Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Tattoo Lovers [Zouis AU]

von Manu82
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
18.09.2021
20.11.2021
14
29.898
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
19.10.2021 2.232
 
„I don't wanna go, think I'll make it worse
Everything I know brings me back to us
I don't wanna go, we've been here before
Everywhere I go leads me back to you" (Gracie Abrams, I miss you, I‘m sorry)


Louis POV

Schlitternd gingen meine Füße über den rutschigen Asphalt, versuchten irgendwo krampfhaft einen Spalt des Widerstandes zu finden. Aber da ich ich mich in der Schwebe befand und der starke Griff der Riesen mir meiner letzten Kraft beraubten, blieb mir nichts anderes übrig als Panisch zu zittern. Diese beiden Kerle, ich kannte sie genau. Wie hätte ich das fiese Grinsen, was immer noch in meinen Gehörgängen schwebte, vergessen können. Schließlich war es eins der letzten Dinge gewesen, die ich glaubte zu hören, bevor mein Sauerstoff sich verflüchtigte und sich meine tränenden Augen für immer schlossen.
„Sieh doch Cliff das kleine Würmchen versucht sich wirklich gegen uns zu stellen"

Cliff also, den Namen sollte ich mir merken. Sobald eine Chance bestand, würde ich diese nutzen, ohne zu zögern losrennen und nie wieder kommen.

„Bist du verrückt Jeff ? Wie kannst du ihm meinen Namen verraten? Was ist wenn er plaudert?"

Die braunen Augenbrauen zogen sich nach oben, als meine blauen Augen von einen Riesen zum anderen wanderte. Also die hellsten Kerzen auf der Torte waren beide nicht. Innerhalb von fünf Minuten kannte ich beide Vornamen ohne großartig was dafür getan zu haben. Um hier ohne bleibende Schäden herauszukommen, sollte ich mir Ihre Dummheit zu nutze machen.

„Glaub mir Cliff, der tut bald garnichts mehr!"

Moment? Hieß.....das? Wild tritt ich um mich, versuchte wenigstens ein Körperteil dieser Schränke zu treffen. Was hatte ich getan, um hier zu landen.? Eigentlich sollte mein Leben doch erst jetzt richtig starten.

„Willst du wohl stillhalten, du Wurm!"

Giftig ging der Blick der beiden Affen auf mich nieder, was mich sofort frösteln ließ. Anscheinend waren auch die Nerven dieser Idioten irgendwann an der Grenze angelangt. Doch was blieb mir anderes übrig? Den Weg wehrlos zum Schafott beschreiten. Die glänzenden Klinge beobachten, wie sich langsam auf mich hinabstürzte, bis das letze bisschen Leben aus mir verschwand? Oder mich endlich zur Wehr setzten. Der Menschheit zeigen, wer Louis William Tomlinson wirklich war.

Frustriert Schrie ich auf, während mein Fuß sich wild nach oben streckte und endlich traf. Wild laulend ließ Cliff meinen rechten Arm los, als er sich kurz darauf an den Schritt fasste. Bingo, voll in die Kronjuwelen. War mein Fussballtraining, welches ich in Doncaster verfolgte, wohl doch zu etwas nutzte. Grinsend sah ich diesen Vollfosten dabei zu, wie er quälend im Kreis hüpfte. Auch wenn sich meine Situation kaum gebessert hatte. Dieser Moment, ich genoss ihn in vollen Zügen. Doch dies war nicht von langer Dauer, mein Stimmungshoch befand sich einen Momente später auf Talfahrt. Denn Jeff, zerrte mich unwillkürlich durch den gepflasterten Weg. Mit allen was ich an Kraft anwenden konnte, stemmte ich mich gegen ihn. Denn ich hatte Blut geleckt und so einfach würde ich die Opferrolle nicht mehr übernehmen. Wenn ich nur...irgendetwas....

