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Unexpected Love

von wickwack
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / FemSlash
Beca Mitchell Chloe Beale
30.09.2021
13.07.2022
48
124.561
6
Alle Kapitel
131 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
02.04.2022 4.150
 
Eine ganze Weile saß ich jetzt schon hier am See und wartete auf meinen Ginger. Wir hatten über die Jahre so unsere Punkte gefunden, wo wir ein bisschen für uns waren. Nicht komplett allein, aber jetzt auch nicht im Trubel der Massen an Studenten, die sich am See mit Ball spielen oder im Wasser austobten, picknickten oder sonst was machten.

Ich hatte soweit alles vorbereitet, Decke ausgebreitet, was zu trinken besorgt und es mir doch sehr gemütlich gemacht. Nur Chloe fehlte noch zu einem hoffentlich schönen Nachmittag. Den ganzen Tag über hatte ich versucht die Situation im Wohnzimmer zu vergessen aber so richtig gelungen war mir das nicht. Stacie wollte also den nächsten Schritt gehen, ein gemeinsames Zimmer mit ihrer Freundin. Natürlich verständlich aber das durfte nicht passieren. Denn das wäre für meine Hoffnungen auf irgendeine gemeinsame Zukunft mit Chloe fast sowas wie ein Schach matt. Das würde erst Recht alles verändern, jedenfalls kam es mir so vor. Sie würde auf jeden Fall noch unerreichbarer für mich werden. Die Momente, wo ich einfach zu ihr gehen konnte, mich an sie kuscheln…das war jetzt schon weniger geworden aber wenn es auch Stacies Zimmer wäre, würde ich mich da nicht mehr so wohl fühlen.

Ich wusste aber nicht, was ich dagegen tun konnte. Ich konnte Chloe nicht die Wahrheit sagen, wieso ich das auf keinen Fall wollte. Ich musste es anders schaffen, zu verhindern dass sie in ihrer Beziehung immer weiter vorankommen würden, ohne dass Chloe dahinter kommt oder Stacie Stimmung gegen mich macht, weil sie etwas ahnt. Ich versuchte noch zu überlegen, wie ich das anstellen konnte solange Chloe noch nicht hier war, aber das änderte sich doch wenig später. "Hey...sorry, hat noch bisschen länger gedauert. Hoffe, du wartest nicht schon zu lange auf mich." packte sie ihre Tasche ins Gras und setzte sich zu mir bevor wir uns wie immer sehr innig umarmten. Sofort fühlte ich mich um Welten besser und die schlechten Gedanken verschwanden. Gemeinsam genießen war jetzt angesagt. "Nein, alles gut. Was war denn noch wichtiges?" Ich hoffte sehr, sie sagt jetzt nicht Stacie. "Sophie hat mich noch bisschen aufgehalten, hatte noch ne Frage bezüglich der Vorlesung." "Verstehe...aber jetzt bist du ja endlich hier."  drückte ich sie nochmal fest an mich und küsste sie nochmal sehr zärtlich auf die Wange."Ja... endlich...aber Becs…" "ja, Chloe?" "Was war das heute morgen im Wohnzimmer? Wieso hast du diesen Kommentar zu mir und Stacie abgegeben? Hast du etwas dagegen, dass Stacie und ich uns so lieben?"  Es war mir klar, dass diese Frage kommen würde. Eine Ausrede musste jetzt einfach her. "Nein, natürlich nicht. Das war eigentlich auch nicht auf euch bezogen...ich war einfach etwas scheiße drauf." versuchte ich es so schnell wie möglich wieder aus dem Gespräch zu entfernen. "Echt? Wieso denn das? Wir hatten doch eine richtig schöne Nacht zusammen und du hast du doch gelächelt, als wir das Zimmer verlassen haben. Auch nach unserem Kuss." "Doch und hast du Recht...aber...ach, ist egal." "Nein, ist es nicht. Deine Gedanken und Sorgen sind nie egal, nicht für mich. Was ist los? Haben die anderen was Blödes über dich und Luke gesagt?" "Sie haben mich ein bisschen aufgezogen aber das war es nicht. Damit hatte ich ja auch gerechnet." "Was dann?" "Das ist wirklich albern eigentlich." wiegelte ich ab aber ich kannte natürlich meinen Ginger. Sie ließ nicht locker. "Erzählst du es mir trotzdem? Wenn du so drauf bist, kann es nicht unwichtig sein." klimperte sie mit ihren Augen und ich knickte ein. "Na gut...ich glaube, man könnte es am besten mit Eifersucht beschreiben." "Eifersucht?" öffneten sich ihre Augen noch weiter. Gott, dieses Blau… "ja, trifft es nicht ganz aber kommt dem am nächsten." "Das verstehe ich nicht...wovon sprichst du?" "Naja...wir haben zwar die Nacht miteinander verbracht aber dann, als wir runter gegangen sind, bist du zu ihr und ihr hattet wieder Sex." Chloe nickte. "Stacie wollte mich unbedingt und bei ihr kann ich einfach nicht nein sagen, es ist einfach so unglaublich schön." "Ja…wie auch immer." unterband  ich hoffentlich die blumigen Ausführungen über ihren grandiosen Sex mit ihrer Freundin.

