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Unexpected Love

von wickwack
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / FemSlash
Beca Mitchell Chloe Beale
30.09.2021
13.07.2022
48
124.561
6
Alle Kapitel
131 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
25.02.2022 1.979
 
Ich blieb noch eine Zeit lang auf meinem Bett liegen und ließ die Zeit mit meiner besten Freundin nochmal gedanklich vorbei laufen. Chloes heiße Anspielungen, ihre Berührungen… Dass sie mir wirklich die Chance eröffnet hatte, mit ihr und Stacie zu schlafen…keine Ahnung ob ich auf dieses Angebot je eingehen werde. Ich war überhaupt nicht scharf drauf, mit Stacie das Bett auch nur für eine Sekunde zu teilen aber der Gedanke an Chloe…ließ mich immer mehr Kribbeln. So hatte ich noch nie über sie gedacht doch irgendwie…ich weiß auch nicht. Vielleicht hing es auch einfach nur mit der Trennung und meiner doch längeren Zeit ohne sexuellen Aktivitäten zusammen. Ja, das wird es sein. Trotzdem konnte ich nicht aufhören darüber nachzudenken, was Chloe wahrscheinlich gerade erlebte und wie gerne ich…Beca, hör endlich auf mit diesen Gedanken! Sie ist deine beste Freundin, da ist sowas doch vollkommen unangebracht. Aber sollte chloe mir die Chance geben, nur mit ihr…ich würde es machen. Ja, ich wünschte es mir gerade sogar. Ich war mir sicher, sollte ich mit Chloe schlafen, wäre es wunderschön, einzigartig und ich würde mich einfach nur gut fühlen. Ich hatte zwar noch nie etwas so intimes mit einer anderen Frau aber bei Chloe hatte ich keine Scheu oder Angst davor. Es erfüllte mich eher mit einer unbekannten Wärme, daran zu denken. Aber worüber machte ich mir jetzt eigentlich Gedanken und wieso? Chloe hatte Stacie an ihrer Seite, die Sexgranate in Person und sie liebten sich, was ich ja oft genug auch akustisch verfolgen konnte. Also würde ich eh nicht in die Gelegenheit kommen. Ein erfülltes Sexleben hatte Chloe ja bestimmt. Wieso sollte sie sich da nur auf mich einlassen? Als Abenteuer für sie und Stacie machte das dann doch mehr Sinn aber das wollte ich jetzt nicht wirklich. Erstens kein Abenteuer sein und zweitens besonders nicht für Stacie. Von Chloe würde ich mich gern…Gott Mitchell! Jetzt ist aber echt mal gut. Lenk dich irgendwie von ihr ab.

Ich schaute zur Uhr, stellte mir die Frage, was ich jetzt noch mit dem angefangenen Abend anfangen sollte und wie ich den Ginger aus dem Kopf bekommen konnte. Chloes Besuch war wirklich wundervoll gewesen aber jetzt hatte sie ja wieder ihre Freundin bei sich und ich hing in der Luft. Nicht, dass Chloe das beabsichtigt hatte, das würde sie nie, aber es lag in der Natur der Sache. Also, was tun? Zum schlafen war es deutlich zu früh, auf College-Arbeiten hatte ich auch keine Lust und meinem liebsten Hobby, neben Zeit mit Chloe zu verbringen, da hatte ich jetzt auch keinen Kopf für. Es würde mir nur Schwachsinn einfallen. Chloe spukte einfach auch zu sehr in meiner Birne. Ich musste sie jetzt verdrängen. Ich schnappte mir mein Handy, spielte ein bisschen drin rum, als mir mein Magen die Entscheidung jetzt aber abnahm, was ich wollte und so raffte ich mich auf und lief in Richtung Wohnzimmer. Essen war auch immer ne sehr gute Lösung um sich abzulenken.

