Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Klassenfahrt

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bob Andrews Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw
14.09.2021
13.05.2022
62
68.907
21
Alle Kapitel
82 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.01.2022 1.086
 
Tag 5
Justus Sicht


Obwohl ich nachts aufgewacht war und etwas gelesen hatte, erwachte ich erneut ziemlich früh. Da ich heute vor dem Frühstück noch Duschen wollte und wir unsere Sachen packen mussten, kam das genau richtig und ich stand trotz der frühen Stunde auf und fing mit Packen an.

Als Bob sein Kopf vom Buch erhob, war es immernoch früh und ich bereits mittendrin. Bob las noch in seinem Buch, während ich bis auf meine Wechselkleidung und Duschsachen, alles verstaut hatte. Und dann ging ich weiter in den Duschraum. Mein Plan ging auf bis auf Josh war heute morgen niemand Duschen. Vor ein paar Tagen noch hatten wir in der gleichen Situation noch kein Wort miteinander gewechselt, doch heute sprach mich Josh an: „Guten Morgen, Justus. Bist du gleich mit den Wanderern dabei?“

„Nein, ich gehöre zu den Reitern“, erklärte ich ihm.

„Ich kann leider nicht Reiten und soviel Fahrradfahren in den Bergen ist echt mega anstrengend, mir hat das die letzten Tage gereicht. Brian und ich wollen daher lieber Laufen“, erzählte er frei heraus.

„Ich fürchte alle drei Optionen werden anstrengend werden“, gab ich ihm gut gelaunt meine Einschätzung preis.

„Na, das nenn ich Mal optimistisch“, lachte Josh gut gelaunt, wickelte sich das Handtuch um und verließ drn Duschraum, den ich nun für mich alleine hatte.

Beim Frühstück  traf ich ihn dann wieder. Erneut kam das Thema auf, wer heute wie zum Zeltplatz reiste. Ich würde mit Bob und Peter reiten, Luke Fahrradfahren und Brian und Josh wandern, wer sonst noch in welcher Gruppe war, wussten wir nicht. Auf jeden Fall hing der Plan der Betreuer auf unsere gefundene Sechsergruppe Splitter sich wieder auf alle 3 Angebote auf.

Als wir eine halbe Stunde später bei den Pferden waren kannten wir dann den Rest der Gruppe: Phoebe, Abigail, Lisa, Mia und Zane waren außer Peter, Bob und mir unter den Reitern.

Jessicateilte gewissenhaft die Pferde dem jeweiligen Reiter zu, da sie Reitlehrerin war und die Pferde kannte, konnte sie das auch am Besten das beurteilen, nur Abigail wollte das nicht einsehen, weil sie den Schecken, der mir zugeteilt wurde so süß fand. Doch Jessica war da ganz klar und konsequent und blieb bei ihrer Entscheidung.

Der Ritt durch die Rocky Mountains war richtig schön und ich konnte erste Erfolge des Programms erkennen. Lisa unterhielt sich zwischendurch mit Bob, Mia quetschte Peter bezüglich ihres Fitnesstrainings aus und Abigail kam zu mir um mich zu fragen, wie die Scheckenstute sich ritt und fragte mich dann aus, woher ich so gut reiten konnte. Das war für unsere Klasse sehr ungewöhnlich um nicht zu sagen, es wäre vor ein paar Tagen undenkbar gewesen.
.
Pünktlich um die Mittagszeit kamen wir am Zeltplatz an, welched als solches noch nicht zu erkennen war. Eine Wiese nahe des Reiterhofs, eine kalte Feuerstelle, um die Baumstämme zum Sitten platziert wurde und zwei große Bündel, die vermutlich die Zelte enthielt, die noch auf ihren Aufbau warteten. Doch bevor wir uns genauer umschauen konnten, mussten wir noch auf dem Reiterhof die Pferde versorgen.

Als wir vollständig angekommen waren rief uns Mr Carmichael beisammen und wir setzten uns alle ins Gras, neben dem Minibus, der als Transporter genutzt wurde. Die Betreuer verteilten Sandwiches und Obst. Während wir aßen verkündete Mr Carmichael die Gruppen.

