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Sammlung für die Wochen-Challenge

von Laila
Kurzbeschreibung
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
24.09.2021
17.04.2022
17
21.896
2
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.09.2021 1.090
 
Hallo zusammen,

hier kommt mein Beitrag zum aktuellen Prompt. Dieser folgt am Ende.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

LG die Laila


Venom und Steve – Allergie ach wirklich?


Grinsend stand Steve im Garten und atmete die frische Luft ein.
Endlich war es kühler geworden. Ja, er mochte den Sommer, aber die Hitze war nicht so sein Ding. Er mochte es kühler, dann konnte er auch besser mit Venom schmusen.
Steve grinste dümmlich vor sich hin und drehte den Kopf in die Sonne. Nur einzelne Strahlen trafen die Erde.
Bald könnte er auch einen Glühwein trinken.
Oder sie grillten wieder draußen. Es gab einfach ein paar schöne Dinge und sie gefielen ihm.
Das Leben hatten einiges an Luxus gewonnen in den letzten Jahren. Die Zeit mit seinem Vampir  war aber auch immer wieder wunderschön.

„Hey Schatz, ich bin wieder da“, rief Venom.
Er kam in den Garten geschlendert und sah sich um. Sein Freund saß mit einem Schal und Jacke auf einem der Gartenstühle und genoss die Sonne. Ein leichter Wind wehte und ließ die Blätter tanzen.
Venom rümpfte die Nase. Er hasste dieses Wetter. Vor allem die Blätter. Sie machte ihm zu viel Arbeit und dank seiner guten Nase konnte er den leicht fauligen Geruch wahrnehmen.
Das war einfach widerlich. Es gab schon so viele andere Gerüche, die er nicht mochte und die ihn anekelten.
„Hallo Schatz, komm zu mir. Das Wetter ist so schön.“
Dem konnte Venom nicht zustimmen. Er liebte den Winter. Vor allem den Schnee. Dann waren die meisten Gerüche gedämpft und er fühlte sich wohler. Als Vampir fror er eh nicht so schnell.
„Wenn du das sagst. Las uns lieber rein gehen.“
Aber Steve schüttelte nur den Kopf.
„Nein, ich finde es schön hier. Können wir nicht einen Spaziergang machen? Nur wir beide durch den Wald? Dann kann mein großer, böser Vampir mich auch beschützen,“ bat der junge Mann.
Er sah ihn offen an und streckte eine Hand nach Venom aus.
Der Vampir fluchte innerlich, schenkte Steve aber ein kleines Lächeln.
Ihre Finger berührten sich und verflochten sich miteinander.
„Aber nur wenn ich dich dann in die Badewanne zerre. Ich will dich haben. Dich spüren und nicht durch den Wald rennen“, gab er zurück.
Steve hob eine Braue und stand dann auf. Er war viel kleiner als sein Vampir, aber das war ihm egal.
„Dann darfst du dann danach. Ich war früher immer draußen und wollte in die Natur sein egal wie. Als Kind war ich mit Freunden Drachen steigen. Das war schön. Ich liebe den Herbst“, erklärte er.
Bittend sah er Venom an und dieser brummte, nickte dann aber.
Er konnte Steve eh nichts abschlagen.
„Nun gut, du gibst ja sowieso keine Ruhe. Dann gehen wir spazieren. Ich mag den Herbst aber nicht. Der Duft der Blätter kitzelt mir in der Nase und ich bin allergisch dagegen“, sagte er.
Dennoch zog er Steve an sich. Sanft küsste  er ihn auf die Nase und auf den Mund.
„Ich lass dich aber nicht alleine daraus. Du warst Drachen steigen? Wenn du magst, können wir das wieder machen. Ich kenne das in der Zukunft etwas anders“, fügte er hinzu.
Grinsend blickte Steve ihn an.
