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Begegnungen

GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Het
OC (Own Character) Thomas Wächter
21.09.2021
13.11.2021
27
104.264
2
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12.10.2021 3.858
 
Jetzt wird es ein bisschen romantisch ^^
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Thomas stoppte noch bei dem befreundeten Bauern und lud dort die ganzen Lichter ab, die er gekauft hatte. Morgen würde er hinfahren und alles erstmal installieren. Es war besser, wenn der Kofferraum des Jeeps leer war wenn er wieder nachhause kam. Alibihalber ging er noch ein paar Sachen einkaufen, damit es so aussah, als hätte er nach dem Arzt noch Besorgungen gemacht. Dann fiel ihm ein das er vielleicht noch mit der Rettungsleitstelle telefonieren musste, dass diese einen Einsatz fingieren würden, fraglich war ob sie das überhaupt machen würden. Da waren so viele Dinge die er beachten musste um das alles zu händeln. Das Wetter musste passen, Regen war ziemlicher Mist.

Er saß am Küchentisch und betrachtete den kleinen wunderschönen Ring den er ausgesucht hatte. Mit Alfredos hatte er schon telefoniert, sie würden ihm das Essen auf Tellern hin liefern. Einige Dinge konnte er auf seiner Liste schon mal abhaken. In ein paar Minuten würde sie nachhause kommen, er räumte alles schon mal vorsichtshalber weg, damit sie es keinesfalls zu früh entdecken würde. Sie kam in die Küche und hatte ziemlich gute Laune. „Na du?“ fragte Thomas. „Hi,“ rief sie und küsste ihn überschwänglich auf den Mund. „Du hast aber gute Laune.“ Sie grinste ihn an. „Das wüsstest du wohl jetzt gerne oder?“ Thomas lächelte und nahm ihr Gesicht in seine Hände. „Ja schon gerne.“ Sie hielt ihm eine Nachricht auf ihrem Handy vor die Nase. „Mein Urlaub wurde bewilligt und zwar alle Tage.“ Er konnte sich erinnern, dass sie weg fahren wollten zum Entspannen und erholen. „Das ist doch super.“ Sie nahm ihn eigentlich um bei Thomas sein zu können und ihn zu unterstützen. Er hoffte allerdings, dass sie auch ein wenig wegfahren würden, bevor ihnen die Decke auf den Kopf fallen würde. Fast wäre seine Stimmung wieder verschwunden, kurz zweifelte er an seiner Idee und wollte sein Vorhaben überwerfen. Aber so eine blöde Krankheit würde sich ihm nicht in den Weg stellen. „Ralf hat mich übrigens eingeladen mir ihm Bergsteigen zu gehen,“ ließ sie kurz mal fallen. „Bergsteigen? Du willst auf einen Berg klettern?“ fragte er verblüfft. „Naja ich fliege so oft darüber und sammele irgendwelche Menschen mit dem Seil ein, dass ich das doch auch mal probieren sollte.“ Sie lächelte und schien sich tatsächlich darüber zu freuen. Ralf war ja immerhin auch eine erstklassige Begleitung, wenn es darum ging in die Berge zu gehen, er konnte sehr gut einschätzen wieviel man Anfängern zumuten konnte. Er war nur sehr überrascht das es demnächst passieren sollte, wahrscheinlich wenn sie frei hatte. Naja wenn sie dann noch überhaupt Lust hatte. Wenn er mit seinem Plan durch war. Ralf wusste es ja schon und musste natürlich auch die Deckung aufrechterhalten. Mit ihm würde er sie immer losschicken. Um die Basis herum war er auf jedem Berg, den es um die Basis herumgab. Gabi konnte ihn früher nie verstehen, sie mussten so oft jemanden von da oben runterfischen und ihm machte das Spaß.

