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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
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29.03.2022 829
 
Niedergeschlagen und brodelnd vor Eifersucht auf Luke ging ich mit den Anderen von den Duschen zum Zelt zurück. Eigentlich wollte ich niemanden mehr sehen, als Justus der einige Meter vom Zelt entfernt saß, mich zu sich winkte, doch das ging gar nicht und ich zog die Anwesenheit von Justus der von Jeremias und Brian vor.

Ich setzte mich zu ihm ins Gras in den Schneidersitz und fragte: „Was machst du hier draußen?“ Es sollte nett und freundlich klingen, schließlich hatte mir Justus nichts getan, aber ich konnte meinen Frust nicht aus der Stimme halten und Justus reagierte auf mein unfreundliche Art nur mit einem irritieren Blick.

Einen Moment zögerte er, dann fragte er mich: „Seit du zu Peter hoch ins Zimmer wolltest, verhältst du dich sonderbar. Was ist denn los? Hast du dich mit Peter gestritten?“

„Nein haben wir nicht! Peter kanns ja treiben mit wem und wann er will!“, würgte ich Justus ab. Ich hatte keine Lust mit Justus ausgerechnet über Peter zu reden. Ich sprang auf, ließ Justus einfach sitzen ohne noch etwas dazu zu sagen und folgte den Anderen ins Zelt. Ich sah gerade noch, wie die Plane zu Peters Zeltabteil von innen zugezogen wurde und ging dann in mein Zeltabteil, wo Brian und Jeremias  schon auf mich warteten. Ich zog den Reißverschluss unserer Plane noch hinter mir zu und konnte noch erkennen, daß Justus gerade das Zelt betreten hatte.

Doch ich ignorierte ihn und ließ mich auf meinen Schlafsack nieder und krabbelte hinein. Ich spürte regelrecht Brians Blick, der auf mir verweilte und als ich bequem lag, fragte mich auch noch Brian: „Hey Bob, ist alles okay bei dir? Du wirkst so...“

Genervt unterbrach ich ihn: „Ja es ist alles in Ordnung, was sollte auch schon sein? Abgesehen davon, daß mich alle Fragen, ob alles in Ordnung ist, ist alles in Ordnung.“

„Sorry, ich - ich wollte dich nicht-  Ich wollte nur- Du bist so schlecht drauf und -“, fing Brian unsicher mehrfach an.

Jeremias mischte sich ein: „Meine Güte, dann ist Bob eben mal schlecht drauf. Ich bin auch öfters schlecht drauf und das Letzte was ich dann brauche, ist das alle paar Minuten wer angeschissen kommt und mich fragt wie es mir geht.“

„Aber reden über die Probleme hilft, wenn es einem schlecht geht“, meinte Brian überzeugt.

„Wenn er reden will, dann redet er schon. Manchmal ist auch einfach gar nichts, was es zu erzählen gäbe. Mein Dad sagt in solchen Situationen immer: Typisch Pubertät und lässt mich dann in Ruhe. Ganz ehrlich, das macht es deutlich leichter“, argumentierte Jeremias, nahm das Buch, das ich ihm geliehen hatte und schlug es auf. „Leihst du mir das Buch noch, während der restlichen Klassenfahrt?“, bat mich Jeremias.

„Ja klar, wenn du es nicht schaffst, kannst du es auch gerne mit nach Hause nehmen“, bot ich ihm an und war dankbar über den  Themenwechsel.

Doch Jeremias lehnte ab: „Nicht nötig, zuhause liegt noch das von Dean bei mir rum. Dean und Brandon wollten Ryan und mich immer überzeugen es auch zu lesen, aber Ryan und ich hatten kein Bock drauf. Doch jetzt wo ich es einmal angefangen habe, werde ich es auch fertig lesen.“

„Dean und Brandon lesen gerne Bücher?“, warf Brian fassungslos die Frage ein.

Jeremias lachte, dann antwortete er: „Ist das jetzt so ungewöhnlich? Brandon liest schon immer viel. Seine Mutter verkauft Bücher und er hat Dean damit angesteckt. Aber  die zwei haben im Gegensatz zu dir, auch noch anderes im Sinn.“

„Wie kommst du darauf, daß ich nichts anderes im Sinn hätte?“, fragte ich verwundert.

„Keine Ahnung, wirkt eben so, hab dich noch nie ein Mädel anbaggern gesehen, du warst auch noch auf keiner Party, auf der ich war und Sport ist auch nicht dein Ding, dagegen habe ich dich schon tausenmal in oder aus der Bibliothek gehen gesehen und wenn du gegangen bist, fast immer schwer bepackt mit Büchern“, erzählte Jeremias.

„Wieso hast du mich schon so oft vor der Bibliothek gesehen?“, fragte ich weiter.

„Ich wohne im Haus gegenüber, wenn ich heimlich eine rauche oder auf Ryan warte, bin ich immer am offenen Fenster und dann schaue ich direkt auf den Eingang der Bibliothek“, erklärte Jeremias.

„Das wusste ich nicht, aber aus der Bibliothek hole ich mir meist Informationen zu unseren Fällen. Das lese ich längst nicht alles“, erwiderte ich.

„Ach ja eure Fälle, hatte ich fast vergessen und datest du auch mal eine, die du dabei kennenlernst?“, bohrte Jeremias nach.

„Nein, ich habe daran auch kein wirkliches Interesse“, verneinte ich. Warum das so war, war mir inzwischen klar, aber dazu würde ich ganz bestimmt nichts sagen.

Jeremias schüttelte den Kopf und gerade als er was sagen wollte, läutete Derek die Nachtruhe ein. Ich schnappte mir wie Brian und Jeremias mein Buch und begann zu lesen. Das Gespräch mit Jeremias hatte mich abgelenkt von meinem Frust und so konnte ich mich tatsächlich gut auf mein Buch konzentrieren und kam richtig gut weiter, ehe ich wieder beim Lesen einschlief.
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