Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kyourandotou - Zeit des Aufruhrs

von Vangueis
Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich, Historisch / P18 / Gen
OC (Own Character)
25.09.2021
28.05.2022
20
26.018
4
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.12.2021 1.360
 
Der Mond strahlte über der Lichtung mit dem Schrein, wie als wäre er ein stiller Beobachter der Ereignisse, die sich in jener Nacht ereilen würden.
Tsuna war immer noch von der Übelkeit, die die Anwesenheit des Gehörnten verursachte, betroffen, doch sein Geist klärte sich. Raikou war bei ihm und sie war gefasst wie immer.

“Schwerttesten?”

Raikou klang, als hätte man sie beleidigt.

“Hältst du uns für irgendwelche Verbrecher, die man einfach niederstrecken dürfte?”

Der Gehörnte lachte kurz auf und nahm dann wieder einen Schluck aus der Kürbisflasche.

“Ich halt euch für mickrige Menschen, die ihren Platz nicht kennen * hick * Nun, zumindest sollte ich euch loben, dass ihr nicht an Dreck wie Fischi verreckt seit… die Menschheit ist wohl noch nicht vollkommen verloren. Nja, wie dem auch sei, Ratten wie ih–”

Raikou’s namenlose Klinge prallte mit Getöse von dem Schwert ab, dass sich aus der Wirbelsäule des riesigen Fluchgeistes geformt hatte. Der Gehörnte hatte es so schnell hochgerissen und den Hieb von Raikou abgewehrt, dass man es mit dem bloßem Auge nicht hatte sehen können.

“Oi, oi… wir haben uns doch so schön unterhalten, was soll das werden?”

“Als ob man mit einem Fluchgeist reden könnte.” sagte Raikou trocken.

“Hooh… du hast das also erkannt? Und dennoch rennst du nicht in voller Angst. Nicht, dass das was ändern würde…”

Der Gehörnte zog das Knochenschwert zurück und hieb nun auf Raikou ein, doch bevor er sie erreichen konnte, wandte er sich um und parierte einen Hieb von Tsuna. Der Junge hatte Angst, fürchterliche sogar, doch er wusste, dass er den Gehörnten nicht einfach so laufen lassen konnte. Die Klinge von Raikou schnitt dem Gehörnten durch die Kleidung und die Haut, doch sie kam zum stoppen, da er die Klinge mit seiner freien Hand festhielt. Die Kürbisflasche, die sich in der Hand, fiel zu Boden und zerschellte.

“Natürlich habe ich das erkannt. Mein Gefährte genauso. Wir sind von Angst erfüllt und unsere Leiber schreien vor Todesangst. Doch gerade deswegen; gerade weil wir deine Fluchkraft spüren, laufen wir nicht weg, denn du bist eine Gefahr für die Menschen dieses Landes.”

Der Gehörnte grunzte und sprang plötzlich zurück. Er öffnete die Hand, mit der er Raikou’s Klinge aufgehalten hatte. Die rote Haut der Handinnenfläche wirkte verbrannt, doch die verletzte Stelle schloss sich wieder.

“...hoooooo, wie schön… seit einem halben Jahrhundert seid ihr die ersten, die sich mir stellen…ihr gebt bestimmt schöne Fluchobjekte ab!”

Der Gehörnte ging wieder in den Angriff über, doch diesmal wirkten seine Bewegungen graziler und bedachter. Raikou konnte mit dem seltsamen Fluchgeist mithalten, doch Tsuna hatte seine Probleme. Er wollte Raikou helfen, um jeden Preis, wusste aber nicht wie. Der Fluchgeist tauchte vor ihm auf und holte mit der Knochenklinge aus. Tsuna riss sein Schwert hoch, doch zum parieren war es längst zu spät.



Etwas traf ihn in die Seite und die Knochenklinge schnitt ins Leere. Raikou hatte ihm einen kräftigen Tritt gegeben, wodurch er dem Angriff noch einmal entgangen war. Der Junge rollte sich ab und trat kräftig vom Boden ab, dass er auf den Gehörnten zurückschnellte, verstärkt durch das Wasser, was ihn wie ein Geysir fliegen ließ, während dieser wieder Raikou angriff. Diesmal war es die nun rot glühende Klinge von Tsuna, die den Körper des Gehörnten traf. Ein Stück Schulter und die Spitze des rechten Horns der Gestalt fielen zu Boden, wodurch der Gehörnte kur perplex dastand.



Es war ewig her, dass ihn jemand ernsthaft verletzt hatte. Natürlich, des Sück Horn und das bisschen Schulter würde er einfach mit einem Umkehrfluch wiederherstellen können, doch einfach die Tatsache dass jemand, der eindeutig weit unter ihm stand, ihn verletzt hatte, verwirrte ihn. Es erinnerte ihn vor allem an seinen Alten… Sein Blick fiel auf die Klinge des Menschenjungen. Seine Pupillen schrumpften und Krampfadern wurden auf seiner Stirn sichtbar. Das Schwert des Jungen und auch dass des Samurai hatten das Siegel von Yasutsuna auf sich geprägt, wie ihm ein kurzer Blick bestätigte.


“Raikou!” rief Tsuna aus vollem Halse.

Er wusste nicht, warum der Gehörnte jetzt inne hielt, aber die Chance mussten sie nutzen. Raikou nickte nur kurz, doch trieb dann ihre Klinge in den Leib des Gehörnten. Sie schnitt seitlich und druchtrennte die den Brustkorb des Gehörnten rechtsseitig. Doch kaum hatte die Klinge  den Körper verlassen, schloss sich die Wunde. Raikou stockte.

