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Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
06.06.2022
69
77.534
23
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
26.02.2022 1.039
 
Tag 7
Bobs Sicht


„Guten Morgen ihr Schlafmützen!“, weckte uns heute morgen Peters Stimme. Direkt stieg meine Laune, auch wenn er heute mehr Abstand hielt als gewöhnlich. Vielleicht war das diesmal besser so, wenn Jeremias mit im Zelt war. Ich drehte mich in deine Richtung und sah ihn einfach an.

Brian und Jeremias regten sich murrend und  Jeremias klagte: „Das ist noch viel zu früh zum Aufstehen!“

Doch die Aussicht auf Frühstück trieb uns alle drei aus den Schlafsäcken. Und kaum fingen wir an uns was anzuziehen, rief auch schon Jørn: „Alle Mann aufstehen, es gibt gleich Frühstück!“

Justus hatte es gut, er durfte heute ausschlafen, dachte ich, während ich immernoch verschlafen meine Kleidung anzog.

Auch an diesem Morgen gingen wir nach dem Frühstück wieder in die Programmgruppen und so begleitete ich die Artisten ins Zirkuszelt. Endlich gab es eine Möglichkeit, wieder etwas mehr Zeit mit Peter zu haben. Er zeigte mir, daß er inzwischen schon Einrad fahren konnte und dann bot er mir an, es auch einmal auszuprobieren. Eigentlich hatte ich überhaupt kein Interesse daran Einrad fahren zu lernen, aber ich wollte nicht die Chance ungenutzt verstreichen lassen, so intensiv die Zeit mit Peter zu verbringen.

Es machte tatsächlich Spaß, auch wenn ich mich ziemlich ungeschickt anstellte, aber gerade dadurch musste mir Peter ziemlich viel Hilfestellung geben und der viele Körperkontakt war genau das, was meine Laune hob. Jede einzelne Berührung kribbelte auf der Haut und verursachte ein Gefühl von Schmetterlingen im Bauch. Alles um uns herum verblasste und nur noch Peter zählte. Leider verflog die Zeit regelrecht und obwohl es mir überhaupt nicht so vor kam, behauptete Jørn, daß es nun Zeit für unsere Campgruppen sei. Doch leider hatte er Recht.

Während Peter heute kochen musste, war es für meine Gruppe Aufgabe unsere Sachen zu packen. Da ich immer viel Ordnung hielt war ich bereits nach fünf Minuten fertig und auch Brian und Jeremias brauchten nicht viel länger. Da unsere Freunde alle mit irgendwelchen Aufgaben beschäftigt waren, unterhielten wir uns zu dritt im Zelt ein wenig miteinander.

Peter überreichte mir ein Sandwich, daß er gerade geschmiert hatte, als wir uns etwas später um die Feuerstelle zum Mittagessen setzten. Ich schenkte ihm ein Lächeln und sagte: „Danke.“

Peters Erwiderung ließ mir so flau werden, daß ich augenblicklich keinen Hunger mehr hatte und spürte wie meine Wangen heiß wurden. Hoffentlich bemerkte er nichts. Um mir nichts anmerken zu lassen, aß ich es trotzdem. Justus, der mit seiner Gruppe wieder zurückgekommen war, berichtete über die Nachtwanderung nur, daß er mit Abigail zusammen gelaufen war und daß es gut war, alles andere fiel unter den Mantel der Verschwiegenheit, solange bis alle die Nachtwanderung gemacht hatten. So langsam war ich neugierig darauf, was mich heute Abend erwarten würde. Das Einzige was ich schon erkannt hatte war, daß immer ein Mädchen und ein Junge zusammen eine Strecke zusammen bewältigen mussten. Bei mir standen also Lisa, Katie oder Mia zur Auswahl und fand ich könnte es wirklich schlechter treffen.

Am Liebsten wäre ich wieder mit zu den Artisten gegangen, doch nachmittags traf sich die  Reisetagebuchgruppe  und ich schrieb meinen Bericht weiter, sah mir die Musikanlage an und bat Sarah mir eine Liste zu erstellen in welcher Reihenfolge die Teilnehmer auftreten wollten und wer welche Musik dazu haben wollte. Sarah versprach mir die Liste sobald wie möglich zukommen zu lassen. Auch mit Angelina sprach ich über ihren Musikwunsch zur Eröffnung der Vorstellung. Ich war ziemlich beschäftigt und die Sachen machten mir allesamt Spaß, aber dennoch wäre ich lieber wieder bei Peter gewesen. Wobei ich ihn wohl nur stören würde, denn irgendwann einmal, musste Peter ja auch mal für seinen Auftritt üben und konnte sich nicht die ganze Zeit im mich kümmern. Wenn da nur Luke nicht wäre...

Nach dem wir für heute mit dem Programm durch waren, holten Brian , Jeremias und ich unsere Rucksäcke, machten mit Justus, Ryan und Brandon einen Tausch und fuhren zum Zelt beziehen zum Nachtlagerplatz.

Hier gab es drei Einzelzelte, die nicht ganz so nah beieinander standen, so daß wir uns nach der Nachtwanderung noch unterhalten können, ohne daß es Ärger geben würde. An dem Platz gab es auch sonst nichts auszusetzen. Die Zelte waren okay, die Umgebung war ruhig und mitten in der Natur und die Toilette hier war mehr als nur annehmbar. Ich hatte bereits schon an schlechteren Plätzen gezeltet. Wir bereiten alles vor, denn wir würden erst im Dunklen nach der Nachtwanderung hierher zurückkehren. Und wie die Anderen die Tage zuvor kehrten auch wir zum Abendessen zurück zum Hauptzeltplatz neben dem Reiterhof.

Auch heute wurde wieder gegrillt, doch da es immer reichlich Auswahl gab und unterschiedliche Beilagen, wurde es trotzdem nicht langweilig. Ich sah Peter neben Luke sitzen und sich unterhalten. Sofort brodelte es wieder in meinem Bauch und ich setzte mich auf Peters andere Seite und versuchte mit Peter eine Unterhaltung anzufangen. Das funktionierte zwar gut, doch leider beteiligte sich Luke an der Unterhaltung. Ich hatte nicht den Eindruck, daß Luke mich als Konkurrent wahrnahm, doch obwohl ich eigentlich nicht offen mit meinen Gefühlen umgehen wollte, wollte irgendwas in mir, daß Luke mich als solches wahrnahm. Für mich war er genau das: Ein Konkurrent. Mehr noch, denn er hatte das was ich wollte längst: Peter. Und ich war für ihn keine Gefahr, ich hatte ewig Zeit gehabt und nun war es einfach zu spät.

Nach dem Essen gab es wieder ein Programm zur Unterhaltung. Die Klasse sollte gemeinsam eine Geschichte erfinden. Jeder sollte sich den nächsten Satz ausdenken und es ging reihum. Hannah schrieb die Geschichte mit. Es war ziemlich lustig, denn einige wollten nur zu gerne daraus eine Horrorgeschichte machen, während andere sie gerne zu einer Comedygeschichte  machen wollten. Sinn ergab die Geschichte definitiv nicht, aber es war durchaus sehr kurzweilig. Für mich war es schon gut, daß ich den ganzen Abend neben Peter sitzen bleiben und seine Nähe genießen konnte und der flüchtige Kuss den er mir gab, als ich mit meiner Gruppe aufbrechen musste.

Ich würde so gerne Peter sagen, was ich für ihn fühlte, doch andererseits hatte ich riesige Angst vor dem Korb, den ich garantiert dann bekommen würde und möglicherweise würde Peter dann sogar auf Abstand gehen, vielleicht würde Luke das dann auch von ihm verlangen.
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