„Und wie war dein Tag? Alles gut?“ fragte sie und suchte nach was zu essen aus dem Kühlschrank. Dort standen viele Tupper Schüsseln mit irgendwelchen Resten, vor allem für die Mitbewohner die Spätschicht hatten gab es immer irgendwas zu essen. Sie hatte einen Rest Nudelsalat und etwas Obstsalat für sich entdeckt. „Na das passt ja perfekt zusammen.“ „Hmm war das Beste, was ich grad entdecken konnte. Ich koch mir jetzt doch kein Menü mehr,“ sagte sie und grinste. „Solange du das nicht zusammen isst.“ „Ich bin doch nicht verrückt. Wobei so eine Melone könnte echt lecker sein mit der Mayonnaise,“ sagte und grinste ihn an. „Manchmal bist du echt eklig,“ raunte er und suchte nach der Zeitung. Sie lehnte sich an seine Seite und hob ihre Füße auf den Stuhl. Ralf kam nach einer Runde joggen mit Kami in die Küche. „Na lecker Obstsalat mit Nudeln? Wirklich?“ fragte er und machte den Kühlschrank auf. „Hey das ist lecker.“ Der Sanitäter entschied sich für eine Packung mit Nudelauflauf und ein Stückchen Fleisch für Kami, dass der Hund dankbar annahm und damit unter den Tisch verschwand. „Du gehst mit Lucia in die Berge? Schön,“ sagte er. „Willst du mit? Oh du lass mal, ich bin oft genug in den Bergen, da muss ich nicht da auch noch hochklettern.“ „Wie du willst. Du weißt ja, die Berge und ihr Charme.“
„Ja, ja. Charme. Erzählst du das auch den Leuten die du da runter sammeln musst?“ fragte er und lachte. „Ja ich weiß schon, ihr Piloten am liebsten immer höher schneller, weiter,“ sagte er und lachte. „Als wenn, dir das nicht selbst gefallen würde,“ neckte Thomas ihn. Seine Augen blitzen auf, es gab wirklich nichts Schöneres als in einen Sonnenuntergang zufliegen, den Ausblick zu genießen. „Da hast du mich erwischt,“ sagte er und klatschte mit Thomas ab. „Ja ich weiß doch. Immer diese Piloten. Ich führ meinen Teil bin eher für Fallschirmspringen.“ Lucia überlegte kurz und stellte sich das vor, aus einem Transportflugzeug aus über 10 000 Fuß zuspringen. Für ein paar Minuten diesen Kick spüren? Sie hatte schon gehört, dass es manchen den absoluten Kick verpasste, aber allein die Vorstellung die sicherere Umgebung des Flug Instrumentes zu verlassen und sich in die Tiefe zustürzen mit einem Fallschirm, der vielleicht nicht aufgehen würde, jagte ihr einen kleinen Schauer üb den Rücken. Sie wusste das Thomas bei den Fallschirmjägern seine Grundausbildung gemacht hatte und auch gerne davon schwärmte, aber auch schon ewig nicht mehr gesprungen war. Er tat es ab als wäre es wie Fahrrad fahren, dass man dies nicht verlernen würde.

Am Nächsten Tag war es soweit, Karin hatte Thomas den Overall mitgebracht und er versteckte diesen in der Garage in dem Ganzen Chaos würde Lucia niemals etwas suchen. Die Garage war das gemeinsame Projekt von Michael und Thomas, naja eher von letzterem. Michael war so gesehen der Buddy, der dort saß und sich mit ihm unterhielt, während er an Dingen herum schraubte. Lucia bezweifelte zwar manchmal, dass sie dort auch etwas reparierten, aber die Autos schienen zu laufen. Ralf leistete ihnen mittlerweile auch ziemlich oft Gesellschaft, meistens tranken sie ziemlich viel Bier bei ihrem Projekt, ob und wann sie etwas schraubten war niemandem bekannt. Die Mädels hielten sich eher fern von dem Ganzen und machten eher ihr Ding oder gingen was essen, während die Männer da draußen waren. Thomas war vollkommen nervös und lief die ganze Zeit auf und ab. Lucia, Karin und Ralf müssten bald zur Schicht fahren, er hatte jetzt bereits zum 10 Mal auf den Wetterbericht gesehen. Karin hatte ihn zum einkaufen geschickt, um nicht zuhause aufzufallen. Sie brauchten zwar nichts, aber er musste einfach raus aus dem Haus. Als Lucia aus dem Badezimmer kam, wunderte sie sich schon. „Wo ist denn Thomas?“ fragte sie. „Ach der ist einkaufen.“ „Äh ja ok. Der Kühlschrank ist doch voll. Er war doch gestern erst mit den Mädchen.“ Karin sah hilfesuchend zu Ralf rüber der seinen Kaffee trank. „Äh ja, er wollte irgendwas für den Jeep kaufen. Da ist ein Steuerelement ausgefallen.“ „Ach ja, er hatte so was gesagt,“ sagte sie und ließ sich auf dem Stuhl nieder. Sie wollten erstmal in Ruhe Kaffee trinken, wenn sie schon Spätschicht hatten. Meistens ging es direkt los, sobald sie die Übergabe gemacht hatten. Was Lucia nicht wusste, war das Michael die Basis für die Spätschicht abgemeldet hatte, wegen eines Technischen Defekts des Helikopters.