“Tsuna, weg von ihm!” reif sie ihren Schüler zu, doch es war zu spät. Die Pranke des Gehörnten ergriff das Gesicht von Tsuna und mit einem ausholenden Schwung schleuderte der Gehörnte Tsuna von sich. Der Junge prallte vom Boden ab und dann mit dem Rücken gegen einen der Bäume. Tsuna spürte, wie mehrere seiner Rippen brachen. Seine Atmung wurde schwerer und er konnte seine Todesangst einfach nicht mehr unterdrücken, die jetzt stärker als zuvor war, nachdem er und Raikou endlich schienen fortschritte gemacht zu haben im Kampf gegen diesen Kerl. Der Gehörnte stand nun auch urplötzlich neben Raikou und schlug ihr in die Magengrube, sodass ihre Rüstung zerschellte. Sie hustete Blut und ging in die Knie.

“Eine Frau und ein Bengel werden mich kaum zum Narren halten…” raunte der Gehörnte. “Ich dachte, ihr könntet wirklich gut kämpfen, aber ohne diese hässlichen Fluchwerkzeuge von Yasutsuna hättet ihr mir nichts angetan, zum Kotzen. du hast ja nichtmal Fluchkraft in dir, Weib.”

Er hob die Knochenklinge doch Raikou’s schwache Stimme ließ ihn innehalten.

“Mag sein, dass ich keinerlei Fluchkraft besitze….” keuchte sie “...aber das trifft nicht auf Tsuna zu.”

Mit einem flammenden Strahlen wurde der Arm des Gehörnten, der die Knochenklinge hielt, sauber abgetrennt. Tsuna hockte auf dem Boden, das brennende Schwert fest in beiden Händen. Das Wasser, was seine angeborene Fähigkeit um ihn gesammelt hatte, war in ihn gefahren und hatte seine gebrochenen Knochen an die richtige Stelle gedrückt. Seine Wunden waren immer noch offen und seine Todesangst nicht verschwunden, doch er hatte sich diese zur Waffe gemacht und mit seinen letzten Kräften einen erneuten Angriff gewagt. Der Arm des Gehörnten prallte dumpf auf dem Boden auf, als Tsuna sich blitzschnell aufrichtete - das Aufschreien seines geschundenen Körpers ignorierend - und hieb mit den flammenden Schwert von Yasutsuna in Richtung des Halses des Gehörnten, doch streifte nur noch dessen Brust. Der gehörnte Fluchgeist landete ein paar Meter entfernt und zu Tsuna entsetzen wuchs der abgetrennte Arm wie durch Zauberei nach.

“Dann muss ich euch eben bis auf die Knochen schmelzen, mit ihr endlich Ruhe gebt…” murmelte der Fluchgeist und hielt plötzlich eine neue Kürbisflasche in der Hand, deren klaren aber dennoch regenbogenfarben schimmernden er vor seine Füße schüttete.

“Sphärenentfaltung: Kyoumankidoku.”

Tsuna und Raikou fanden sich im nächsten Augenblick unter einem wolkenlosen Himmel wieder. Ihre Füße versanken in einem endlosen See aus der klaren Flüssigkeit aus der Kürbisflasche, in dem kahle Knochen verschiedenster Kreaturen nach oben trieben und aus dem Dunstwolken in den Farben des Regenbogens aufstiegen. Tsuna schritt auf den Gehörnten zu, doch brach nur nach einem halben Schritt zusammen. Der Dunst brannte in seinen Augen und seine Lunge fühlte sich so an, als ob sie von tausend Klingen durchstoßen werden würde.

“Lass gut sein… Tsuna…” hauchte Raikou schwach. “Eine Sphärenentfaltung ist die… ultimative Technik.. eines Fluchnutzers… Keiner von uns beiden kann etwas dagegen ausrichten…”

“Aber..!” keuchte Tsuna “Wir können doch nicht einfach so.. aufgeben..”

Raikou lächelte.

“Genug ist genug… außerdem…” sie blickte mit glasigen Augen in Richtung des wolkenlosen Himmels, in dem sich schwarze Risse bildete. “Wir haben.. ausreichend Zeit geschunden…”


Der Gehörnte schritt langsam auf seine beiden Gegner zu, um sich ihnen zu entledigen, als es plötzlich klirrte und strömender Regen gegen sein Gesicht klatschte. Regen? In seiner Sphäre? Er blickte nach oben, um mit entsetzen festzustellen, dass seine Sphäre bereits zerfiel und Aussicht auf einen bizarren Anblick gab. Ein Pilger mit schneeweißem Haar und violetten Augen stand auf dem Kopf einer Kreatur, die man nur als Drache bezeichnen konnte und starrte mit sternenförmigen, weißen Pupillen auf ihn hinunter, während sich die Sphäre immer weiter auflöste.

“Wow! Sowas habe ich echt nicht erwartet, auch wenn Amanojaku mit ihm Spiel war~ Tut mir echt leid, deine schöne Sphäre kaputt gemacht zu haben, warst du sicherlich stolz drauf, aber du musst verstehen, dass ich ekelhaftes Gewürm was meine Freunde verletzt nicht einfach ungeschoren davonkommen lassen kann, ja?~”


_____
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast