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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
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25.03.2022 709
 
Peters Sicht

Nach dem Duschen kehrten wir, wie jeden Abend in das Zelt zurück. Justus saß noch vor dem Zelt und bat Bob zu sich, als ich irritiert stehen blieb, schüttelte er leicht mit dem Kopf. Scheinbar wollte er möglichst keine Aufmerksamkeit darauf lenken und ich ging unauffällig weiter, auch wenn ich sehr gerne gewusst hätte, worüber Justus mit Bob reden wollte.

Jørn zog sich als wir im Zelt ankamen direkt zum Schlafen in sein Zeltabschnitt zurück, während Derek bereits seinen Posten am Tisch in der Mitte bezog, obwohl wir noch ein paar Minuten Zeit bis zur Nachtruhe hatten.

Ich ging erneut mit Dean und Luke in unser Zeltabteil und krabbelte in den Schlafsack. Langsam nervte es mich nur noch und ich war froh, daß es nun das letzte Mal war, daß wir auf dieser Klassenfahrt in einem Zelt schlafen würden.

Ich hatte so neue Gedanken im Kopf und hätte so gerne das ein oder Andere nicht nur bei einem Gedanken belassen. Und mit Luke hätte ich ja auch theoretisch die Möglichkeit gehabt es auszuprobieren. Nur passten die äußeren Umstände so gar nicht dazu. Immernoch nicht... Auch wenn wir heute morgen uns abgesetzt und im Wald gegenseitig befriedigt hatten, hätte ich gerne erneut mit Luke zusammen rumgemacht und dieser Möglichkeit waren wir in dem Zelt, allein durch die Anwesenheit der anderen beraubt.

Aber heute waren nicht nur Luke und ich genervt vom Zelt, wobei wir es nie laut ausgesprochen hatten, auch Dean sah heute Abend ziemlich genervt aus. „Was ist los?“, fragte Luke ihn, während er den Reißverschluss seines Schlafsacks zuzog.

„Ach es ist nur, mittlerweile habe ich keine Akkureserve mehr. Mein Handy hat nur noch 10%, die Powerbank ist ebenfalls leer und hier in diesem Camp gibt es nirgendwo eine Steckdose um die Powerbank aufzuladen“, klagte Dean, seufzte schwer und legte sich hin.

„Das heißt heute können wir nichts auf dem Handy gucken“, zog ich den Schluss daraus.

„Richtig wir drei müssen nun ebenfalls auf mediale Ablenkung an dem heutigen Abend verzichten“, bestätigte Dean und nickte. „Heute wünschte ich mir zum ersten Mal seit wir hier sind, ich hätte mir mein Buch zum Lesen mitgenommen.“

Ich lachte leise und schlug vor: „Kannst ja mal Bob fragen, der hat eine ganze Bibliothek dabei, vorausgesetzt du magst Harry Potter.“

„Schon gehört, Jeremias liest gerade den ersten Teil, den er sich von Bob ausgeliehen hat. Aber die Harry Potter teile kenne ich auch schon alle. Brandon und ich haben mehrfach versucht Ryan und Jeremias zu überzeugen, die Bücher auch zu lesen, aber die zwei wollten nicht“, erzählte Dean.

„Was liest du aktuell?“, erkundigte sich Luke scheinbar interessiert.

„Code Zero. Das ist ein international gerade angesagter Thriller von Marc Elsberg“, antwortete Dean und sah schlagartig begeistert aus.

„Kenn ich nicht, klingt aber so als würdest du den empfehlen“, stieg Luke in eine Unterhaltung ein.

„Also Brandon und ich sind beide begeistert. Es ist sehr realitätsnah und danach hinterfragt man so manches über sein Internetverhalten“, meinte Dean geheimnisvoll.

„Brandon liest das Buch auch?“, hakte ich verdutzt nach. Ich hatte weder von Brandon noch von Dean erwartet, daß sie freiwillig Bücher lasen, wenn wir im Unterricht eins lesen sollten, hatten sie immer gemault.

„Ja von seiner Mum kam der Tipp, sie arbeitet in einem Book Store. Wir lesen immer zeitgleich und tauschen uns dann darüber aus“, erzählte Dean zu meiner Überraschung.

„Ich hätte nie gedacht, daß ihr freiwillig ein Buch lest“, gab ich zu.

Dean gluckste und erklärte dann: „Kommt ganz auf das Buch an. Auf den Schrott aus der Schule habe ich kein Bock und ich lese auch nicht ständig, ich dachte auch wir hätten hier immer Besseres zu tun, als zu lesen, daher liegt es nun Zuhause.“

In dem Moment rief Derek schon wieder hinter der Plane, die unser Abteil vom Innenzelt trennte zur Nachtruhe und unser Gespräch war auch schon wieder beendet. Ab jetzt waren Gespräche nicht mehr erlaubt. Immerhin hatte es mich ein klein wenig von meinem Frust abgelenkt.

Aus Mangel an Alternativen, was wir heute Abend tun konnten und der Tatsache, daß dieser Tag durchaus sehr anstrengend war mit Jogging, dem ganzen üben und der Zirkusvorstellung heute Abend noch, schlief ich aber dann doch schnell ein und musste mich nicht noch ewig langweilen oder anfangen mit Schäfchen zählen.
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