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Nicos und Mira – Welche verrückte Kraft

von Laila
OneshotHumor / P12 / Gen
17.09.2021
17.09.2021
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Hallo zusammen,

hier kommt mein Beitrag zur Wochen-Challenge: https://forum.fanfiktion.de/t/65883/1

Das Ganze ist mit Humor zu sehen und nicht ernst zu nehmen.


Nicos und Mira – Welche verrückte Kraft



Genervt saß Nicos im Garten und trommelte mit den Fingern auf die Tischplatte.
Seine blauen Augen sahen sich um und er strich sich eine Strähne seines blonden Haares nach hinten.
Zu seinen Stärken gehörte nicht die Geduld.
Alle seine Freunde und Bekannte, hatte ganz tolle Superkräfte nur er eben nicht.
Um ihn herum hatten alle besondere Kräfte. Einige waren sehr stark und konnten schwere Sachen anheben oder konnten heilen.
Eine alte Bekannte aus der Schule konnte sogar schweben.
Über solche Kräfte verfügte er nicht.
Er konnte das Essen perfekt würzen.
Alles was man kochen konnte, schmeckte, wenn er es zu bereitete. Egal ob er Salz oder Gewürze daran tat.
Aber Nicos hasste kochen.
Es machte zu viel Arbeit und Dreck und dann der Geruch. Er hasste es, nach dem Essen zu riechen. Genau wie das Aufräumen.
Stundenland am Herd stehen, war einfach keine Beschäftigung für ihn.
Für ihn reichte der Bestelldienst oder das Essen seiner Mutter.
Warum sollte er kochen? Das war Zeitverschwendung.
Leider funktionierte die Kraft nicht bei Brotaufstrichen oder anderen kalten Gerichten. Nicht mal bei Salat. Das Dressing schmeckte dann zu sauer oder nach nichts.
Am liebsten hätte Nicos eine andere Kraft, eine besondere Macht. Etwas das auch einen Nutzen hatte. Ob nun ihm oder auch anderen.
Seine beste Freundin Dani, konnte mit Tieren sprechen und sie auch verstehen.
Sie war eine die besten Tierärzte der Welt und konnte fast alles klären und heilen, da ihr ein Team zur Verfügung stand, welches besondere Kräfte hatte.
Es gab so viel. Dinge, an die er gar nicht dachte und dennoch hatten Leute diese Kräfte. Aber was war mit ihm?
Klar er könnte Koch werden und damit sicher auch Geld verdienen aber er wollte nicht. Kochen nervte.

Viel lieber trank er jetzt seinen Kaffee.
Kurz warf er einen Blick auf sein Handy und legte es wieder zur Seite.
Sein bester Freund Denni-Ray wollte noch vorbeikommen. Müde lehnte er sich nach hinten und schloss für einen Moment die Augen.
„HUHU Nicos, bist du wach?“
Seine kleine Schwester Mira erschien neben ihm und grinste ihn an.
„Hey Kleine. Was ist denn los? Ja ich bin wach, so mehr oder weniger“, gab er zurück.
Mira war acht Jahre alt und hatte wie ihr großer Bruder blonde Haare und blaue Augen.
„Ich habe Hunger. Mama hat nicht gekocht und ich will etwas essen“, sagte sie.
Nicos seufzte und rieb sich über die Augen.
„Dann bestellen wir etwas. Ich will nicht kochen“, knurrte er.
„Das geht aber nicht. Das Telefon ist tot.“
Damit hielt Mira ihm das Handy unter die Nase. Nicos nahm es ihr ab und runzelte dann die Stirn.
Am oberen Rand des Displays war wirklich kein Signal zu sehen.
Kein Wunder, dass sich Denni-Ray nicht gemeldet hatte.
Der junge Mann seufzte und erhob sich.
Das Festnetz in der Küche war ebenfalls tot. Als er einen Blick in den Kühlschrank warf, verzog er das Gesicht. Ihr Mutter hatte tatsächlich nichts vorgekocht.
„Ach verdammt. Du weißt, dass ich es hasse zu kochen. Was möchtest du essen?“
Hatte sich die Welt denn nur gegen ihn verschworen? Warum passierte das denn ausgerechnet jetzt? Gerade in der modernen technischen Zeit, sollte doch ein Handy gehen oder?
Aber scheinbar wohl eben doch nicht. Technik eben.
Nicos seufzte wieder und sah die Kleine an.
„Ich will Spaghetti Bolognese mit ganz viel Käse“, rief sie auch gleich.
Breit grinsend sah sie ihren Bruder an und dieser verzog das Gesicht.
Zumindest machte das Essen nicht viel Arbeit.
„Alles klar. Aber du hilfst mir“.
Zusammen setzten sie das Wasser für die Nudeln auf und Nicos holte Zwiebeln und Knoblauch.
Er schälte alles und schnitt es in kleine Stücke.
Mira reichte ihm noch Paprika und Möhre. Dazu noch Erbsen. Eben alles was die Kleine mochte.
Nachdem alles geschnitten war, holte Nicos die Pfanne und briet es an.
Das Hack folgte und die Küche war vom Duft nach Zwiebeln und Knoblauch erfühlt.
Auch wenn er das nicht mochte, für Mira tat er es eben doch.
Diese hüpfte um den Ofen herum. Sie hatte großen Hunger und liebte es, wenn ihr Bruder kochte, denn das schmeckte immer besonders lecker und fast noch besser als bei Mama.
Dieser würzte das Essen und freute sich wie gut es schmeckte. Vor allem mit nur etwas Salz und ein paar Kräutern. Andere bekamen das nicht hin.
Der Knoblauch rundete das Ganze auch gut ab.
Er war immer noch erstaunt, dass ein Mädchen wie Mira Knoblauch aß, aber sie tat es.
Dafür gehörten bei ihr aber auch ganz viel Gemüse dazu und vor allem Erbsen.
„Ich will kosten“, rief Mira.
Mit einem Löffel bewaffnet stand sie neben Nicos und der schüttelte lachend den Kopf.
Dann reichte er ihr eine Kostprobe.
„Das ist so lecker. Ich will mehr,“ bat sie.
Diesem Wunsch kam Nicos gerne nach. Er deckte den Tisch und teilte für sie beide das Essen aus.
Mira half mit und holte noch den Käse und etwas zu trinken.
Nach dem halben Teller sah sie Nicos ganz ernst an.
„Du hast meinen Tag gerettet. Ich hatte solchen Hunger.“
Sie strahlte und Nicos bedankten sich. Immerhin war es ja Mira, seine kleine Schwester.



ENDE
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