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Das D - Experiment

von Law
GeschichteThriller / P16 / Gen
15.09.2021
19.09.2021
4
5.133
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15.09.2021 1.397
 
Es war schon sehr spät in der Nacht und ein schwarzer SUV stoppte vor einer Anlage. Selbst die Fenster waren verdunkelt, sodass man keinen Blick ins Innere  des Wagens werfen konnte. Die Fahrertür öffnete sich, und Musik dröhnte heraus. So laut, dass sie noch einige Straßen weiter zu hören war, erklang Highway to Hell von AC/DC. Ein extrem großer Mann stieg aus, sein langer schwarzer Mantel reichte fast bis zum Boden. Seine Augen waren hinter einer Brille versteckt und  nicht erkennbar. Er ließ die Türe offen und sah zum Tor rüber, hinter der sich das Labor befand. Sein Auftrag ließ keine Spekulationen offen und er würde ihn gnadenlos erfüllen. Da er Lederhandschuhe trug waren seine Hände nicht zu erkennen. Der Mann holte eine Schachtel mit Zigaretten raus und zündete sich eine an. Ein kurzer Lichtschein erhellte sein Gesicht und zeigte wie kantig dieses war, viele seiner Auftraggeber meinten immer zuerst wenn sie ihn sahen, sie hätten George Michael vor sich. Diesen ähnelte er wirklich ein wenig, nur das er eben größer, muskulöser und eben nicht schwul war. Dessen Musik, diese Romanzen, konnte er schon mal gar nicht ab. Nein je lauter, desto besser. Wieder warf er einen Blick aufs Tor, und zum Häuschen, wo der Wachmann sicher seinen Kaffee genoss.

Lässig lehnte er sich gegen den SUV und rauchte seine Zigarette. Der graue Rauch zog in den Himmel und zog dabei Kreise. Dieser Auftrag würde ihm eine Menge Knete einbringen, sobald er seinen Klienten den Stick mit den Computerdaten übergeben hatte. Das würde er dann in einem Puff an Frauen verjubeln, und sich mächtig einen hinter die Kiemen gießen. Immerhin hatte er einen guten Ruf und noch nie bei einen Auftrag versagt. Er nahm seine Zigarette aus dem Mund, warf sie zu Boden. Jetzt fuhr ein kurzes Lächeln über seine Mundwinkel. Kurz darauf drehte er sich um, beugte sich ins Wageninnere und stoppte die Musik. Es wurde Zeit.

Er ging zum Kofferraum, öffnete ihn und holte Magnum und Schrotflinte heraus. Die Magnum landete im Gürtelbund, die Schrotflinte zog er mit beiden Händen durch. Das bestätigende Kling ertönte, und er wandte sich lächelnd dem Häuschen zu. Donner und leichter Regen setzten ein; verbargen seine Schritte.

Der Wachmann saß auf seinen Stuhl und sah sich über seinem Smartphone ein Football Spiel als die Türe mit einen lauten Knall aus den Angeln flog. Bevor er was sagen oder reagieren konnte, traf ihn die erste Schrotladung direkt ihn die Brust.  Blut spritzte und der Mann schrie auf und sackte , nachdem er sich mit großen Augen den Mann ansah tot auf den Stuhl zusammen. Der Hüne trat gegen den Mann und grinste. Dann machte er einen Schritt über ihn, und drückte einen Knopf. Das Stahltor draußen fuhr leise zur Seite. Bisher lief doch alles besser als er erwartet hatte.  Er kratzte sich über seine Stoppeln und ging aus der Hütte raus. Dann durch das Tor und mit großen Schritten auf die Gebäude zu. Er wusste, dass vielleicht noch Wissenschaftler und zwei Wachleute im Gebäude waren. Falls er sie traf, war das ihr Pech. Er lud seine Schrotflinte nach, und betrat die Eingangshalle des Gebäudes, dessen Türen sich leise für ihn geöffnet hatten.
Er sah sich um; er wusste, wo die Daten waren, aber etwas ließ ihn innehalten. Wo war die Wache?

Ein lautes Rattern erklang, und er wirbelte herum. Ein Gittertor fuhr vor der Glastür herunter. "Was soll die Scheiße?", dachte er. Er sprang förmlich zur Eingangstür, die sich nicht öffnete. Zornig stieß er ein knurren aus, und rüttelte an der Tür. Er kam sich sehr verarscht vor.
Was wurde hier gespielt?  Die Lautsprecher knarrten, und eine Stimme ertönte. "Hallo Paul Webber, oder sollte ich besser sagen Captain David Schwimmer?" Der Attentäter sah zu einer Kamera hoch, die er nun entdeckte, sie hing versteckt hinter einer Säule. "Ich merke Sie sind verwundert das ich Ihren wahren Namen kenne. O ich weis alles über Sie, obwohl Sie sehr gut versucht haben ihre Vergangenheit zu verändern, verstecken. Captain Schwimmer, Sie waren wie ich erfahren haben als Soldat in Afghanistan. Dort haben Sie viele Siege gegen die Taliban gehabt und sich einen Namen gemacht. Tja der Nachteil ist, wenn man bekannt ist, kann es Schlimmes bedeuten nicht wahr? Für Ihre Frau und Tochter war es doch sicher schlimm, als einige dieser Männer sie besucht haben." Der Hüne hob seine Faust Richtung Kamera und schrie: "Du Arsch, was geht dich meine Vergangenheit an. Wer bist du eigentlich?" Die Stimme aus dem Lautsprecher lachte und dann sprach sie weiter. "Wo waren Sie, Captain Schwimmer als Ihre Familie gefoltert wurde? In einem Puff nicht wahr?" Nun kamen dem Attentäter Tränen in den Augen, er erinnerte sich an diese furchtbare Nacht, wo er sich vergnügt und seine Frau die ihm so treu gewesen war, betrogen hatte. Im nächsten Augenblick hob er seine Schrotflinte und schoss auf die Kamera. Es gab einen lauten Knall und die Einzelteile dieser wie auch des Lautsprechers flogen durch die Luft. Ein Zischen war zu hören.

Nun kam die Stimme irgendwo anders her in der Eingangshalle. "Nicht doch Captain Schwimmer, wer wird denn so schnell die Beherrschung verlieren? Sie gelten als einer der besten Attentäter in diesen Land und daher habe ich sie als, wie sage ich es? Hmm, als Testobjekt hierher gelockt. Für viel Geld das sich schon auf ihr Konto befindet natürlich, obwohl ich sicher bin, das sie es nie ausgeben werden." Schwimmer drehte sich um und ging einige Schritte auf das Pult in der Mitte der Eingangshalle zu. Über dieser entdeckte er die andere Kamera und wieder einen Lautsprecher. "Als sie nach dem Besuch bei der netten Dame nach Hause kamen, fanden sie ein Blutbad vor. Man konnte ihre Frau und ihre Tochter nicht mehr erkennen. Diese Männer hatten wohl ganze Arbeit geleistet. Die Rache an ihnen war vollzogen. Leider haben weder sie noch die Polizei je diese Täter stellen können. Das hat ihnen viel von ihren Verstand dann gekostet, nicht wahr? Sind sie nicht danach erst Mal in einer Klinik  gewesen? Und nach einigen Monaten als geheilt entlassen wurden? Das Wunder der Drogen, nicht wahr?" Schwimmer musste durchatmen, dieser Typ fing an ihn mächtig auf die Eier zu gehen. "Aber jetzt mal die guten Nachrichten beiseite Captain Schwimmer. Warum sind sie hier, wenn es doch nicht um einen PC Stick mit Daten geht. Was meinen Sie?"

Der Hüne hob seinen Kopf Richtung der weißen Kamera und zischte: "Damit ich dich, wenn ich dich hier gefunden habe, umlegen kann. Und das mache ich sogar kostenlos." Wieder war ein lautes Lachen zu hören. "Nein, nein. Ich weis das Sie einiges an Spielzeug dabei haben, ihre Schrottflinte, samt einiges an Munition, eine Magnum, ihre Lieblingswaffe natürlich nicht zu vergessen, ein sehr scharfes Messer. Das alles werden sie hier sicher gebrauchen um überhaupt selber am Leben zu bleiben. Das hier ist kein Labor wie sie vielleicht dachten, das hier ist eine Falle und sie, Captain Schwimmer sind die Ratte, die sich durch das Labyrinth kämpfen soll. Sie sind gesund, sehr sportlich, haben Waffen und nun auch noch aus ihren Augen ein Motiv sich hier durchzuarbeiten, nämlich mich zu töten. Aber bisher hat noch keiner dieses Experiment überlebt." Wieder hob Schwimmer seine Schrottflinte und drückte ab. Es machte aber nur Klick.

"Upps, Sie haben vergessen, nachzuladen, das sollte ihnen besser in Zukunft nicht mehr passieren, nicht wahr?" Dann ging das Licht an der Kamera aus und Schwimmer stand in der Halle und war mächtig sauer. Er eine Versuchskaninchen? Ernsthaft? Dieser Typ sollte beten das er ihn nicht finden würde. Mit einer schnellen Handbewegung lud er seine Schrottflinte nach und sah sich um. Es ging eine Treppe in die erste Etage hinten rechts und links war eine Türe, wo aber ein Tastenfeld war, wo er sicher eine Kombination brauchen würde, um dort durchzukommen. Dann noch die zwei Türen hinten, wo Toilettenzeichen drauf waren, ein Mal für Männer und dann halt für Frauen. Irgendwie war es sehr warm in der Halle geworden, könnte ja sein das dieser Typ die Heizung aufgedreht hatte. Mit einen war sich Schwimmer sicher, er würde hier lebend rauskommen, egal was auf ihn zukam. Ein Experiment? Noch keiner überlebt? Er war einer der besten in seiner Zunft und das würde er hier auch beweisen.
 
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