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One Shot- Abgekartetes Spiel

von Laika1993
OneshotRomance, Freundschaft / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
15.09.2021
15.09.2021
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4.289
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15.09.2021 4.289
 
Ein neuer One- Shot von mir für euch :)
Diesmal kommen die "Bemily- Fans" (wo ich mich selbst dazu zähle ;) ), auf ihre Kosten.

Viel Spaß beim Lesen :)

LG Laika :))


So langsam wurde Emily immer nervöser.
Je näher ihr Auftritt mit den Bellas rückte, desto schneller hämmerte Emilys Herz in ihrer Brust.
Die Bellas hatten es doch wirklich zu den Weltmeisterschaften des Acapellas geschafft.

Emily wusste wie wichtig ein Sieg für die Bellas wäre. Es ging heute Abend um Alles oder Nichts.
Nervös sah sie sich wieder um. Um sie herum wuselte eine Vielzahl von Menschen.
Die Konkurrenz war nicht zu verachten. Vorallem eine Gruppe aus Deutschland machte ihnen einen Sieg schwer.
DSM...

Die Brünette hing weiter ihren Gedanken nach, als sie eine vertraute Stimme vor sich wahr nahm.

"Hey Emily..."

Emilys Blick flog nach vorn und erkannte Benji.
Ohne es eigentlich zu wollen, erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht.

"Hey Benji, was machst du denn hier?", fragte Emily überrascht.
Sie sah Benji deutlich seine Nervosität an. Schon lange hatte sie bemerkt, dass der schüchterne Junge ein Auge auf sie geworfen hatte.
Die anderen Bellas zogen sie zusätzlich regelmäßig damit auf.
Doch dieses Interesse war ziemlich einseitig. Emily mochte Benji sehr gern... Aber eben nur als einen guten Freund.

"Ich wollte meinen Teil dazu beitragen, die Bellas an diesem besonderen Tag zu unterstützen und anzufeuern. Deswegen bin ich hier.", antwortete Benji schüchtern.

Emily lächelte ihn freudig an und dann tat sie etwas sehr unüberlegtes. Naja, das war es eigentlich nicht, aber darüber dachte sie jetzt nicht nach.

Sie zog einen überrascht drein blickenden Benji zu sich und drückte ihm ihre Lippen auf.
Es fühlte sich völlig falsch an, aber da musste Emily jetzt durch. Sie wollte es so. Es war ihre dämliche Idee gewesen.

Emily hatte ihre Augen nicht geschlossen, deswegen konnte sie die Person in einiger Entfernung ganz genau erkennen.
Und diese Tatsache, ließ sie ganz kurz lächeln.

Beca stand hinter den Beiden und beobachtete mit zusammen gekniffenen Augen die Aktion.

Emily beobachtete Becas Reaktion genau. Sie bildete sich ein, einen dunklen Schleier über Becas Augen huschen zu sehen.
Aber sie konnte sich auch diesbezüglich getäuscht haben.

"Emily, kommst du jetzt bitte?!", rief Beca ihr lauter zu als eigentlich nötig wäre.

Ruckartig löste Emily sich von Benjis Lippen und errötete.

"Ehm, ja natürlich... Geht sofort los.", murmelte Emily und versuchte Becas Blick einzufangen.

Doch die ältere Brünette sah starr an den Beiden vorbei und trat angespannt von einen Fuß auf den Anderen.

Emily gab es auf und wendete sich nocheinmal kurz an Benji.

"Also dann... Wir sehen uns.", nuschelte Emily und wand sich dann zum Gehen um.

Benji nickte nur und lächelte den Beiden Bellas zu.

Emily und Beca gingen schweigend nebeneinander her.
Die Jüngere spürte Becas Blick ganz deutlich auf sich. Sie merkte, dass der Brünetten etwas auf dem Herzen lag.

"Beca... Das ehm mit Benji... Also was du da gerade gesehen hast....", begann Emily langsam.
Doch Beca ließ sie nicht ausreden.

