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Jugend einer Hexe

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Angst / P16 / Gen
Böse Hexe / Zelena Mills
29.09.2021
11.06.2022
11
4.609
2
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
29.09.2021 471
 
Inhalt: Das Böse wird nicht geboren, es wird geschaffen. Zelena war ein kleines Mädchen, das geliebt werden wollte. Eine junge Frau, die glücklich sein wollte. Ihr Leben hat sie zur Hexe von Oz gemacht.

Update: Ich habe die Geschichte nun von Anfang an überarbeitet und ein neues Kapitel (Zwanzig) ergänzt, da manches nicht mehr meinen Überlegungen entsprochen hat.

A/N: Diese kleine Geschichte ist ein bissl etwas anderes. Ich habe viel über Zelenas Jugendzeit nachgedacht, über die man leider in der Serie nur recht wenig erfährt, und als episodenhafte Charakterstudie aufgearbeitet. Zur besseren Übersicht habe ich mich trotz der Kürze für einzelne Kapitel entschieden.

Warnung: Manche Episoden behandeln düstere Themen wie Gewalt, Missbrauch und Tod.

Disclaimer:  ABC, wie immer. Demjenigen, der die Idee hatte, die böse Hexe nach Storybrooke zu bringen, sei gedankt!

Widmung: Für Sunivaah, weil sie mir so einen tollen Trailer für „Saving the Queen“ gemacht hat.
****



Jugend einer Hexe



Neugierig beobachte ich die dicken Schneeflocken vor dem Fenster. Wie schön sie sind. Sie sehen aus, als würden sie durch die Luft tanzen, während sie langsam auf die Erde rieseln. Ich kann mich nicht sattsehen an ihnen, obwohl es schon spät ist und ich müde bin. Mama kommt zu mir, sie umarmt mich.

„Es wird Zeit, schlafen zu gehen, Leni“, sagt sie sanft und hält mir einen Becher hin. „Ich habe dir etwas Milch warm gemacht. Schön vorsichtig trinken.“

Mama hat Honig hineingerührt, sodass die Ziegenmilch süß schmeckt, wie ich sie am liebsten mag. Während ich Schluck für Schluck trinke, löst sie meine Zöpfe und bürstet meine Haare.

„Warum ist Schnee so kalt?“, frage ich sie.

Geduldig überlegt sie für einen Moment. „Weil im Winter die Regentropfen frieren, wenn sie vom Himmel kommen.“

„Und warum ist er weiß?“

„Nun, weil Wasser gar keine Farbe hat.“

Ich gähne herzhaft. „Hmm.“

Ein Lächeln huscht über Mamas Lippen, als sie meinen Milchbart abwischt. „Jetzt wird aber geschlafen, meine Süße!“

Sie kitzelt mich sanft, woraufhin ich kichernd unter meine Decke krieche und das kleine gelbe Stoffentchen an mich drücke, das sie für mich gemacht hat. Obwohl mir die Augen zufallen, versuche ich wach zu bleiben, während sie ein Lied für mich singt. Ich liebe es, ihre Stimme zu hören. Da ist ein warmes Kribbeln in meinen Fingern und auf einmal beginnen kleine Schneeflocken zwischen ihnen zu wirbeln. Sie sind nicht weiß, sondern leuchtend grün, und sie fallen nicht hinunter, sie steigen auf. Wunderschön sieht das aus, ich quietsche vor Freude. Sofort greift Mama nach meinen Händen, damit es aufhört.

„Du weißt, dass Papa das nicht mag“, mahnt sie leise, bevor sie mir einen liebevollen Kuss auf die Stirn drückt. „Gute Nacht, Leni. Träum süß.“

Es ist wieder passiert. Wenn Papa das merkt, wird er furchtbar böse mit mir und schimpft mich aus. Ich kann doch nichts dafür. Ich bin vier.
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