Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
Alle Kapitel
90 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.03.2022 1.187
 
Jørn weckte mich und Josh wieder zum Duschen mit der Frühsportgruppe. Das war mir wirklich lieber als abends. Doch auch hier schienen es nun mehr zu werden. Jedenfalls war heute auch noch Dean dabei. Interessant war, daß Dean völlig normal mit Peter und Luke umging. Er klagte etwas wie anstrengend das war, aber fand gut, wie wach er sich nun fühlte.

An sich genommen ein völlig normaler Smalltalk zwischen Leuten, die gerade vom Sport kamen, aber ich glaube Dean und Peter hatten vor der Klassenfahrt niemals auch nur ein Wort miteinander gewechselt. Ich fand es sehr beeindruckend, wie dieses Programm nach der kurzen Zeit an allen Ecken und Enden solche Erfolge erzielt hatte. Inzwischen war ich überzeugt davon, daß wenn wir zurück waren, wir nicht wieder in alte Muster zurückfallen würden.

Nach dem Frühstück stand der letzte Tag zum Üben auf dem Programm, was ich nutzen wollte, um etwas mehr Perfektion noch zu bekommen, darin ein Publikum in diese Tricks miteinzubeziehen. Derek half mir dabei, schaute es sich an und gab mir noch ein paar Tipps mit denen ich arbeiten konnte.

Zwischen üben und Mittagessen war meine Gruppe mit Kochen heute dran. Das war definitiv  meine Lieblingsaufgabe und belohnte mich dafür mit einem besonders lecker belegten Sandwich dafür. Bob kam pünktlich zum Essen zurück. Ich gab ihm ein Sandwich, die ich ohnehin verteilen sollte und wir setzten uns zu Peter, Josh und Brian. Bob erzählte so wenig wie wir alle, eben nur, daß er mit Mia die Nachtwanderung gemacht hatte. Wenn die letzte Gruppe morgen zurück war und wir aufbrachen zur nächsten Jugendherberge würde die Nachtwanderung sicher zum Thema Nummer eins werden. Ich war schon sehr gespannt darauf.

Am Nachmittag kümmerte ich mich um den Feinschliff meines Auftritts. Das richtige Outfit, letzte Absprachen mit Sarah, die richtige Musik. Hierfür hatte ich Gelegenheit mit Bob ungestört zu reden und nachdem wir fertig waren über Musik zu reden, versuchte ich das Thema zu wechseln: „Bob, wir hatten seit Tagen nicht die Möglichkeit miteinander richtig zu reden. Du wirkst oft sehr bedrückt. Magst du jetzt drüber reden, was los ist?“

„Nein Justus. Es ist alles in Ordnung, aber ich hätte auch keine Zeit. Es ist noch so viel zu tun, bis zur Vorstellung heute abend“, blockte Bob ab und ging dann auch direkt weiter. Ich war mir sicher, daß es nicht stimmte, es war ganz sicher nicht alles in Ordnung.

Für die meisten schien das Abendessen heute nur Zeitverschwendung zu sein, nur für mich nicht. Alle wirkten unruhig, warteten vorfreudig erregt auf das bevorstehende Ereignis.

Dann war es soweit: Angelina kündigte die Vorstellung an. Sarah routinierte regelrecht, damit alle pünktlich  bereit standen, in der festgelegten Reihe starteten und es lief reibungslos.

Ich war sehr zufrieden mit meiner Vorstellung. Die Kartentricks funktionierten, das wusste ich vorher, aber auch die Interaktion mit dem Publikum funktionierte. Das war der Bereich, wo ich noch Restzweifel gehabt hatte, denn auch wenn ich inzwischen mit einigen nun gut auskam, waren das noch nicht einmal die Hälfte meiner Mitschüler.

Ich war weit am Anfang dran und es lief alles bestmöglich. Sarah hatte die Organisation perfekt in der Hand und ich Karten und Publikum. Der Applaus fühlte sich echt und gut an. Daß ich davor doch ziemlich aufgeregt war, merkte ich daran, wie entspannt ich nun die anderen Präsentationen mir ansehen konnte, während ich zwischen Peter und Brian auf einer Bank saß. Ich hatte kaum etwas von den Anderen mitbekommen, seit wir uns aufgeteilt hatten und war besonders von den Artisten begeistert. Peters Können auf dem Skateboard war mir bekannt und war daher für mich keine Überraschung. Doch Katie war schon verdammt gut. So gut wie sie Jonglieren konnte, könnte sie tatsächlich im Zirkus auftreten.

Das absolute Highlight war aber Luke. War es schon unfassbar was er mit einem Rad unter sich bewerkstelligen konnte, war es einfach nur noch unglaublich, was für eine Leistung er mit zwei Rädern unter sich ablegte. Ich hatte keinerlei Ahnung von Kunstradfahren und ich sah, daß das kein handelsübliches Fahrrad war, aber wie man es fertigbrachte auf dem Fahrradlenker oder Sattel zu stehen, auf dem Hinterrad Pirouetten drehen konnte oder zum Abschluss ein Handstand auf dem Fahrrad machen könnte, war für mich unfassbar und konnte ich nur glauben, weil ich es mit eigenen Augen sah.

Was dagegen absehbar war, war daß es tosenden Beifall dafür gab und Luke es kaum zurück in seine Reihe schaffte, weil alle ihn darauf ansprachen. Auch ich schloss mich da nicht aus.

Die letzte Vorführung waren die Reiter, weil dazu der Boden abgebaut werden musste, darunter kam ein Sandboden zum Vorschein, der für die Pferde gut geeignet war.

Zu meiner Überraschung waren es aber nicht mehrere Pferde, sondern nur eins und es trug keinen Sattel, sondern einen Gurt mit Griffen und einer Decke. Angelina kündigte es als einen nicht ganz so bekannten Reitsport dem Voltigieren an. Brandon stieg mit ein wenig Hilfe auf und als das Pferd sich in Bewegung setzte, setzte er sich rückwärts auf den Widerrist des Pferdes und sicherte seine Beine in Schlaufen am Gurt.

Das Pferd galoppierte an und behielt sehr gleichmäßig das Tempo haltend im Kreis. Abigail, Phoebe und Mia sprangen abwechselnd auf, zeigten ein paar Kunststücke bevor und sprangen danach auf unterschiedliche Weise ab. Brandon gab ihnen dabei Hilfestellungen. Daß Brandon das Spaß machte, konnte ich gerade sehr gut nachvollziehen. Ich hätte auch gerne Abigail zu mir aufs Pferd gezogen, um ihr Hilfestellungen, bei diesen Übungen zu geben. Ich verlor mich ein wenig in Abigails Anblick, die in dem Turnanzug und mit der Hochsteckfrisur einfach toll aussah.

Nach einem letzten Applaus brachte Jessica das Pferd raus und die Reitergruppe holte sich noch einiges an Lob ab, ehe sie sich beteiligen alles wieder aufzuräumen. Ich passte eine Gelegenheit ab Abigail ebenfalls anzusprechen: „Das sah super aus was ihr gemacht habt.“

„Danke“, sagte Abigail, lächelte mich an und schien auf etwas zu warten .

„Du siehst sehr hübsch mit dieser Hochsteckfrisur aus“, überwandte ich mich ihr ein Kompliment zu machen.

Sie lächelte, kam aber nicht mehr dazu etwas darauf zu erwidern, denn Phoebe rief sie in dem Moment und Ryan, der nur wenige Meter von mir mit einer schweren Platte sich abmühte, rief mich: „Ey Justus, hilf mir doch gerade mal.“

Eine weitere Gelegenheit ergab sich nicht. Zügig wurde aufgeräumt und danach teilten sich alle auf. Die verbliebenen Sechs machten sich auf den Weg zur Nachtwanderung. Der Rest ging zu den Zelten, wo sich Mädchen und Jungen trennten und vom Jungenzelt brachen zwei Minuten später alle außer Jørn und mir zum Duschen auf.

Wir unterhielten uns noch kurz über die gelungene Vorstellung, ehe ich noch einmal nach draußen ging, angeblich um etwas runterzufahren beim Sternenhimmel ansehen. In Wirklichkeit wollte ich versuchen noch einmal kurz Bob abzufangen, um mit ihm die letzten Minuten bis zur Nachtruhe mit ihm zu reden.



****
Für die denen Kunstradfahren und Voltigieren nichts oder nur ungefähr etwas sagt, hier ein paar Links Viel Spaß beim zusehen ;)
Kunstrad: https://youtu.be/bfBtvBtcob4

Kunstrad Profi https://youtu.be/GDwVXxYbLeM

Voltigieren Profis https://youtu.be/etW1hucuitE
Und so sieht das aus wenn gute Reiter es auch mal versuchen ;) https://youtu.be/OEFnOKjKV6A
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast