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Herrscher von Athos

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Het
Annabeth Chase Chiron Jason Grace Percy Jackson
26.09.2021
22.11.2021
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Dark Clouds

Über dem Horizont zogen dunkle Wolken auf, während der Mann aus dem Fenster sah.
Er war groß gebaut, schlank und mit breiten Schultern, welche früher gerade gewesen sind, doch nun von der Anstrengung der letzten Jahre leicht gebeugt waren. Die Verantwortung, die auf ihnen lastet wog weit schwerer, als die schlichte, dennoch goldene Krone auf seinem Kopf.
Ein Seufzen entwich seinem Mund als er an das bevorstehende Treffen dachte. Nach vier Jahren Krieg, würde er nun endlich aus seinem vorübergehenden Amt als König von Athos entlassen werden.
Er hatte nie König werden wollen, doch als der Krieg begann, mussten die Adeligen des Landes einen Herrscher, einen Befehlshaber ernennen, welcher das Kommando im kommenden Krieg übernehmen würde.
Er war einer der hochrangigsten Adeligen, besaß das meiste Land und den größten Einfluss. Sein Bruder, Zeus, war zwar militärisch besser aufgestellt als er, aber deutlich weniger beliebt beim Volk, weshalb er am Ende trotzdem Eindeutig und mit absoluter Mehrheit der Stimmen zum König ernannt wurde.
Einzig Zeus selbst und einige, sehr von ihm abhängige, Adlige hatten nicht für ihn gestimmt.
Seit diesem Tag schien sein Bruder einen Groll gegen ihn zu hegen, doch er machte sich nichts daraus. Sein Bruder war schon immer etwas zu Ehrgeizig und Impulsiv gewesen.
Nun, vier Jahre später, war der Krieg vorbei und er würde endlich dem Amt des Königs enthoben werden. Das Treffen, bei dem dies öffentlich Kund getan werden würde, sollte in 5 Tagen in der Hauptstadt, welche gleichzeitig der Sitz seines Bruder war, statt finden.
Es war schon fast alles Bereit zur Abfahrt. Er wartete nur noch darauf, dass ihm sein Leutnant, Sir Delphinus, Bescheid geben würde.

Im selben Moment, in dem der Zeiger der alten Standuhr in der Ecke auf die Zwölf rückte und die Glocke der Kirche im Dorf eine halbe Meile entfernt anfing zu Schlagen, öffnete sich einer der hölzernen Flügel der Tür hinter ihm. So pünktlich und zuverlässig wie immer, dachte er, während ein leichtes Lächeln seine Lippen umspielte.

„Die Kutsche ist bereit, Mylord. Das Gepäck für eure Reise ist verladen und eure Leibgarde steht am Tor bereit.“

„ Ich danke euch, Delphinus. Würdet ihr bitte meine Frau und meinen Sohn holen lassen? Ich wünsche so bald wie Möglich abzureisen.“

„Selbstverständlich, Mylord. Ich werde sie sofort persönlich holen gehen.“

Damit verbeugte er sich noch einmal, bevor er aus dem Raum trat und die Tür leise knarrend hinter sich schloss.
Seine meergrünen Augen hefteten sich wieder an den wolkenverhangenen Horizont.
Seine Frau und sein Sohn. Sally war die liebe seines Lebens. Obwohl sie aus einem nicht ganz so vornehmen Haus stammte, hatten seine Eltern damals die Hochzeit der beiden erlaubt. Für sie war es wichtiger gewesen, dass er glücklich war, anstatt ihn in eine Vernunftehe zu zwingen.
Als dann vor sechs Jahren sein Sohn auf die Welt gekommen war, schien sein Leben perfekt zu sein. Percy war sein ganzer Stolz. Doch schon zwei Jahre später hatte der Krieg begonnen und er musste die beiden im Schloss zurücklassen, während er an die Front ging.
Ein erster Regentropfen rollte am Fenster herunter, während er sich umdrehte und auf die Tür zu Schritt. So sehr er sich auch wünschte, endlich die Krone niederlegen zu können, irgendwie hatte er kein gutes Gefühl bei der bevorstehenden Reise.