"Hab verstanden, keine Ausführungen wie und wo wir es treiben." schmunzelte sie mich an. "Danke dir." "Natürlich, darum geht es jetzt auch nicht. Auch wenn ich dir gerne davon erzählen würde, was mich dabei so glücklich macht. Du bist meine beste Freundin, ich finde, das sollte auch ein Thema sein, über das wir uns unterhalten." Ich wusste nicht, ob ich das aushalten würde. "Ein anderes Mal Süße. Okay? Nicht hier und jetzt." Chloe nickte und umarmte mich nochmal mit einem zärtlichen Kuss auf meine Mundwinkel.

"Aber wieso bist du eifersüchtig auf mich und Stacie? Hast du doch etwas gegen unsere Beziehung? Du hast mich doch damals ermutigt, ihr zu sagen, was ich fühle." Oh ja, die dümmste Entscheidung meines Lebens. "Bist du denn glücklich mit ihr?" Antwortete ich nicht direkt drauf. "Ja, das bin ich. Stacie ist wundervoll und ich liebe sie. Ich denke immerzu an sie, wenn ich nicht bei ihr bin. Naja, fast immer. Wenn ich bei dir bin, dann bin ich bei dir." lächelte sie mich an und ich erwiderte es unglaublich berührt. Immer wieder gab sie mir, ob gewollt oder nicht, kleine Hoffnungsschimmer auf viel mehr als nur Freundschaft zwischen uns. "Okay. Ich will nur, dass du glücklich bist. Das hast du einfach so verdient." "Danke Süße. Du genauso. Aber du hast meine Frage noch nicht beantwortet. Wieso bist du eifersüchtig gewesen?"

"Naja, euer…Treiben, das war eben nicht nur körperlich...sondern mit Gefühlen und darauf war ich eifersüchtig. Meine Zeit mit Jesse ist vorbei, das weiß ich und ihm trauer ich auch nicht nach. Aber trotzdem vermisse ich genau das. Ja, der Sex mit Luke war geil und für den Moment war ich auch echt glücklich und zufrieden aber auf Dauer ist das wahrscheinlich nichts für mich. Ich bin da nicht wie Stacie vor deiner Zeit." Chloes Miene wurde wieder entspannter, sie hatte meine Worte verstanden und kaufte sie mir Gott sei Dank auch ab. Naja, gelogen war es ja auch nicht, nur eben nicht die ganze Wahrheit. Denn ihr zu sagen, dass ich sie liebe, dafür war ich noch nicht bereit. Also schon, dazu zu stehen aber nicht für die Probleme, die es bringen würde und das was sich heute morgen im Wohnzimmer abgespielt hatte, war ja auch deutlich gewesen. Stacie war die Frau an ihrer Seite und solange die beiden miteinander glücklich sind, muss ich mich bedeckt halten und hoffen. Alles andere könnte unsere Freundschaft empfindlich stören und die Momente die ich jetzt auch mit ihr hatte, konnte ich so einfach genießen und mir deutlich mehr dabei vorstellen.

