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Unexpected Love

von wickwack
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / FemSlash
Beca Mitchell Chloe Beale
30.09.2021
13.07.2022
48
124.561
6
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.03.2022 3.350
 
Tief in der Nacht kehrte ich in unser Haus zurück. Alles war dunkel aber damit hatte ich gerechnet und so machte ich auch kein Licht an. Den Weg ins Zimmer fand ich sowieso im Schlaf und mein Handy als Taschenlampe hatte ich ja auch noch, falls ich doch etwas mehr Orientierung brauchen würde. Ich wollte gerade die Treppe rauf, als ich ein Geräusch hörte und starr stehen blieb. "Hallo? Ist da wer?" machte ich auf mich aufmerksam und hoffte, dass das ne gute Idee war und ich nicht einfach leise hätte weitergehen sollen. "Oh hey Becs, ich bin es nur!' vernahm ich Chloes Stimme und ich atmete durch. Einerseits erleichtert, dass es kein Einbrecher war, andererseits hätte ich jetzt gerne auf diese Begegnung verzichtet. Aus so vielen Gründen. "Oh gut, also kein Einbrecher. So spät noch wach?" machte ich jetzt doch das Licht an und erblickte sie... quasi nackt. Sie hatte sich nur wieder ihren Bademantel lose übergeworfen, der aber eher halbherzig zugemacht war. Am liebsten hätte ich das Licht sofort wieder ausgeschaltet. Dieser Anblick war nicht wirklich förderlich um sie aus meinem Kopf zu bekommen. Lukes Ablenkung von meinen Problemen fast schon wieder verpufft, rief es in mir den Wunsch nach ihr schon wieder hervor. "Eigentlich nicht. Stacie schläft schon tief und fest aber ich hatte noch Durst. Kennst mich ja. Becs...ich bin hier oben." hatte sie meine Blicke auf ihre wunderschönen Brüste natürlich gesehen. "Entschuldige. Ja, verstehe." "Kein Problem. Du darfst mich doch jederzeit so ansehen und wenn du möchtest auch anfassen." öffnete sie ihren Mantel aufs Stichwort noch weiter und ließ mich schlucken. Gott, war sie einfach nur sexy und wunderschön.. "Danke für das Angebot." riss ich mich jetzt selbst zusammen und bemühte mich, ihr in die Augen zu schauen, was bei diesen wunderschönen blauen Augen leider auch nicht viel besser war. Am liebsten hätte ich ihren Körper erobert, wie in meinem Traum vorhin und da Stacie ja schlief…ach Mitchell, du hast echt Probleme. "Hattest du einen schönen Abend im Radio? War ne schöne Sendung aber ich bin ja nichts anderes von dir gewohnt. Naja, bis auf den Teil der von Luke kam." "Das hast du echt rausgehört?" "Na sicher. Ich kenn dich doch." "Wie lange habt ihr denn zugehört?" "Schon ne Weile. Ich liebe es deiner Show zuzuhören und das muss einfach sein, egal mit wem ich gerade Zeit verbringe. Hat es dir auch gut getan?" kam sie aber jetzt auf mich zu und legte ihre Arme um mich, sodass ich keine andere Möglichkeit hatte als sie anzufassen. Einerseits fühlte ich mich gerade unglaublich gut, da ich ihre nackte Haut unter meinen Fingern spüren konnte aber es war mir auch fast schon wieder zu viel. "Ja...ich denke schon. Ich konnte einfach mal abschalten und auf was anderes konzentrieren." Sollte ich ihr von Luke erzählen? Wie würde sie reagieren? Ich entschied mich erstmal dagegen. Morgen vielleicht.
"Das ist gut. Ich weiß, so eine Trennung kann dauern." "Ja...da hast du Recht. Aber bald sind ja Ferien, dann komme ich endlich mal hier raus, weg von Jesse." und weg von dir aber das sag ich ihr besser nicht und jetzt gerade würde ich alles tun um ihr noch näher zu kommen. Ich legte meinen Kopf auf ihre Schulter und atmete hoffentlich ohne, dass sie es bemerkte, tief ein. Ihr Duft war einfach unvergleichlich, immer schon gewesen und ich ein Idiot, dass ich nicht eher verstanden hatte, wie es um meine Gefühle für sie bestellt ist. Meine Hände glitten über ihren Rücken und Chloe ließ mich gewähren, was aber natürlich kein Wunder war. Wusste ich ja auch, wie schön sie es fand mit mir zu kuscheln. "Wegen der Ferien...Du hattest ja nichts besonderes vor." "Nichts besonderes? Ich besuche meine Mum." "Ja…ich meinte keinen Urlaub gebucht oder so. Du bist in deiner Zeit flexibel." "Ach so, ja. Das stimmt wohl." "Siehste. Möchtest du vielleicht mit mir mitkommen? Meine Eltern freuen sich immer über deinen Besuch." "Ich dachte, du wolltest ihnen Stacie vorstellen." "Auch aber für dich haben wir immer Platz und ich würde mich sehr freuen. So lange ohne meine beste Freundin, das ist schon schwer für mich." "Das hat aber nichts mit deinen Versuchen zu tun, mich zum Dreier zu überreden oder?" Chloe lachte und drückte mich fester an sich. "Nein, hat es nicht. Obwohl mir gerade auffällt, dass es ne super Gelegenheit dafür wäre." "Chloe…" "ich weiß, ich hör schon auf. Außerdem versuche ich dich nicht zu überreden…ich biete dir nur die Möglichkeit, wenn du es möchtest." "Naja, dann…Danke fürs Angebot. Auch was die Reise zu deinen Eltern angeht aber ich würde mich wahrscheinlich wie das fünfte Rad am Wagen fühlen. Vorallem wenn ihr beide...es euch besonders gut gehen lasst und Stacie wäre bestimmt auch nicht erfreut, wenn ich mitkommen würde, nach allem was war. Sie freut sich sicherlich auch mal auf ne Zeit nur mit dir." Gab ich die vernünftige Antwort auch wenn in meinem Kopf ein anderer Gedanke aufkam. Würde ich sie begleiten, hätte ich die Chance die Beziehung Stück für Stück zu sabotieren. Nicht, dass es in riesigem Streit ausartet aber dass sie merken, dass sie doch nicht zueinander passen, sich trennen und dann für mich der Weg frei wäre. Scheiße, was ist bloß los mit mir? Du willst doch, dass Chloe glücklich ist. Aber mit mir wäre sie das dann ja auch.

"Ja, hast vermutlich Recht." beendete Chloe mein Gedankenkarussell. "Trotzdem wirst du mir sehr fehlen." kam es ehrlich enttäuscht von Chloe über meine Entscheidung. "Du mir auch Süße. Aber je weniger ich mit Dingen vom College zu tun habe, desto mehr kann ich abschalten." "Ja, das verstehe ich. Aber wir schreiben trotzdem ganz viel oder?" "Ich werde antworten, wenn du mir schreibst." küsste ich schmunzelnd ihre Schulter, an die sie mich gedrückt hatte. "Alles klar, dann bombardiere ich dich mit Nachrichten." "Hab ich mir gedacht." "Aber wir beide verreisen auch mal wieder okay? Nur wir beide. Gerne wieder nach Kanada in das Hotel." Gerade wusste ich nicht, ob ich das wollen würde, auch wenn es fantastisch klang. "Mit gleichem Hotel meinst du auch die gleichen Aktivitäten?" traute ich mich zu fragen und spürte Chloes Schmunzeln. "Müsste ich mit Stacie besprechen aber ich würde es nicht ausschließen und mich sogar sehr darüber freuen." "Dann freue ich mich auch sehr auf den Urlaub." "Schön…" Drückte sie mich noch fester an sich und ich ließ mich einfach fallen. "Vielleicht ja nächsten Sommer, nach der Abschlussfeier, bevor das Leben nach dem College beginnt." "Klingt großartig." "Schön, dann ist das fix." "Cool. Ich freu mich drauf." Streifte ich über ihren Rücken. "Und am letzten Abend entführe ich dich in ein fernes Land, wo uns niemand findet und wir für immer zusammen sind." nuschelte ich vor mich hin, in der Hoffnung sie hört es nicht. "Hast du was gesagt Süße?" fragte sie aber sofort nach. "Nichts besonderes. Und bei euch? War es auch schön?" fragte ich jetzt doch. Wenn auch eher höflicher Weise und um abzulenken. "Oh ja...es war wunderschön. Wir haben uns den restlichen Abend nur geküsst, gekuschelt, uns geliebt und es war jede Sekunde fantastisch." "Für die anderen auch? Ich weiß, wie laut ihr sein könnt." "Wir haben uns mit unseren Geräuschen zurückgehalten. Außerdem war unser Liebesspiel heute wirklich eher von sinnlichen Dingen geprägt und nicht unbedingt die pure Lust, wie es hin und wieder ist." "Soso…" kommentierte ich einfach nur. Nicht, dass es mich sonderlich interessierte, sofern die Worte nicht “wir haben gerade ein paar Probleme.” wären.  "ja,  Ich hab mit Stacie echt ein unglaubliches Glück. Wir lieben uns so sehr." "Freut mich für dich, dass du so glücklich bist." schluckte ich meinen Kloß runter. Jedes ihrer Worte hinterließ gerade Schmerz in meiner Seele. Wollte ich doch diejenige sein, die diese Erlebnisse mit ihr teilte und jeder Schritt tiefer in ihr Glück mit Stacie war ein Schritt mehr, den ich ihr hinterher gehen müsste um sie zu bekommen.  "Danke dir Schatzi. Aber sag mal...was ist das denn hier?" streifte ihr Finger über meinen Hals und ich brauchte einen Moment, bis ich es verstanden hatte, was sie gesehen hatte und mir lief es eiskalt den Rücken runter. "Wovon sprichst du?" versuchte ich es noch zu überspielen. "Von diesem Fleck da an deinem Hals, der wenn mich nicht alles täuscht, von Lippen einer anderen Person kommt."

