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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
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Dieses Kapitel
1 Review
 
09.05.2022 500
 
Ich ließ mich auf mein Bett fallen und versuchte einen klaren Gedanken fassen zu können. Vielleicht hatte Justus ja doch Recht und ich hatte k mißverstanden, doch für mich ergab das einfach keinen Sinn.

Ich sah Justus zu, wie er sich die Zähne putzte und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Als er fertig war, sprach ich ihn direkt an: „Luke ist jetzt mit Katie zusammen?“

„Ja seit heute morgen wohl“, bestätigte Justus mir und obwohl ich es ja bereits wußte, es mit eigenen Augen gesehen hatte, wie sie sich geküsst haben und selbst gehört hatte, wie sie sich mit den Worten ich liebe dich verabschiedet hatten, musste ich die Info erst einmal sacken lassen.

Ich ging an das Waschbecken und putzte mir nun ebenfalls die Zähne, nur um eine Ausrede zu haben, warum ich erstmal nichts darauf sagte. Doch Justus, der mich mit gerunzelter Stirn beobachtete, wartete nicht darauf, daß ich fertig wurde, sondern machte mir auch so eine Ansage: „Du hast definitiv irgendetwas fehlinterpretiert und auch wenn ich der Sache mit Peter und dir keine Chance gebe, verdammt nochmal, rede mit Peter und zwar so schnell wie möglich. Solche Mißverständnisse können überhaupt nur entstehen, wenn man nicht miteinander redet. Das gefährdet unsere Freundschaft, wenn du nicht mit ihm darüber redest, was du denkst oder fühlst.“

Der Einfachheit halber nickte ich nur und ließ mir viel Zeit beim Zähne putzen. Doch ich konnte nicht ewig damit Zeit gewinnen. Als ich schließlich meinem Mund ausgespült hatte, versprach ich Justus während ich meine Zahnbürste ins Glas stellte: „Du hast ja Recht, sobald sich eine gute Gelegenheit findet, werde ich mit ihm reden.“

„Gut“, sagte Justus schlicht und sah mich weiterhin nachdenklich an. Ich wiech seinem Blick aus und holte mein Buch hervor. Doch wieder einmal gelang es mir nicht und das obwohl das Buch inzwischen richtig spannend war.

Ein klärendes Gespräch mit Peter war unausweichlich und es würde definitiv nicht mehr lange dauern, denn die Klassenfahrt neigte sich ihrem Ende zu. Doch egal wie sehr ich Justus Recht gab, denn ich wusste er hatte Recht, ich hatte etwas Angst davor. Es würde mit Sicherheit richtig weh tun und was wenn Peter damit nicht gut umgehen könnte. Vielleicht könnte das Richtige tun auch genauso falsch sein, wie das Falsche zu tun. Falls das irgend einen Sinn ergab.

Diesmal war ich noch wach, als Justus längst eingeschlafen war. Das kam wirklich selten vor und war ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr mich die aktuelle Situation sorgte. Ich stand vor lauter Unruhe mitten in der Nacht auf, lief zum Fenster und schaute raus.

Es war dunkel, der Halbmond stand am Himmel und erhellte die Dunkelheit so weit, daß man die Umrisse der Landschaft und Gebäude erkennen konnte. Alles schön so ruhig und friedlich, nur in mir blieb die Unruhe.

„Du solltest auch besser schlafen“, meinte Justus, als er kurz zwischendurch aufgewacht war.

„Ich weiß“, erwiderte ich  und legte mich wirklich wieder in mein Bett und dann schlief ich auch tatsächlich kurz darauf ein.
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