"Euch zu sehen, wie ihr euch küsst, euch in den Armen liegt…das vermisse ich schon irgendwie. Mit Jesse war es ja schon lange nichts romantisches mehr. Er war sozusagen nur noch auf dem Papier mein Freund und die Trennung kam ja jetzt nicht wirklich überraschend. Ja, als es wirklich vorbei war, war ich am Boden weil es mir so richtig bewusst geworden war aber du hast mir sehr geholfen, es zu verarbeiten." "Hab ich sehr gerne getan Süße." "Danke. Jedenfalls vermisse ich es, von jemandem mit echten Gefühlen für mich in den Armen gehalten zu werden, geküsst zu werden und geliebt. Darauf bin ich bei dir und Stacie eifersüchtig auch wenn ich dir alles Glück dieser Erde gönne. Ob nun mit Stacie oder...wem auch immer dein Herz eines Tages mal gehört." Hoffentlich eines Tages mir.

"Es tut mir sehr leid, wenn du dich angegriffen gefühlt hast. Das war nicht meine Absicht und wenn du willst, entschuldige ich mich auch noch bei Stacie dafür." "Das brauchst du nicht. Ich werde es ihr so erklären, falls sie noch was dazu sagt aber das ist alles okay, ich weiß ja jetzt den Grund und dir kann ich doch gar nicht böse sein." "Danke. Du bist ein Schatz." "Hey, da muss schon viel viel mehr passieren, damit wir zwei uns in die Haare bekommen. Aber ich dachte, du willst erstmal keine neue Beziehung?" "Trotzdem darf ich das doch vermissen oder nicht?" "Natürlich darfst du. Aber du bleibst dabei? Erstmal das Singleleben genießen?" "Ich denke schon. Außer, die richtige…Person entscheidet sich für mich." Chloe nickte und umarmte mich mehr als innig. "Du wirst schon dein Glück finden, so wie ich mit Stacie. Da glaube ich so fest dran." "Danke mein Schatz." "Und solange du suchst und natürlich auch danach bin ich sehr, sehr gerne für dich da. Mit Umarmungen, Kuscheleinheiten, auch mit Küssen…." Ich nickte und genoss unsere innige Umarmung. "Und was das Gefühl angeht, von jemandem in den Armen gehalten zu werden, die dich liebt…das hast du hoffentlich bei mir, denn auch dich liebe ich auf eine besondere Art und Weise Süße." Sie liebte mich. Es tat so gut diese Worte zu hören und tat gleichzeitig weh, weil sie es nicht so meinte wie sie ich liebe dich zu Stacie sagte. "Ich liebe dich auch Chloe." Presste ich meinen Ginger noch fester an mich und nahm jede Kleinigkeit in mich auf.

Chloe streichelte über meinen Rücken und ich genoss jede kleine Stelle, an der wir uns berührten bevor wir uns langsam lösten. Die Gefahr, sie jetzt mit einem Kuss zu überfallen und alles in diesem  Kuss zu offenbaren, war unglaublich groß und alles in mir schrie, dass ich genau das jetzt tun sollte. Aber ich riss mich zusammen. Für Chloe, für meine beste Freundin und große Liebe.

"So…bevor wir hier noch gefühlsduseliger werden und noch was tun, was wir bereuen könnten…" drehte ich mich von ihr weg. "Ich würde es doch nie bereuen dich zu küssen Süße." wusste sie genau, was ich sagen wollte. "Mag sein aber ich hatte eher von Sex in der Öffentlichkeit gesprochen." Erwiderte ich grinsend und sie lachte. "Ja…das wäre wirklich nicht so schön. Also für uns sicherlich aber für alle anderen hier…andererseits sind wir beide so heiß, da schaut doch jeder gerne zu." "Du bist so…" "weird?" beendete sie meinen Satz und ich nickte lachend. Genau das würde mir fehlen, wenn sie nicht mehr bei mir sein würde. "Aber egal. Willst du was trinken?" hob ich die Flasche an und sie öffnete staunend den Mund grinste. "Ist das…" "ich glaube du nennst es Giggle Juice." erwiderte ich und sie nahm mein Gesicht in beide Hände und küsste mich freudig. "Du kennst mich wirklich. Das ist genau das, was ich jetzt brauche." "Aber klar doch." holte ich zwei Becher raus und füllte sie kurzerhand. "Auf einen gemütlichen Nachmittag Süße." stieß ich mit ihr an und nach einem Schluck stellten wir die Becher beiseite, Chloe legte sich auf den Rücken und ich schaute schmunzelnd auf sie runter während sie es sich jetzt richtig bequem machte. "Was? Das ist doch das, was du möchtest oder? Mit mir kuscheln?" "Auf jeden Fall. Du kennst mich eben auch." legte ich mich an ihre Seite, ließ sie ihren Arm um mich schlingen und legte meine Hand auf ihren Bauch. Ihr Top hatte Chloe noch schnell vorsorglich nach oben geschoben, was ich jetzt auch ausnutzte um ihre nackte Haut zu fühlen.

"Ich finde es wirklich schön, dass du mir hier erhalten bleibst." streichelte ich zärtlich und langsam um ihren Bauchnabel herum. "Glaub ich dir sofort. Ich bin auch richtig glücklich, noch ein Jahr bei meinen Freunden zu bleiben und das zu tun, was ich liebe." "Wissen deine Eltern das eigentlich schon?" Chloe nickte. "Ich habe es ihnen schon erklärt und sie stehen da auch hinter mir. Sie wissen, dass ich dieses eine Jahr noch hier bleiben möchte. Wegen den Bellas, wegen Stacie und natürlich auch deinetwegen." "Danke dir. Das bedeuten mir unglaublich viel." küsste ich ihre Wange. "Ohne dich wäre es einfach nicht das gleiche. Mir würde so viel fehlen."

"Mir auch. Aber selbst wenn ich den Abschluss gemacht hätte, wir wären uns doch nah geblieben Becs." "Denkst du? Bist du denn mit Aubrey noch so nah wie zu ihrer College-Zeit?" "Nicht mehr ganz so...aber wir zwei…" ich schüttelte den Kopf. "Das würde uns auch so gehen. Vor Entfernung ist niemand wirklich gefeit. Egal, wie nah man sich ist. Selbst deine Beziehung zu Stacie hätte sich geändert. Ihr könntet zum Beispiel nicht mehr jeden Abend miteinander schlafen, so wie bisher. Nur, wenn du mal zu Besuch gekommen wärst und dann hättest du dich auch noch entscheiden müssen…verbringst du die wertvolle Zeit mit ihr oder mit mir." "Hast du wahrscheinlich recht... deswegen... versprechen wir uns was?" "Was denn?" "Bleiben wir immer in der Nähe des anderen? Also auch nach dem College. Denn wenn ich was nicht will, dann die Nähe zu dir verlieren. Stacie wird ja an meiner Seite sein aber ich möchte dich nie im Leben verlieren." "Das möchte ich auch nicht aber ich weiß noch nicht, wo es mich nach dem College hinverschlagen wird. Du weißt, mein Traum war immer LA. Vielleicht gehe ich dorthin und es wäre schon merkwürdig, wenn du Stacie dazu überreden würdest, ebenfalls nach LA zu ziehen, nur um in meiner Nähe zu bleiben. Ich wünsche mir auch, dass wir einander erhalten bleiben aber das Leben ist leider kein Wunschkonzert." Sonst würdest du ja auch mich so lieben wie Stacie jetzt.

"Damit hast du leider Recht. Aber noch haben wir ein ganzes Jahr gemeinsam hier. Das möchte ich genießen." "Geht mir genauso." kuschelte ich mich noch ein bisschen näher an sie und meine Hand streifte immer höher aber Chloe ließ mich. Naja, war ja auch nicht das erste Mal und wenn ich an letzte Nacht denke…"Du fühlst dich so gut an." machte ich ihr das Kompliment und sah ihr Lächeln. "Danke dir. Ist auch schön, was du da machst." Ich traute mich nicht, auf ihre Brüste zu wechseln, wer weiß wer uns hier dann doch sah, auch wenn der Wunsch natürlich da war. "Trau dich. Du darfst das." hatte sie aber wieder meine Gedanken gelesen. "Weiß ich aber nicht hier." seufzte ich als Antwort und sie hatte natürlich begriffen. Um uns herum saßen noch einige andere Gruppen an Studenten, mal zu zweit wie wir, mehr oder weniger freundschaftlich, manche auch knutschend als Pärchen oder aber auch mit mehreren. Dass Chloe und ich uns ungeheuer nahe waren, war allgemein bekannt. Wir hatten sogar mal ein Interview im Käseblatt der Barden über unsere innige Freundschaft gegeben, natürlich auch auf die Bellas bezogen, was uns als Gruppe  so stark machte und da wir nun mal die Anführer waren…. Aber wenn ich Chloe jetzt zu intim berühren würde, würde es noch mehr Gerede geben und das würde Stacie dann erfahren und die Spirale würde seinen Lauf nehmen. Also hielt ich mich zurück und wir taten jetzt genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Gemeinsam Zeit verbringen, die Wolken beobachten und die Nähe genießen. Aber eine Sache trieb mich jetzt noch sehr um. "Willst du jetzt eigentlich mit Stacie zusammenziehen? Also in dein Zimmer?" Nun war es Chloe, die seufzte und das ließ mich sehr hellhörig werden. Sie hatte heute morgen schon keine klare Antwort gegeben. Wollte sie etwa nicht?

"Einerseits hat sie ja Recht, wir schlafen so gut wie jede Nacht miteinander. Die Nächte, die sie jetzt noch bei sich schläft, kann man ja fast an einer Hand abzählen. Eigentlich nur, wenn wir zwei hübschen miteinander kuscheln und selbst dann schläft sie oft in meinem Bett. Ich liebe Stacie und kann sie nicht oft genug um mich haben." "Es geht aber nicht darum, ob sie Recht hat, sondern was du willst." "Ich weiß…ich will eigentlich schon." sprach sie das aus, was ich überhaupt nicht hören wollte aber ich musste meine Klappe halten. "Jede Sekunde mit ihr ist wundervoll. Egal, was wir machen, ob wir nun andauernd Sex haben, wie du heute so treffend formuliert hast, oder aber einfach nur füreinander da sind, uns in den Armen halten, kuscheln, uns küssen, miteinander reden, von unseren Erlebnissen erzählen…ich liebe es und je mehr desto besser. Bei allen Dingen." Ich musste doch sehr hart schlucken. "Aber?" stieß ich entgegen, in der Hoffnung es gab eins. "Aber...ich brauche dann doch auch mal meinen Freiraum und wenn wir uns jetzt ein Zimmer teilen würden, hätte ich den nicht mehr so wie jetzt." "Also sagst du ihr ab?" "Ich weiß es nicht. Es spricht vieles dafür und irgendwie möchte ich es auch aber ich habe es immer genossen, ein eigenes Zimmer zu haben und ich habe das Gefühl, so richtig begeistert wärst du nicht davon oder?" Damit traf sie den Nagel sowas von auf den Kopf und versenkte ihn mit einem Schlag im Brett. "Vielleicht, aber ich hab dabei doch gar nichts zu melden. Das geht nur euch was an. Wenn du mit ihr zusammen wohnen möchtest…oder auch nicht…das ist deine Entscheidung." versuchte ich meine klare Meinung zu verbergen. "Bitte Süße, sei ehrlich. Was denkst du darüber? Deine Meinung bedeutet mir immer sehr viel." "Na gut. Ich…" Machte ich eine nachdenkliche Pause, aber nur um die richtigen Worte zu wählen. Meine Meinung stand bombenfest.