"Ist das sein Ernst…" suchte ich den nächsten Spiegel und sah dann den Fleck. "Becs...willst du mir was beichten?" zog Chloe mich grinsend in ihre Arme. "Dieser Knutschfleck ist nicht von mir. Das wüsste ich." "Doch, der ist von dir." versuchte ich es noch aber ich hatte schon verloren. "Becs...ich erinnere mich an jeden Kuss, den ich dir gegeben habe und das da kann nicht von mir stammen. Also?" Ich wusste, ich hatte verloren, sie konnte auch rechnen und wusste, dass ich den Abend mit Luke zusammen gewesen war. "Ach was solls... eigentlich wollte ich es nicht erzählen aber ich bin ja aufgeflogen. ich hab mich vorhin im Radio von Luke ficken lassen." "Nicht dein Ernst!" kam es voller Entrüstung und Verwunderung. Hatte sie doch nicht so weit gedacht? Naja, jetzt war es raus.

"Doch...er wollte schon immer was von mir und jetzt wo Jesse und ich...du hattest Recht, ich brauchte mal Ablenkung. Wir haben Bier getrunken, herumgealbert, geflirtet und dann ist es passiert. Wir haben uns geküsst und dann hab ich ihn rangelassen. War aber nur Sex, da ist nicht mehr. Bei ihm nicht und bei mir erst Recht nicht." Chloe nickte und drückte mich noch ein Stück mehr an sich. Ich konnte es mir auch einbilden, aber sie schien bei meinem letzten Satz erleichtert.

"Hätte ich auch nicht gedacht, dass du mehr von ihm willst. Ist doch gar nicht dein Typ." "Was ist denn mein Typ?" schaute ich sie durch den Spiegel an. "Rothaarig und größere Brüste." erwiderte sie grinsend. Wie sehr sie damit ins Ziel traf, ahnte sie hoffentlich nicht. "Aber schön, dass ich damit Recht hatte, dass du für ein sexuelles Abenteuer bereit bist. War es denn gut?" "War... befriedigend." musste ich doch schmunzeln, als ich Lukes Worte benutzte. "Das ist doch die Hauptsache bei sowas. Wo genau habt ihr es denn getrieben?" war die typische Chloe zurück. "Ach Süße…" Stöhnte ich auf. Sowas fragte auch nur sie mich. Naja, Stacie würde es auch fragen, wenn wir uns annähernd so nahe stehen würden wie ich und chloe. "Auf der Couch? Das wäre ja meine Wahl gewesen für ein gemeinsames heißes Liebesspiel in diesen Räumen." "Du hast da mal drüber nachgedacht?" war ich sehr erstaunt und erfreut, was sie mit der Antwort aber gleich wieder dämpfte. "Klar…Stacie und ich sind immer mal auf der Suche nach ausgefallenen Orten für sowas." "Verstehe. Nein, nicht die Couch. Es war auf dem Tisch...ich saß oben drauf und er hat mich sehr gut gefickt. Die Höhe passte perfekt." "Verstehe. Wie oft…hat er dich denn kommen lassen?" "Stacie färbt ganz schön auf dich ab, weißt du das?" "Möglich. Also?" "Nur das eine Mal. Er hat mir mehr angeboten aber ich wollte dann doch nicht. Dafür war es aber sehr intensiv und gut." "Okay…." drehte Chloe mich wieder in ihren Armen um und drückte mich so fest wie selten an sich. "Alles gut Süße?" war ich doch etwas verwundert. "Natürlich. Ich…freue mich nur unheimlich für dich, dass du deinen Spaß hattest. Du hast es einfach verdient, glücklich gemacht zu werden." "Danke und ja, den hatte ich. Er ist wirklich fantastisch dabei." Chloe nickte und streifte über meinen Rücken. "Ich erzähl dir gerne morgen ausführlicher davon, ich will eigentlich jetzt ins Bett und Stacie vermisst dich bestimmt auch schon oder?" "Willst du mich etwa loswerden?" "Niemals. ich bin auch echt müde. Der Sex war anstrengend." "Klar, natürlich. Glückwunsch Süße. Erzähl mir morgen gerne mehr über deinen Spaß mit Luke. Dann will ich auch mal in mein Bett zurück." brachte sie jetzt vorsichtig Abstand zwischen uns. Ihre Wange glitt an meiner entlang und als der Moment da war, hauchten wir uns gegenseitig auf die Lippen. Irgendwie schrie es nach einem Kuss aber würden wir uns den geben? Mein Kopf drehte gerade mal wieder durch und auf einmal war was wie von Zauberhand wieder stockdunkel. Was die Situation nicht wirklich verbesserte. "Chloe, wir…" begann ich, denn die Anziehung an sie wurde mehr und mehr. "Ich hab getrunken und wir sollten ins Bett. Bevor wir was dummes machen." "Ja…gute Nacht Becs." kam es genauso gehaucht zurück bevor es dann passierte. Chloe drückte mich gegen die Wand und küsste mich so intensiv wie selten. Es war nur ein einziger Kuss aber der war so wunderschön, tief, einzigartig. Ihre Hand in meinem Nacken, meine auf ihrem Hintern spielten unsere Lippen nahezu lautlos miteinander. bevor ich die Reißleine zog, meinen Kopf wieder an ihrem vorbei schob und wir uns einfach wieder nur festhielten. Ein paar Sekunden länger und ich hätte sie mit mir ins Bett gezerrt. "Wow Chloe…" stöhnte ich ihr ins Ohr. "Sorry Becs." "Nein, alles gut. Dieser Kuss war noch besser als der Sex mit Luke." stieß ich ehrlich gemeint aus und spürte ihr Grinsen. Sie hielt es für einen Witz, aber ich lass sie jetzt besser in dem Glauben.

"Deklarieren wir das einfach als Gute-Nacht-Kuss?" stieß ich vorsichtig aus und sie nickte wenig später. "Eine gute Idee. Danke." Mir war bewusst, jetzt und hier war weder Ort noch Zeit um sie zu fragen, wieso genau wir uns so intensiv geküsst hatten. "Okay. Chloe…" "ja Becs?" Ich biss mir auf die Zunge, das auszusprechen was ich eigentlich sagen wollte. Dass ich mich freuen würde, mit ihr die Nacht zu verbringen. Würden wir das tun, keine Ahnung ob ihre Beziehung den nächsten Tag überstehen würde. "Schlaf gut. Wir sehen uns Morgen." "Du auch. Ich hab dich lieb." presste sie mich nochmal fester an sich bevor sie meine Wange küsste. Ich durfte nicht anders handeln als sonst auch, mir nichts anmerken lassen. Also  ließ ich sie einfach gewähren und genoss es auch mehr als mir gut tat. Sanft ließ ich meine Hände nochmal über ihren Rücken gleiten und aus einem inneren Impuls heraus legte ich sie erneut auf ihren Hintern. Ich konnte Chloes Lächeln sofort spüren aber mir ging es einfach nur darum ihre Nähe zu fühlen. Keine Ahnung ob der Abstand mir was bringen wird oder ob er mich fertig machen wird. Aber ich brauchte ihn. Ich brauchte ihn ganz dringend, aber genauso sehr wie ich Chloes Nähe brauchte. Es war wie verhext. "Und? Hat Luke die Chance auf ne Wiederholung?" Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte das Gefühl es schwang noch was anderes als Interesse in ihrer Frage. Vielleicht lag es am Kuss. "Abwarten…" stieß ich einfach aus. Der Sex mit ihm hatte keine tiefere Bedeutung für mich. Es war einfach nur Ablenkung gewesen. Aber wenn ich das mit Chloe nicht in den Griff bekomme...sehr gut möglich, dass ich nochmal auf ihn zurückkommen werde und was sich hier gerade abspielte, brachte mich eindeutig in diese Richtung. Angeboten hat er es mir ja schon. Naja, mehr als nur angeboten. "Woran machst du das fest?" an dir Chloe...an dir. "Weiß ich nicht, wie die Lust mich überkommt. Wenn ich Bock habe, soll ich ihn anrufen und dann passiert es." "Verstehe. Aber es ist nur Sex oder?" kam es etwas kleinlaut, fast schon schüchtern. "Auf jeden Fall. Auf Beziehungen hab ich gerade sowas von kein Bock." "Gut.." "wieso gut?" lachte ich auf. "Eifersüchtig?" "Was….? Natürlich nicht. Wie kommst du darauf?" "Weiß nicht…so ein Gefühl." "Nein, ich denk nur an was anderes…also ich mag Luke schon aber ich kann ihn mir nicht in unserer Runde als dein Freund vorstellen. Das ist alles." "Dann kann ich dich beruhigen. Ich würde mich nicht in Luke verlieben. Aber seine körperlichen Attribute kann ich doch genießen, wenn ich Lust habe oder?" "Natürlich darfst du." "Gut. Also dann…ich bin echt müde." löste ich mich jetzt von ihr und machte mich auf den Weg in mein Reich. "Hey Becs...wenn du meine Gesellschaft möchtest... sehr gerne." drang es von hinten nochmal zu mir. Hatte sie schon wieder meine Gedanken gelesen? Das war einfach unheimlich. Aber besser nicht, sonst kann ich mich nicht mehr beherrschen. "Ein anderes mal wieder. Gute Nacht Chlo." löste ich mich und ging die Treppe weiter rauf. "Gute Nacht...hey, machen wir morgen was zusammen nach den Vorlesungen? Irgendwo hin, nur wir beide?" Ich atmete tief durch. Abstand ging anders. "Mal schauen…" entgegnete ich ihr und biss mir sofort auf die Zunge. Gott, wie blöd bin ich eigentlich? "Wirklich alles gut Becs?" wurde sie natürlich misstrauisch. Ich hatte so eine Einladung noch nie abgelehnt, vorallem in den letzten Wochen hatte ich immer darum gebeten, mit ihr was zu machen und jetzt reagiere ich so? Das ist wirklich dämlich. "Alles super Chloe. Also nach den Vorlesungen...ja,wieso nicht? was hast du dir denn vorgestellt?" Trotz der Dunkelheit spürte ich ihren prüfenden Blick aber sie sagte nichts dazu. "Picknick am See? Einfach die Wolken beim vorbeiziehen beobachten." "Und nur wir beide ja?" "Ich kann Stacie fragen, ob sie mitkommen will aber...du hast eben noch gesagt, dass du dich vielleicht wie das dritte Rad fühlen könntest und das bist du nicht und wirst du nie sein. Nicht bei mir okay? Ich weiß, dass ich in letzter Zeit viel mit ihr gemacht habe aber ich wollte dich nie vernachlässigen. Es tut mir leid, wenn..." "Lass uns das morgen besprechen okay? Ich muss echt ins Bett." "Natürlich. Gute Nacht mein Schatz." warf sie mir einen Luftkuss zu und dann machte ich mich einfach vom Acker. Gott, war das ne Prüfung für mich gewesen. Ich hatte meine Gewissheit, ich empfinde mehr für Chloe als Freundschaft. Viel mehr und von ihrer Seite kommen auch so Signale, die mich mehr und mehr verwirren. Was sollte dieser Kuss? Ich machte mir gerade unglaublich Hoffnung, dass für mich und Chloe eine Chance besteht. Aber ich darf das nicht. Ich möchte dass sie glücklich ist und wenn ich mich jetzt einmische, dann stürze ich auch ihr Leben ins Chaos. Das darf nicht passieren. Dafür bedeutet mir Chloe zu viel. Ich musste es runterschlucken, Chloe Beale durfte nie erfahren, was ich für sie wirklich empfinde, denn wenn das rauskommt, dann herrscht hier wirklich Zickenkrieg mit Stacie und da kann ich mich nicht so leicht zurückziehen wie von Jesse. Das würde ich dann Tag für Tag erleben, bis zum Ende des College und bei unserer engen Verbindung der Bellas bis an mein Lebensende. Bei jedem Treffen wäre die Stimmung im Keller. Das durfte ich auf keinen Fall zulassen.
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