Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Magie der Wahrheit

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character)
02.10.2021
03.12.2021
10
13.922
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
02.10.2021 1.188
 
Jaaay die Fortsetzung von "Magie der Liebe" geht endlich los! <3 Ich hoffe sehr, das sie euch gefallen wird und die offenen Fragen, die irgendwie im vorherige Teil aufgekommen sind, beantwortet werden. Dies Geschichte spielt auf jeden Fall NACH den ganzen Geschehnissen im Spiel ("Super Paper Mario") und ich werde mir sehr viel, gerade was Dimenzio und seine Vergangenheit angeht, ausdenken und irgendwie Zusammenwürfeln^^  Oh und es wird immer wechselnde PoV's geben, Mal Diemnzios, Mal Lirains :) Naja gut, zu viel Brabbeln will ich jetzt natürlich auch nicht, aaaalso... Los geht's mit dem ersten Kapitel!





PoV Dimenzio



Die machtvollen Wellen des Dunklen Herzens umspielten Dimenzio. Hüllten ihn regelrecht ein, lockten ihn immer tiefer… Tief in seine Träume und Wünsche. Sein Verlangen… sein Versprechen gegenüber Lirain, seiner Schneeflocke, einzulösen. Er hielt den Dolch in seinen Händen, die Klinge glänzte in einem nicht vorhandenen Licht, silberne und dunkelviolette kleine Adern zogen sich an der Scheide entlang, während seine zweifarbigen Augen die „Helden“ betrachteten. Geschlagen. Schwach. Nicht fähig, ihn aufzuhalten. ‚Lächerliche Jammerlappen… Und das sollen die Helden der legendären Prophezeiung sein? Also wirklich…‘, dachte der Gaukler mit einem fiesen Schmunzeln.


„Endlich… es ist soweit. Schattenknochen Kasumi… Elendiges Monster… Nun wirst du endlich dafür bezahlen, dass du mir Lirain genommen hast!“, rief Dimenzio, er hob den Dolch, positionierte ihn direkt über dem Dunkeln Herzen, das machtvoll pulsierte, zusammen mit der Klinge des Dolches, das vollgesogen war mit dunkler, schwarzer Magie. Derselben Magie, die auch durch die Adern des Gauklers floss… „Du wirst frei sein, Schneeflocke…“, wisperte Dimenzio noch ein letztes Mal liebevoll, als er schließlich zustach. Der Dolch drang wie Butter durch das Dunkle Herz, es gab keinerlei Widerstand. Es schien, als würde dieses den Dolch voller Freuden in sich aufnehmen. Der Dolch verschmolz mit dem Dunklen Herzen, aus dessen Mitte brach nun glanzvolles, schwarzes Metall hervor, dass sich kunstvoll um dieses formte, es umschloss…


Das Dunkle Herz schien noch größer zu werden, alles um sie herum begann zu beben, die Leere überall in den verschiedenen Dimensionen wuchs in einem rasanten Tempo, wurde noch dunkler, beinahe schon schwarz. Die Umgebung rund im diese dunkle Leere verzerrte sich, wurde eingesogen… Immer mehr, immer weiter.


Plötzlich brach ein helles, silbernes Licht hinein, blendete Dimenzio, sodass er schützend einen Arm vor sein Gesicht hielt. Ein Krachen ertönte, und kurz darauf stoben Splitter der Tür zu ihm herüber. Als sich alles langsam legte, erblickte er eine junge Magierin. Ihre grün-grauen Augen, in denen ein Hauch Lavendel schimmerte, blickten voller Schock und Trauer zu ihm, die weißen Haare wehten in einem sanften Windhauch. „Nein…“, wisperte sie, ihre zarte Stimme ging in dem lauten Tosen des Dunklen Herzens beinahe unter, während Dimenzio voller Unglauben und Schock beobachtete, wie die Magierin, die Lirain, seiner Lirain, seiner Schneeflocke, so unglaublich ähnlich sah, nach vorne stürzte. Ein kunstvolles Schwert, schimmernd wie weißer Kristall, in der Hand, während um sie herum Nebel aufkam, zusammen mit einem hellen Lichtstrahl aus Silber und hellem Violett, der auf das Dunkel Herz zugeschossen kam. Doch die dunklen Wellen, die dieses aussandte, zersprengten diese mächtige Magie mit einem Schlag. „Nein, nein, nein! NEIN! Verdammt, das darf nicht wahr sein! Ich… ich bin zu spät…!!“, schrie die Magierin verzweifelt, fiel auf die Knie, während die dunkle Leere nun auch um sie herum zu wachsen begann. „Dimzo… Warum…?“, wisperte sie gebrochen, mit Tränen in den Augen blickte sie den Gaukler an, der noch immer vollkommen erstarrt war.