„Ja bitte. Ich habe das früher echt geliebt. Wie lässt man denn Drachen in der Zukunft steigen? Erzähl er mir auf dem Weg.“
Hand in Hand verließen sie das Haus und bogen auf den Waldweg ein.
Venom sprach währenddessen von Drachen. Sicher, es gab echte Drachen, aber die flogen alleine. Wenn man einen Drachen steigen lassen wollte, gab es einen kleinen Roboter, eine Art Drohne die an einer Schnur hing. Diese segelten mit dem Wind und nahm dabei alles auf.
Es gab aber noch andere Möglichkeiten.
So plauderten sie über fliegende und selbstgebaute Drachen.
Es tat gut Zeit zusammen zu verbringen und Steve genoss es sehr.
Immer wieder schickte die Sonne ein paar Strahlen herab und wärmte sein Gesicht. Wenn sie zu Hause waren, wollte er auf jeden Fall in die Wanne. Aber auch nur mit Vevom zusammen.
Steve hatte sichtlich seinen Spaß. Er lief durch das Laub und genoss das Rascheln der Blätter.
Venom hielt sich hier etwas zurück. Hauptsache Steve hatte Spaß.
Mit verschränkten Armen stand er unter einen Baum und sah Steve zu, wie dieser durch die Masse an bunten Blättern wanderte. Immer mal wieder bückte er sich um eines aufzuheben.
Zuerst fand Venom das noch witzig, aber so langsame bekam er kaum noch Luft, auch wenn er das Atmen als Vampir nicht nötig hatte. Aber seine Haut unter dem Mantel juckte und kribbelte. So etwas kannte er gar nicht.
Unwirsch fuhr er sich über die Arme und zog sich dann den Mantel aus. Dieser fiel achtlos zu Boden und Venom kratzte sich über die blasse Haut.
Da er nur ein T Shirt trug konnte er die roten Flecke gut erkennen. Sie wuchsen wie Pusteln und übersäten fast seine kompletten Arme bis zum Ellenbogen.
Fluchend sah der Vampir sich und rief dann nach Steve.
„Oh, was ist denn das denn? Bist du auf etwas allergisch? Am besten gehen wir nach Hause“, meinte Steve.
Sanft strich er über die Arme seines Freundes und dieser fluchte.
„Das liegt an dem Laub. Scheinbar kommt mein Körper damit nicht klar. Schon der Geruch bekommt mir nicht. Ich habe doch nur ein paar Blätter berührt.“
Das stimmte auch. Nur zum Spaß hatte er zwei rote Blätter von Steve entgegen genommen.
Sein Freund verzog die Lippen, schnappte sich Venoms Mantel und brachte ihn nach Hause.
Dort kühlte er die Pusteln und bestrich sie dann mit Salbe.
„Ich hoffe, es hilft dir. Ich weiß nicht, wie Vampire darauf reagieren. Warum kannst du krank werden? Wird das jetzt immer so sein? Dann können wir nicht mehr raus“, sagte der junge Mann.
Traurig blickte er seinen Schatz an und seufzte dann.
Venom zuckte die Schultern und lehnte sich an Steve.
„Keine Ahnung. Ich hätte nie damit gerechnet. Es tut weh, aber ich denke es wird besser. Mach dir keine Gedanken. Lass uns baden gehen und bring mich auf andere Gedanken.“
Die letzte Worte waren dunkel Steve erkannte die Lust in den schwarzen Augen.
Dennoch war es unlogisch, dass ein Vampir auf Blätter allergisch war. Das konnte noch heiter werden. Aber man konnte den Herbst auch drinnen verbringen. Steve sollte es recht sein. Vor allem wenn sie zusammen waren.

ENDE


Kalenderwoche 39: von MiraMiracle
Die Aussage, dass man auf etwas allergisch ist, ist manchmal nur im übertragenen Sinn gemeint (z.B. Drängler, Lügen, Komplimente,...). Nehmt es aber mal wortwörtlich und gebt eurem Charakter tatsächlich so eine ungewöhnliche Allergie.
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