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In sanguis veritas Teil 3 - süßes Gift

KurzgeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Alphonse Elric Edward Elric Roy Mustang Winry Rockbell
15.09.2021
21.09.2021
4
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15.09.2021 1.282
 
Frustriert starrte Ed auf den Rest seines abgerissenen Automailarms, der noch an seinem Körper hing. Er seufzte und lehnte sich im Krankenhausbett zurück. „Winry wird so wütend sein.“, murmelte er. „Vielleicht lenkt es sie ab, dass du mal wieder knapp einer Lebensgefahr entkommen bist.“, sagte Alphonse mit tadelndem Unterton. „War doch nicht meine Absicht. Also das mit der Lebensgefahr, nicht dass ich entkommen bin.“, murrte Ed und begann zu schmollen. Alphonse seufzte und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. „Na ja. Ist ja nochmal gut gegangen.“, lenkte er ein. Ed war mal wieder nach einer Mission im Krankenhaus gelandet. Diesmal hatte er wenigstens nicht noch mehr als den abgerissenen Arm und eine Stichwunde zu verzeichnen, weshalb Ed sich als glücklich erachtete. Alphonse behauptete, Ed hätte sterben können, wovon Ed nicht überzeugt war.

Eine Ärztin betrat Eds Zimmer mit einem Klemmbrett in der Hand. Sie lächelte, als sie Ed wohl auf aber schmollend vorfand. „Wie fühlen Sie sich, Major Elric? Haben Sie Schmerzen?“, wollte sie wissen. „Nicht besonders. Ich will nur hier raus.“, murmelte Ed. Die Ärztin nickte. „Machen Sie sich keine Sorgen. Sie können bald gehen. Ich habe auf der Schwesternstation Vampirgift angefordert und sobald Sie damit behandelt worden sind warten wir nur noch ein paar Stunden, dann sollte alles in Ordnung sein.“, erklärte sie, dann prüfte sie Eds Verband. Kaum war sie damit fertig, ging die Tür erneut auf und jemand hastete in das Zimmer. Ed sah auf und lächelte, als er ihn erkannte.

„Fullmetal, wie geht es dir? Wie fühlst du dich?“, wollte Roy wissen. Er beugte sich über Ed, musterte ihn von oben bis unten und atmete Eds Geruch tief ein. Seine Finger streiften Eds Hand. Er trug keine Handschuhe, aber sonst sah er aus, als sei er eben noch bei der Arbeit gewesen. Nur sein Haar war zerzauster als üblich, als hätte er sich sehr beeilt hierher zu kommen. Ed sah verlegen bei Seite. „Mir geht es gut. Du solltest den anderen sehen.“, murmelte er Die Ärztin musterte Roy irritiert. „Und Sie sind wer und aus welchem Grund hier?“, wollte sie wissen. Roy richtete sich auf und deutete auf ihr Klemmbrett Auf dem Eds Unterlagen klemmten. „Mein Name lautet Roy Mustang. Den werden sie da drin wiederfinden. Ich bin hier um zu spenden.“, erklärte er.

Die Augen der Ärztin weiteten sich. Hastig durchsuchte sie Eds Papiere bis sie fand, wovon Roy sprach. „Eingetragen als regulärer Spender von Vampirgift für Edward Elric: Roy Mustang“, las sie vor, dann sah sie auf und starrte Roy erstaunt an. „Sie sind Roy Mustang? Und Sie haben sich als Major Elrics regulären Spender eingetragen?“, wiederholte sie fassungslos. Roy nickte nur, ohne sie anzusehen. Sein Blick ruhte auf dem Rest von Eds Automail und wanderte weiter zu dem Verband um Eds Mitte. „Verzeihung? Was genau bedeutet das?“, fragte Alphonse. Roy und die Ärztin sahen ihn überrascht an und wechselten einen Blick. Roy setzte sich neben Ed auf die Bettkante. „Jeder Vampir kann sich als regulären Giftspender eines oder mehrerer Menschen der eigenen Wahl eintragen. Dann hat dieser Mensch eine Art von Vorrecht auf das Gift dieses Vampirs. Und wenn gerade keins in einem Krankenhaus zur Verfügung ist, dann wird besagter Vampir kontaktiert und kommt, sofern möglich, persönlich vorbei um ganz frisch zu spenden. Auf diese Art kann man bestimmten Menschen eine gute medizinische Versorgung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zusichern. Und das habe ich getan. Ich habe mich als Fullmetals regulären Spender eingetragen.“, erklärte Roy.

Ed errötete ein kleines Bisschen. Er tauschte einen Blick mit Alphonse, dann sah er zu Boden. Roy war also tatsächlich extra den ganzen Weg von seinem Büro hierher gekommen, hatte wahrscheinlich seine Arbeit unterbrochen, um Ed zu helfen. Die Ärztin beobachtete Roy als sei er das faszinierendste, dass sie je gesehen hatte. „Ich hab noch nie gehört, dass ein Mitglied des Hohen Rates sich als regulären Spender eingetragen hat. Abgesehen von Lady Esmeralda natürlich.“, murmelte sie. Bevor Ed und Al registrieren konnten, was sie gesagt hatte, stand Roy auf und wandte sich an die Ärztin. „Verzeihen Sie, dass ich mich einmische. Aber ist jetzt nicht der gegebene Zeitpunkt, um Fullmetal zu fragen, wie er es verabreicht kriegen will?“, fragte er. Die Ärztin schreckte aus ihrem Erstaunen auf und nickte. „Ja, natürlich.“, stotterte sie und wandte sich an Ed. „Möchten Sie das Gift trinken oder möchten Sie sich beißen lassen oder möchten Sie es mit einer Spritze injiziert bekommen oder...“, zählte sie auf. „Ich nehme den Biss.“, entschied Ed noch bevor sie ganz ausgesprochen hatte. Roy versuchte erfolglos ein erfreutes Lächeln zu unterdrücken.

Er zog seinen Mantel und seine Jacke aus, dann begann er die Ärmel zurück zu krempeln. Plötzlich hielt Roy inne und sah zwischen der Ärztin und Alphonse hin und her. „Ist noch etwas? Ihr wollt doch nicht etwa zusehen?“, fragte er. Sofort verließ die Ärztin das Zimmer. Alphonse stand auf und folgte ihr langsam. „Bis dann. Viel Spaß.“, murmelte er und winkte. Ed hätte schwören können, er hörte ein wissendes Lächeln aus seinem Tonfall heraus. Die Hitze auf Eds Wangen ließ ihn darauf schließen, dass er ziemlich rot im Gesicht sein musste. Er versuchte es zu ignorieren und ließ sich rückwärts in das Bett fallen. Als er zu Roy aufsah, blinzelte er überrascht und errötete noch stärker. Roy zog sein Hemd aus und legte es bei Seite. Sein Oberkörper war muskulös mit gut sichtbaren Bauchmuskeln und breiten Schultern, seine Haut blass und glatt, makellos abgesehen von Narben die hier und da verteilt waren. Die meisten davon waren größtenteils verblasst, aber ein paar von ihnen waren eher neu aussehend geblieben, vor allem Roys letzte Narbe quer über seiner Brust.

„Wieso...“, murmelte Ed. Roy legte sich zu Ed und zog ihn an sich. „Ich muss vermeiden Blutflecken auf meine Uniform zu kriegen. Die gehen nie heraus. Jetzt halt still. Das dauert diesmal nicht lange.“, erwiderte Roy. Er rollte Ed auf die Seite, sodass Eds Rücken an Roys Brust lehnte. Dann strich er Eds offenes Haar bei Seite, schloss ihn in seine Arme. Langsam sank er seine Fangzähne in Eds Hals. Ed stöhnte leise, als Roy ihn biss. Es dauerte nur wenige Sekunden bis Eds ganzer Körper sich heiß und empfindlich anfühlte. Roys Hand strich sanft über Eds Seite auf und ab, was Ed eine Gänsehaut bereitete. Er biss sich auf die Lippe in einem Versuch ein wohliges Stöhnen zu unterdrücken. Roy ließ seine Zähne länger als sonst in Eds Hals und desto länger es dauerte, desto unruhiger wurde Ed. Er drängte sich rückwärts an Roy, atmete schneller. Das merkwürdige, angenehme Gefühl, das er beim letzten Biss gehabt hatte, war zurück und noch stärker. Es breitete sich in Eds ganzen Körper aus, besonders zwischen seinen Beinen.


Endlich zog Roy seine Zähne zurück. Er schloss seine Lippen um die Wunde, die er hinterlassen hatte und leckte das Blut auf, dass heraus kam. Anstatt zu saugen, trank er nur, was von selbst hervor strömte. Trotzdem war Ed noch ganz aufgeregt und benommen. Er konnte spüren, wie sehr sein Herz raste. Und sein Gesicht glühte vor Hitze. Viel zu bald leckte Roy die letzten Blutstropfen von Eds Hals. Er lockerte seinen Griff um Ed, dann stand er langsam auf. Ed zog die Decke an sich hoch und presste die Beine zusammen, im Versuch zu verbergen, dass er halb hart war. Er traute sich nicht Roy anzusehen, aus Sorge, Roy könne erraten, was in ihm vor sich ging, aber Roy schien nichts zu merken. Er drückte einen schnellen Kuss auf Eds Schläfe, dann zog er sein Hemd und seine Jacke an. „Ich muss kurz telefonieren. Ich bin gleich wieder da.“, sagte er in einem eigenartig atemlosen Tonfall, dann verließ er hastig das Zimmer. Ed seufzte und versteckte sich unter der Bettdecke.
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