"Bitte Emily... Alles okay, ist doch schön wenn ihr Beide euch mögt. Benji ist ein guter Kerl...", unterbrach Beca sie.

Aber Emily spürte den bissigen Unterton in Becas Stimme.
Emily legte etwas an Tempo zu und konnte sich dadurch direkt vor Beca stellen. Diese knallte dadurch fast gegen Emily.
Genervt atmete sie aus.

"Verdammt, Emily. Was soll das?", fragte Beca bissig und durchbohrte Emily mit ihrem Blick.

Emily legte ihr Hände auf Becas Schultern und sah sie ebenfalls durchdringend an.
Diese Berührung brannte sich förmlich in Becas Haut ein.

"Becs, was ist los? Ich merke doch, dass irgendwas nicht stimmt.", fragte Emily nocheinmal vorsichtig nach.

Wieder sah sie diesen dunklen, traurigen Schleier in Becas Blick. Die kleinere Brünette öffnete ihren Mund, aber ihr fehlten die Worte.
Emily musste kurz schmunzeln.
Das sie das nochmal erleben durfte... Eine sprachlose Beca Mitchell. Sowas bekam man nicht alle Tage zu sehen.
Sie drückte Becas Schultern sanft und wartete auf eine Antwort.

"Emily... Ich... Also es gibt da etwas, was ich dir sag..."

"Beca, Emily. Da seid ihr ja endlich. Ich suche euch schon die ganze Zeit. Wir müssen uns fertig machen. Wir sind gleich an der Reihe. Also hopp- hopp.", unterbrach sie eine Stimme.

Wer immer es war... Emily verfluchte diese Person. Beca wollte ihr etwas anscheinend sehr wichtiges sagen und diese Person krätschte einfach dazwischen!
Was für ein beschissenes Timing hatte diese Person bitte?!

Emily löste sich widerwillig von Beca und sah sich um.

Chloe... Natürlich.
Wer auch sonst hatte so ein Talent in solchen Situationen reinzuplatzen...

Beca sah verlegen zu Boden und straffte dann die Schultern.

"Du hast uns gefunden. Wir sind sofort da.", flüsterte Beca.

Emily sah wieder zu Beca.
Sie könnte Chloe gerade wirklich den Hals umdrehen!
Generell war ihr Chloe in letzter Zeit ein Dorn im Auge. Der heiße Ginger stand Beca so nah wie sonst keine der anderen Bellas.
Sie war Becas beste Freundin und Emily war sich sicher, dass Chloe viel mehr für Beca sein wollte.
Die Beiden klebten so oft aufeinander und hatten so eine enge Bindung.

Doch Beca ging selten auf Chloes Annäherungsversuche ein. Für sie war Chloe "nur" ihre beste Freundin. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Diese Tatsache beruhigte Emily insgeheim.

"Dann lasst uns gehen.", flötete Chloe, griff nach Becas Hand und zog die Brünette hinter sich her.
Widerwillig folgte Beca Chloe und schenkte Emily noch ein kleines Lächeln.

Emily erwiderte Dieses nur halbherzig und trottete betröppelt hinter den Beiden her.

Sie hatte eigentlich kein Recht darauf, eifersüchtig zu sein. Aber dennoch war sie es. Emily wollte es sein, die Becas Hand halten durfte und noch so viel mehr.