Dimzo… Dimzo…


Kasumi hatte ihn immer nur Gauklermagier genannt, in einem höhnischen, spöttischen Tonfall. Niemals Dimzo, erst recht nicht in einem so sanften, aber dennoch auch so einem unglaublich traurigen, gebrochenem Tonfall. Das… war das wirklich…? „Lirain…“, wisperte Dimenzio, als das Dunkle Herz auf einmal anfing, hektisch und stark zu pulsieren und eine tiefschwarze, beinahe schon klebrige, magische Energiekugel absonderte, die genau auf eine Person in diesem Raum zuschoss… und diese auch mit voller Wucht traf.


Ein grausiger, schriller Schrei ertönte gefolgt von einem dumpfen Aufprall. Reglos lag Lirain da, bewegte sich nicht einen Millimeter.


„SCHNEEFLOCKE! NEIN!!“


Endlich konnte Dimenzio sich bewegen. Ein leises, zartes ‚zing‘ ertönte und in der nächsten Sekunde kniete der Dimensionsmagier direkt neben Lirain, hob sie sanft und vorsichtig auf seine Arme, zog sie an sich. Strich ihr eine ihrer weißen, weichen Haarsträhnen aus dem Gesicht… das so unglaublich bleich war. Leichenblass…


„Nein… Nein, nein, nein, nein…“, wimmerte Dimenzio, heiße Tränen flossen hinter seiner Maske sein Gesicht hinab. „Lirain… Schneeflocke… Es tut mir so leid. Bitte. Bitte wach auf. Wach auf, Schneeflocke. Bitte. Du… du darfst nicht… nicht tot sein. Das kann einfach nicht sein. Hey… Wach auf. Öffne die Augen. Öffne die Augen… Schrei mich von mir aus an, wegen der Art und Weise wie ich mein Versprechen einlösen wollte, sei wütend, schlag mich, tu irgendwas! Bitte! Du… du darfst mich nicht verlassen… Bitte, Lirain… Schneeflocke…“ Dimenzios Stimme brach, während seine Maske von ihm abfiel, leise scheppernd zu Boden fiel. Seine silbernen Haarsträhnen fielen ihm in die Augen, strichen über Lirains Stirn, während er sie weiterhin an sich presste.


Wieder bebte es, noch heftiger als zuvor und die Leere erreichte nun auch die beiden Magier. Hüllte aber nicht sie beide ein, sondern nur Lirain…
„NEIN! Nein, aufhören! Nimm sie mir nicht weg! NEIN!“ Verzweifelt presste Dimenzio Lirain noch enger an sich, doch spürte er, wie sie ihm immer mehr entglitt. Wie ihm alles entglitt…


Dunkelheit hüllte alles ein und schließlich… war da nichts mehr. Gar nichts.
Nur noch er, inmitten von… Nichts. Zusammen mit dem Dunklen Herzen…



Ein lauter Schrei hallte durch das Zimmer, als ein junger Mann mit silbernen Haaren aus dem Bett hochfuhr. Der Atem ging hektisch, die Haare standen ihm chaotisch vom Kopf ab, klebten ihm zum Teil verklebt an der Stirn. Die verschiedenfarbigen Augen, eines dunkelbraun, das andere golden, huschten hektisch durch den Raum, das Grauen, die Panik und Angst standen übergroß in ihnen geschrieben. Die Hand des Magiers glitt über die andere Hälfte seines Bettes, die sich ganz kalt anfühlte.
Dimenzios Angst stieg noch weiter an, der Alptraum hatte ihn noch immer fest in seinem eisigen Griff. Erstickte ihn regelrecht, fror sein Herz ein…


Er sprang aus dem Bett, so schnell und überstürzt, dass ihm kurz schwindelig wurde und seine Sicht sich für eine Sekunde schwarz färbte. Doch er schüttelte diese Benommenheit rasch wieder ab, wischte sich die feuchten Haarsträhnen aus dem Gesicht und schwebte hinaus auf den Flur. Dimenzio musste sie finden. Musste sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass es ihr gut ging… Das seine Lirain, seine Schneeflocke lebte und eben nicht vom Dunklen Herzen und der Leere vernichtet wurde. Das sein Albtraum eben nur das war. Ein Albtraum…

Ein Albtraum der beinahe wahr geworden wäre…‘, dachte Dimenzio leise für sich und schüttelte mit zusammengepressten Lippen den Kopf. Er durfte diese Gedanken nicht zulassen. Nicht jetzt… Am besten niemals.


Dimenzio hielt noch einmal kurz inne, schwebte mitten im nur schwach beleuchteten Korridor, atmete ein paar Mal tief durch und machte sich dann weiter auf den Weg.


Auf die Suche nach Lirain, um auch die letzten dunklen Spuren des Albtraums durch ihr Lächeln und ihre leuchtenden Augen zu verscheuchen…
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast