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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
Alle Kapitel
90 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.02.2022 1.043
 
Tag 7
Justus Sicht


Endlich wachte ich auf, einfach weil ich ausgeschlafen  hatte und nicht weil ich geweckt wurde. Ich streckte mich und sah mich um, Ryan und Brandon waren bereits aufgestanden und hatten das Zelt verlassen. Ich dachte kurz über die Nachtwanderung nach und an den Kuss, den ich von Abigail bekommen hatte.

Abigail war irgendwie ... süß. Das war ein ungewohnter Gedanke, normalerweise hielt ich immer wenig davon, wenn jemand  ein Mädchen als süß bezeichnete, aber in den Fall, schien es dennoch das passende Adjektiv zu sein. Sie war hübsch und lieb und der Kuss war... süß!

Ich zog mir rasch frische Kleidung an und trat dann aus dem Zelt. Alle acht saßen bereits im Kreis zusammen und redeten miteinander. Abigail sah zu mir, lächelte und bot mir mit einer Geste an mich neben sie zu setzen. Am liebsten wäre ich der Einladung direkt gefolgt, doch zunächst musste ich kurz die Toilette aufsuchen,

Doch danach setzte ich mich ohne eine weitere Aufforderung neben sie und sah sie dabei an, als ich allen einen guten Morgen wünschte. Abigail sah wieder süß aus, als sie die Worte erwiderte. Sie lenkte mich etwas ab, dennoch versuchte ich der Unterhaltung zu folgen.

Scheinbar versuchten Hannah und Tom gerade ziemlich erfolgreich, die gestrigen Konflikte zwischen den beiden anderen Paaren zu lösen. Brandon hatte gerade eine Entschuldigung von Ava angenommen und sie gaben sich die Hand darauf. Hannah, Tom und natürlich auch Mr Carmichael lobten sie dafür bestätigend.

Dann ging es um den Konflikt zwischen Sarah und Ryan. Beide konnten zunächst einmal ihre Sicht der Dinge Preis geben, durften dabei aber nur Sätze verwenden, die mit ich beginnen. Sie sollten beschreiben, wie sie sich gefühlt hatten und keine Beschwerde über den Anderen ablegen. Tatsächlich funktionierte das ziemlich gut. Sarah beschrieb wie sie sich von Ryan bevormundet, für nicht ernst genommen und abgewertet gefühlt hatte, woraufhin Ryan verwirrt meinte, daß er das nicht verstand und schon gar nicht gewollt hatte.

Sarah gab ziemlich klar zu verstehen, daß sie es als negativ empfand, wenn man ihr bei solch kleinen Aufgaben Hilfe anbot, weil sie dann den Eindruck bekäme, derjenige hielte sie für blöd und unfähig.

Abigail sagte daraufhin zu Sarah: „Ich fand es total lieb von Justus, daß er mir seine Hilfe angeboten hat.“

Direkt wurden meine Wangen heiß und ich erwiderte verlegen: „Das ist doch selbstverständlich gewesen.“

Und Ava setzte noch obendrauf: „Allerdings ist das selbstverständlich. Ich erwarte von einem Typen, daß er mir bei sowas seine Hilfe anbietet! Und wehe wenn nicht!“

Und so entstand eine Diskussion, die Tom und Hannah ein wenig laufen ließen, erst nach einer Weile brachten sie sich geschickt wieder mit ein und schafften es, die zwei dazu zu bringen, die Sache abzuhaken. Immerhin! Sarah und Ryan gaben sich ebenfalls die Hand drauf, daß sie das zukünftig besser hinbekommen wollten. Ich war gespannt, wie das weitergehen würde.

Beim Aufräumen des Nachtlagers war die Stimmung jedenfalls wieder ziemlich gut, wir erledigten die Aufgaben zügig und waren so auch pünktlich zum Mittagessen zurück auf dem Hauptcampingplatz.

Gerne hätte ich mich mit den Anderen beim Mittagessen über die Nachtwanderung unterhalten, doch ich hielt mich an die Regeln und erzählte nichts von den Aufgaben, von Toms Gruselgeschichte oder Hannahs Verschwinden. Lediglich das Detail, daß ich mit Abigail zusammen gelaufen war, ließ ich vor Peter und Bob fallen, aber meinen Freunden entging, daß für mich da etwas mehr dahinter steckte, weswegen ich es erwähnte. Doch auch wenn sie es verstanden hätten, eine richtige Unterhaltung darüber hätten wir zur Zeit nicht führen können.

Die Zeit verging schnell und wir teilten uns wieder auf. Ganz für mich übte ich die Zaubertricks und auch wenn mir die Aufgabe lag, fragte ich mich, ob ich wirklich die richtige Gruppe für mich gewählt hatte, denn gerade wäre ich gerne bei Peter oder Bob oder aber bei Abigail....

In Gedanken war ich ziemlich viel bei ihr und ich sah sie natürlich wieder, als unsere Gruppe Feuerholz und Wasser holen musste. Ich freute mich sehr, daß sie auf mich zukam, um sich mit mir zu unterhalten. Ich war unsicher noch, was das gerade war, das sich zwischen uns entwickelte. War das auf dem Weg zu einer Freundschaft oder möglicherweise mehr? Mein Herzklopfen sprach Bände, sie war süß und ich hätte ganz gerne, daß sich daraus mehr entwickeln würde. Doch bisher war das ganz harmlos zwischen uns und es kam noch kein eindeutiges Zeichen von ihr, daß sie mehr als Freundschaft wollen würde.

Die Frage war, würde ich sie verschrecken, wenn ich zugab, wie toll ich sie fand? Oder würde sie vielleicht einräumen auch eventuell ein Interesse an mir zu haben. Vermutlich das Erste..

Dennoch würde ich gerne darüber mit Bob reden und von ihm seine Einschätzung dazu erfahren, doch es gab wie vermutet auch weiterhin keine passende Gelegenheit. Bob war jetzt in der Vorbereitung zur Nachtwanderung und bezog gerade das andere Camp mit seiner Gruppe. Während des Abendessens und des anschließenden Unterhaltungsprogramms gab es eh keine günstige Gelegenheit zu einem vertraulichem Gespräch und danach war er dann unterwegs. Ich überlegte, ob ich vielleicht Peter zur Zeit des Duschens überreden könnte, statt zu duschen mit mir zu reden. Aber eigentlich war das keine allzu große Sache und nicht unbedingt Peters Thema und nach dem Sport verzichtete Peter nur sehr ungern auf eine Dusche. Also würde ich auf eine Gelegenheit warten, mit Bob zu reden. Irgendwann würde sich etwas ergeben.

Es kam genau wie gedacht, von daher war es auch keine große Entäuschung, nicht zuletzt weil das Programm genau wie das Essen, das wir hier geboten bekamen wirklich gut war. Der Abend war super. Die Idee mit dieser Geschichte zu der jeder etwas dazu beitrug, war lustig und sehr kurzweilig. Ich versuchte der Geschichte immer etwas rätselhaftes zu geben, was aber meist nach nur zwei bis drei Sätzen wieder aufgelöst war, scheinbar hatte jeder eine andere Vorstellung zu welchem Genre die Geschichte gehören sollte. Am Ende wurde es eine Parodie - eine Zombie- Liebesgeschichten-Parodie und ein paar mystische Wesen tauchten auch noch zwischendurch auf.

Ich saß bei Peter, Bob, Luke, Josh und Brian, aber mein Blick wanderte öfters zu Abigail, die neben ihrer Freundin Amber saß, die wiederum bei ihrem Freund Ian halb auf dem Schoß saß und immer wieder ein paar Zärtlichkeiten austauschten.
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