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Sorgen

Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P12 / Div
23.09.2021
02.11.2021
7
4.052
1
Alle Kapitel
1 Review
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25.09.2021 390
 
Fractured Light Music - Brogen Dreams: https://www.youtube.com/watch?v=a8xJz64bWG8

Sie beugte sich gerade über ein Buch zum Thema „Verzaubern von Essen“. Angestrengt versuchte sie die Zeichen der Schrift zu entziffern, die seit einiger Zeit so unverständlich wurden. Seitdem Arysu, ihre Lehrmeisterin einen Unfall hatte und dadurch nicht mehr ihre Lehrmeisterin sein konnte, fehlten pandarische Schriften und eine verständliche, empathische Erklärerin. Es gab keine weiteren Pandaren in den Reihen der Kirin Tor und selbst mit Lehrmeister Tasker waren die Übungseinheiten schwierig in die Praxis umzusetzen. Mit Binkar verstand sie sich gut, immerhin kannte sie das Gefühl alleine zu sein, aber sie war ja nicht die einzige Trollin. Ihr Magieverständnis wuchs und wuchs, während ihr eigenes schwächelte. So sackten die Prüfungen und Berichte ab, die sie in mühevoller Handarbeit schrieb. Tasker schaute sie nach jedem Bericht und Prüfung immer mit so einem mitleidigen Blick an.

Wieder eine Prüfung, in der vieles falsch ist.

Häufig konnte er ein Seufzen nicht unterdrücken, wenn der Pandaren ein Zauber misslang. Er und Binkar ermunterten sie zwar und Binkar bot ihr genauso häufig an, mit ihr zu trainieren. Aber jeden Abend träumte sie von einem Stundenglas und einem Spiegel, der in jenem Moment zerbrach, wenn das letzte Sandkorn durch den Hals des Glases fiel. Jede Nacht besass das Stundenglas weniger und weniger Sand im oberen Bereich.

Sie verlor mit jedem Tag den Anschluss an die anderen Schülern und Binkar ein Stück mehr. Fiel zurück und der Spiegel bekam wieder einen Riss mehr, ehe er zerbersten wird.

Dieses Mal konnten ihre Träume zerbrechen wie jener Spiegel. Ein Träne fiel auf die Pergamentstück, auf jenem die Schülerin Teile eines Berichtes und Notizen hinausgetragen hatte aus dem Wälzer vor ihr und durchweichte die noch frische Tinte darauf. Liess es verschmieren und verlaufen. Wie ein Riss zog diese Schmierage über ihre geschriebenen Worte. Sie müsste wieder anfangen, wenn ihre Träume nicht zerbrechen sollten.

Aber… Sind sie das nicht bereits? Bestand überhaupt noch Hoffnung? Oder mühte sie sich umsonst ab und sollte mit hängenden Schultern zu ihrem Grossvater zurückkehren?

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Hey zusammen.
Diese Sorgen werden einige von euch sicherlich ebenfalls kennen. Was gibt es mühseligeres, als zu sehen, wie das eigene Können den Bach runterläuft. Obwohl man es könnte, man kommt nicht hinterher. Ist für mich heute etwas persönlicheres und Näheres als die anderen Sorgen. Was denkt ihr darüber?
LG Askalon
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