Die Kutsche fuhr Polternd über einen weiteren Stein während draußen der Regen gegen die Türen der Kutsche prasselte. Mir war langweilig.
Normalerweise hätte ich jetzt aus dem Fenster geschaut während meine Mutter mir die Namen aller Berge, Flüsse und Täler genannt hätte, doch durch den strömenden Regen konnte man draußen kaum etwas erkennen.
Schade eigentlich.
Da wir gerade über einen Pass fuhren wäre die Aussicht sonst grandios gewesen.
Die Gipfel näher gelegenen Berge waren schon in den Wolken verschwunden, während die weiter entfernten bereits vollständig mit dem grau des Regens verschmolzen waren.
Zuerst hatte mein Vater noch versucht mich ein wenig abzulenken indem er seine Hand aus dem Fenster gehalten hatte, bis einige Regentropfen darauf gefallen waren. Danach hatte er sie kreuz und quer durch die Kutsche fliegen lassen, während ich versucht hatte sie zu fangen, doch nachdem ich einmal fasst über meine eigenen Beine gestolpert wäre und nach einem strengen Blick meiner Mutter hatte mein Vater aufgehört.
Jetzt saß ich also wieder auf der hinteren Bank in der Kutsche. Nach meiner Erwartung hätte die Fahrt wesentlich spannender sein sollen, obwohl ich jetzt im Nachhinein nicht mehr erklären könnte, weshalb. Wahrscheinlich war es einfach die Aufregung gewesen, schließlich war es das erst mal, dass ich bei einer größeren Reise dabei sein durfte.
Mein Vater hatte gemeint, dass ich endlich seine Verwandten kennen lernen würde. Mein Cousin, Jason, war im selben Alter wie ich und ich freute mich schon darauf, ihn kennen zu lernen. Doch bis dahin würde ich noch eine Menge Langweile durchstehen müssen.
Ich schloss die Augen und lehnte mich an meine Mutter, welche direkt ihren Arm um mich legte.
Vielleicht könnte ich die Zeit ja mit ein paar Stunden Schlaf etwas verkürzen. Über das leichte schwanken der Kutsche und das rauschen des Regens schlief ich ein.





Die nächsten Sinneseindrücke die ich wahrnahm waren das klirren von Schwertern und die Stimme meiner Mutter, die mich anflehte Aufzuwachen. Jetzt bemerkte ich auch die Hand an meiner Schulter, welche mich schüttelte.

„Du musst aufwachen, Percy, komm schon“

In ihren Augen sah ich Angst aufblitzen, während ihr Blick hektisch zwischen mir und der offen stehenden Tür der Kutsche hin und her zuckte. Meinen Vater sah ich nirgendwo.
Sobald sie bemerkte, dass ich wach war, zog sie mich hoch und hastete aus der Tür.
Draußen war das blanke Chaos losgebrochen. Ich sah wie die Ritter der Leibgarde meines Vaters sich mit unbekannten Soldaten duellierten. Auf einen von ihnen kamen bestimmt zwei oder drei der anderen. Zumindest auf die, die noch übrig waren.
Fast die Hälfte der unseren lagen schon im Schlamm, welcher sich langsam rötlich verfärbte. Zwischen ihnen stand mein Vater, das Schwert in der einen Hand, während er mit der Armschiene der anderen einen Hieb seines Angreifers ablenkte. Im nächsten Moment zuckte sein Gegner zusammen, als ihn ein Schwall Wasser in den Rücken traf und ihn eine Klinge durchbohrte.
Während er sein Schwert aus dem toten Körper zog sah mein Vater sich um.
Als sein Blick auf uns fiel nahmen seine Augen einen Ausdruck an, welchen ich nicht deuten konnte. Seine Stimme erhob sich über den Lärm des Kampfes und das Rauschen des Regens.

„Sally, nimm Perseus und lauft.“

Die flehende Dringlichkeit in seiner Stimme war nicht zu überhören.
Im nächsten Moment hatte er sich wieder umgedreht.
Mein Magen zog sich vor Angst zusammen, als ich sah, dass sich drei der Angreifer ihm zuwandten. Ich wollte irgendwas tun, ihm irgendwie Helfen, doch bevor ich irgendeine Dummheit begehen konnte packte mich meine Mutter und rannte los.
Ich sah gerade noch, wie sich zwei Männer, ein großer, bulliger und ein etwas kleinerer, aus der Masse der Kämpfenden lösten und in unsere Richtung sahen.

