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Unexpected Love

von wickwack
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / FemSlash
Beca Mitchell Chloe Beale
30.09.2021
13.07.2022
48
124.561
6
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
15.04.2022 2.444
 
Obwohl irgendwie erwartet, traf mich die Frage wie ein Schock. Natürlich hatte sie etwas bemerkt. Sie kannte mich besser als ich mich selbst und mein Satz eben…ich war einfach nur dumm gewesen, sowas auszuprechen. Irgendwie musste ich mich jetzt rausreden.
"Was meinst du?" fragte ich lieber erstmal noch nach, was genau ihr aufgefallen war, bevor ich mich um Kopf und Kragen reden würde. "Naja, du verhältst dich in letzter Zeit weniger…Beca-like, was mich betrifft." "Inwiefern?" "Ist es dir nicht aufgefallen? Dann geb ich dir mal ein paar Beispiele. Erstens…Wieso wolltest du mich letzte Nacht so intim berühren? Es hat mir schon sehr gefallen. Du warst sehr sanft und es hat sich richtig gut angefühlt aber die Frage bleibt natürlich nach dem Grund. Weil das für mich dann nicht unter Freundschaft fällt, auch nicht bei uns beiden. Dann sollte ich dich heute morgen küssen, weil dich das glücklich macht, du möchtest mich beim nächsten Mal Kuscheln gerne ausziehen…und jetzt der Kommentar, dass du dein Gesicht zwischen meine Brüste legen willst. Hat sich bei dir was verändert? Solche Gedanken und Sätze kamen sonst höchstens von mir in deine Richtung." Da war sie also, meine Chance ihr die Wahrheit zu sagen, dass ich sie liebe. So gerne würde ich es einfach gestehen. Aber das würde nur Probleme schaffen. Mehr, als es für mich lösen würde und ich hatte auch Angst. Was,wenn ich ihr die Wahrheit sage und sie empfindet nicht so wie ich? Was, wenn sie sich dann von mir entfernt, weil sie mir keine falschen Hoffnungen machen will? Das durfte nicht passieren und so musste ich mir eine vernünftige Ausrede einfallen lassen. Ein wenig gedankenverloren streifte ich über ihren Bauch bevor ich mich äußerte. "ich…denke schon…" ganz abstreiten konnte ich es nicht, die Beweise waren zu deutlich. Schadensbegrenzung war angesagt. "okay, und was genau?" drehte sich Chloe jetzt zu mir um mich genauer anzusehen, was die Lage für mich nicht besser machte. "Naja...erstmal vielleicht zu gestern Nacht…Es war einfach ein Gefühl, dass ich dich mal so intim berühren wollte, wie wir es noch nie getan haben. Ich wollte einfach alles von dir zu kennen. Verstehst du?" "Nicht so wirklich. Was meinst du mit alles kennen?" "Naja…Wir haben doch eigentlich keine Geheimnisse voreinander oder?" Chloe schüttelte den Kopf. Eines hatte ich schon, sogar ein sehr großes. "Und das war so in etwa noch ein Geheimnis für mich, wie sich das bei dir anfühlt. Wir haben uns bereits überall berührt, nur der Bereich war bisher noch Neuland." Chloe begann zu schmunzeln. "Jetzt verstehe ich…. glaube ich zumindest. Du möchtest unsere Freundschaft noch spezieller machen. Deswegen auch die Frage, ob ich mit dir schlafen möchte?" Ich sag jetzt einfach mal ja. "Genau. Wir haben schon so viel miteinander erlebt, nur das fehlt quasi noch damit wir alles voneinander wissen." nutzte ich ihr Verständnis meiner Worte jetzt aus. "Und ich würde gerne alles von dir kennen. Natürlich, Sex ist keine Option für uns. Jedenfalls nicht nur zu zweit, das hast du mir ja sehr deutlich gesagt. Aber ich dachte mir, wenigstens diese private Grenze, kann ich vielleicht überwinden und du hast mich ja Gott sei Dank auch gelassen." Chloe nickte und küsste mich auf die Stirn. “Außerdem…seit Stacie…habe ich schon das Gefühl, dass wir beide uns ein wenig weniger sehen. Was ja auch normal ist, immerhin seid ihr ein Paar. Aber ich wollte damit auch die Nähe zwischen uns wieder steigern. Dass wir beide uns noch verbundener fühlen. Macht das Sinn?” Chloe legte kurz nachdenkend den Kopf quer und nickte dann. “Ja, macht es. Entschudilge, wenn du dich in irgendeiner Form zurückgewiesen fühlst.” “NEin, das wollte ich damit nicht sagen.” “Ich weiß. Ich habe verstanden und würde mich auch sehr freuen, auch alles von dir zu kennen." Ich musste doch schlucken, als mir die Bedeutung klar wurde. "Du möchtest…" "nicht gleich das komplette Programm. Du weißt, ich würde Stacie nicht betrügen." Und da war sie auch schon wieder in unserem Gespräch. "Wenn wir wirklich die komplette Distanz gehen wollen, dann geht es wirklich nur als Dreier. Aber vielleicht auch einmal meine Finger in dir haben und deinen Geschmack auf der Zunge, so wie du mich, das wäre schon schön." "Das hast du bemerkt?" "Natürlich und es hat mich sehr gefreut. Schmecke ich für dich gut?" "Großartig. Kein Wunder, dass deine Freundin es so sehr liebt, dich zu lecken." Chloe grinste und küsste meine Wange. "Danke dir. Aus deinem Mund bedeutet mir das wirklich viel. Ich bin mir sicher, mir würde dein Geschmack auch sehr gefallen." "Teste es gerne aus. Heute Abend?" Chloe lachte auf. "Schauen wir mal." "Okay. Ich stehe dir sehr gerne zur Verfügung." legte ich mit einem Schmunzeln aber auch sehr ehrlich gemeint nach. Ich verzehrte mich danach, von ihr berührt zu werden, geliebt zu werden. "Dein Wunsch wurde zur Kenntnis genommen." hauchte sie aus und küsste mich erneut auf die stirn. "Schön…" Schob ich meine Hand jetzt doch einmal hoch, auf ihren BH, verweilte ein paar Momente und glitt dann wieder abwärts. "Aber…bin nur ich das oder hast du jetzt generell mehr Interesse an Frauen?" Was sollte ich denn da jetzt drauf antworten? Natürlich war sie es. Wer denn sonst? "Ich weiß es nicht so wirklich. Vielleicht ist das auch gar kein  besonderes Interesse an Frauen.” “Sondern?” “Ich meine möglich ist das natürlich, aber ich bin mir noch nicht so sicher. Vielleicht bist auch einfach nur du das. Du hast da sehr großen Einfluss drauf. Immerhin bist du die erste und bisher einzige, die mir so nahe gekommen ist." Chloe nickte kurz. "Vielleicht sehne ich mich einfach auch nur danach, jemanden an meiner Seite zu haben, der mich wirklich liebt, so wie ich bin und dieses Gefühl gibst du mir mit jeder gemeinsamen Sekunde. Anders als Jesse in den letzten Wochen. Wir haben uns ja kaum noch geküsst, von Sex wollen wir gar nicht erst sprechen. Vielleicht projeziere ich diesen Wunsch jetzt unbewusst auf dich und dadurch verhalte ich mich ein wenig merkwürdig. Dass du eine Frau bist, hat dann damit weniger zu tun als einfach nur der Wunsch nach Nähe und Zärtlichkeiten von jemandem der mich lieb hat.” “Ich habe dich ungeheuer lieb mein Schatz.” “Ich weiß und das ist so wundervoll.” “Find ich auch. Aber bei deiner Antwort waren gerade sehr viele vielleichts dabei.” “Stimmt…ich denke, ich bin gerade…vielleicht…dabei, mich neu zu finden. Ich würde es auf jeden Fall nicht ausschließen, dass ich mich in eine Frau verlieben könnte.”

“Ich stehe dir natürlich mit Rat und Tat zur Seite bei deinem Weg auf der Suche nach dir selbst. Und wenn sich der Wunsch nach weiblichen Interaktionen verdeutlichen sollte, rede ich mit Stacie und wir entführen dich dann vielleicht doch in ganz neue Welten." Ich musste einfach lachen. Sie probierte es wirklich immer wieder. "Du gibst nicht auf oder?” “Hey, du hast mich gefragt, ob ich mit dir schlafen möchte. Da darf ich doch auch mein Glück versuchen oder?” “Natürlich aber Ich denke nicht, dass ich mit Stacie das Bett teilen möchte. Nicht, nach dem was zwischen uns war.” “Seid ihr immer noch so schlecht aufeinander zu sprechen?” seufzte Chloe auf. “Nein, geht eigentlich. Für dich reißen wir uns wahrscheinlich auch beide ein wenig zusammen. Aber für mehr als das reicht es eben nicht. Du allein…könnten wir uns eher drüber unterhalten." "Du weißt, dass wir das eben nicht können." "Ja…ich weiß." seufzte ich auf. "Kuscheln und dabei auch ein wenig Knutschen ist das Höchste der Gefühle, was ich dir mit mir allein anbieten kann. Da weiß Stace, dass ich das einfach schön finde und außer tiefster Freundschaft zu dir nicht mehr dahinter steckt.  Bei allem anderen würde sie sauer werden und da kann ich sie auch sehr gut verstehen.” Konnte ich leider auch und ich wollte eben auch nicht, dass sie Streit hat. “Schade, dass dein neues Interesse erst jetzt so richtig aufkommt und nicht schon letztes Jahr, als wir in Kanada waren. Denn da hätten wir wirklich alles miteinander machen können." "Du hättest da mit mir geschlafen?" schaute ich auf. "Oh ja. Ich wusste nur nicht, ob du es wolltest und hab mich nicht getraut zu fragen, um unsere Freundschaft zu schützen und den Urlaub nicht zu verderben." "Verstehe…" trauerte ich gerade unglaublich dieser verpassten Chance hinterher. Aber damals war ich eben noch nicht soweit. Ich war auch noch in einer Beziehung gewesen, mit der damals alles gut gewesen war. Obwohl…war es das gewesen? Hätte ich mit Chloe so intensiv und leidenschaftlich rumgemacht, wenn zwischen mir und Jesse alles gut gewesen wäre? “Aber leben wir nicht in der Vergangenheit Süße. Was geschehen ist, ist geschehen. Oder eben auch nicht.” Da hatte sie leider Recht. “Vielleicht kommt ja nochmal so eine Chance.” flüsterte ich eher vor mich hin aber natürlich blieb es ihr nicht verborgen. “Vielleicht…aber du wartest da hoffentlich nicht drauf.” und ob ich das tat. “Natürlich nicht, aber freuen würde es mich.” Chloe nickte und küsste meine Schläfe. “Aber schön, dass wir das jetzt geklärt haben.” “Find ich auch. Missverständnisse sind immer doof.” “Sehe ich auch so.” schob sich Chloe jetzt ihr Sonnenbrille ins Gesicht und legte sich wieder auf den Rücken. Doch sehr zufrieden mit dem Gespräch ließ ich mich auch wieder fallen, als nochmal ein Nachsatz kam, der mich schlucken ließ. “Gott sei Dank war es nur freundschaftlich von dir gemeint. Ich dachte schon, du hättest dich in mich verliebt.” lachte sie ein wenig auf. “Ja klar…Ich und in dich verliebt.” spielte ich das Spiel notgedrungen mit. “Wie kommst du denn auf sowas?” “Weiß ich auch nicht.” lachte sie erneut auf. “Eben. Vollkommen absurd. Wir sind beste Freundinnen, die verlieben sich doch nicht ineinander. Bringt doch nur Probleme mit sich.” “Oder es wird eine der wundervollsten Beziehungen überhaupt aber du hast Recht. Bei uns beiden ist das wirklich absurd. Das wäre schon viel früher passiert.” Sie ahnte wahrscheinlich nicht, wie sehr mir ihre Worte weh taten aber ich würde einen Teufel tun, es ihr auch noch zu sagen. Trotzdem wollte ich jetzt eine Sache wissen. “Aber nehmen wir mal an, ich wäre in dich verliebt. Hätte ich ne Chance bei dir?” Chloe schob ihre Brille ein stück runter und schaute mich fragend an. “Nur rein theoretisch Süße.” “Rein theoretisch…also