Auf dem Weg zum Backstagebereich der Bühne, betrachtete sie wieder Becas Kehrseite. Ihr Blick wanderte zu deren brauner Mähne, welche ihr heute in großen Wellen über den Schultern hing und bei jedem Schritt leicht hin und her schwang. Wie gern würde Emily ihre Hände darin vergraben?!
Weiter wanderten ihre dunklen Augen über Becas Hals, auf welchen Emily so gern ihre Lippen drücken und mit ihrer Zunge darüber fahren würde.
Wieder wanderte Emilys hungriger Blick weiter. Mittlerweile war er auf Becas Rücken angekommen. Durch das eng anliegende Shirt, welches zu dem heutigen Bühnenoutfit gehörte, konnte Emily Becas Rückenmuskeln arbeiten sehen.
Scharf atmete Emily ein und aus. Sie wusste, dass Beca regelmäßig etwas für ihre Fitness tat und das sah man ihrem Körper deutlich an. Mehrmals die Woche ging sie mit Stacie ins Fitnessstudio oder Joggen. Nicht selten hatte sie Beca verschwitzt und dabei unheimlich scharf nach dem Sport gesehen. Und jedes Mal musste sie sich beherrschen um bei diesem Anblick nicht zu sabbern. Wie peinlich...
Zu guter letzt, war ihr Blick an Becas Hintern hängen geblieben. Dieser steckte heute in einer schwarzen Skinny- Jeans, welche sich perfekt an Becas Figur schmiegte.

Leise keuchte Emily auf und hoffte, dass Beca und Chloe es nicht mitbekamen.
Sie musste ganz schnell wieder einen klaren Kopf bekommen, sonst würde sie ihren Part niemals fehlerfrei hinbekommen.
Das sie bei ihrem Auftritt viel mit Beca zusammen singen musste, machte es für ihre Nerven nicht gerade leichter.

Hinter der Bühne angekommen, warteten schon die restlichen Bellas auf die Drei.

Beca stellte sich neben Emily und schaute alle Bellas der Reihe nach an.

"Okay Mädels... Jetzt heißt es, alles geben. Zeigen wir Denen da draußen was wir drauf haben. Ich bin jetzt schon so stolz auf Jede von uns. Was wir schon alles erreicht haben... Selbst wenn wir heute nicht gewinnen... Wird der heutige Tag immer ganz besonders für mich sein.
Ich liebe Euch, ihr Freaks.", sagte Beca ehrfürchtig und ließ bei ihren letzten Worten ihren Blick unauffällig länger zu Emily wandern.

Diese bekam Becas intensiven Blick nicht mit. Sie hatte gebannt Becas Rede gelauscht und versuchte sich auf den Auftritt seelisch und moralisch vorzubereiten.
Ein zustimmendens Gemurmel ging durch die Runde.

Emilys Blick wanderte zögerlich zu Beca. Dabei sah sie, dass Chloe schon wieder an Beca klebte. Diese hatte einen Arm um Becas Hüften geschlungen und lächelte dieser verliebt zu.
Emily verdrehte die Augen. Sie könnte grade kotzen... Schnell drehte sie sich wieder weg.

Im selben Moment kam ein Mitarbeiter der Crew zu ihnen und teilte ihnen mit, dass die Bellas jetzt an der Reihe waren.

Nocheinmal atmete Emily tief durch. Sie musste ihr "Chloe-Beca- Problem" für einen Augenblick hinten anstellen. Ob sie nun wollte oder nicht.

Dann wurde es ernst und es ging los.

Bei dem ersten Part des Auftritts war Emily entspannt und es fiel ihr nicht schwer.
Der Text sitze und auch bei der Choreographie kam sie gut mit.
Das Publikum wurde von den Bellas mitgerissen. Die Stimmung war ausgelassen und die Menschenmasse jubelte.

Dann kam der Part vor welchem Emily Bammel hatte.
Beca hatte die Idee, Emilys selbst geschriebenen Song "Flashlight" mit einzubauen.
Natürlich sollte Emily den Hauptpart singen... Zusammen mit Beca.

Die Musik wurde leiser und Emily trat in den Vordergrund.
Langsam und gefühlvoll begann Emily zu singen. Sie sang förmlich um ihr Leben und bekam fast nicht mit, wie Beca an ihre Seite trat.
Erst deren glockenklare Stimme, ließ Emily aus ihrer eigenen Welt wieder auftauchen.

Beca sah Emily von der Seite an und strahlte diese aus ihren blauen Augen an.
Emily blieb bei diesem Blick fast die Luft weg.
In Becas Blick spiegelten sich so viele Gefühle wieder... Schmerz, Freude, Traurigkeit und Liebe?

Die Jüngere hätte fast ihren Einsatz verpasst, doch Becs holte sie sanft aus ihrer Trance, indem sie Emilys Hand vorsichtig in ihre nahm.

Emily zuckte ganz kurz zusammen. Diese Geste war eigentlich nicht in der Choreographie vorhanden.
Aber Emily würde einen Teufel tun und sich dagegen wehren.

Während Emily wieder anfing zu singen, drückte sie liebevoll Becas Hand und lächelte diese an.

Beca erwiderte Emilys Blick und verlor sich in ihren braunen Augen.
Die beiden jungen Frauen versanken in den Augen der jeweils Anderen. Für die Beiden gab es in diesem Moment nur die jeweils Andere.

Beca stieg nach einigen Zeilen in Emilys Gesang mit ein.
Sie hielt weiter Emilys Hand in ihrer und ging einen Schritt auf sie zu. Ihr Blick bohrte sich in den von Emily.

Emilys Knie wurden weich wie Butter. Es fiel ihr schwer, nicht aus ihrer Rolle zu fallen.
Becas Blick ließ sie nicht los. Sie trat nun ebenfalls einen weiteren Schritt auf die kleinere Brünette zu.

Emily schloß ihre Augen um sich besser konzentrieren zu können. Denn würde sie weiter in Becas leuchtende Augen schauen, wäre Hopfen und Malz verloren gewesen. Und das durfte hier und heute auf gar keinen Fall passieren.

Im Hintergrund stiegen nun auch die restlichen Bellas wieder mit ein.
Ihr Auftritt war nahezu perfekt.

Langsam verklangen die letzten Töne und danach herrschte für einige Sekunden eine gespenstische Stille.

Emily und Beca hatten sich mittlerweile wieder dem Publikum zu gedreht, hielten sich aber immer noch an den Händen.

Keine der Beiden wollten den Kontakt lösen.

Dann begann tosender Applaus und die Menge rastet richtig aus.
Emily durchflutete ein Glücksgefühl in einem Ausmaß, welches sie selten erlebt hatte.
Ein erleichternder Seufzer kam ihr über die Lippen und sie spürte wie Beca ihre Hand sanft drückte. Auch auf dem Gesicht der Kleineren hatte sich ein breites Lächeln ausgebreitet.

Sie beugte sich näher zu Emily um nicht so schreien zu müssen.

"Du warst großartig, Em...", flüsterte Beca zu Emily und sah, wie diese errötete.

"Genauso wie du.", hauchte Emily zurück.

Beca lächelte noch breiter und zog Emily in eine lange Umarmung.
Sie genoss die Nähe und Wärme der jüngeren Bella. Es fühlte sich so gut an, Emily in ihren Armen zu halten.

Doch dann schoß ihr wieder der Gedanke an Emilys und Benjis Kuss ins Gedächtnis.
Ein Stich traf Beca mitten ins Herz.

Langsam und zögerlich löste Beca die Umarmung und brachte etwas Abstand zwischen sich und die hübschen Dunkelhaarige.

Die anderen Bellas stürmten jetzt auf die Beiden zu und zogen sie in eine riesige Gruppenumarmung.
Nacheinander umarmten sie sich alle nocheinmal einzeln.
Natürlich dauerte Becas und Chloes Umarmung länger als nötig.

Genervt und eifersüchtig drehte Emily sich weg. Sie wollte sich das nicht länger als nötig anschauen müssen.




Später am Abend wurde natürlich ordentlich gefeiert. Die Barden Bellas hatten es geschafft und die Weltmeisterschaft doch tatsächlich gewonnen.

Nach einiger Zeit stellte Emily fest, dass Beca und Chloe seit geraumer Zeit verschwunden waren.
Es breitete sich wieder ein ungutes Gefühl in Emilys Magengegend aus.

"Hast du Chloe oder Beca in  letzter Zeit gesehen?", fragte Emily Stacie, mit welcher sie gerade in einem Gespräch vertieft war.

"Nö, aber die Beiden wollten etwas an die frische Luft.", antwortete Stacie.

"Okay ich glaube, ich hüpfe auch mal kurz nach draußen. Der Alkohol macht sich so langsam bemerkbar."

Stacie nickte ihr zu und widmete sich dann Jessica und Ashley.

Emily machte sich auf den Weg nach draußen. Die kühle Abendluft wehte ihr entgegen und kühlte ihr erhitztes Gesicht.
Dann setzte sie sich in Bewegung um Chloe und Beca zu suchen.

Gefühlt stundenlang schlenderte sie umher, bis sie an einem See ankam.
Gemütlich ging sie am Ufer entlang und genoß die Ruhe, welche hier herrschte.

In einiger Entfernung konnte sie zwei Personen erkennen, welche am Ufer saßen und sich unterhielten.
Bei genauerer Betrachtung konnte Emily auch sehen um wem es sich handelte.
Es waren Chloe und Beca. Langsam und leise schlich Emily sich näher an die Beiden heran.

Chloes Hand lag auf Becas Oberschenkel und strich sanft darüber. Beca redete aufgebracht auf Chloe ein und gestekulierte wild mit ihrem Händen umher.
Emily konnte nicht verstehen über was die Beiden redeten.

Der Ginger versuchte Beca zu beruhigen und zog diese näher zu sich. Sie bettete Becas Kopf an ihre Schulter und strich durch ihr brünettes Haar.

In Emily zog sich alles zusammen. Es schmerzte sie, die Beiden so zu sehen.
Ungewollt sammelten sich Tränen in ihren dunklen Augen. Sie ballte die Hände zu Fäusten und schluckte.
Schnurstracks ging sie mit schnellen Schritten auf die Beiden jungen Frauen zu.

"Was macht ihr Beiden hier?!", räusperte sich Emily. Ihre Stimme war messerscharf.

Beca und Chloe schnellten auseinander und drehten sich zu Emily um.

Beca suchte sofort Emilys Blick. Sie musste bei Emilys Blick schlucken. Sie hatte die Dunkelhaarige noch nie so verletzt und aufgebracht gesehen.

Chloe fand als Erste ihre Stimme wieder. Sie stupste Beca sanft an.

"Emily, hey... Also ehm, Beca ging es nicht so gut und da sind wir etwas an die frische Luft gegangen."
Chloe lachte kurz unsicher auf und sah dann zu Emily.

"Aha...", war das Einzige was Emily darauf antwortete.

Chloe spürte die unangenehme Spannung, welche sich unter den Dreien aufgebaut hatte.

"Alles klar. Hier herrscht absoluter Klärungsbedarf. Ich lasse euch jetzt mal allein. Die Luft fängt hier sonst vor Spannung an zu brennen.", säuselte Chloe.

Sie beugte sich nocheinmal zu Beca und drückte dieser einen Kuss auf die Wange.

Emily machte ein abwertendes Geräusch.

"Es reicht doch jetzt, oder?!", feuerte Emily unüberlegt raus.

Becas Wangen wurden rot und sie blickte fragend zu Emily.
Diese schloß schnell ihren Mund wieder und schaute aufeinmal ziemlich interessiert den Boden an.

Chloes Schmunzeln blieb ihr deswegen verborgen. Sie trat langsam auf die jüngste Bella zu.

"Emily... Rede mir Beca. Ich glaube, hier herrscht ein riesen Missverständnis.", flüsterte der Ginger und verschwand dann.

Unsicher trat Emily zu Beca, welche noch immer am Seeufer saß und auf das Wasser vor sich starrte.
Die Stille zwischen den Beiden war erdrückend.

Irgendwann seufzte Beca auf und stellte sich neben Emily.

"Emily, was ging hier gerade ab? Oder besser gesagt, was geht hier schon den ganzen Abend ab zwischen uns? Du kackst Chloe schon den ganzen Abend grundlos an. Und zu mir bist du ebenfalls merkwürdig.", schoß es scharf aus Beca  heraus.

Emily zuckte merklich bei Becas Tonlage zusammen und sie zuckte mit den Schultern.

"Keine Ahnung, Beca... Sie geht mir momentan gehörig gegen den Strich.", murmelte Emily ohne Beca anzuschauen.

"Das merkt man.", antwortete Beca und musste kurz lächeln.

Sie trat näher an Emily und nahm wieder ihre Hand in ihre.

"Was bedrückt dich? Rede mit mir, Emily. Nur so kann ich dir helfen? Was hat Chloe dir getan?"

Geduldig wartete Beca auf eine Antwort von Emily.

Emily haderte mit sich. Sie konnte Beca ja schlecht sagen, dass sie auf sie stand.
Schon die ganze Zeit über... Seit sie Beca das erste Mal gesehen hatte.

"Em, bitte...", versuchte Beca es noch einmal.

In Emilys dunklen Augen bildeten sich wieder einzelne Tränen. Schnell wischte sie diese mit dem Handrücken weg.

Doch Beca hatte sie schon bemerkt und streckte ihre Hand nach Emilys Wangen aus. Sachte wischte sie mit ihrem Daumen eine Träne weg.
Bei diesem Körperkontakt schloß Emily kurz die Augen und genoß einfach Becas Hand auf ihrer Haut.

"Sie darf dir näher sein als ich. Das ist mein Problem mit ihr.", flüsterte Emily so leise das Beca es kaum verstand.

Fragend zog die Kleinere die Augenbrauen nach oben.
Emily öffnete ihre Augen wieder und sah auf Beca hinab.
Sie wartete auf Becas Antwort. Als diese nach einigen Herzschlägen immer noch nichts sagte, wurde Emily noch nervöser als sie ohnehin schon war.

"Sag was, bitte.", flehte Emily und strich Beca über den Handrücken.

"Emily... Ich weiß nicht was ich sagen soll. Was meinst du damit genau?", stotterte Beca und sah Emily hilfesuchend an.

Emily spürte, dass sie jetzt mit der ganzen Wahrheit raus rücken musste. Ob sie wollte oder nicht.

Vorsichtig nahm sie jetzt auch Becas andere Hand in ihre. Ihr Blick ruhte weiterhin auf Becas hübschen Gesicht.

"Becs... Ich will es sein, die dir ungefragt so nah kommen darf, wie sie möchte. Ich möchte deine Hand halten dürfen, dich umarmen dürfen... Ich will an deiner Seite sein. Ich möchte dich berühren und küssen dürfen...", hauchte Emily.

Becas Herzschlag hatte sich bei Emilys Worten mehr als verdoppelt. Sie konnte nicht glauben, was Emily ihr da gerade eben gestanden hatte.
Die junge Bella war eifersüchtig auf Chloe.

"Heißt das etwa, dass du... Also das du..."

Beca traute sich nicht es auszusprechen und brach ab.

Emily musste lächeln. Zum zweiten Mal an diesem Abend erlebte sie Beca sprachlos und nach Worten ringend. Niemand würde ihr das glauben wenn sie es erzählen würde.

"Ja, du Idiot. Ich versuche dir hier gerade meine Gefühle zu gestehen und mache mir dabei fast in die Hose. Also sag was darauf... Bitte, sonst kippe ich hier gleich um.", flehte Emily.

Beca schüttelte ungläubig mit dem Kopf.

"Aber du und Benji... Ich hab euch heute gesehen als ihr...", fing Beca stammelnd an.

"Das war nichts... Also, war es schon. Aber eben nicht so wie du denkst.", murmelte Emily verlegen.

Beca sah sie tadelnd an.

"Es sah mir aber alles sehr deutlich aus. Was kann man daran bitte falsch verstehen?", fragte Beca scharf nach.

Sie wollte hier und jetzt Klarheit. Sie wollte von Emily, gelinde gesagt, nicht verarscht werden.

Emily legte ihr Hand an Becas Wange und strich gefühlvoll darüber.

"Es war eine bescheuerte Idee von mir, dich eifersüchtig zu machen und aus der Reserve zu locken. Ich wollte deine Reaktion sehen. Aber irgendwie kam da nicht das was ich erhofft hatte.", erklärte Emily.

Beca musste lachte kurz auf und legte ihre Hand auf die von Emily, welche an ihrer Wange ruhte.

"Oh Gott, Emily. Glaub mir... Es hat in mir gebrodelt. Ich hätte Benji am liebsten die Augen ausgekratzt.", flüsterte Beca und verlor sich in Emilys braunen Augen.

Überrascht keuchte Emily auf. Sie glaubte sich verhört zu haben.

"Aber ich dachte immer du und Chloe... Also das sich bei euch was anbahnt. Oder zumindest Chloe mehr von dir möchte.", stammelte Emily und sah verlegen weg.

Beca schüttelte langsam ihrem Kopf.

"Nein, da läuft nichts. Und es wird da auch nie mehr als Freundschaft laufen. Du wirst lachen, aber... Ich wollte dich mit ihr ebenfalls nur eifersüchtig machen. Chloe weiß über meine Gefühlslage, was dich angeht, bescheid. Sie wollte mir damit helfen. Ziemlich bescheidene Idee wenn man im Nachhinein drüber nachdenkt.", lachte Beca.

Beca ließ ihre Hände an Emilys Seiten entlang wandern. Sie streichelte sanft auf und ab und beobachtete Emilys Reaktionen. Die Jüngere schien es zu genießen und wehrte sich nicht.

"Weiß Benji woran er bei dir ist?", fragte Beca nach einer Weile.

Emily nickte heftig.

"Er weiß es. Auch wenn er gern mehr zwischen uns wollen würde.", antwortete Emily.

Becas Augen verzogen sich zu Schlitzen und sie hakte ihre Finger in die Gürtelschlaufen von Emilys Jeans. Sachte zog sie die große Brünette näher zu sich.

Überrascht und auch etwas angemacht von Becas Aktion, keuchte Emily auf.

"Gut, denn ich dulde keine Konkurrenz.", knurrte Beca.

Sie ließ eine Hand wieder an Emilys Körper nach oben wandern und hakte einen Finger in Emilys Ausschnitt ihres Shirts ein und strich diesen langsam entlang. Dabei berührte ihre Fingerspitze immer mal wieder Emilys nackte Haut.

Augenblicklich bekam Emily Gänsehaut und ihr Atem beschleunigte sich.
Beca machte eigentlich nichts weiter, aber es reichte schon aus um Emily verrückt zu machen.
Sie fand diese dominante Seite an Beca mehr als heiß.

"Er ist keine Konkurrenz.", flüsterte Emily fest.

"Gut, denn das hier...", dabei zeigte Beca auf Emilys Körper, "Gehört ab heute nur mir. Also, wenn du das überhaupt möchtest."
Zum Ende hin wurde Becas Stimme fast etwas unsicher.

Lächelnd legte Emily ihre Arme in Becas Nacken.

"Und wie ich das möchte.", hauchte Emily und kam Becas Gesicht näher.
Sie spürte Becas Atem auf ihren Lippen. Ihre Nerven waren zum zerreißen gespannt und ihr Verlangen nach Becas Lippen auf ihren war mittlerweile unerträglich.

Noch einmal suchte sie in Becas Blick nach Bestätigung, doch die Brünette hatte ihre Augen bereits geschlossen und wartete mit leicht geöffneten Lippen auf Emilys.

Vorsichtig und unendlich gefühlvoll legte Emily ihre Lippen auf die von Beca.
Sie ließ ihre Lippen sanft auf denen der Brünetten tanzen.

Für Beca und Emily ging in diesem Moment ein lang ersehnten Traum in Erfüllung.
Emily hatte so oft von diesem Moment geträumt, ihn aber nie für möglich gehalten.
Und jetzt stand sie hier, an diesem traumhaft schönen See, die Bellas hatten die Weltmeisterschaft gewonnen und sie küsste Beca fucking Mitchell!

Leise hörte sie Beca in den Kuss seufzen und sie spürte Becas Hände, welche sich zaghaft unter ihr Shirt schoben.

Für Emily hörten sich Becas Laute wie Musik an. Sie wollte ihr diese Laute von nun an jeden Tag entlocken. Und nicht nur diese Laute. Sie spürte, wie ihr die Hitze durch den Körper schoß und sich in ihrer Mitte sammelte. Becas Hände auf ihrer nackten Haut machten es nicht unbedingt besser. Auch Becas Zunge, welche mittelweile Emilys Mund erobert hatte, trug einen bedeutenden Teil zu Emilys wachsender Erregung bei.

Emily rief sich innerlich zur Vernunft.
Sachte löste sie den sinnlichen Kuss und lächelte Beca verliebt an.

"Wieso hörst du auf? Komm wieder her.", protestierte Beca und wollte Emilys Lippen wieder einfangen.

Doch Emily hielt sie sanft an ihren Schultern zurück.

"Becs, ich denke hier ist nicht der Reichtige Ort dafür. So gern ich das hier auch weiter mit dir vertiefen möchte. Lass uns das auf später verschieben."

Beca seufzte genervt auf, lächelte aber dabei verführerisch.

"Mhm, kann ich dich wirklich nicht überzeugen weiter mit mir hier rumzumachen?", säuselte sie an Emilys Ohr.

Bei Becas Atem, welcher ihr Ohr kitzelte, musste auch Emily leise stöhnen.
Verdammt, Beca kostete sie alles an Selbstbeherrschung was sie hatte.

Becas Lippen hatten sich mittlerweile zu Emilys Hals gearbeitet und übersäten diesen mit federleichten Küssen.

Emily musste jetzt sofort die Notbremse ziehen, bevor es zu spät war!

Sie dirigierte Becas Gesicht und Lippen von ihrem Hals zu ihrem Gesicht.
Sachte drückte sie Beca einen Kuss auf und lehnte dann ihre Stirn an Becas.

Sie versuchte ihren Atem und Herzschlag wieder zu normalisieren.

"Wir sollten wieder zu den Anderen gehen. Die suchen uns sicher schon. Lass uns später im Hotel dort weiter machen wo wir jetzt aufhören müssen.", flüsterte Emily.

"Müssen tun wir gar nichts, Emily.", unternahm Beca einen letzten Versuch, Emily umzustimmen.

Doch die Größere schüttelte nur lächeln mit dem Kopf.

"Keine Chance, Becs. Komm schon. Zeigen wir den Anderen das du ab jetzt zu mir gehörst.", sagte Emily und zog Beca hinter sich her.

"Sehr gern.", antwortete Beca und ließ sich bereitwillig hinter Emily her ziehen.

Die Beiden bekamen den ganzen Weg über, ihr dämliches Grinsen nicht aus dem Gesicht.
Selbst als Beide den Anderen von ihnen erzählte, verschwand es nicht aus ihren Gesichtern. Im Gegenteil... Es wurde dabei nur noch größer.

Von allen Bellas regnete es Glückwünsche und vorallem Chloe freute sich wahnsinnig für die Beiden. Sie nahm es Emily nicht übel, dass diese immer mal wieder gegen sie gefeuert hatte. Sie hatte schon lange vorher gemerkt, dass Emily mehr von Beca wollte als Freundschaft.
Und als Beca ihr irgendwann im betrunkenen Zustand von ihren Gefühlen für Emily erzählte, war es für Chloe ein persönliches Anliegen die Beiden zu verkuppeln.
Zufrieden lächelte sie vor sich hin und nippte wieder an ihrem Getränk.

Emily und Beca hatten den Rest des Abends natürlich nur noch Augen für sich.
Ihr Start war holprig und nicht einfach, aber letzten Endes hatten sie sich doch gefunden.

Und Beide waren froh so tolle Freunde zu haben, die den Beiden immer mal wieder einen Schubs in die richtige Richtung gaben.
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