"Ich würde es nicht tun." "Okay, wieso nicht?" "Weil du dann wie du gesagt hast, keinen Freiraum mehr für dich hättest, einen Ort wo du dich hinverziehen kannst wenn du willst. Ginge es um eine gemeinsame Wohnung, würde ich das anders sehen aber es ist nur ein Zimmer in einem großen Haus." blieb ich diplomatisch. Dass das zusammenziehen mir überhaupt nicht gefiel, weil es noch schwerer für mich werden würde, verschwieg ich mal schön. "Ja, da hast du Recht." "Außerdem sind die Wege von ihr zu dir jetzt auch nicht so unendlich weit und wenn ich ehrlich bin…auch wenn es hier nicht um mich geht, ich fänd es schön, wenn es auch für mich ein Ort bleiben würde, an dem ich mit dir ganz allein sein kann. Wir auch mal die Tür abschließen können und Dinge tun, die vielleicht etwas mehr als freundschaftlich sind. Natürlich alles, ohne dass du Stacie betrügen würdest. Aber bei mir kann dann ja immer Amy reinkommen und wenn Stacie bei dir wohnen würde…So könntest du ihr sagen, dass wir beide eben wirklich mal Zeit nur für uns haben möchten um unsere Freundschaft zu pflegen." Chloe nickte verstehend und küsste meine Stirn. "Es wäre dann auch nicht mehr dein Bett, sondern euer Bett und ich bin echt nicht so scharf drauf in Stacies Bett zu liegen und mit dir zu kuscheln. Es wäre einfach ein anderes Gefühl. Aber das ist nur meine Meinung. Wenn du dich anders entscheidest, dann ist das natürlich okay für mich." "Du hast Recht. Ich sag ihr Nein." "Aber nicht meinetwegen oder?" "Aber natürlich auch." "Chloe…" "Keine Sorge Süße. ich würde es doch nie damit begründen, dass du das nicht möchtest. Es ist meine Entscheidung. Ich weiß doch, dass das wieder einen Streit nach sich ziehen würde, wenn du unser Zusammenziehen verhindern würdest und so ist es ja auch gar nicht. Natürlich habe ich deine Wünsche auch in meinen Gedanken mit einberechnet. Außerdem habe ich ja logische Argumente, die sie auch verstehen wird." "Danke. ich wünsche dir alles Glück der Erde und wenn sie diejenige ist dann…mach das." "Eines Tages auf jeden Fall. Nach dem College zieh ich mit ihr zusammen in irgendeine Wohnung aber jetzt noch nicht. Mein Zimmer bleibt erstmal mein Zimmer." "Okay." blieb ich neutral aber innerlich war ich um Welten erleichtert. Was in einem Jahr war, das stand auf einem anderen Blatt aber das war jetzt erstmal vom Tisch und so lag ich mit einem Lächeln an ihrer Schulter und genoss jetzt die Ruhe und gemeinsame Zeit mit meiner besten Freundin.

"Hey, wollen wir ne Runde schwimmen gehen?" holte sie mich jedoch wieder aus dieser Ruhe. "Jetzt? Im See?" "Ja, dachte ich mir so." "Dann müsste ich aber erstmal ins Haus, mir Sachen holen." "Ach was…Unterwäsche geht doch auch. Ob nun Bikini oder BH und Slip…" "Stimmt, aber ich wollte noch länger mit dir hier bleiben und dann müssten wir ja nach dem Schwimmen zurück. Denn Handtücher hab ich auch nicht hier." "Wie lange möchtest du denn mit mir hier bleiben?" Ich begann zu lächeln. "So lange wie möglich. Je mehr Zeit wir beide für uns haben, desto besser." Mein Ginger schmunzelte und nickte wenig später. "Wie du möchtest. Ich habe nichts weiter vor als Zeit mit meiner besten Freundin zu verbringen. Aber ich würde mich tatsächlich doch gerne ein wenig sonnen, wenn du erlaubst. ist ja wirklich ein wunderschöner Tag." "Natürlich, sehr gerne. Soll ich dich ausziehen?" Chloe lachte auf. "Das heben wir uns mal besser für private Gefilde auf. Könnte sonst hier draußen falsch verstanden werden." "Ich nehm dich beim Wort." "Darfst du. Beim nächsten Mal kuscheln in meinem Bett darfst du mich ausziehen, wenn du möchtest." In mir kribbelte es als ob ein ganzer Schwarm Ameisen unter meiner Haut lang laufen würde. Das würde ich richtig genießen. "Sehr gerne…aber wird Stacie da nicht sauer?" "Hm…der verkauf ich das schon irgendwie, dass sie mir nicht böse ist. Es gibt da noch die eine oder andere sexuelle Fantasie, die ich ihr noch erfüllen könnte, auch als Entschädigung wenn du so willst." zwinkerte sie mir zu "Na dann…ich freu mich jedenfalls drauf." "Schön. aber jetzt wird sich gesonnt…" Löste sie sich kurz und streifte ihr Oberteil ab, dass sie nur noch im BH und ihren Hot pants neben mir lag. Staunend schaute ich auf den Körper meiner Freundin. Gab es eine attraktivere Frau? Für mich nicht. Sie legte sich wieder auf die Decke und lächelte mich an. "Und du?" "Was, und ich?" "Naja, auch bisschen sonnen?" "Klar, wieso nicht?" "Dann zieh dich mal aus." "Willst du das nicht übernehmen?" flirtete ich weiter und sie lachte. "Wie gesagt, beim nächsten Mal kuscheln gerne." "Hab ich verstanden." zog ich mir jetzt auch mein Oberteil aus und spürte, wie Chloe mich musterte. "Gefällt es dir, was du siehst?" blickte ich auf sie runter. "Sehr, aber das weißt du doch. Komm her." Klopfte sie neben sich und ich kuschelte mich wieder an ihre Seite. "Übrigens echt heißer BH." streifte ich kurz über die beiden Körbchen. "Danke…Ehm..ja." Stotterte sie kurz. "Was ist los?" "Ich wollte jetzt nicht schon wieder ihren Namen sagen. Ich weiß ja, dass ihr zwei nicht das beste Verhältnis habt." "Ach so, hat sie ihn dir geschenkt?" "Gemeinsam ausgesucht trifft es eher." "Verstehe. Sie hat auf jeden Fall großartigen Geschmack. Nicht nur, was den BH angeht, vorallem darin, woran sich dieses Teil befindet." Chloe lächelte über mein Kompliment. "Danke dir. Deiner ist aber auch echt hübsch." "Den hast ja auch du ausgesucht.” lachte ich auf. “ich weiß. Ich hatte eben immer schon ein gutes Auge für deine Kurven.” kam es mit einem Zwinkern. “Oh ja…den hast du." Nutzte ich meine Position jetzt aus um ihr ins Dekolleté zu gucken. "Am liebsten würde ich jetzt mein Gesicht zwischen deinen beiden Schätzen vergraben." entfloh es mir auf einmal ein wenig ohne meine Kontrolle, was Chloe erst etwas irritierte aber dann lachen ließ.

"Von mir aus auch das beim nächsten Mal. Aber sag mal Becs…" begann sie und ich ahnte, was kommen würde. "Hm?" "Was ist los mit dir?"
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