„Dann lasst uns mal losfahren,“ sagte Karin und zwinkerte Ralf zu. Wie musste sich wohl gerade Thomas fühlen? Er hatte gestern schon mit der Hilfe von Jens die ganzen Lichter aufgestellt, er hatte einfach zum Bewegungsflug angesetzt und ist ein Paarmal drüber geflogen ob alles gut gesteckt war und ob auch alle Lichter funktionierten. Da war er schon extrem nervös und jedes Mal wenn er raus ging, erzählte er würde noch etwas in seiner Hobbystation benötigen. Eigentlich war er mit seinen Nerven so durch, dass er sogar von Karin ein Beruhigungsmittel verlangte, dass er überhaupt schlafen konnte. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals, so hatte es das letzte Mal geklopft als Vera ihm damals offenbarte das er Vater werden würde. Nicht mal bei seinem ersten Antrag, der so ziemlich schlicht ausfiel war er so aufgeregt, wie jetzt. Damals sagte er einfach zu Vera das es besser wäre mit ihm verheiratet zu sein, einfach total cool. Mit Sonnenbrille auf der Nase, er war zwar auch extrem nervös und musste sich erst Mut antrinken, was nicht ganz so ein toller Schachzug war im Nachhinein, er musste sich so ziemlich übergeben, bevor er überhaupt an dem Treffpunkt ankam. An dieser einen Stelle in Ottobrunn unter ihrem Baum. Davor musste er noch schnell in die Drogerie und noch schnell ein Mundwasser zu holen. In diesem schrecklichen Anzug, den er sich von einem Kameraden geliehen hatte, da er nicht unbedingt in Uniform bei ihr auflaufen wollte. Die stand ihm zwar vor 20 Jahren einfach nur umwerfend, wie er es sah, aber vielleicht war das damals einfach nicht das Richtige. Vera hatte tatsächlich ja gesagt, ihm ging es total schlecht, da er eine ganze Flasche Korn im Zug getrunken hatte, alles drehte sich und sein Magen mit ihm. Sein Kopf hämmerte und sogar den Ring hätte er beinahe im Abteil verloren. Volltrunken lallte er noch einer alten Frau vor das er jetzt seiner Freundin einen Antrag machen würde und sich Mut antrinken musste.

Das wollte er dieses Mal vermeiden, sich volllaufen zu lassen, würde nach seiner letzten Aktion wohl nicht ganz so gut bei Lucia ankommen. Also musste er einfach damit leben, dass er jetzt sein Herz bis zu den Ohren schlagen hörte. Seine Beine weich waren als wären sie aus Pudding. Alles das würde er jetzt in Kauf nehmen für die Frau die ihn quasi rettete. Er hatte ihr auch noch einen Brief geschrieben, den Ralf ihr übergeben würde und dann gleichzeitig auch den Vogel für sie landen würde. Wenn alles gut ging kann er ihr den Ring anstecken und viel wichtiger sie würde ja sagen. Er malte sich so viele Szenarien aus, dass er extrem nervös hin und her rutschte. Hier wollte er wirklich gar nichts dem Zufall überlassen, hatte alles Tage lang in Gedanken durchgeplant, alle Leute die irgendwas wissen mussten eingeweiht. Ralf hatte den Brief schon bei sich und würde ihn ihr im richtigen Moment geben. Thomas selber wartete dann bei dem gedeckten Tisch auf das der Heli landete und hoffentlich zu ihm kommen würde. Michael hatte Lisa und Laura von der Schule abgeholt und war mit ihnen zum Treffpunkt gefahren. Dort saß er total nervös in seinem roten Overall und wippte mit seinem Fuß.

„Wie geht’s dir?“ fragte der Notarzt. „Keine Ahnung, ich glaub mich hauts gleich vom Stuhl,“ brummte er und setzte seine Sonnenbrille auf. Michael lachte. „Du hast mir wenigstens was voraus ich habe mein Vorhaben noch nicht durchziehen können.“ Lisa und Laura zogen mit einer Lichterkette noch ein Herz um den Tisch, dass man sie auch von oben gut sehen konnte. „Papa das wird schon. Wir glauben an dich.“ Er sah nochmal auf seine Uhr bald würde es los gehen und die Leitstelle würde den Notfall durchstellen. „Mach dir keine Gedanken das ist absolut genial was du dir da ausgedacht hast.“ Er klopfte seinem Freund auf die Schulter um ihn aufzumuntern. Er merkte wie er vor Nervosität zitterte, obwohl er seine geliebte Lederjacke anhatte. „Ich bin so gespannt. Hey Alter, wenn das klappt, bist du wirklich im Zugzwang.“ Beide lachten. „Dann kannst du mir ja helfen.“ „Geht klar. Ich hab hier auch zwei wundervolle Wedding Planer in der Familie,“ sagte er und zeigte auf die Mädels die überall noch Rosen verteilten.

„Hey begrüßte,“ Jens seine Kollegin als sie bei ihm im Hangar auftauchte. „Hey na? Viel los?“ „Och naja wenig bis jetzt. Die Kiste ist vollgetankt, den Check hab ich schon mal gemacht. War vorhin nichts los, dachte mir mach ich noch schnell mit,“ sagte er und grinste. „Dann können wir ja noch einen Kaffee zusammen trinken,“ sagte sie und lächelte. „Das ist eine gute Idee, Flo hat vorhin einen aufgesetzt. Lucia rümpfte die Nase. „Aber hoffentlich nicht diesen Fairtrade Kram den er sonst immer kocht? Der letzte war so stark, da hätten wir keinen Heli mehr gebraucht um zu fliegen.“ Jens lachte bei der Vorstellung. „Dann hoffen wir mal das Beste für uns was?“ fragte er und öffnete die Seitentür zum Gang. Die anderen warteten schon auf sie. Karin sah selbst nochmal auf die Uhr, es müsste gleich soweit sein, dass die Leitstelle den Notfall durchgab. Lucia hatte sich kaum hingesetzt schon ging es los. „Das war ja klar, noch nicht mal Kaffee trinken darf man,“ rief sie und joggte zurück zum Hangar, während ihr Karin und Ralf folgten. Jens nahm den Funkspruch an. „Medicopter 117 an Rettungsleitstelle, haben verstanden sind unterwegs. Over and out.“

Die Crew hob ab und machte die die nötigen Anmeldungen bei der Luftkontrolle. „Medicopter 117 an Rettungsleitstelle, benötigen Koordinaten. Over.“ „Leitstelle an Medicopter 117 die Koordinaten sind 47° 39′ N, 12° 16′ O in etwa, wir haben nur ungenaue Angaben, gehen sie in den Suchflug. Over.“ „Das ist verstanden Over and out.“ „Wenn der Mann einen Herzinfarkt hat, dann sollten wir uns lieber beeilen,“ sagte Karin. Lucia gab die Infos in den Bordcomputer ein. „Das ist in der Nähe von Kufstein, so wie es aussieht sind da verdammt viele Felder, wir finden den Mann,“ sagte sie und schob sich die Sonnenbrille auf die Nase. Karin konnte sich ein grinsen nicht mehr verkneifen, auch ihr Herz schlug vor Aufregung fast bis zum Hals. Ralf ging schon in Gedanken durch wie er machen sollte, wann er ihr den Brief übergab. Zum Glück hatte er neben ihr auch eine Sonnenbrille auf. Lucia setzte zum Tiefflug an um besser suchen zu können.

Thomas konnte den Heli schon von weitem hören, gleich würde es ans eingemachte gehen. Michael und die Mädchen verzogen sich in die Scheune in der Nähe. Sie drückten ihm die Daumen. Lucia kam an der Lichterschrift an. „Oh das ist ja süß,“ sagte sie und schwebte mit der BK direkt über den Lichtern. Von oben konnte sie erkennen, dass sich jemand dort verdammt viel Mühe gegeben hatte und seinen Liebsten eine einmalige Überraschung machen wollte. „Lucia ich muss dir hier was geben. Es ist wirklich ernst, du solltest es lesen,“ sagte Ralf und gab ihr einen Umschlag. Der ziemlich edel aussah. Sie setzte die Sonnenbrille ab und sah ihn fragend an und auch das er seine Hände bereits am Stick und Pitch hatte. „Was soll das werden? Wir müssen doch den Verletzten suchen,“ sagte sie. „Vertraust du uns?“ fragte Karin. „Äh ja? Aber es ist mit dem Verletzten?“ stammelte sie leise und öffnete den Umschlag. „Süße, du musst lesen. Es gibt keinen Verletzten,“ sagte Karin mit ruhiger Stimme.

Liebe Lucia,
ich bin absolut nicht gut in sowas, überhaupt irgendwas aufzuschreiben oder besser
überhaupt meinen Gefühlen freien Lauf zulassen.
Als du kamst, habe ich sofort gespürt, dass du etwas Besonderes bist.
Zwar hast du mit deinem frechen Manöver meinen Puls schon hochgejagt
Und mir einen frechen Funkspruch um die Ohren geknallt.
Du hast mich aus dieser Tristes meines Alltags gerissen.
Du hast mein Leben lebenswert gemacht, meine Mauern eingerissen, mich
In den Arsch getreten, wenn ich es gebraucht habe. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals, wenn ich nur an dich denke. Wahrscheinlich magst du lieber den coolen Typen und nicht diese Oberschmalzige Version von mir.
Ich hoffe inständig, dass du zu mir aussteigen wirst. Mein Herz sagt du bist die Richtige und ich möchte dich überschütten mit Rosen. Du hast gesagt ich soll mir was besonderes einfallen lassen und mich ins Zeug legen, nur dann würdest du ja sagen, wenn du dich an unser Gespräch im Auto erinnerst.
Ich liebe dich. DU BIST DAS BESTE DAS MIR JE PASSIERTE!
Ich will nicht mehr ohne dich sein. Ich liebe dich über alles.
Der Schriftzug da unten ist dir gewidmet
Willst du mich heiraten?

