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Ein Fall für die Liebe

GeschichteRomance / P12 / Gen
Bibi Blocksberg Dr. Eichhorn Graf Falko von Falkenstein Susanne Martin
24.09.2021
29.10.2021
12
17.244
4
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18.10.2021 1.360
 
Als Bibi am Abend des nächsten Tages mit ihrem Besen Richtung Schloss fliegt entdeckt sie Roberts weißen Jeep auf dem Waldweg ein Stück von der Zufahrt des Schlosses entfernt. Der Tierarzt lehnt entspannt an der Beifahrerseite seines Wagens und blickt Bibi lächelnd entgegen. Sofort erinnert Bibi sich an den gestrigen Abend, an dem er ganz ähnlich da stand und auf sie gewartet hat. Ganz automatisch muss sie auch an den restlichen Verlauf des Abends denken und bekommt sofort Herzklopfen und ein Kribbeln im Bauch.

"Was machst du denn hier?" fragt Bibi ihn strahlend, nachdem sie elegant vor ihm gelandet ist. "Ich dachte, wenn wir Dagobert sowieso reinen Wein zu unserer Einmischung einschenken wollen, dann kann ich auch gleich ganz dabei sein." sagt er. Ich habe allerdings das Gefühl, dass das nicht der einzige Grund für seine Anwesenheit ist, denn so verliebt wie er Bibi angeschaut, denke ich, dass er viel mehr einen Vorwand gesucht hat um die junge Hexe möglichst schnell wieder zu sehen. "Soll ich dich das letzte Stück mitnehmen?" bietet Robert ihr an und Bibi stimmt dem Vorschlag zu, obwohl es nicht nötig gewesen wäre die paar Meter mit den Auto zu fahren, vor allem, weil sie doch mit dem Besen da ist. Als Bibi sich auf den Beifahrersitz setzen will, fällt ihr Blick auf eine Spiegelreflexkamera, die dort liegt. "Gehört seit neuestem eine Kamera zu unserer Detektiv Grundausstattung?" fragt sie den gerade eingestiegenen Robert und hebt fragend den Apparat hoch. Robert lacht. "Nein, meine letzten beiden Patienten sind ausgefallen und da das Licht heute so gut ist, habe ich beschlossen spontan auf Fototour zu gehen." erzählt er. "Du fotografierst?" fragt Bibi überrascht woraufhin Robert bestätigend nickt. "Darf ich?" will Bibi wissen und deutet auf das Display der Kamera. "Klar." sagt Robert, beugt sich zu ihr herüber um die Kamera einzuschalten und so einzustellen, dass sie sich durch die geschossenen Bilder klicken kann. Bibi betrachtet gespannt Aufnahmen von Wiesen, Feldern und Wäldern. "Jetzt sag aber nicht, diese phantastischen Fotografien in deiner Wohnung sind von dir." gibt Bibi beim Betrachten der Bilder von sich. Sie kann sich noch gut an die hübschen und durchaus auch kreativen Bilder, die in seiner Wohnung die Wände verzieren, erinnern. "Phantastisch würde ich sie jetzt nicht nennen, aber doch, die sind von mir." gibt Robert bescheiden zu, während er den Motor startet, den ersten Gang einlegt und auf das Tor des Schlosses zu fährt. "Also auch noch kreativ. Du wirst mir immer sympathischer." meint Bibi lächelnd. Robert blickt kurz, ebenfalls mit einem Lächeln im Gesicht, zu ihr herüber. Bibi widmet sich wieder Fotos auf dem Kameradisplay. Gerade als Robert den Jeep vor dem Portal stoppt, betrachtet Bibi eine hübsche Aufnahme vom See, die Robert heute gemacht hat. Er hat hat Foto ziemlich genau von der Position aus geschossen, an der er gestern mit Bibi gepicknickt hat. Während der Tierarzt bereits aussteigt und seinen Wagen umrundet schaut die junge Hexe immernoch lächelnd auf das Seefoto. Robert öffnet ihr die Tür und wirft dabei einen Blick auf das Display. Bibi blickt zu ihm hinauf und als sie sein verlegenes Lächeln wahrnimmt, beginnt es in ihrem Bauch zu Kribbeln. Robert fängt sich jedoch schnell wieder und hält Bibi galant die Hand hin um ihr beim Aussteigen zu helfen. Zuerst haben Bibi die höflichen Gesten wie das Türaufhalten und das Stuhl zurechtschieben irritiert, so etwas tun die Männer in ihren Alter schließlich eher selten, abgesehen vielleicht von Alexander. Aber mittlerweile weiß sie es sehr zu schätzen, man fühlt sich dann, als ob man von Robert wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Sie hatte erwartet, dass Robert ihre Hand loslassen würde, wenn sie wieder steht, was aber nicht der Fall ist. Er hält ihre Hand fest in der seinen und streicht mit den Daumen über ihren Handrücken, während sie die Stufen zum Schloss empor steigen. Vor dem Schlossportal schauen sie sich kurz lächelnd in die Augen. Doch dann lässt Robert sie los und betätigt den metallenen Türklopfer.

Kurz darauf öffnet Dagobert die Tür. "Guten Tag." begrüßt der Butler die beiden Gäste höflich wie immer. "Hallo Dagobert." erwidert Bibi die Begrüßung. "Wir hoffen, wir kommen nicht ungelegen." fügt Robert an. "Das kommt ganz darauf an, mit wem sie zu sprechen wünschen. Der junge Herr hat sich in sein Zimmer zurückgezogen, der Herr Graf jedoch ist leider gerade nicht anwesend. Er ist zu seinem abendlichen Ausritt mit Cleopatra aufgebrochen." informiert der Butler sie. "Wenn wir ganz ehrlich sind, wollen wir weder mit dem einen, noch mit dem anderen sprechen. Wir sind gekommen um uns mit ihnen zu unterhalten." gibt Bibi zur Antwort. "Mit mir?" fragt Dagobert verwundert, woraufhin Bibi und Robert nicken. "Dann kommen sie doch bitte mit herein." sagt er und weist einladend mit der Hand in die Eingangshalle.

Bibi und Robert folgen den Butler einen Gang hinunter, bis sie schließlich in der Küche des Schlosses landen, wo Dagobert sich sofort daran macht in einem großen Topf etwas umzurühren. "Verzeihen sie, dass wir das Gespräch hier führen müssen, aber unsere Köchin hat Urlaub und in ihrer Abwesenheit bin ich für das Essen zuständig." erklärt er sein tun. "Aber nehmen sie doch Platz, ich bin sofort bei ihnen." fügt er noch hinzu, wobei er auf die Stühle am Küchentisch deutet und sich dann daran macht etwas Salz und Pfeffer in den Topf, in dem sich scheinbar Kürbissuppe befindet, hinzu zu geben.

Wenig später sitzt Dagobert Bibi und Robert gegenüber. Die beiden Gäste erzählen gerade vom Grund ihres Besuches. "Und nun hoffen wir, dass sie mehr wissen, damit wir den Streit zwischen den beiden irgendwie aus der Welt schaffen können." beendet Bibi ihre Erzählung. Eine Weile schweigt Dagobert. Er ist so lange still, dass Bibi schon glaubt, dass er gar nichts dazu zu sagen hat. Doch dann blickt der Butler auf und fängt an zu sprechen. "Ich weiß leider auch nicht mehr, als die anderen, aber ich bin ebenso wie sie der Meinung, dass etwas getan werden muss, denn es herrscht weiß Gott eine schlechte Stimmung im Schloss. Nicht umsonst koche ich des Grafen Leibspeise und dass obwohl die Kürbisse im Schlossgarten noch gar nicht erntefähig sind. Ich habe gehofft, damit die Stimmung etwas zu bessern. Aber jetzt, wo ich sie hier habe und weiß, woran es liegen könnte, da habe ich noch eine andere Idee." sagt Dagobert. "Was für eine Idee ist das?" will Bibi neugierig wissen. "Tabulara Rasa! Wir machen reinen Tisch, setzen uns alle zusammen und bringen die beiden dazu miteinander zu reden und von vorne anzufangen." sagt Dagobert. "Die Idee ist wirklich gut. Ich glaube anders kommen wir nicht weiter, als mit einem Gespräch mit beiden Beteiligten." stimmt Robert dem Vorschlag zu und auch Bibi scheint einverstanden zu sein. "Wann kann das ganze starten?" fragt sie den Butler. "Vielleicht gleich heute Abend, wenn alle Beteiligten Zeit haben. Der Herr Graf wollte heute einen besonders langen Ausritt machen und plante ein späteres Abendessen. Ich sollte die Mahlzeit zu 20 Uhr fertig haben. Wenn sie es schaffen, dann bitten sie die Martins her. Ich habe genug Suppe für alle da." meint der Butler und deutet auf den großen Topf.

Also informiert Bibi Alex, damit er eingeweiht ist. Anschließend ruft Alex auf dem Martinshof an und erklärt Susanne, dass er sie, Tina und Holger zum Essen einlädt. Das Graf Falko auch anwesend sein wird, sagt er lieber nicht. Und da Susanne eine Einladung vom Freund ihrer Tochter schlecht ablehnen kann, willigt sie ein zu kommen.

"Und was machen wir jetzt?" fragt Bibi an Robert gerichtet, während sich Dagobert wieder seiner Suppe zuwendet. Robert wirft einen Blick auf die Uhr. Es sind noch knapp zwei Stunden, bis der Graf wieder hier sein will. "Was hälst du von einem Spaziergang?" schlägt Robert vor. "Oder brauchen sie uns hier noch?" fragt er dann Dagobert. Dieser verneint und Bibi stimmt Roberts Vorschlag nur zu gerne zu.
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