Da stach es mir ins Auge, es war besser als nichts. Jetzt stellte sich nur eine Frage. Wie kam ich da dran? Stolpernd ging der Weg immer weiter geradeaus, als ich das Gleichgewicht verlor und nach vorne über kippte, direkt auf das Kopfsteinpflaster, stöhnend blieb ich liegen. Das würde blaue Flecke verursachen, wenn nicht noch schlimmeres, aber das war jetzt nicht von Belang. Denn genau dies, gehörte zum Plan. So viel meine freie Hand erfassen konnte, griff ich in den Dreck. Immer mehr des Dreck-Sand-Gemisches füllte sich in die Handinnenfläche auf, als ein Ruck mich wieder in die Senkrechte beförderte.
„Ich hab deine Spielchen satt du Made, der Chef wartet und...."

Schleudernd, durch meine rechte Hand ging das Gemisch direkt in seine giftig leuchtenden Augen, ließ ihn diese gequält schließen. Wie in Zeitlupe beobachte ich seine Hand, die sich öffnete, mir die Freiheit schenkte. Doch das Fluchen von Cliff gab mir zu verstehen, der Rückweg blieb versperrt. Somit rannte ich vorwärts, Hauptsache weg von dieser Bande, die nur eins bedeutete. Schmerz, Angst und im schlimmsten Fall....

„Bleib sofort stehen, du elende Made, das wirst du büßen"

So schnell mich die Beine trugen, rannte ich vorwärts, doch die Schreie von hinten ließen mich erschaudern. Mehrfach drehte sich mein Kopf nach hinten. Musste ich mir doch die Gewissheit holen ob eine Überlebenschance gegeben war. Dass das ein riesengroßer Fehler von meiner Seite aus war, erkannte ich erst, als mich irgendetwas packte und an die nächste Wand drückte.
Mein kompletter Sauerstoff wurde mir aus den Lungen gedrückt und ließ mich gequält husten, als die fast schwarzen Augen und das violette Haar mich in Todesangst versetzten. Das würde ich nicht überleben....

„Na na na, so ein unartiger kleiner Junge. Ich glaube ich muss dir Manieren beibringen"
Süffisant grinsend kam es aus seinen Mund, während die glänzende Klinge ganz zart über meine rechte Wange glitt.
„Ich glaube ein paar Markierungen würden dir gut stehen. Man soll doch erkennen wen du ab sofort gehörst."
Wimmernd schlossen sich meine Augen, während die warme Flüssigkeit über meine rechte Wange lief. Das Gekicher der beiden Vollfosten permanent im Ohr. Es war genau wie im Laden. Die Bilder sofort wieder präsent vor meinen geistigen Auge. Als wäre es Gestern gewesen. Verdammt! Es war Gestern!!!
<<<<<>>>>>

Zayn POV

Suchend ging jeder einzelne Finger zwischen den Blättern des Blockes hindurch. In alle Himmelsrichtungen drehte und wendete ich ihn, schüttelte solange, dass sich schon unschöne Knitter bildeten. Das konnte doch nicht sein. Ich war mir hundert Prozentig sicher, es in diesem Block geschoben zu haben.
Ich brüllte meinen Frust heraus, während meine Blöcke dabei vom Tisch flogen, die Arme waren in solchen Momenten unkontrollierbar. Solche Aggressionen in mir, mussten an die Luft, auch wenn die wertvollstes Dinge vor meine Augen lagen, die ich besaß.

„Wertvollste Dinge" sarkastisch kamen mir diese zwei Wörter über den spröden Mund. Diese Zeichnung, an der ich Tage saß, sie war wie vom Erdboden verschwunden. Verzweifelt ging mein Griff in die perfekt sitzende Haare, jetzt war dies auch egal.
Dieses Gefühl etwas magisches erschaffen zu haben, was man niemals mehr so hinbekommen würde, es frustrierte mich. Dieser Hirsch, seine Augen, die soviel mehr zeigten, als man in ersten Moment sah. Denn seine Seele blieb verschlossen. Erst beim mehrfachen hinsehen, erkannte man, wer er wirklich war. Genau wie das scheue Reh.

„Hey Zaddy was ziehst du denn für ein Gesicht? Lange nicht mehr zum Schuss gekommen?" Grübchen bildeten sich auf Harrys Gesicht, als er lautstark seine Boots auf die Oberfläche der Theke krachen ließ.

