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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
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02.05.2022 902
 
Als ich früh am Morgen aufwachte, konnte ich nicht so schnell wieder einschlafen. Bob dagegen schlief wie ein Murmeltier.  Da wir hier in der Jugendherberge wieder alleine Duschen gehen durften, nutzte ich die Gelegenheit und betrat auch tatsächlich die Duschräume als Erster heute Morgen.

So war es mir mit Abstand am Liebsten. Doch ich blieb nicht alleine. Peter, Luke und Dean kamen mit Jørn nach dem Sport um ebenfalls zu duschen. Ich beobachtete Peter ganz genau, wie er sich Luke gegenüber verhielt. Ob da irgendwas anders war, als es ein sollte, so wie es Bob meinte. Doch da war nichts. Nur daß ich so genau ihn studierte, daß es Peter auffiel und er mich darauf fragte: „Alles okay bei dir, Justus?“

„Ja klar, ich bin nur etwas müde“, redete ich mich etwas heraus. Dann kam ich zum Ende, trocknete mich ab und ging zurück ins Zimmer.

Bob schlief noch, ganz so wie ich es von ihm erwartet hatte. Ich ging leise zu meinem Kleiderschrank und zog mir etwas an. Kaum war ich fertig betraten Peter und Luke unser Zimmer.

Peter legte sich zu Bob ins Bett, wischte ihm die Haare aus dem Gesicht und weckte ihm mit: „Guten Morgen, du Langschläfer.“

Bob streckte und sich gähnend und grüßte uns: „Guten Morgen.“

Ich sprach Luke auf das Frühstück an, wollte mal gucken, wie er so drauf war, denn wenn zwischen ihm und Peter etwas lief, musste er doch eifersüchtig reagieren, wenn Peter sich zu Bob ins Bett legte.

Doch Luke hatte offensichtlich richtig gute Laune und achtete nicht weiter auf Peter oder auf Bob, der an den Kleiderschrank gegangen war, um sich anzuziehen. Nichts daran wirkte auffällig und ich war mir noch sicherer als zuvor schon, daß keiner der beiden irgendwelche Gefühle füreinander hegte. Als Bob angezogen war, gingen wir in den Speisesaal.

Die Einteilung die während des Frühstücks verkündet wurden, verschlechterte meine Laune deutlich. Mädchen und Jungen wurden für heute und morgen getrennt und übermorgen wurden wir schon wieder abfahren. Da gab es nicht mehr viel Gelegenheit Abigail etwas näher zu kommen.

Und als wäre das nicht genug, wurde auch noch mit der Einteilung nach Kreativen auch noch Bob aus meiner und Peters Gruppe genommen. Es gab also weder die Möglichkeit für mich mit Abigail etwas zu machen, noch die Möglichkeit, daß Peter und Bob miteinander reden und die Sache klären würden.

Etwas Positives gabes aber auch, durch die pädagogische Arbeit der letzten zehn Tage machte das miteinander Arbeiten tatsächlich richtig Spaß. Die Laune war zeitweise schon ansteckend gut. Und auch wenn hellblau jetzt nicht gerade bunt war und die Decke nur geweißt wurde, musste auch ich zugeben, daß der Flur auch dadurch bereits viel freundlicher wirkte.

Am Nachmittag stand dann Völkerball auf dem Programm. Ich hätte lieber weiter freiwillig die Türrahmen lackiert, doch das stand nicht zur Wahl. Da ich nicht sportlich bin, wurde ich wie so oft, als einer der Ersten rausgeworfen. Doch immerhin war ich im Werfen gut und traf gleich mehrere aus dem gegnerischen Team. Gerade Peter und Luke waren dagegen so gut, daß die zwei das Spiel ewig in die Länge zogen. Doch schließlich fing Luke den Ball mit dem ich ihn fast abgeworfen hätte und traf Peter aus solcher Nähe, daß er es nicht mehr schaffte zu reagieren.

Ich war jetzt noch genervter: keine Möglichkeit mit Abigail zu reden, Bob und Peter nicht miteinander geredet, ein gefühlt endloses Völkerballspiel und das würde dann gekrönt mit, alle müssen vor dem Abendessen Duschen gehen. Ich hasste es, aber diesmal gab es kein drumherum kommen, denn nach dem Streichen und dem Sport hatten wir zugegeben es alle nötig gründlich zu duschen.

Das Abendessen dagegen war ein Trost, denn es war lecker und wir unterhielten uns allesamt sehr gut gelaunt. Bob erzählte uns von den Plänen der Kreativgruppe für unseren Flur.

Dafür war die Zeit im Gemeinschaftsraum danach sehr beschnitten. Bob war mal wieder nicht dabei, weil Hannah was mit ihm und ein paar Anderen etwas wegen dem Reisetagebuch zu besprechen hatte. Ich traute mich nicht einfach zu Abigail rüberzugehen, die irgendwie wie ein fünftes Rad am Wagen neben ihrer Freundin Amber und deren Freund Ian wirkte.

Doch dann geschah etwas, was mich vollkommen überraschte. Katie kam zu Luke, der sie anstrahlte, setzte sich auf seinen Schoß und sie küssten sich.

Für mich kam das total überraschend, so komplett aus dem Nichts, aber Peter überraschte das gar nicht. Gut die zwei teilten sich ein Zimmer und davor hatten sie sich mit Dean das Zelt geteilt, gingen jeden Morgen zum Joggen, wahrscheinlich redeten sie über solche Dinge. Aber umso sicherer war ich, daß Bob sich geirrt haben musste.  Peter und Luke waren einfach nur befreundet und so wie ich die Sache gerade einschätzen waren sie auch beide hetero.

Mit Bob war da wohl irgendwie die Fantasie durchgegangen. Ich schaute zu Bob rüber, aber der saß mit dem Rücken zu uns und war ganz in das Teamgespräch mit Hannah vertieft.

Erst als Hannah allen verkündet hatte, das nun Zeit war, um auf unsere Zimmer und ins Bett zu gehen, fiel Bobs Blick auf Luke und Katie. Ich konnte seine Überraschung mühelos erkennen. Wie eine Marionette folgte er Luke und Katie den Weg bis zur Eingangshalle und beobachtete noch, wie die zwei sich voneinander verabschiedeten.

Auf dem Jungenflur trennten wir uns von den Anderen und gingen in das hinterste Zimmer. Mir war vollkommen klar, was Bob nun gleich fragen würde.
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