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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
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Dieses Kapitel
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15.04.2022 1.048
 
Peters Sicht

Wir gingen abends alle auf unsere Zimmer und Jørn lachte schon, daß es ja ein ganz seltsamer Zufall sei, daß wir zwei, als auch Justus und Bob sich wieder die Zimmer teilten. Ich sagte dazu nichts und Luke merkte nur grinsend an: „Als Bob und ich ankamen, war Peter schon auf dem Weg ins Zimmer.“

Jørn lachte nur und glaubte ihm kein Wort, dabei war es wirklich vor allem viel Glück, daß in der Zwischenzeit niemand sonst die fünf gewählt hatte.

Kurz darauf stand Luke mit freiem Oberkörper am Waschbecken und putzte sich die Zähne. Er bemerkte gar nicht, wie ich meinen Blick über seinen Körper wandern ließ. Ich zog mich in seinem Rücken aus und legte mich nackt auf mein Bett.

Als Luke fertig war und sich umdrehte, fiel sein Blick auf mich und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Er  legte sich neben mich und sanft strich er über meinen Körper. Ich tat es ihm gleich und erkundete mit meiner Hand seinen Körper und nach einer Weile ließ ich meine Hand unter seine Boxershorts gleiten. Doch die Reaktion fiel so ganz anders als erwartet aus.

Er wirkte so verträumt, so als wäre er mit seinen Gedanken ganz weit weg. „Irgendwie habe ich das Gefühl, du bist nicht so ganz anwesend“, sprach ich meine Vermutung aus.

„Ja, sorry, ich..“, haspelte Luke und bekam rote Wangen. „Ich war gerade in Gedanken.“

„Und woran hast du gedacht?“, fragte ich gerade heraus.

„Daran, daß Gefühle echt mega kompliziert sind. - Ich fürchte ich habe mich verliebt“, erklärte er unglücklich und seufzte.

„Nicht in mich, oder?“, fragte ich sicherheitshalber nach, auch wenn ich sicher war, das dem nicht so war.

„Nein - Ich habe mich diesmal in ein Mädchen verliebt“, antwortete er und seufzte schwer.

Mich erleichterte die Antwort, auch wenn ich Luke sehr mochte und diese sexuelle Spielerei zwischen uns schön war. Ich liebte ihn nicht, nicht mal ein wenig. Es gab nur Einen, für den ich zur Zeit etwas tiefere Gefühle hatte und das war Bob. „Wer ist sie?“, erkundigte ich mich interessiert.

„Katie“, sagte Luke und allein an dem Gesichtsausdruck, als er ihren Namen sagte, war zu erkennen, daß es ihn voll erwischt hatte. „Sie ist hübsch, sportlich, intelligent, ehrgeizig, interessant und total lieb.“

„Klingt gut und wie steht sie zu dir?“, erkundigte ich mich über den Stand der Dinge.

„Ich fürchte auch gut“, sagte er unglücklich. Für mich passte das alles nicht zusammen. Wenn er verliebt war und er gute Chancen sah, daß sie seine Gefühle erwiderte, sollte er dann nicht glücklich sein?

„Ist das nicht super?“, hakte ich direkt nach.

Luke seufzte und meinte dann: „Ja, für andere vermutlich. Ich wohne mit meinen Eltern immer nur ein paar Monate bis maximal zwei Jahre an einem Ort, dann ziehen wir wieder um. Ich wollte mich nicht verlieben, ehe ich nicht irgendwo studiere und dann tatsächlich mal längere Zeit an einem Ort lebe.“

„Es kommt eben selten, wie man es sich wünscht. Abgesehen davon funktioniert das mit den Gefühlen eh nie nach Plan. Du solltest Katie und dir eine Chance geben“, meinte ich überzeugt.

„Und wenn ich dann umziehen muss?“, fragte Luke unsicher.

„Ihr seid gerade erst nach LA gekommen, also habt ihr Zeit herauszufinden, wie das mit euch läuft, vielleicht ist bis dahin eh alles wieder vorbei, dann hast du dich vollkommen umsonst verrückt gemacht. In einem Jahr geht es aufs College, wenn ihr solange bleibt und ihr dann noch zusammen seid, könnt ihr euch ein College in der gleichen Stadt suchen und wenn es gut läuft und du dann nochmal mit deinen Eltern mit musst dann findet ihr eine Lösung das zu überbrücken bis ihr aufs College kommt“, erklärte ich zuversichtlich.

„Du meinst wirklich das kann funktionieren?“, fragte er und sah mich mit großen Augen an.

„Ich meine du solltest dich einfach drauf einlassen und es versuchen. Das weiß niemand vorher, ob es funktioniert. Es nicht zu versuchen ist definitiv ein großer Fehler. Geh hin und rede mit ihr“, ermutigte ich ihn.

„Danke. Aber das heißt dann auch, daß das mit uns nicht so weiter laufen kann“, sprach er etwas aus, was mir auch gerade klar wurde.

Ich dachte kurz drüber nach, dann versicherte ich ihm: „Das ist okay, solange wir weiter befreundet bleiben. Ich liebe dich nicht, aber ich mag dich gerne.“

„Das geht mir genauso“, sagte Luke und sah zufrieden aus.

„Ich glaube ich habe mich auch verliebt“, gestand ich ganz plötzlich, ehe ich darüber nachdenken konnte, ob das eine gute Idee war.

„In Bob?“, erkundigte sich Luke zu meiner Überraschung direkt.

„Woher-?“, fragte ich ihn verblüfft.

„Erstens hast du schon zugegeben, daß du ihn süß findest, zweitens sieht man das, wenn man euch miteinander sieht“, antwortete Luke ganz selbstverständlich und blinzelte mir zu.

„Du irrst dich. Das ist normal zwischen uns. Im Gegenteil irgendwas stimmt nicht mit Bob. Er verhält sich mir gegenüber seit wir hier sind immer wieder seltsam, eher zurückhaltender als vorher. Ich habe aber keine Ahnung woran das liegt“, stellte ich richtig.

„Dann rede ich morgen mit Katie und du mit Bob“, schlug Luke vor.

„Ich möchte schon mit Bob reden, seit Tagen schon, aber es bietet sich einfach keine Gelegenheit hier. Ich werde wohl warten, bis wir wieder Zuhause sind, solange ist das nicht mehr hin“, widersprach ich ungern, denn eigentlich war der Vorschlag gut.

„Wie meinst du das mit keiner passenden Gelegenheit?“, hakte Luke irritiert nach.

„Seit wir hier sind, gab es für mich noch keine Möglichkeit mit Bob unter vier Augen zu reden, wir sind ständig in anderen Gruppen, da können wir uns nicht einfach mal absetzen und sonst sind wir nie alleine, aber bei den Themen hätte ich gern, daß sonst niemand in Hörweite ist, auch weil ich mir nicht sicher bin, wie Bob reagieren wird“, erklärte ich ihm.

„Hmm verstehe was du meinst. Na dann rede ich direkt morgen mit Katie und du direkt wenn wir nach Hause gefahren sind. Ich frag dich dann am Montag in der Schule, ob du es auch gemacht hast“, machte Luke verständnisvoll einen etwas anderen Vorschlag.

Ich lächelte und sicherte zu: „Das werde ich ganz sicher machen.“

Luke nickte und erwiderte mein Lächeln. „Dann gehe ich jetzt mal in mein Bett. Gute Nacht“, sagte er und stand auf.

„Gute Nacht“, erwiderte ich und löschte das Licht.
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