Die nächsten Minuten rannten wir. Links und Rechts von uns nur Bäume und Steine. Einmal stolperte ich über einen vom Moos überzogenen Baumstamm und schürfte mir die die Beinen auf, doch meine Mutter zog mich wieder hoch und wir rannten weiter.
Der Schmerz in meinen Beinen wurde durch den Regen und Dreck nicht unbedingt besser. Ich weiß nicht mehr wie viel Zeit vergangen war, als wir schlitternd an einer Klippe zum stehen kamen. Weiter unten rauschte ein Fluss.
Ein knacken im Wald ließ uns panisch herum fahren, doch noch war nichts zu erkennen.
Meine Mutter kniete sich neben mich, ihr blaues Kleid färbte sich braun, als der Schlamm es berührte.
Sie griff sich in den Nacken und zog eine Kette hervor.
Solange ich denken konnte, hatte sie sie immer getragen. Jetzt legte sie sie mir um den Hals und verschloss sie.
Als das Metall meine Haut berührte, leuchtete es leicht auf und zog sich etwas enger zusammen. Der blaue Dreizack ruhte auf meiner Brust direkt über meinem Herzen, bevor meine Mutter ihn nahm und unter mein Hemd schob, sodass man nur noch die Kette sah.
Sie sah mir in die Augen, als sie anfing zu sprechen.

„ Hör zu Percy, ich werde sie von dir weg locken
Versprich mir, dass du dem Fluss da unten folgst. Er fließt durch ein Dorf am Fuß dieses Berges. Zwischendrin liegt noch ein kleiner See.
Gehe zum Dorf und bleib dort, bis du von uns hörst. Solltest du das nicht, Versuche irgendwie Kontakt mit einem Adeligen aufzunehmen.
Diese Kette ist das Zeichen des Hauses Jackson. Nur du, dein Vater und ich können sie tragen. Sie…“

Ein rascheln hinter ihr ließ sie innehalten. Anscheinend waren unsere Verfolger schneller gewesen, als meine Mutter gedacht hatte.
Sowie die beiden Männer aus dem Schatten der Bäume traten, schob sie mich hinter sich und zog einen Dolch aus den Falten ihres Kleids.
Die beiden Gesichter wurden durch Helme teilweise verdeckt, dennoch konnte ich sehen, dass ein hämisches Grinsen die Lippen des kleineren umspielte.

„Legt das Messer weg, Mylady. Es wird euch nichts bringen. Ebenso wenig, wie das Schwert eurem Mann etwas gebracht hat.“

Da ich hinter ihr stand, konnte ich ihr Reaktion nicht genau sehen, doch ihr Griff um das Heft verfestigte sich.
Der größere der beiden seufzte und zog sein Schwert.
Anscheinend wollte er ebenfalls etwas sagen, doch in dem Moment in dem er sich seinem Kollegen zuwandte, sprang meine Mutter nach vorne und stach ihm den Dolch in die Seite. Fluchend fuhr er herum und ich sah, wie der Knauf seines Schwertes sie hart im Gesicht traf.
Sie brach auf der Stelle zusammen.
Er wandte sich mir zu. Das Blut verfärbte sein Wams unterhalb des Brustpanzers bereits rötlich und er atmete schwer.
Der andere nahm gerade den Dolch meiner Mutter und wischte die Klinge an ihrem Kleid sauber.
Ich wich zurück als der große mit einer fahrigen Bewegung nach mir griff.Er bekam mich nicht zu fassen, doch seine Hand stieß mich trotzdem an.
Ich stolperte einen Schritt zurück und plötzlich war unter meinem Fuß kein Boden mehr.
Ich verlor das Gleichgewicht und fiel nach hinten.
Das letzte was ich sah, bevor ich die Augen schloss, war, das Gesicht meiner Mutter, über welches eine Blutspur lief und der Blitz, welcher den Himmel erleuchtete.







Meine aller erste FF.
Ich hab absolut keine Ahnung, ob die Idee gut oder schlecht ist. Selbes gilt für meinen Schreibstil. Zu meiner Rechtschreibung sag ich mal lieber nichts, die war immer schon unterirdisch.
Außerdem weiß ich auch nicht, wann ich das nächste Kapitel hochladen werde. Hab vorher noch nie eine Geschichte geschrieben und Momentan auch nicht so viel Zeit.
Ach ja, ich glaube das muss man noch mit reinschreiben.
Alle Charaktere der Geschichte gehören Rick Riordan und ich verdienen mit ihr kein Geld.
War das so Richtig? Ich hoffe einfach mal.
Konstruktive Kritik ist natürlich immer gerne gesehen.
Bis demnächst. :)
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