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Demonic guardian

von Lance
GeschichteFamilie, Action / P16 / Het
26.09.2021
26.09.2021
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Langsam hob Lux den Kopf.
Um sie herum herrschten Zerstörung und Tod.
Häuser, deren Mauern zusammengefallen waren, wie Steine im Domino.
Leblose und Gesichtslose Menschen. Leichen, die dort gestorben waren, wo sie eben noch ihr normales Leben geführt hatten, bevor sie unangekündigt wie brutal aus ihrem  Leben gerissen wurden.
Menschen, die in blinder Panik vor der Katastrophe davon laufen wollten, bevor diese sie einholte und mit sich riss.
Autos, die brennend mitten auf der Straße standen oder mit ihren Leblosen Insassen gefahren waren, bis sie auf ein Hindernis trafen.
Überall um sie herum glitzerte das Glas, das bei den Detonationen in Millionen kleiner tödlicher Geschosse verwandelt wurde im Schein er dunkelroten unheiligen Flammen.
Der Rauch der Autos, der Häuser und der Explosionen lag schwer in der Luft und löste in Lux einen Hustenreiz aus.
Sie  hatte es schon wieder getan!
Lux versuchte gar nicht erst darüber nach zu denken, wie viele Menschen sie dieses mal getötet hatte und stand langsam und wankend auf.
Ihr Kopf schmerzte fürchterlich von dem Rauch und den unzähligen Explosionen von  Granaten, Raketenwerfern und Plastiksprengstoffen.
Es war immer wieder das selbe.
Lux bekam den Auftrag einen Menschen zu töten um am Ende legte sie das ganze Viertel in Schutt und Asche!
Nicht, das es ihre Auftraggeber, die ehrenwerte Lumia Familie störte. Sie waren stolz auf das jüngste Mitglied ihrer Blutslinie und lobten ihren Elan, bei der Beseitigung dieser Schandflecken auf ihrem Planeten.
Lux packte in aller Ruhe ihre Utensilien ein. Bis die Guardian ankamen, war sie längst über alle Berge und von den Menschen musste sie keine Gegenwehr erwarten.
Den Unscheinbaren Van, ein Fiat Multipla hatte Lux unweit von ihrem Zielgebiet geparkt und es würde nur wenige Minuten  dauern, bis sie die Stadt verlassen hatte.
Gerade war sie dabei, die Handgranaten, die unbenutzt geblieben waren zu verstauen, als sie etwas hörte. Nur schwach, aber ihre Sinne waren immer, wenn sie auf einem  Einsatz war auf das äußerste geschärft.
Schnell wie Schlange riss sie die Pistole aus dem Halfter und richtete den Lauf in Richtung der Geräuschquelle.
Es war ein Auto, das gegen einen Laternenmast geprallt ist. Die Fahrerin, eine Frau Mittleren Alters lag reglos, mit dem Kopf  auf dem Lenkrad.
Langsam und bedächtig lief Lux zu dem Wagen, jederzeit bereit den Abzug zu betätigen und die tödliche Ladung direkt in das Gesicht ihres Gegenübers zu feuern.
Natürlich, sie hätte auch einfach ein oder zwei  Handgranaten werfen können, aber es war einfach immer am schönsten, wenn sie  diesem Abschaum beim  sterben zusehen konnte.
Das verbogene Metall Tür kreischte auf, als Lux diese aufriss und keine Sekunde später die Waffe auf die hintere Sitzbank richtete.
Ein Paar dunkle Blaue Augen sahen sie direkt an.
Angst und Schmerz spiegelten sich in ihnen. Aber nicht die Angst, die Lux in ihnen sehen wollte!
Ihr Blick huschte für den Sekundenbruchteil nach unten. So der kleinen Gestalt dessen Kopf auf dem Schoß ihres Zieles lag.
"Bitte...hilf ihm..."
Sie sah wieder in die dunkelblauen Augen. Sie gehörtem einem Mann, der etwa in dem Alter der Frau am Steuer war. Seine braunen lockigen  Haare und der Ansatz eines Bartes ließen ihn nicht gerade gefährlich wirken.
Sie sah wieder zu dem Kind, das die blonden Haare der Mutter hatte und die Locken seines Vaters.
Es rührte sich nicht, aber Lux konnte das leise schwere atmen hören.
Der Lauf ihrer Pistole senkte sich und blieb auf dem Kopf des Kindes stehen.
Es machte keinen Sinn den Mann zuerst zu erschießen wenn das Kind ohnmächtig war und es davon nichts bemerkte.
"Bitte..." Sie sah erneut in seine Augen, in denen sich nun Tränen begannen zu sammeln und Lux erlaubte sich ein sanftes, beinah schon liebevolles Lächeln.
Alle Menschen, die sie bisher getötet hatte, konnten in vier Kategorien eingeteilt werden, wenn es darum ging, wie sie sich verhielten, wenn sie ihrem unausweichlichem Ende entgegen sahen.
Die ersten waren die Bettler und Heuler,  die ihr alles versprachen, wenn sie nur am Leben blieben. Die zweiten waren die Möchtegern Helden, die Lux beleidigten, provozierten oder bedrohten. Dann die Schläfer, die einfach ihre Augen schlossen und stumm auf ihr Ende warteten und ihre Lieblinge, die Lacher! Menschen, die plötzlich wie Irre lachten und die Situation saukomisch fanden.
Zu seinem Pech, war der Typ ein Bettler, was sie am wenigsten leiden konnte.
"Töte mich, aber bitte lass meinen Jungen leben."
Lux hob überrascht eine Braue. In Filmen würde jedes Elternteil so reagieren, aber im wirklichem Leben sah das alles nicht so selbstlos aus.
"Warum?" Hauchte Lux sanft und führte ihre Hand ein Stück weiter in das Gehäuse des Wagens.
"Weil er mein Sohn ist!"
Ja, jetzt begann es langsam spannend zu werden!
Lux leckte sich über  die Lippen und konnte schon fast, ähnlich einer Schlange das Blut in der Luft schmecken.
Der Knall der Waffe wurde tausendfach von den Innenseiten des Wagens zurückgeworfen und der Schrei, der kurz darauf ertönte war Musik in ihren Ohren.
Dieses kleine Stück Abfall quiekte wie ein fettes Schwein und hielt sich den Arm, den soeben eine Kugel durchbohrt hatte.
"Na, du oder dein missratenes Kind?"
Sein Blick flackerte vor Schmerz, aber Lux sah im ersten  Moment, das sein Wille noch lang nicht gebrochen war.
"Ich!"
Zischte er mit schmerzverzerrtem Gesicht.
Unter anderen Umständen würde sich Lux die Zeit nehmen, ihn lang und ausführlich zu foltern, aber ihr fehlte die Zeit dafür.
Sie könnte die beiden mit einem schnellem Kopfschuss töten und dann schnell verschwinden, aber sie wollte  den Willen des Mannes brechen, koste es, was es wolle!
Bevor er sich nicht dazu entschied, sein eigen Fleisch und Blut zu opfern um sein eigenes erbärmliches Leben zu retten, würde sie ihn nicht sterben lassen!
"Los!" Sagte sie entschieden und trat ein paar Schritte zurück, ohne jedoch die Waffe zu senken.
Ohne Wiederworte schob er seinen Sohn vorsichtig aus dem Wagen und kletterte dann selbst heraus.
Lux empfand Menschen schon immer als widerwärtig, aber dieses Vertreter seiner Art war besonders ekelhaft. Nicht nur, das den Bauch eines Schweines hatte, er roch auch genau so!
"Wenn du versuchst zu fliehen oder dich zu wehren, weißt du wo meine nächste Kugel landen wird!" Zischte Lux und richtete den Lauf wieder auf den Jungen, der sich noch immer nicht bewegt hatte.
Er hob  seinen Sohn hoch und Lux lief wortlos zu ihrer Stahlkiste in der sie ihre Arbeitsmittel verstaut hatte.
Mit einem Ruck hob sie die 80 Kg hoch und lief weiter in Richtung ihres Van's. Wie sehr sie sich schon auf eine warme entspannende Badewanne heute Abend freute!
Der Parkplatz, auf dem sie ihren Wagen abgestellt hatte war bis auf wenige Autos leer und als sie die Hecktüren öffnete um die Kiste rein zu schieben, machte der Kerl tatsächlich Anstalten, dieser zu folgen.
"Nach vorn! Wo ich dich im Blick habe!"
Sie wäre sicher nicht so dumm, ihre Beute mit Schusswaffe, Sprengstoffen und Klingen unterschiedlichster Art allein zu lassen.
Kaum war sie los gefahren, entspannte sich Lux etwas, machte das Radio an und summte zu dem Lied, was aus den Lautsprechern schallte.
Ja, heute hatte sie wieder gute Arbeit geleistet.
"Du bist ein Dämon, nicht wahr?"
Lux verdrehte entnervt die Augen. Dämonen waren den Menschen in allen Belangen weit überlegen, das betraf auch ihr Aussehen, auch wenn Lux zugeben musste, das sie sich Anatomisch sehr  ähnlich waren.
"Du sprichst nur, wenn du aufgefordert wirst, ist das klar?" Zischte sie und der Mann neben ihr nickte knapp.
Lux drehte das Radio auf, schlug auf das Lenkrad und trällerte Munter zu ihrem Lieblingslied mit.
"I'm on the highway to hell
On the highway to hell
Highway to hell
I'm on the highway to hell..."
Sang sie inbrünstig und mit einem breiten zufriedenem Lächeln im Gesicht.
Ob die Guardian inzwischen schon eingetroffen waren und damit beschäftigt waren, hinter ihr her zu räumen? Diese Dämonischen Verräter waren in ihren Augen sogar noch weniger Wert als die Menschen. Nicht nur, das sie ihr eigenes Blut bekämpften. Sie stellten sich auch noch auf die Seite der Menschen und waren tatsächlich der Meinung, das ein Zusammenleben nicht nur möglich sondern notwendig war!
"Verdammte Verräter!" Schrie Lux in einem plötzlichen Wutanfall, zog ihr Messer aus dem Gürtel und rammte es dem Schweinchen in das Bein.
Sie wollte sie alle töten!
Aufspießen, verbrennen, foltern, zerreißen, durchsieben, in keine Stücke hacken und noch vieles, vieles mehr!
"Verdammt, hör auf zu schreien, ich hab so schon  Kopfschmerzen!" Zischte Lux und stieß ihren Beifahrer Grob mit dem Ellenbogen an.
"Mein Bein..." Jaulte er und Lux sah zu ihm herüber.
Eines ihrer Kampfmesser steckte in seiner Wade und die Jeans darunter färbte sich ein wenig zu schnell für ihren Geschmack dunkel.
"Was soll das? Denkst du, das du mir entkommst, indem du dir selbst die Arterie zerfetzt?"
Grummelte sie und sah sich  um, ob sie schnell irgendwie halten konnte. Sie würde das Bein einfach abbinden, abhacken und entsorgen. Für das, was sie mit ihm vorhatte brauchte er es eh nicht.
Sie hielt am Straßenrand stieg aus und eilte zur Beifahrertür. Sie zog ihn aus dem Wagen, ohne Rücksicht auf seinen Sohn, der auf dem äußerem Platz saß und legte ihn auf den Boden.
Das Blut hatte ihr die ganze Garnitur ruiniert und dafür würde sie das Schwein noch büßen lassen!
Sie zog das Messer aus seinem Bein und begann den Stoff der Jeans in Streifen zu schneiden.
Das sie dabei nicht nur einmal sein Bein erwischte war auch schon egal, das kam eh weg!
Der Kerl wimmerte wie ein Baby, als sie sein Bein abband und damit die Blutzuvor stoppte.
"Bitte...nicht."
Lux sah auf und steckte das Messer wieder ins Bein, was ihn erneut aufbrüllen ließ.
"Jetzt hör schon auf! Vor ein paar Minuten hast du mich noch angebettelt, das ich dich umbringe und jetzt heulst du wegen eines einzelnen Beines herum?"
