörte.
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