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Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P18 / Gen
OC (Own Character)
30.09.2021
21.01.2022
14
32.995
 
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30.09.2021 725
 
Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen, ein Vorwort einzubauen,, um Euch wenigstens etwas vorzuwarnen.

Zum Einen enthält die Geschichte, zumindest zu Beginn, sexualisierte Gewalt, die zwar selber eher weniger, die Folgen dadurch jedoch umso mehr beschrieben werden. Auch sollten die Auswirkungen auch die komplette Geschichte über spürbar sein. Was vielleicht nichts für Jedermann ist.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich nun schon seit gut einem Jahr versuche, einen bleibenden Beta für diese Geschichte aufzutreiben, was bisher ohne Erfolg verlief. Zudem hatte ich auch anderweitig Fehlschläge in diese Richtung, weswegen ich nun resigniere und diese Geschichte ohne Beta veröffentlichen werde. Ich hoffe auf Euer Nachsehen. XD
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Noch einmal warf ich meinen Blick zurück auf sie. Das Mädchen, das ich in der Gasse zurückließ. Nackt, die Kleidung zerrissen und zum größten Teil entfernt, um sie herum verteilt. Auf dem Boden kauerte sie, die Beine mittlerweile angezogen, zu einer Kugel zusammengerollt. Ihr Schluchzen ging stockend. Der Schmerz, die Angst, selbst von hier aus noch hörbar. Sie hatte es nicht anders gewollt, provoziert, heraufbeschworen. Sie hatte einen starken, eigenen Willen. Brechen, ja, das sollte sie. Brechen. Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht unter der Maske. Wenn sie nicht längst gebrochen war.

Das erste Mal als ich sie gesehen hatte, war sie gerade mit einem Ranzen auf den Rücken auf dem Rückweg von der Schule. Sie hatte meine Aufmerksamkeit erregt. Ein hübsches Mädchen, das mich an meine Tochter erinnerte. Zu dessen Zeit erst vierzehn geworden. Blonde, lange Haare. Eine blasse, weiße Haut und dann noch ihr Lächeln.Sie war süß, wenn sie lächelte und auch alles andere an ihr. Hatte sie weiterhin beobachtet und gehasst.
Ihre ständige Hilfsbereitschaft, ihre Freundlichkeit jedem gegenüber. Einfach ihre Art, ihr Benehmen. Alles. Ständig hatte ich danach an sie denken müssen. Ich hasste einfach die Menschen, die glaubten, wie schön und friedlich doch alles war. Eine heile Welt, pah.

Sie war dabei keine Ausnahme gewesen. Als ob es so etwas gab. Irgendwann hatte ich mich entschlossen sie auswählen. Als mein Spielzeug. Es reichte mir einfach, sie so zu sehen.Wie sie freudig durch ihr Leben ging. Darauf achtete das Richtige zu tun. Eine feine Dame mit einem feinem benehmen. Brechen, ja. Ich hatte mich entschlossen sie zu brechen. Ihr zu zeigen, was diese Welt für ein Ort war, was Menschen doch alles sein konnten.
Ich fasste den Plan, sie, mit allem was sie ihr Eigen nannte, zu zerstören. Sie besaß einiges, was ich ihr nehmen konnte. Vor allem ihren Glauben. Den Glauben an die Menschen, ihren Glauben an eine heile Welt, ihren Glauben an alles aus ihrem Umfeld.
Zu Beginn wollte ich klein anfangen. Nichts überstürzen, nichts Großartiges, etwas Simples und Einfaches.Wenn ihr Ruf zugrunde ging, würden die anderen, Leute aus ihrem Leben, unbewusst beginnen, mir beizustehen. Zu helfen, zu unterstützen. Die Arbeit abzunehmen. Ein Anfang, wenn auch nur ein kleiner.

Es war einfach gewesen, falsche Informationen zu verbreiten, Bilder zu fälschen, die sie anders dastehen ließen. Das war der Anfang gewesen. Schnell sprachen sich Gerüchte herrum. Kamen Geschichten auf.
Erfreut hatte ich das Spektakel beobachtet. Wie sich das Benehmen der anderen änderte; ihr gegenüber. Wie die freundlichen Leute, Klassenkameraden, gar Freunde nach und nach den Rücken zuwandten. Wie das Mädchen, welches neben ihr gesessen und sich regelmäßig mit ihr über die verschiedensten Themen unterhielt und Lieder und mehr mit ihr ausgetauscht hatte, plötzlich anfing sich als erste von allen, mit dem Mobbing beginnen, welches sich immer weiter zuspitzte.
Nur eine Kleinigkeit war es gewesen. Eine mit großen Auswirkungen. Hatte es weiterhin genossen dabei zuzusehen. Zuzusehen wie ihre Welt immer weiter verschwand. Doch egal was die anderen machten, was diese ihr antaten, wie sehr sie weinte. Letztlich stand sie wieder auf, lächelte und machte weiter.

Auch  Zuhause hatte sie noch immer kein einziges Wort darüber verloren. Bis jetzt.

“Und wie war es in der Schule?“

“Gut.“

Nichts. Sie blieb wie sie war. Veränderte sich einfach nicht. Schließlich entschloss ich mich ihr zu zeigen, mein Innerstes zu offenbaren, was das widerspiegelte, was Menschen letztendlich alle waren. Alle. Genau dann, wenn sie es einfach nicht sehen wollte. Ich wollte ihr das letzte Bisschen an dem Glauben in die Menschheit nehmen. Ihr letztes bisschen Ehre, ihre Unbeflecktheit.
So war es weitergegangen. Letztlich gelang es mir sie durch ihre Gutmütigkeit zu mir zu locken, in diese einsame Gasse. Ja, brechen sollte sie. Brechen.
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