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Silver Tongue

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Het
Aslaug Björn Lothbrok Floki Lagertha Lothbrok OC (Own Character) Ragnar Lothbrok
01.10.2021
22.10.2021
23
25.755
2
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14.10.2021 889
 
Am Morgen wurde ich von Aune sanft geweckt.
Fenrir und Garm saßen bei der Tür des Tempels und sahen neugierig herein. Sie durften zwar hinein, aber manchmal schienen sie es nicht zu wollen, als würden sie nichts unterbrechen wollen.
Sigrun zündete Holz und Kräuter an und segnete den Tempel, bevor sie nickte und ich mich vor der großen Statue von Loki auf die Knie begab. Sigrun ging im Kreis um mich herum, bis mich der Rauch überall berührt hatte.
Ich hielt die Augen geschlossen und bat Loki und die anderen Götter meine Trance zu leiten und mich zu den gesuchten Antworten zu bringen.
Ich hatte erst ein paar Trancen selbst durchgeführt, aber keine war bisher so wichtig wie diese.
Als ein Becher mir gegen die Lippen gehalten wurde öffnete ich den Mund und trank den Tee. Aune und Sigrun kümmerten sich um mich, und langsam kroch die Angst in mir hoch. Ich würde sie ab morgen nicht mehr an meiner Seite haben, wenn ich mich entscheiden sollte weg zu gehen. Und ich spürte, dass ich gehen sollte.
Sigruns Stimme riss mich aus meinen angsterfüllten Gedanken und brachte mich dazu aufzusehen.
„Du brauchst keine Angst haben, mein kleiner Wolf. Loki wird nicht zulassen, dass dir etwas geschieht.“ Ich lächelte als ich den mütterlichen Blick in ihren Augen sah.
Aune legte mir meinen dünnen Mantel um die Schultern. Das Kleid, dass ich trug bestand aus sehr dünnem, grünem Stoff. Es war nur um mich herumgewickelt und festgebunden, es war anders als unsere anderen Kleider, ich konnte mir immer noch nicht erklären, warum Sigrun dieses ausgesucht hatte, aber ich vertraute ihr.
Sigrun legte mir die Kette um den Hals und dann das Haarband, es war einem Kransen ähnlich, aber es war festlicher, hatte steine eingearbeitet und Bänder, die über meinen Haaren lagen.
Meine Haare selbst waren frisch von Aune und mir gestern Abend geflochten.
Jeder Zopf präsentierte eine Bitte oder Absicht, die ich heute an die Götter hatte, als die Trommeln vorm Tempel begannen half mir Sigrun aufzustehen und küsste mich auf die Stirn.
Die Zeremonie würde neben dem großen Tempel auf dem Hügel stattfinden und dort würden alle Menschen sein, die noch hier waren. Niemand würde es sich entgehen lassen die letzte Bewähr Probe einer Völva mitzuerleben, geschweige denn würden sie es nicht verpassen ihre Zukunft zu hören zu bekommen.
Mein Tattoo war gestern tatsächlich noch fertig geworden, und nachdem er zu essen bekommen hatte fragte ich ihn noch nach seinem Namen und dem seiner Frau und etwas persönlichem von ihm. Er hatte sich als Hall vorgestellt, seine Frau hieß Gertrud, und er hatte mir eine knochenperle gegeben, die er in den haaren getragen hatte. So hatte ich einen meiner Zöpfe ihm und seiner Frage vermacht und trug in diesem Zopf die Perle, die er mir gegeben hatte.
Ich strich mir über die Haare, bevor ich nach draußen trat und den Trommlern folgte.

Sigrun und Aune würden später nachkommen, also war ich die Einzige die hinter den Trommlern und Sängern herging… und meine beiden Wölfe die hinter mir her streiften.
Als wir an dem Platz ankamen schluckte ich hart als ich die Menschenmenge sah…
Es fühlte sich an als würde mich unser ganzes Volk anstarren.
Das große Lagerfeuer in der Mitte brannte bereits und ich wartete, bis die Trommler sich um das Feuer aufgestellt hatten und band meinen Mantel los.
Ich hörte manche flüstern, ich hoffte es war, weil man meine Narbe sehen konnte und nicht wegen der Wölfe.
Fenrir und Garm liefen ums Feuer, schnüffelten alles ab und kamen dann wieder zu mir als würden sie mir sagen wollen, dass alles in Ordnung war. Ich schickte sie weg damit ihnen nichts passieren konnte, solange ich nicht zurechnungsfähig war und sah dann wieder zum Feuer.
Junge Mädchen waren ebenfalls vorgetreten, sie trugen ähnlich dünne Kleider wie ich, aber ihre waren weiß, ich war die einzige in grün.
Als die Priester begannen zu singen begannen wir zu tanzen.
Das passierte, um die Götter anzurufen und sie mit dem tanz zufrieden zu stellen, sodass sie die fragen gerne beantworteten.
Wir würden so lange tanzen bis ich mich bereit fühlte… dann würden sie mich hochheben… davor hatte ich Angst. Ich hatte angst vor höhen, und selbst davor hochgehoben zu werden.
Die Männer, die mich hoben, mussten mich dann solange halten wie es nötig war… ich hatte zwar Sigrun gebeten die Trance in einem Stuhl durchzuführen, so wie es normal war, aber sie versprach mir dass es so viel einfacher wäre.
Ich hatte aber trotzdem gebeten, dass sie mich in einen Stuhl oder auf den Boden legen sollten wenn es zu lange dauerte.
Während ich in der Trance war, konnten mich die Leute alles fragen und ich sollte ihnen direkt antworten geben können… ich war so nervös!

Ich tanzte, den Blick zu anfangs in die Flammen gerichtet, bis ich kurz aufsah und mein Blick auf König Harald fiel durch die Flammen. Ich sah ihn und seinen Bruder klar vor mir. Als er jedoch plötzlich ein Schwert zog und ihn tötete öffnete ich den Mund, um zu schreien. Aber anstatt, dass Wörter meinen Mund verließen, spürte ich Hände auf meinem Körper. Ich fühlte mich plötzlich so als würde ich fliegen und als ich mich das nächste Mal umsah… sah ich… eine Brücke.

Ich hob meinen Blick und konnte meinen Augen nicht trauen.

Asgard“ entkam mir.
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