„Wie oft soll ich dir noch sagen, setz dich ordentlich hin, was ist wenn Kunden kommen?" Pochend ging mein Kopf, als ich mir die Schläfen rieb. Der Tag wurde immer besser, erst die Zeichnung, die auf seltsamste Weise verschwand, Moment?

„Zaddy, der letzte Kunde ist gerade gegangen, also schieb hier keinen Film"

Mein Blick war düster, als ich mich an die Theke lehnte. War mir doch mittlerweile klar geworden, wo meine Zeichnung steckte, es konnte nur einen geben.
„Dass du soweit gehst, um deine Neugier zu stillen, hätte ich nicht gedacht."  Schnaufend versuchte ich den angestauten Frust zu kontrollieren, während das grün von Harrys Augen mich verwirrt musterten.
„Wovon redest du bitte?"

Wollte er mich jetzt komplett verarschen? Sicher oft war meine Natur eher abwesend, gerade wenn ich mich in meinen Element befand. Aber sogar ein blinder mit Krückstock konnte eins und eins zusammen zählen.
„Die Zeichnung Haz!"

„Welche Zeichnung? Wir haben heute viel gezeichnet."

Knallend gingen meinen Handinnenflächen auf dem glatten weiß der Thekenoberfläche nieder.
„Verarsch mich nicht Harold! Du weißt ganz genau welche ich meine. Der Hirsch, an den ich Tage gesessen habe. Den du heute Morgen unbedingt sehen wolltest."
Zitternd vor Wut, ballten sich meine Fäuste, während der Blick des Lockenkopfes immer unsicherer wurde.
„Zaddy du denkst doch nicht?.....Ich würde doch nie...." Unsicher knabberte er an seiner Unterlippe, was ihn wie ein kleines Kind wirken ließ. Er arbeitete wirklich mit den besten Tricks, aber das würde heute nicht funktionieren.

„Ach und wer soll es sonst gewesen sein Harold?" Laut war meine Stimme, als das Zucken meines bestens Freundes immer vermehrter auftrat.

„Dieser Junge, Zaddy"  Fast verzweifelt blickte Harry mir entgegen, was mich doch langsam zweifeln ließ, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag.
„Welcher Junge, Haz?"

„Na den du quasi auffrisst, er könnte doch..."

Ok, diese Aussage mit dem auffressen ignorierte ich gekonnt. Musste Haz ausgerechnet ihn aus der Nähkiste ziehen? Das waren ganz miese Tricks. Abwertend ging mein Blick in sein Gesicht.
„Jetzt schließe nicht von dir auf andere Harold!"

„Aber das könnte doch sein, er befand sich in der Hocke als ich ihn entdeckte und wie er so panisch rausgestürmt ist."

Augenblicklich hatte ich das wuschelige feine braune Haar im Kopf, was nicht zu bändigen schien, währen das graublau in allen Facetten der Kunst einen entgegen strahlte. Normalerweise stand ich kein Stück auf den Typ schüchterner Junge. Es gefiel mir, wenn mein Gegenüber wusste was er wollte und es sich nahm, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber vielleicht verhielt es sich mit dem scheuen Reh wirklich wie mit meiner Zeichnung. Dem Hirsch auf der Lichtung, der ständig auf der Suche war, aber es nicht fand bzw. noch nicht gefunden hatte? Ich musste dem nachgehen.

„Wo willst du denn jetzt hin?"
Fragend sah mich der Lockenkopf an, während sein Körper schützend hinter der Theke ruhte. Anscheinend hatte ich mit meinen glorreichen Auftritt ganze Arbeit geleistet. Meine Körpergröße war im Gegensatz zu Harrys lachhaft, aber dies machte ich in vielen Dingen wieder wett. Meiner düsteren Erscheinung zum Beispiel.
„Meine Zeichnung holen," sagte ich als ich mir die Lederjacke überwarf, die neben der Eingangstür am grauen Garderobenständer ruhte.

„H-heißt das du glaubst mir?" Die Mundwinkel des Grübchenbabys zogen sich zaghaft nach oben, während seine grüne Augen vorsichtig über die Theke lugten.

„Vielleicht" zwinkerte ich ihm entgegen, bevor ich durch die Tür trat.
„Na dann Louis Tomlinson, ich weiß wo du wohnst"
<<<<<>>>>>

Fröstelnd schob ich mir meine mittlerweile zitternden Hände in die Jackentaschen. Es war schweinekalt geworden. Auch für den Vollherbst in London, befand ich diese Kälte als ungewöhnlich. Somit entstand die beste Option, durch diese halb verlassene Wohngegend zu gehen. Immerhin kannte ich London wie meine Westentasche. Leise pirschende Geräusche durch die Pfützen auf den Boden, waren die einzigsten Laute, die man hier überhaupt noch vernehmen konnte. Das einigst blühende Arbeiterviertel, war durch den Wegfall des Kohleabbaus, quasi wie ausgestorben. Nur vereinzelte Sozialbauten schienen bewohnt zu sein, wobei die Fassaden immer mehr zu bröckeln begannen.
Aber meine Gedanken kreisten um ganz andere Dinge. Der kleine unschuldig Louis, warum sollte gerade er die Zeichnung an sich genommen haben? Wobei ich mir das in keinster Weise vorstellen konnte. Der kleine war doch der reinste Zucker, mit seinen faszinierenden blaugrauen Augen, der zierlichen Gestalt....

„Ich glaube ein paar Markierungen würden dir gut stehen, man soll doch erkennen wen du ab sofort gehörst."

Als würde mein Körper, in diesen Moment, von einen Blitz getroffen werden, jeder Nervenstrang quälend Zucken, bis der vernichtende Strom wieder in die Erde floss. Diese Stimme...mir war ganz klar,  wer da seine Visage in der Sackgasse zeigte und er schien nicht allein zu sein. Außer seinen beiden Vollidioten, die wie Schweine vor sich hingrunzten. Hörte man ein Wimmern, was mir durch Mark und Bein ging.

Eigentlich sollte es mir egal sein. Mit dieser Bande hatte ich genug Ärger, ihre Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, wäre total Fatal.

„H-hilfe!!!"

Ein herzzerreißendes Schluchzen hallte durch die Straßen, ließ mich meine Zweifel vergessen und um die Ecke lunzen.

„Ruf soviel zu kannst Jungchen, dich wird hier eh keiner hören"

„Justin", kam es knurrend über meine zusammengebissene Zähne. Nicht weit von mir stand die violette Hässlichkeit und schien den größten Spaß seit langem zu haben. Denn er hielt jemanden fest, während sein glänzendes Messer über den Körper der kleineren Gestalt wanderte. Aber das war es nicht, was mich stocken ließ. Sondern das Haar, es war braun und wuschelig genau wie das von...

„Louis" Leise rutschte ich die Fassade entlang, um mehr erfassen zu können.

„Komm schon du kleiner Wurm, sei nicht so eine Memme. Dabei hab ich noch nicht einmal richtig angefangen."
Das scharfe Messer, er holte aus, scannte den kleinen Körper genau. Justin wollte doch nicht? Doch dann sah ich schon wie die Klinge, den wimmernden Jungen, immer näher kam, die Panik seine blauen Augen verdunkeln ließen. Mir blieb nur eine Chance und egal wie dies für mich ausgehen würde. Ich hatte mich schon längst entschieden.

Meine Beine trugen mich wie von selbst, als der kleine Körper, immer näher in mein Blickfeld stach. Mit ausgestreckten Armen schmiss ich mich halb auf ihn, versuchte Louis wie ein Kokon vor allen Unheil zu schützen, als ein Stechender Schmerz mich aufschreien ließ.

And Cut....
Willkommen beim neuesten Part von Tattoo Lover.
Etwas später wie sonst, aber es hat seine Gründe.  
Ich sag nur der Dezember ruft <3

Wie das wohl für unsere beiden süßen ausgeht?
Wir werden es erfahren, beim nächsten mal.

Schönen Dienstag

Eure Manu ♥️
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast