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Ein Fall für die Liebe

GeschichteRomance / P12 / Gen
Bibi Blocksberg Dr. Eichhorn Graf Falko von Falkenstein Susanne Martin
24.09.2021
29.10.2021
12
17.244
4
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20 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
24.09.2021 1.187
 
Hallo, zwar ist die Geschichte bei weitem noch nicht fertig und es kann durchaus einige Zeit dauern, bis es weiter geht, aber ich wollte euch dennoch schön Mal das erste Kapitel zukommen lassen. Viel Spaß bei einem Wiedersehen mit Robert und Bibi!
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Robert ist gerade dabei die Blumen in seinen Garten zu wässern, als er durch die geöffneten Fenster die Haustürklingel hört. Ein kurzer Blick an sich herunter zeigt ihm, dass er nicht nur ziemlich nassgespritzt ist, sondern auch noch mit Erde verschmiert, da er vor dem Gießen noch Unkraut gejätet hat. Deshalb beschließt er nicht durch die Hintertür und den Flur der Praxis, sondern um das Haus herum zu gehen um nachzusehen, wer da an diesem herrlichen Samstag Nachmittag bei ihm klingelt. Als er um die Hausecke herum tritt und erkennt, wer da vor seiner Tür steht, macht sein Herz einen freudigen Hüpfer und er bleibt überrascht stehen, denn dort steht niemand anderes als Bibi Blocksberg. Die junge Hexe hat ihn offensichtlich noch nicht bemerkt, da ihre Aufmerksamkeit der Tür vor der sie steht gilt und so nutzt er den Augenblick um sie kurz unbemerkt zu mustern. Sie trägt eine graue Jeans, die perfekt sitzt und dazu ein einfaches blassblaues T-Shirt. Obwohl ihre Kleidung nichts besonderes ist, muss Robert sich eingestehen, dass sie einfach hinreißend aussieht. In der Hand hält sie ihren Besen, mit dem sie offensichtlich hergekommen ist. "Hallo Bibi!" sagt Robert jetzt um sie auf sich aufmerksam zu machen. Erschrocken wirbelt Bibi zu ihm herum, doch dann entspannt sie sich schnell wieder, lehnt den Besen an die Wand und geht lächelnd auf ihn zu. "Hallo." erwidert sie dabei seinen Gruß. Als sie ihn erreicht hat streckt sie die Arme aus um ihn zur Begrüßung zu umarmen. "Nicht! Ich bin nass und verschmutzt." wehrt er ab. "Weißt du, dass ist mir im Moment ganz egal." erwidert sie und schließt ihre Arme trotz seiner Warnung um ihn. "Wir haben uns einfach schon viel zu lange nicht mehr gesehen." sagt sie dabei. Das stimmt. Seit sie im Frühjahr gemeinsam Tina, die sich ziemlich daneben benommen hat, wieder zum Martinshof zurückgebracht und auch dafür gesorgt haben, dass sie wieder mit Alex zusammen kommt, sind schon fast drei Monate vergangen. Bibi und Robert haben aber regen Kontakt gehalten. Mal per Mail oder WhatsApp, Mal per live Chat, Mal über das Telefon, aber persönlich gesehen haben sie sich nicht mehr und das obwohl Bibi sogar einmal Mal zwischendurch in Falkenstein gewesen ist. Aber genau zu der Zeit, war er mit Christian auf einem Wochenendausflug der schon lange geplant war, so dass sie sich nicht begegnet sind. "Komm, wollen wir uns in den Garten setzen?" fragt er nach dem sie sich voneinander gelöst haben. Bibi nickt zustimmend. Seinen Garten kennt sie noch nicht. Klar hat sie Mal einen Blick aus seinem Wohnzimmerfenster hinaus geworfen, aber, in Frühling war da noch nicht so viel spannendes zu sehen gewesen. Jetzt aber blühen überall duftende Blumen, die von Bienen und Hummeln umschwärmt werden. Robert führt sie, vorbei an Johannes- und Stachelbeersträuchern, zu einer gepflasterten Sitzecke und bedeutet ihr dort Platz zu nehmen, bevor er zum Haus geht, dort grob den Dreck abklopft, die Schuhe abstreift und sich nun doch durch die Hintertür des Hausen nach drinnen begibt um zwei Gläser und eine Karaffe mit Wasser zu holen. Dann setzt er sich Bibi gegenüber an den Tisch, schenkt ihr ein und schaut sie lächelnd ein.

"Was führt dich zu mir?" will er anschließend wissen. "Ich dachte wir seien Freunde, kann ich dich dann nicht einfach so besuchen kommen?" antwortet Bibi mit einer Gegenfrage. "Doch natürlich, auch wenn du das noch nie gemacht hast. Du weißt, meine Tür steht dir jederzeit offen, aber ich sehe in deinem Blick, dass es einen triftigen Grund gibt, weshalb du hier bist. Und ich denke, wir können hinterher entspannter plaudern, wenn du zuerst damit raus rückst, was dir auf dem Herzen liegt." erklärt Robert. Bibi schaut ihn überrascht an. Ihr wurde schon öfter gesagt, dass man ihr bei starken Emotionen ansehen kann, was in ihr vorgeht, besonders, wenn es sie dazu bringt hexen zu wollen, dann verrät das Funkeln in ihren Augen sie, aber das Robert sogar diese Feinheiten erkennt, das verwundert sie, denn der Grund ihrer Abwesenheit beschäftigt sie zwar, ist aber keinesfalls dramatisch. Dennoch beschließt sie seinem Rat zu folgen. "Du sagtest bei unserem letzten Zusammentreffen beim Fest auf dem Martinshof, dass wir ein gutes Team seien. Ich glaube, wir sind Mal wieder gefragt und unsere Vermittlungsfähigkeiten werden gebraucht." beginnt sie. Robert schaut sie neugierig an. Bei den Erinnerungen an ihren letzten "Einsatz" als Vermittler, bzw. Verkuppler muss er Schmunzeln. Wie Detektive haben sie Leute verfolgt und Undercover-Treffen arrangiert und waren damit ziemlich erfolgreich. Außerdem hatten sie beide Spaß bei der Sache und waren froh über Ablenkung von ihrem üblichen Alltag. Deshalb ist er sofort bereit seine Hilfe einzuwilligen, auch ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Doch Bibi lässt ihn gar nicht zu Wort kommen und fährt gleich fort. "Es gibt ganz offensichtlich Stress zwischen Susanne und Graf Falko. Ich weiß nichts genaues, aber es muss ziemlich heftig gewesen sein, denn sobald der Graf auch nur erwähnt wird, macht Susanne total dicht." berichtet sie. Robert nickt verstehend. "Das erklärt wohl auch die schlechte Laune des Grafen. Ich meine, er ist ja sonst auch nicht unbedingt eine Person, die vor Fröhlichkeit überschäumt, dazu ist er viel zu sehr zur Zurückhaltung erzogen worden, aber als ich gestern zu einer Untersuchung bei ihm im Stall war, da war seine Laune in der Tat unterirdisch. Und auch Christian hat sich letzten Sonntag bei mir über die Übellaunigkeit von ihm beschwert. Er hat da scheinbar ganz schön was abbekommen, obwohl er gar nichts dafür konnte. Es ging einfach nur um die Holzernte, die dieses Jahr wohl relativ schlecht ausfallen wird, was ja nun wirklich nicht die Schuld des Försters ist, aber er hat die Schimpftriade des Grafen trotzdem voll abbekommen." erzählt Robert. Bibi tippt sich nachdenklich an die Nase. Sie scheint schon wieder voll drin zu sein in ihrem neuen "Fall". "Das heißt, das geht schon länger so als ich dachte. Bei Susanne ist es mir zum ersten Mal am Mittwoch aufgefallen, dass sie so komisch reagiert, wenn es um Falko von Falkenstein geht." sagt sie grübelnd. "Aber glaubst du wirklich, dass wir uns da einmischen sollten? Ist so ein Streit nicht eher etwas, dass die beiden unter sich ausmachen sollten?" will Robert wissen. "Eigentlich ja, aber du weißt wie stur die beiden sein können. Wenn sie tatsächlich schon seit über einer Woche zerstritten sind, dann scheinen beide höchst beleidigt zu sein. Ich glaube, sie brauchen jetzt einen Schubs in die richtige Richtung, sonst wird das nichts, mit einer Versöhnung. "Vielleicht hast du Recht. Aber dafür müsste man erstmal irgendwie heraus bekommen, was genau vorgefallen ist." überlegt Robert laut, woraufhin Bibi zustimmend nickt. "Irgendwelche Vorschläge wie wir das anstellen können?" fragt Bibi grinsend.
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