ohne Stacie in meinem Leben?” “Genau. Nur wir beide.” Chloe bekam wieder ihr typisches Beale-Grinsen ins Gesicht. “Süße, du hast bei jeder Frau, die unserem Geschlecht zugeneigt ist eine Chance.” “Ich frage aber nicht nach anderen Frauen sondern nach dir.” “na schön…wie sag ich das jetzt am besten? Wenn du mich in dieser Welt wollen würdest, könntest du nicht mal Barden Bellas sagen, bevor wir zwei Hübschen im Bett liegen würden und uns bis zum Sankt Nimmerleinstag lieben.” “Ernsthaft?” “Klar.” “Wow…” Chloe begann wieder zu schmunzeln. “Du bist eine Traumfrau mein Schatz. Jesse ist ein Idiot, dass er das nicht mehr zu schätzen wusste. Ich bin mir sicher, da draußen gibt es unzählige Personen, die dir die Welt zu Füßen legen würden.” "würdest du das auch?” “Als deine beste Freundin…natürlich und in deiner Theorie-Welt noch viel mehr als nur das. Aber wir leben ja in keiner Theorie.” “Ich weiß…du liebst Stacie.” legte ich meinen Kopf wieder ab um ihr nicht in die Augen blicken zu müssen. “Ja, das tue ich.” Ich nickte nur, küsste ihre Schulter und genoss jetzt einfach, wie Chloe ihren Arm um mich legte, mich zärtlich streichelte, als sie sich auf einmal ganz zu mir drehte, mich umarmte und fest an sich drückte. Ich fühlte mich sofort wie im Paradies und erwiderte ihre Umarmung mit großer Freude. "Chloe…wenn uns jemand so sieht, gibt das wieder nur dummes Gerede." stieß ich allerdings doch aus. "Ist mir so egal. Wir beide brauchen jetzt und hier diese Umarmung." Wie Recht sie damit hatte. Ich ließ mich immer mehr in sie fallen und genoss einfach nur.

"Du bist wirklich nicht in mich verliebt oder?" hauchte sie aus und brachte mich wieder in Bredouille. Die ganze Wahrheit konnte ich einfach nicht sagen. "Ein wenig vielleicht schon." entschied ich mich hoffentlich richtig. "Okay…" forderte ihre Antwort eine Erklärung meinerseits. "Ich…habe besondere Gefühle für dich. Du bist die beste Freundin, die ich mir je hätte vorstellen können, bist liebevoll, witzig, man kann mit dir über alles reden und deine Zärtlichkeiten mir gegenüber sind wirklich das Schönste auf der Welt. Bei dir fühle ich mich sicher, kann mich fallen lassen und alle Sorgen vergessen. Ich möchte den Rest meines Lebens jemand besonderes in deinem Leben sein und die Kuscheleinheiten, ganz besonders die wo wir uns küssen, zeigen mir, dass ich genau das bin." "Und wie du das bist. Ich bin auch ein bisschen in dich verliebt." entgegnete sie und ließ alles in mir kribbeln. "Wundervoll…" seufzte ich ehrlich gemeint aus, ihre zarte Haut unermüdlich mit meinen Fingern erkundend. "Würde es Stacie nicht geben…" begann sie den Satz, sprach ihn aber nicht zu Ende. Trotzdem ließ er mich lächeln und doch traurig zurück. Denn es gab Stacie und damit waren diese Überlegungen vollkommen unnötig. "Ich würde dich hier jetzt gerne küssen…" hauchte ich ihr ins Ohr und spürte ihr Lächeln. "Ich dich auch aber das sollten wir dann doch besser lassen. Holen wir aber nach." "Sehr gerne. Aber Chloe…" "ja Becs?" "Ich weiß, das haben wir schon besprochen, trotzdem sage ich es nochmal. Ich möchte mit dir allein einmal schlafen. Ich möchte, dass wir in unserer Freundschaft wirklich alles getan haben, was körperliche Nähe angeht." "Ich denk drüber nach okay?" "Mehr kann ich nicht verlangen." "Schön. Gibt es noch etwas, das du mir anvertrauen möchtest?" "Nein, das war alles." "Schön…" presste Chloe mich nochmal so fest an sich wie sie konnte und küsste mich im Schutze meiner Haare zärtlich auf meinen Hals bevor wir uns ein wenig wieder normaler verhielten.

Nun ließen wir wirklich die Stille für uns beide übernehmen. Ich drehte mich auch auf den Rücken und wir ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.
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