Und doch stoppte ich sogleich, als ich vor Stacies Zimmer stand. Offenbar dem Ort, wo sich die Zwei offensichtlich zurückgezogen hatten, denn hier waren jetzt genau die Geräusche zu hören, die ich natürlich erwartet hatte. Das erregte Stöhnen meiner besten Freundin, das Knarren des Bettes unter ihren Lustspielen, Geräusche von Küssen, stöhnen, Aussprüche der Freude und Lust...Ich brauchte nicht ins Zimmer gucken, ich konnte mir vorstellen, wie es dort aussah, hatte ich es ja sogar schon mal mit eigenen Augen gesehen, wie Chloe sich Stacie hingab, wie sich die Brünette über ihre wunderschöne, zarte Haut küsste, sie richtig genießen konnte. Gott Mitchell…du brauchst echt mal wieder Sex. "Oh Stace…fester…" drang Chloes Stimme zu mir und ließ mich unweigerlich schlucken. Was war nur los mit mir? In mir kam etwas an die Oberfläche, dass ich nicht kannte. Chloe jetzt gerade so zu hören, so voller Glück…es machte was mit mir. Und eindeutig nichts gutes. Normalerweise freute ich mich, wenn Chloe glücklich war aber jetzt gerade gingen andere Gedanken durch meinen Schädel während Stacie ihr wahrscheinlich gerade alles aus dem Hirn vögelte, so wie Chloe stöhnte und ihre Freundin anspornte. Auf einmal herrschte in mir eine Leere, wie ich sie noch kaum gespürt habe, wenn überhaupt. Ich stand vor dem Zimmer, lauschte meiner besten Freundin beim Sex und konnte mich kaum noch rühren. Wie paralysiert öffnete ich leise die Tür und schaute ich vorsichtig hinein und zumindest meine Antwort auf eine der Fragen. Chloe lag unten, jedenfalls momentan. Es kam mir wie ein deja-vu vom allerersten Mal, das ich zwischen den beiden mitbekommen hatte. Nur diesmal ohne die verbergende Decke über Stacie. Chloe so zu sehen, wie Stacie sie gerade fingerte, ihre Lippen an ihren Brüsten festgesaugt hatte…es drehte mir förmlich den Magen um und ich hatte keine Ahnung, was gerade in mir vorging. Ich konnte es mir nicht länger ansehen, wie glücklich Stacie meinen Ginger machte. Ich musste hier weg und so leise wie möglich machte ich die Tür wieder zu aber die beiden hätten es sowieso nicht bemerkt, so wie im Rausch die zwei waren. Kurz musste ich tief durchatmen und besann mich auf mein eigenes Vorhaben, dass jetzt noch wichtiger geworden war. Ablenkung hieß die Devise und da ich die Stimmen der anderen aus dem Wohnzimmer hörte, war mein Weg klar. Inmitten meiner Freunde würde ich das bestimmt verdrängen können. "Oh Gott ja…wow! Du bist so gut." drang es weiter zu mir und irgendwie konnte ich mich jetzt endlich lösen. Ich musste auch hier weg, denn in meinem Kopf drehte sich alles.

Kopfschüttelnd ging ich weiter ins Wohnzimmer, wo hier und dort ein paar unserer Mädels saßen und sich beschäftigten. "Vögeln die beiden etwa schon wieder?" sprach Ashley in den Raum hinein. Sie hatte es also auch gehört. Es war aber kein genervter Unterton, sondern eher amüsiert darüber, wie sehr und oft sie sich liebten. "Naja, bei den beiden heißen Schnitten...da würde ich es genauso machen. Ein Wunder, dass sie es überhaupt aus dem Bett schaffen." kam es von Cynthia und ließ mich irgendwie lachen. Nicht, dass ich es kontrollieren konnte. In meinem Kopf herrschte Chaos. "Hey Beca, schön, dich wieder lachen zu sehen. Was war denn bei dir los?" Brachte das Ashleys Aufmerksamkeit auf mich und ich riss mich zusammen. "Jesse und ich haben Schluss gemacht." haute ich die Wahrheit einfach raus und hatte erwartet, wieder in schlechte Stimmung zu verfallen aber nichts dergleichen passierte, jedenfalls nicht wegen Jesse. Chloes Nähe hatte tatsächlich bewirkt, dass ich das offenbar schneller abhaken konnte als ich es erwartet hätte. Klar, ich fand es immer noch beschissen aber ich fing nicht mehr an zu heulen. So eine Wirkung hatte der Ginger einfach auf mich und die letzte Zeit hätten Jesse und ich uns eben einfach auseinander gelebt. Es war nichts von jetzt auf gleich gewesen, es hatte sich ja doch angedeutet. Aber Chloe war einfach auch wie ein Eraser für meine Probleme und doch spürte ich, dass ein neues Problem in nicht ganz so ferner Zukunft lag und das schien diesmal mit Chloe zu tun zu haben. Etwas, das ich überhaupt nicht gebrauchen aber eben auch nicht kontrollieren konnte. "Oh, das tut mir leid. Kommst du klar?" umarmte mich die Brünette. "Ja, danke. Chloe hat sich meiner schon angenommen." ich sah ihr Schmunzeln, der Wille, einen Bechloe-Witz zu bringen aber die Laute, die jetzt doch uns erreichten, der Orgasmus, der beide momentan fest im Griff hatte, hinderten sie offensichtlich daran. "Jetzt hau schon raus." ermutigte ich sie aber sie schüttelte den Kopf. "Die Zeiten sind vorbei. Hatte ich dir ja versprochen." wollte sie mich erlösen aber das genaue Gegenteil war der Fall. Ashley hatte es ausgesprochen. Die Zeit war vorbei. Chloe hatte jetzt jemanden an ihrer Seite, der sie überglücklich machte und ich war es nicht. Ich war nur noch ihre beste Freundin, nicht mehr die potentielle Partnerin, wie die Anderen uns gerne gesehen haben. Hatte ich mich dagegen immer gewehrt, würde ich gerade viel dafür tun, dass man wieder so über uns dachte aber das ging nicht. Chloe und Stacie waren ein Paar, meine Zeit, Bechloe als Solches, war vorbei. "Na dann bin ich ja beruhigt." stieß ich trotzdem aus, denn ich hatte auch keine Lust da weiter drüber nachzudenken. Jessica saß auf dem Sofa und schaute was im Fernseher und da gesellte ich mich jetzt einfach hinzu. "Hey…" grüßte sie mich und schlang ihren Arm um mich. "Alles gut?" "Soweit…" Jess nickte und blickte wieder auf den Bildschirm. "Scheint dich ja wirklich nicht mehr so mitzunehmen, dass es mit Jesse aus ist." "Naja, wir haben uns irgendwie die letzte Zeit schon auseinander gelebt." Jess nickte und drückte mich kurz. "Hab ich mitbekommen." "Ach, echt?" "Klar. Chloe und ich unterhalten uns auch?" Na hoffentlich nicht über alles. "Ja, vergesse ich manchmal." "Auf jeden Fall schön, dass es dir schon besser geht." "Auf jeden Fall." kuschelte ich mich jetzt an Jessica, die das ganze eher schmunzeln ließ. "Seit wann kuschelst du mit wem anders als deinem Ginger?" hörte ich sie leise. "Entschuldige, stört es dich?" "Nein, es wundert mich nur." "Naja…Chloe…" "ich weiß, ich hab es auch gehört." lachte sie auf, auch wenn mir dabei gerade überhaupt nicht zum Lachen war. "Ja.." Seufzte ich eher und spürte ihren prüfenden Blick aber ich schaute nicht auf. Es reichte schon, dass mich meine Gedanken über Chloe fertig machten. Darüber reden, noch dazu in der Mitte von all den anderen, wollte ich erst Recht nicht.

Stacie und Chloe schienen ihre Reise der Lust jetzt beendet zu haben, denn die beiden kamen jetzt auch ins Wohnzimmer und ich sah, wie glücklich Chloe aussah. Freute es mich sonst immer, wenn sie so strahlte, war es jetzt eher wie ein Stich ins Herz und ihre heiße Optik trug dazu nochmal mehr zu bei. Denn eeide hatten sich bloß Unterwäsche und einen Bademantel übergeworfen. Ein klares Zeichen, dass ihr Abend gerade erst begonnen hatte. Das Lächeln so breit wie die Sonne zehrte sie von der Zeit mit Stacie. Jene Bella war für ihr Lächeln verantwortlich. Stacie. Nicht ich. "N'Abend..." kam es in einem unglaublich melodischen Ton von Chloe während sie sich an die Küchenzeile stellte und sich jetzt was zu essen machen wollte. Stacie heftete sich an ihren Rücken und versorgte meinen Ginger weiter mit zärtlichen Küssen und Berührungen. Die beiden waren unheimlich glücklich miteinander. "Wie lauft ihr denn hier rum?" kam es in amüsierten Ton von Jessica. "Ach weißt du...wir haben einfach Hunger bekommen und da wir vorhaben, den Abend noch ein wenig mit heißen Aktivitäten auszufüllen, haben wir uns gedacht, wozu die Mühe, sich wieder ganz anzuziehen? Aber euch zuliebe sind wir nicht komplett nackt." Gab Chloe die Antwort. "Kann aber noch kommen." ergänzte Stacie grinsend, drehte den Ginger um und machte sich an Chloes Mantel zu schaffen. "Stace, du versaute..." grinste Chloe, ließ sie aber machen. Der Mantel öffnete sich und die Brünette ließ ihre Hände darunter gleiten, am Ginger entlang, über den Rücken und ihre Lippen über ihr Dekolleté. In mir kam jetzt wieder dieses Gefühl hoch, dass ich so noch nie in Bezug auf Chloe gespürt hatte und doch schien es als wäre es schon immer da gewesen. Eifersucht. Ich war eifersüchtig auf ihr Glück und auf Stacie im Besonderen. Was sie mit meiner Chloe anstellte... Scheiße! Die Erkenntnis traf mich immer härter. Ich wollte der Grund für Chloes Lächeln sein. Ich wollte an ihrer Seite sein. Ich war in meine beste Freundin verliebt.
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