Er sah sie völlig verständnislos an und Lux wartete ein paar Minuten, dann schob sie das Messer raus und stach woanders zu. Es floss kaum noch Blut, dann konnte sie langsam beginnen!
In seinem Zustand konnte er sowieso nicht weg rennen, also ging sie zum Kofferraum und holte ihre Axt heraus, die an der Innenwand befestigt war, zudem noch eine kleine Schachtel die sie immer Griffbereit hielt. Nur für Notfälle.
Bei dem Anblick des grobschlächtigen Stück Stahl's weiteten sich seine Augen und er versuchte panisch weg zu kriechen.
Lux lächelte liebevoll und schwang die Axt in ihren Händen.
"Keine Angst, es tut wirklich nur sehr kurz weh. Das schlimme ist der Flammenwerfer, irgendwie muss ich deine Wunde ja desinfizieren und die  Gefäße schließen."
Sie trat neben ihn, legte ihren Fuß auf seinen Bauch und holte aus.
"Und los!"
Das Rasiermesserscharfe und massive Stück stahl fiel sirrend zu Boden.
Es gab ein feuchtes Schmatzen und sie bohrte sich in den weichen Boden.
"Was?"
Lux kicherte und riss die letzten Reste der Jeans zur Seite.
"Hab dich nur veralbert! Wäre mir viel zu viel Aufwand!"
Sie öffnete das Kästchen, in der sich eine einfache Tube ohne Etikett befand.
Dann schmierte sie die Wunden mit dem Gel ein und schnitt die notdürftige Binde durch.
Er brüllte auf, als das Blut wieder in sein Bein schoss und Lux setzte sich neben ihn und wartete.
"Ich heiße übrigens Lux. Lux Lumia, aus der Lumia Familie."
Säuselte sie und zupfte einen Grashalm aus dem Boden.
"Ben." Sagte er schwach und Lux begann den Halm in winzige Stücke zu zerlegen.
"Du bist jetzt mein Besitz Ben! Ich werde dir unaussprechliche Dinge antun. Sachen, die deinen Verstand zerstören, bis du um Erlösung betteln wirst. Dein einziger Ausweg wird sein, dein Leben über das deines Sohnes zu stellen, verstanden?"
Natürlich schwieg das kleine Schweinchen, Lux hatte auch keine Antwort erwartet, sie wollte ihm nur klar machen, welche Zukunft er zu erwarten hatte.
"Warum hasst du die Menschen nur so sehr?" Fragte er nach einer Weile mit müder und träger Stimme.
Lux sah auf und schüttelte den Kopf.
"Ich hasse die Menschen nicht. Wenn ihr auf einen Bauernhof geht und eure Schweine seht, dann streichelt ihr sie und habt sie lieb. Nur um Abends dann in ein saftiges Stück Fleisch zu beißen. Ihr Menschen seid unsere Schweinchen."
"Wir sind aber nicht..." Begann er und Lux hob drohend das Messer.
"Ich werde keine Diskussion über den Wert menschlichen Lebens oder so mit meiner Beute führen!" Sagte sie entschieden und stand auf.
"So, rein mit dir! Wir fahren weiter!"
Nachdem sie wieder auf der Straße waren, sah Lux auf die Karte ihres Navi. Bis zu ihrem Zuhause war es noch gut eine halbe Stunde fahrt. Der ständige Blutgeruch im Auto machte sie hungrig, so das sie in den nächsten MC Drive abbog und ein paar Burger und Fritten bestellte.
"Da, lass es dir schmecken!"
Sie reichte Ben einen Bic Mac, stopfte sich eine Fuhre Pommes in den Mund und fuhr wieder auf die Straße.
"Danke...?" Fragte er zögerlich und Lux grinste ihn breit an. "Klar doch, wir sind doch jetzt Freunde oder?"
Wenn ihre Schwester Jeanne nicht vergessen hatte, ihre Katze Graf Tempest zu füttern, könnte sie auch mal mit Ben spielen, solang sie ihn nicht kaputt machte.
Irgendwie fand Lux ihn recht unterhaltsam.
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