„Oh mein Gott,“ schluchzte sie, ihr liefen die Tränen die Wangen herunter. „Wo ist er?“ fragte sie mit Tränenerstickter Stimme. Er hatte ihr da eben auf diesem Blatt Papier sein Herz ausgeschüttet. „Darf ich fragen was die Antwort ist?“ fragte Ralf, der die BK immer noch über dieser Stelle hielt. Sie sah zu ihm rüber, er hatte mittlerweile die Sonnenbrille abgenommen und sah ihr in die Augen, die komplett mit Tränen gefüllt waren. Sie lächelte und schluchzte weiter. „Ich will,“ sagte sie überschwänglich. „Dann werde ich dich jetzt zur nächsten Station bringen. Ich denke da wartet jemand schon ganz ungeduldig auf dich.“ Ralf grinste über beide Ohren. Karin hatte ihre Schultern zustimmend berührt. „Gute Entscheidung Süße.“ „Oh mein Gott ich bin so gerührt. Ich kann gar nicht mehr aufhören zu weinen. Ich sehe bestimmt gleich aus wie eine Heulsuse,“ sagte sie und wurde jetzt hibbelig, sie würde am Liebsten gerade einfach aus dem Cockpit springen und ihm am liebsten in die Arme. Ralf lenkte den Heli zur nächsten Station und ging runter. „Da steht er. Mein Herz, jetzt schlägt mir mein Herz auch bis zum Hals. Oh mein Gott,“ sagte sie. „Süße ich wünsche dir einen wunderschönen Abend. Wir sehen uns dann zuhause, du erzählst mir dann alles ok,“ sagte Karin und streichelte ihr nochmal über die Schultern. „Liebe Lucia, wir sehen uns dann zuhause. Ich bring das Baby sicher wieder nachhause,“ sagte Ralf und lächelte ihr zu.

Sie stieg aus dem Cockpit. Thomas lief ihr entgegen, sie war tatsächlich ausgestiegen. Sie rannte so schnell wie sie konnte auf ihn zu und sprang ihm in die Arme. „Ich will. Ich liebe dich auch über alles,“ rief sie. Der Lärm der BK übertönte ihre Stimme fast schon. Thomas sah ihr tief in die Augen und löste sich kurz um vor ihr auf dem Boden zu knien. Seine Augen waren selber gefüllt mit Tränen, die er versuchte weg zu blinzeln. Der starke Mann war selber so dermaßen gerührt, dass er sich auch erst sammeln musste. „Lucia Rosati, willst du meine Frau werden?“ hauchte er. Lucia ließ sich zu ihm auf die Knie fallen. „Ja ich will,“ sagte sie und versuchte unter all den Tränen zu grinsen. Er hatte es tatsächlich geschafft, sie zum weinen zu bringen, sie konnte schon fast gar nicht mehr aufhören. Michael und die Mädchen verschwanden ganz unauffällig, sie wollten natürlich wissen ob sie ja sagen würde. Thomas steckte ihr den Ring an den Finger. „Oh ist der hübsch.“ Sie betrachtete ihn ein wenig, er sah so ähnlich aus wie dieser, oder er es war sogar genau dieser, den sie mit Lisa angesehen hatte. Er half ihr wieder hoch ohne auch nur einen Blick von ihr zu lassen.

Ein Wagen von Alfredos fuhr vor, es war Alfredo selber, der Ausstieg und sie bediente. „Buena Sera, meinen herzlichen Glückwunsch,“ sagte er und reichte Lucia erstmal ein Taschentuch, damit sie ihre Tränen trocknen konnte. Erst jetzt fiel ihr auf, dass er in seinem Einsatzoverall vor ihr stand. „Dankeschön. Danke für das Tuch.“ Thomas nahm sie in den Arm und brachte sie zum Tisch, wo er ganz Gentleman like den Stuhl hervorzog und sie sich hinsetzen ließ und setzte sich ihr gegenüber. „Du hast ja deinen Einsatz Overall an,“ sagte sie und lächelte. „Ja ich habe erst überlegt ob ich einen Anzug anziehen soll, aber ich denke das bin ich nicht.“ „Nein das bist nicht du, aber es ist generell egal was du anhast, ich liebe dich egal was du trägst.“ Alfredo trug eine große Tafel an den Tisch, es war fast wie in Italien, wo es eher üblich war die Tagesempfehlungen auf eine große Tafel zu schreiben und sie an den Tisch zu tragen. „Oh wow. Das ist ja toll.“ „Alles nur das was du magst.“ „Ja das sehe ich.“ Alfredo schenkte ihnen beiden ein Glas Rotwein ein. „Ist die Auswahl genehm?“ fragte er freundlich. „Mehr als das,“ antworte Thomas. Sie verbrachten einen wunderschönen Abend zusammen und kamen recht spät nachhause. Alfredo hatte beide tatsächlich auch nachhause gebracht.

Sie konnten gar nicht voneinander lassen, Thomas trug Lucia ins Haus. Sie schlang ihre Beine um seinen Oberkörper. Sie machten eine Menge Lärm der er mit ihr die gesamte Kommode im Flur abräumte als er sie rein trug. „Ups.“ „Egal ich räum das morgen auf,“ stöhnte sie und küsste ihn weiter. Sie stolperten über den Vorleger im Flur, so das er mit Lucia gegen die Wand knallte. Beide lachten auf kurz auf rumpelten weiter, so das irgendwann das Licht anging und Karin verschlafen auf der Treppe stand. „Ups, sorry,“ rief Thomas und knallte mit ihr gegen seine Zimmertür. Kami bellte, wenn sie so weitermachten, weckten sie noch das ganze Haus. Karin winkte ab schaltete das Licht wieder aus und ging nach oben ins Schlafzimmer zurück. Michael hob den Kopf als sie wieder ins Bett stieg. „Was ist denn los?“ brummte er. „Unser Liebespaar ist gerade nachhause gekommen. Die sind so was von betrunken.“ „Beide?“ „Ja beide. Er hat sie rein getragen und sie hat ihre Beine um seinen Oberkörper geschlungen.“ „Wie die Teenager,“ raunte er und streckte sich. Karin kuschelte sich wieder an ihn an und machte die Lampe auf dem Nachtkästchen neben sich wieder aus. „Na ich bin gespannt ob wir morgen neben Jens noch einen Piloten haben, gute Nacht,“ brummte Michael. Er dachte nur gut, dass Lucia keine Frühschicht hatte und sich ein wenig ausruhen konnte, bevor sie ab Montag eine Woche Urlaub hatte.

Karin und Michael saßen schon in der Küche, sie sahen beide auf die Uhr, kein Geräusch aus dem Zimmer der beiden. Selbst Ralf war schon mit Kami unterwegs gewesen und kam in die Küche. „Sind sie immer noch nicht aufgetaucht? Das war ja schlimm heute Nacht, die haben ja alles runter gerissen was gegangen ist,“ meinte er und schenkte sich seinen Kaffee ein. „Und das Gekicher, im Badezimmer mussten sie wohl auch noch gewesen sein.“ „Beschwert euch nicht, ich hab die Sauerei heute Morgen erstmal aus Flur und Bad entfernt und dann hier,“ sagte Karin und verdrehte die Augen. Beide Männer sahen sie fragend an. „Naja hier muss es wohl noch Dessert gegeben haben.“ „Auf dem Tisch?“ fragte Michael und hob seine Zeitung etwas. „Ich sagte bereits ich habe sauber gemacht.“ Ralf musste lachen. „Oh Mann, dann muss das echt viel Rotwein gewesen sein, wenn die jetzt noch schlafen.“ Ein lauter Knall war zu hören und eine zuschlagende Tür. Es musste sich um die Badezimmertür handeln. Leise schlurfend näherte sich jemand der Küche. Es war Thomas der mit zusammengekniffenen Augen und total fertig im Bademantel hereinkam. „Morgen.“ „Boah nicht so laut,“ brummte er und hielt sich den Kopf. „Oh je. Geht’s Lucia gut?“ fragte Karin. Wenn schon Thomas so aussah, dann musste die kleine zierliche Frau noch viel schlimmer aussehen. „Ist im Bad.“ Er öffnete den Kühlschrank nahm sich eine Wasserflasche und schlurfte zurück ins Zimmer. Eine Halbe Stunde später kam Lucia in die Küche, sie war ziemlich blass um die Nase und schenkte sich erstmal einen Kaffee ein. „Morgen,“ brummte sie ebenfalls und ließ sich am Tisch nieder. „Na das war wohl ne feuchtfröhliche Nacht was?“ fragte Michael und klopfte ihr auf die Schulter. „Ich hatte maximal vier Gläser Rotwein und etwas von dem Dessertwein,“ murmelte sie und hielt weiterhin mit beiden Händen den Becher fest.
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