Es kam ganz genauso, wie ich es mir schon gedacht hatte: Sämtliche vor der Fahrt bestehende Kleingruppen wurden auseinandergerissen und in vier Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe waren drei Mädchen und drei Jungen. Natürlich gab es viele lange Gesichter, doch es wurde klar gemacht und niemand zweifelte daran, daß das durchgezogen wurde: Es wurde nicht getauscht.

Ich fand, ich hatte es mit Brandon und Ryan besonders schlechte getroffen, da hatten Peter und Bob beide mehr Glück. Mit Luke und Brian hatte jeder von ihnen immerhin einen netten Klassenkamerad in ihrem Zelt. Mit den Mädchen dagegen war ich  wenigstens etwas zufriedener, Mia kannte ich eigentlich gar nicht, aber Sarah war zumindest laut Bob doch ganz nett und die Unterhaltung vorhin mit Abigail, war jetzt auch ganz okay, zumindest konnte man mit den zwei Mädchen gut auskommen.

So teilten wir uns dann auch beim Zeltaufbau entsprechend auf. Ich baute mit Abigail und  Sarah das eine auf und Ava, Ryan und Brandon das Andere. Die Zelte, die uns Derek und Tina zum Aufbau gaben, waren echt mal eine Herausforderung. Es waren zwei riesige Zelte mit je 4 Schlafkammern, die quasi eigene Zelte waren, die durch ein Vorzelt miteinander verbunden sind. Unsere Gruppe bekam das gut hin. Sarah und ich hatten beide Ahnung vom Zeltaufbau und hatten recht schnell den Durchblick und arbeiteten Hand in Hand. Abigail die keinen Plan hatte ließ sich von uns mit kleineren Handgriffen miteinbinden  und so waren wir ziemlich schnell fertig mit unserem Zelt. Die Andere Gruppe dagegen war noch ziemlich am Anfang, kloppte aber ständig Sprüche.

Wir verteilten die elf Isomatten noch im Zelt, auf jedem Schlafplatz eine. Es waren ziemlich bequeme Isomatten die man noch aufblasen musste. Die Aufgabe lag uns und wir machten einen kleinen Spaßwettbewerb daraus und obwohl  wir schon ziemlich außer Puste waren holten wir noch die Isomatten der Anderen auf. Zum Einen hieß es das wir erst fertig sind, wenn beide Zelte fertig sind, zum Anderen war uns gerade danach.

Als wir die elf aufgeblasenen Isomatten zu den Anderen rüberbrachten, waren Ava, Ryan und Brandon gerade dabei zu kapitulieren. Das Wunder geschah und die drei fragten freundlich, ob wir ihnen helfen würde.

Sandra antwortete geschickt: „Wenn ihr es ohne blöde Sprüche solange schafft dann gern.“

Die drei gaben uns die Hand drauf, inzwischen hatten sie wohl eingesehen, daß man so ein Zelt nicht mit einer großen Klappe aufbaute. Da Sarah wohl mehr Geschick im Umgang mit denen hatte, ließ ich ihr ganz neugierig die Teamleitung.

Ich musste neidvoll anerkennen, daß Sarah große Qualitäten in diesem Bereich hatte. Und als es unter ihrer Anweisungen richtig schnell voran ging, war der Umgang unter uns sechs umfassbar gut.

Als wir fertig waren, gingen wir zu den Anderen rüber zur Feuerstelle, die auch alle sichtbar viel geschafft hatten. Beim Anblick der Speisen knurrte mein Magen schon vorfreudig. Doch zuvor kehrten wir mit den Anderen zu den Zelten zurück, wo wir unsere Plätze zugeteilt bekamen.

Danach wurden uns noch die Waschräume gezeigt und dann wurde es endlich richtig gemütlich. Wir setzten uns auf die Baumstämme rund um das Lagerfeuer, rösteten Stockbrot, aßen von den leckeren Speisen, einige sangen zur Gitarrenmusik und in Windeseile ging die Zeit um und wir sollten  uns zur Nachtruhe vorbereiten.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast