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Kyourandotou - Zeit des Aufruhrs

von Vangueis
Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich, Historisch / P18 / Gen
OC (Own Character)
25.09.2021
28.05.2022
20
26.018
4
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.01.2022 1.029
 
Seine Lider zuckten, bevor er die Augen öffnete. Das Sonnenlicht der Mittagsstunde blendete ihn und er fühlte sich unglaublich schwach. Er öffnete seine Lippen, die sich trocken und spröde anfühlten, doch bevor ein Geräusch von sich geben konnte, hustete krächzend. Eine Schale wurde an seine Lippen gehalten und Wasser rann in seine seine trockene Kehle. Er begann gierig zu schlürfen, wie als hätte er ewig nichts getrunken.

“Endlich seit Ihr wieder bei Bewusstsein, Herr.” sagte eine Frauenstimme, die er nicht kannte.

“Wo bin ich..?” hauchte Tsuna immer noch ein wenig benommen.

“Im Anwesen von Kiyomasa-dono, Herr. Ich werde Fürst Raikou und Abe no Seimei-dono über Euer erwachen unterrichten.”

‘Ah, im Anwesen des Provinzverwalters..’ dachte Tsuna, als er plötzlich das Bild des Gehörnten vor seinem geistigen Auge sah. Richtig, er hatte mit Raikou gegen diesen Kerl gekämpft bis Haru kam und dann… Tsuna richtete sich erschrocken auf, was der unbekannten Frau ein erschrockenes Geräusch entlockte.

“Herr, ihr müsst Euch schonen! Nicht dass sich Eure Wunden wieder öffnen!”

Kaum hatte  er diese Worte gehört, stach es in seiner Lunge und seine rechte Hand ziebte, als wäre die Haut darüber zu eng.

“Hör lieber auf die Kleine, du Stinker.” ertönte die Stimme von Haru, den Tsuna im Rahmen der Schiebetür zum Zimmer erblickte. Der Weißhaarige blickte zu der Unbekannten, die etwa in Tsuna’s Alter schien. Sie hatte kurzes, unglaubliches glatte und dunkles Haar, dass ihren grazilen Nacken freiließ. “Bereite ein Bad für unseren müden Krieger vor, jetzt wo er wach ist, sollte die Waschung einfacher fallen.”

Das Mädchen verbeugte sich und robbte untertänig auf ihren Knien aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Tsuna legte sich wieder hin, drehte seinen kopf dann zu Haru.

“Wie lange..” fing er an.

“Gut drei Tage.” beantwortete Haru die Frage, bevor sie vollkommen ausgesprochen war. “So wie es dich mitgenommen hat, hatte ich eigentlich mit mehr gerechnet. Immerhin hattest du dir mehrere Rippen gebrochen, ätzende Gase eingeatmet und deine rechte Hand war vollkommen verbrannt - wie ein verkohlter Holzscheit sah die aus. Und jetzt sie dich an! Kannst wieder atmen ohne Schmerzen zu empfinden und deine Hand ist wie durch ein Wunder fast unversehrt - die gewaltige Brandnarbe wird wohl bleiben. Und das in nur drei Tagen.”

Tsuna hob seine Rechte und erinnerte sich daran, wie sein Schwert plötzlich Flammen geschlagen hatte und glühend heiß geworden war. Die Haut seiner rechten Hand und des dazugehörigen Unterarms war rötlich wie bei einem Sonnenbrand und unglaublich glatt.

“Haru… was ist mit diesem gehörnten Kerl? Hast du ihn…?”

“Er ist entkommen.”

Tsuna starrte den Weißhaarigen an.

“Ich hätte ihn natürlich verfolgen können und noch ein bisschen quälen und danach so etwa dreißig Mal töten können, aber dann wärst du jetzt nicht mehr.”

“Du hättest ihn lieber verfolgen sollen. Ich bin doch nicht wichtig–”

“Idiot. Stinkender Idiot!” grunzte haru ungewohnt straff, sodass Tsuna sich erschrak. “Wenn du nicht gewesen wärst, wäre Raikou da draußen mit Sicherheit gestorben… das war kein gewöhnlicher Fluchgeist, nichtmal ein gewöhnlich starker. Abgesehen davon…”

Haru machte eine kurze Pause und sprach dann leiser weiter.

“...wer soll deine Schwester retten, wenn du nicht mehr bist? Dich kann niemand ersetzen. Egal wie schwach oder ohnmächtig dich du fühlst, mach stur weiter und geh deinen Weg. Nur du kannst die Dinge erreichen, die dur dir selbst zum Ziel gemacht hast. Der Weg mag nicht leicht sein, doch solange du stur bleibst, wirst du dein Ziel erreichen. Das ist es, was einen Menschen ausmacht. Merk dir das.”

Es klopfte an der Tür und das Mädchen mit dem glatten Haar war zurückgekehrt und trug einen Waschzuber bei sich.

Haru schritt aus dem Zimmer, doch sagte noch im Gehen:

“Wenn du gewaschen bist, gibt’s was zu essen. Ema, ich überlasse ihn dir.”

Tsuna brauchte einen kurzen Moment, bevor er realisierte, was Haru da gesagt hatte, da er immer noch von dessen einfühlsamen Worten zuvor perplex war.

“Mo-mo-ment! Sie wird mich waschen? Aber..!”

“Nja, selber wirst du ja noch zu schwach sein. Außerdem macht sie das nicht zum ersten Mal, was glaubst wer das ganze Blut von dir gewaschen hat und dir was ansehnliches anzog. Ich ganz sicher nicht, ist ja ekelhaft. Ah, darum geht es dir sicher nicht. Aber keine Angst, dein kleiner Tsuna ist nicht so beeindruckend, dass Ema umfallen würde, sollte er sich gegen deinen Willen erheben.”

Tsuna’s Braue zuckte gereizt - da war er gerade mal von den Worten des Jujutsuisten beeindruckt und dann plärrte er sowas.

“Ich hatte für einen Moment vergessen, was für eine Schlag Mensch du warst. Tut mir leid.” sagte Tsuna sarkastisch, woraufhin Haru nur lachte.

“Schön, dass du wieder wach bist.” sagte der Weißhaarige belustigt und schob die Tür hinter sich zu.

“Sie müssen gute Freunde sein, Herr.” kommentierte das Mädchen namens Ema nach einer kurzen Weile.

“Was? Ich und Haruakira?”

“Nun, Sie sprechen so offen und freundschaftlich neckend mit Abe no Seimei-dono, da müssen Sie ihn doch gut kennen, Herr. Sie reden ihn ja scheinbar auch nicht mit seinem Hofnamen an.”

“Eigentlich weiß ich fast nichts über ihn.” dachte Tsuna laut nach. “Ich habe ihn schließlich erst vor ein bisschen mehr als einer Woche kennengelernt..”

“Tatsächlich?” Ema wrung den Lappen im Zuber aus. “Sie wirken viel vertrauter. Ich beginne mit Ihrem Oberkörper, Herr. Waschen, meine ich.”

Tsuna nickte schweigend und streifte sein Oberkleid langsam ab. Es war seltsam, von jemandem in seinem Alter versorgt zu werden und dann auch noch mit ‘Herr’ angesprochen zu werden, aber ihm blieb wohl nicht viel anderes möglich.

“...du musst mich nicht ‘Herr’ nennen. Wir sind doch etwa gleich alt, oder nicht? Außerdem bin ich nur ein einfacher Bauer, da ist es doch ein wenig seltsam, mich so zu behandeln…”

“Eh?” macht Ema überrascht “Sind Sie nicht der Neffe und Schüler von Fürst Raikou? Zumindest sagte er mir das.”

Tsuna war verwirrt, doch es hatte sicherlich eine sinnvolle Erklärung, warum Raikou das gesagt hatte.

“...zumindest eine dieser beiden Bezeichnungen kann ich bestätigen. Trotzdem, du musst nicht so förmlich sein.”

“Doch, ich bestehe darauf.” sagte Ema mit Nachdruck, als sie den Lappen erneut befeuchtete. Schließlich ist es auch Ihr Verdienst, dass diese Banditen diese Stadt nicht mehr bedrohen können, Herr.”


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