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Ich wartete eintausend Jahr auf dich

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Fantasy / P12 / Gen
Alec Demetri Heidi Isabella "Bella" Marie Swan OC (Own Character) Renesmee "Nessie" Carlie Cullen
11.09.2021
22.09.2022
4
9.283
7
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22.09.2022 2.694
 
Lange ist's her, nun bin ich zurück!
Es ist viel passiert in meinem Leben und ich habe mich erstmal auf meine Hauptstory konzentriert. Nun habe ich aber auch hier wieder Lust, Jades Geschichte weiterzuführen!
Ich wünsche euch viel Spaß!
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Demetri

Seit einigen Momenten standen wir uns nun schon stumm gegenüber. Ich wartete auf eine Antwort ihrerseits und mir kam es kurz so vor, als sei ihr Herz für einen Moment stehen geblieben. Zumindest hatte es sich so angehört. Und dennoch war ich kurz empört. War es tatsächlich für sie so abwegig, dass ich sie nach einem Date fragen würde?

Sicher, unser letztes und sogleich erstes Treffen war wirklich nicht aus dem Bilderbuch, immerhin hätte ich sie beinahe angefallen. Ich musterte ihre versteinerten Gesichtszüge und wieder einmal war ich komplett in Trance. Diese Augen, diese verdammten Augen! Auch wenn diese Augen momentan vor Schreck geweitet waren, könnte ich stundenlang in diese blauen Iriden blicken. Ich könnte sie allgemein stundenlang ansehen und würde nicht genug von ihr bekommt.

Es war fast schon etwas gruselig, dass sie schon nach so kurzer Zeit eine solche Anziehungskraft auf mich hatte. Ich hatte zwar schon aus Erzählungen gehört, dass Seelenverwandte, wenn sie sich erst einmal getroffen hatten, kaum trennbar waren, doch dies nun am eigenen Leib zu spüren, war etwas ganz anderes.

Ich hatte gehört, dass dieses Gefühl, eine Art von Vollkommenheit, eine unglaubliche Wärme in einem auslösen konnte und dass die sonst so kalten Wesen wieder auftauten. Doch diese Wärme würde ausgelöscht und nie wieder entflammen, wenn einer der Seelenverwandten einmal sterben würde. Ich hatte schon oft mitbekommen, dass der andere Partner verrückt durch den Verlust geworden ist und Rache an allem und jedem genommen hat, der für den Tod seiner anderen Hälfte verantwortlich war.

Auch ich war, seitdem ich auf Jade getroffen war, ungewohnt erfüllt, ein Gefühl, was ich seit Jahrhunderten nicht mehr gespürt hatte. Oder habe ich sowas überhaupt jemals gefühlt? Alleine der Gedanke, dass der jungen Frau vor mir etwas zustoßen könnte und ich war nicht imstande sie zu beschützen, trieb mich in den Wahnsinn. Ich hatte noch nie ein so intensives Gefühl verspürt, jemanden zu beschützen und auch wenn ich sie noch nicht lange kannte, eigentlich so gut wie gar nicht, war dies alles an was ich denken konnte. Ich würde sie beschützen. Immer. Vor allem und vor jedem. Und wenn es mich selbst das Leben kostete.

Meine Gedankengänge wurden unterbrochen, als ich sie langsam sich räuspern hörte. Ich sah sie aufmerksam an, als sie sich nervös mit der Hand durch ihr wundervolles, schwarzes Haar fuhr. „Also… ich-“, ich hörte deutlich die Anspannung in  ihrer Stimme und irgendwie konnte ich nicht anders, als ihre Hand zu ergreifen und sie zärtlich zu drücken. Sie zuckte kurz zusammen, wahrscheinlich durch den Kontakt mit meiner eisig kalten Haut.

Sie sah kurz zu Boden, ehe sie wieder in meine Augen sah und sich ihre Lippen spalteten, als sie mich auch wie in Trance anblickte. Meine Mundwinkel zuckten leicht, ehe sie neckisch fragte: „Ja, du?“ und sie verlegen die Augen abwendete.

Abermals räusperte sie sich und sah mir dann entschlossen in die Augen. „In Ordnung“, sagte sie schlicht und sofort schlich sich ein charmantes Lächeln auf meine Lippen. „Aber-“, betonte sie besonders und sofort legte sich mein Lächeln wieder. Ein Aber‘ bedeutete nie etwas Gutes…

„Ich muss davor nochmal kurz nach Hause und meiner Mutter Bescheid geben. Die dreht sonst durch“, sagte sie letzteres und verdrehte die Augen leicht, was mich sogleich zum lächeln brachte.

„Natürlich“, antwortete ich und nickte, woraufhin sich ihre Wangen wieder etwas rot färbten und ein schiefes Grinsen auf ihrem Gesicht erschien. „Also los“, sagte sie und setzte sich in Bewegung. Ein gewinnendes Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit.

„Grins nicht so“, kam es von ihr und kurz machte sie mich sprachlos. Das konnte sie unmöglich gesehen haben! Sie wendete sich zu mir um und hob ihren behandschuhten rechten Zeigefinger drohend. „Ich gehe dieses eine Mal mit dir aus, also verbock es nicht. Es ist schließlich nicht so, als hätte ich nichts anderes zu tun“, sprach sie gespielt hochnäsig, woraufhin ich amüsiert die Augenbrauen hochzog und die Hand an meine Brust legte.

„Dann bin ich ja froh, dass du dir dennoch die Zeit nimmst, Liebling“, sagte ich verschmitzt und betonte das letzte Wort besonders. Jetzt war ich aber mal auf ihre Reaktion gespannt. Und natürlich färbten sich ihre Wangen noch dunkelroter, als sie es ohnehin schon waren und ihr Herzschlag erhöhte sich. Ich liebte es jetzt schon, sie verlegen zu machen. Es war einfach ein herrlicher Anblick, dass sie errötete, allein wegen mir.

„Liebling?“, keuchte sie und sah mich verdutzt an, was ein niedlicher Anblick zusammen mit ihren roten Wagen war. „Ist was?“, neckte ich sie weiter, woraufhin ein zorniger Ausdruck in ihren Augen erschien. „Du spielst mit mir!“, sprach sie mit vorwurfsvoller Stimme und blieb abermals stehen und ich war mir sicher, wenn dies so weiterging, würden wir nie bei ihr zuhause ankommen.

„Absolut nicht, Jade“, erwiderte ich und grinste wieder mein übliches charmantes Grinsen, welches jede Frau zum Schmelzen brachte. Doch Jade war nicht wie jede andere Frau und dies machte sie mir nun mehr als deutlich klar, als der zornige Ausdruck blieb und sie sogar die Arme vor der Brust verschränkte. Da habe aber eine temperamentvolle und kratzbürstige Gefährtin bekommen, dachte ich trocken. Doch ich wären nicht ihr Gefährte, wenn ich nicht mit ihrem Feuer umgehen könnte.

Auch wenn sie vielleicht sehr temperamentvoll war, sie würde sich nicht gegen das stetig wachsende Band wehren, das uns langsam aber sicher verband. Langsam hob ich meine Hand und fuhr ihr zärtlich über die Wange und blickte ihr dabei tief in die Augen. Ich spürte unter meiner Hand ihre warme Haut, ich spürte das Blut, was in den feinen Adern tief unter ihrer Haut pulsierte und wieder schien es für mich singen zu wollen. Ich spürte einen wachsenden Drang in meinem inneren.

Es war nicht so, dass ich sie bis auf den letzten Blutstropfen aussaugen wollte, nein, ich wollte etwas ganz anderes. Ich wollte sie beißen, sie zu meinesgleichen machen und sie schließlich mit nach Volterra bringen. Ich wollte den Rest meines Lebens – die Ewigkeit – mit ihr verbringen. Doch bevor ich meine Gedankengänge fortführen konnte, schüttelte sie schon den Kopf und ging weiter die Gasse hinab. Mit wenigen Schritten hatte ich zu ihr aufgeschlossen und lief stumm neben ihr her.

Ich spürte, wie sie ab und an von der Seite meine Gesichtszüge beobachtete und ich genoss es in vollen Zügen. Es war gut zu wissen, dass nicht nur ich sie wundervoll fand, sondern dass auch sie sichtlich zugeneigt war. Je schneller ich mit ihr zusammen kam, desto schneller konnte ich mich um die ganzen anderen Probleme in meinem Leben kümmern. Doch sie stand selbstverständlich an erster Stelle. Schließlich verging seit ein paar Tagen keine Sekunde, in der ich nicht an sie dachte.

„Hier wären wir“, sagte sie nach ein paar Minuten, als sie vor einem alten, etwas gebrechlichen Haus hielten. Sie sah meinen Blick und deutete ihn leider falsch. „Ich weiß, es ist nicht das schönste Haus, aber ich bin eben darin aufgewachsen“, erklärte sie verlegen, doch ich schüttelte sofort abwehrend den Kopf. „Ich finde es schön, ehrlich. So einen Baustil gibt es heute nur noch sehr selten“, sprach ich und sah sie aufmunternd an. Wieder sah ich hoch, als ich einen Blick auf mir spürte. Hoch oben in einem Fenster erkannte ich einen Schatten, eine Frau, die uns aufmerksam beobachtete.

Jade folgte meinem Blick und sprach sogleich resigniert: „Das ist meine Mutter. Ich werde mir bestimmt gleich erst mal ihre neugierigen Fragen anhören müssen.  Naja, warte hier, in Ordnung? Ich beeile mich“, sprach meine Angebetete und ich nickte lächelnd, woraufhin sie auf das Haus zumarschierte und schließlich darin verschwand.

Ich musste zugeben, auch ich war ein wenig nervös. Da traf ich plötzlich nach Jahrhunderten auf meine Gefährtin, fiel sie beinahe an, weil sie gleichzeitig auch meine Blutsängerin war. Ich wollte mir gar nicht ausmalen was gewesen wäre, wenn ich sie getötet hätte. Ich hätte meine Gefährtin getötet, ohne je zu wissen, dass sie die Eine war.

Bei diesem Gedanken wollte sich alles in mir zusammenziehen. Ich würde ihr niemals wehtun. Und jeder der es wagen würde, sie auch nur falsch anzusehen, sollte vor mir fliehen. Sie gehörte mir, mir ganz allein.

Ein paar Minuten später hörte ich die Tür sich öffnen und schließen und ich sah auf und sah sie. Sie hatte wohl nicht nur mit ihrer Mutter geredet. Sie hatte ihre seidenen Haare locker hochgesteckt und hatte die Hose zu einem Rock umgetauscht. Kurz dachte ich, ich müsste von ihrer Schönheit verzaubert tot umfallen, weil sie so sehr strahlte, dass selbst ein dunkles Wesen wie ich, die Flucht antrat.

Sie lächelte vorsichtig und ihre Wangen schimmerten leicht rosa. „Wollen wir?“, fragte sie und sah mich abwartend an. Kurz musste ich schlucken, da ich meiner eigenen Stimme nicht traute. Äußerlich blieb ich natürlich selbstsicher wie eh und je, doch wenn mein Herz noch schlagen würde, würde es mir nun aus der Brust springen wollen.

Ganz der Gentleman, der ich nun mal war, hielt ich ihr meinen Arm zum unterhaken hin, den sie selbstverständlich kichernd ergriff. Dieses Geräusch wollte ich noch viele weitere Male hören.

Wenig später saßen wir in einem Cafe an einem kleinen, rundlichen Tisch, einander gegenüber. Ich hatte mich entspannte zurückgelegt und musterte sie, wie sie sich in dem Cafe interessiert umsah. „Was kann ich Ihnen bringen?“, fragte die Bedienung, eine großen, blonde Dame, welche ich sicherlich länger beäugt hätte, wenn ich nicht Jade hätte. Jetzt war sie die einzige, die ich gerne ansah.

Die die Blondine Jade nicht einmal zu bemerken schien, zog ich etwas verärgert die Augen zusammen. „Meine Begleitung bestellt zuerst“, sagte ich, zum einen weil ich es hasste, wenn jemand respektlos gegenüber meiner Gefährtin war, zum anderen weil ich nicht wusste, was ich alles bestellen konnte. Ich war nach allem immer noch ein Jahrhunderte alter Vampir und zu seiner menschlichen Zeit gab es sowas wie einen Latte Macchiato noch nicht. Noch lange nicht.

Der Bedienung schien erst jetzt aufzufallen, dass Jade auch am Tisch saß und ich unterdrückte ein Brummen. Dieser Frau sollte jemand Mal Respekt beibringen.

„Was kann ich dir bringen?“, fragte die Blonde abermals, dabei aber mit einem süßlichen Unterton. „Einen Minztee, bitte“, antworte meine Gefährtin selbstbewusst und meine Brust schwoll ein kleinwenig an vor Stolz.

„Und Ihnen, mein Herr?“, fragte die Bedienung mich abermals und schenkte mir das strahlendste Lächeln, das sie wohl aufbringen konnte. „Das Gleiche“, antwortete ich kühl und schickte sie mit einer unwirschen Handbewegung weg.

Als ich wieder meinen Blick zu Jade wendete, sah sie ich ebenfalls an. „Darf ich dich was fragen?“, fragte sie und meine Mundwinkel zogen sich nach oben. „Natürlich“, antwortete ich. „Wie alt bist du?“, fragte sie und kurz dachte er nach, was er ihr sagen sollte. Unmöglich konnte ich ihr sagen, dass ich schon über tausend Jahre alt war, also dachte ich nach, wann Amun mich verwandelt hatte.

„23“, antwortete ich schlicht und wartete auf ihre Reaktion. Ihre Augen wurden etwas groß und sofort fragte ich mich, was dies wohl bedeutete. „Und du?“, fragte ich und sofort bedachte sie  ich mit einem empörten Blick.

„Man fragt eine Dame nicht nach ihrem Alter!“ sie schüttelte gespielt empört den Kopf, doch dann fügte sie lächelnd hinzu: „Ich bin 17, werde aber in ein paar Tagen 18.“

Sie war doch ziemlich jung. Ich hatte sie ein bis zwei Jahre älter geschätzt, einfach weil sie schon eine solche Souveränität ausstrahlte, von der selbst manche Vampire sich eine Scheibe von abschneiden konnten.

„Was heißt in ein paar Tagen?“, fragte ich nach. „Am 28. November“, antwortete sie, bevor die Bedienung angestöckelt kam und vor uns beiden jeweils eine Teetasse abstellte. Natürlich musste sie sich bei mir etwas mehr vorlehnen, sodass ich einen wunderbaren Blick in ihren Ausschnitt hatte. Ich sah Jades angesäuerten Blick und komischerweise genoss ich diesen kurz.

Als die Blonde wieder davonstöckelte, sah Jade ihr nach, ehe sie mich mit hochgezogener Augenbraue ansah. „Die scheint die gut zu finden“, stellte sie fest und nahm einen vorsichtigen Schluck von ihrem Tee. Kurz tat ich so, als würde ich an meinem Tee nippen, ehe ich sie forschend ansah.

„Achja?“, fragte ich und sah sie abwartend an. „Ja, vielleicht solltest du nachher nach ihrer Nummer fragen“, schlug sie vor und nahm einen weiteren Blick in die Speisekarte vor, sodass sie meinen verletzten Gesichtsausdruck nicht bemerkte. Was redete sie da?! Ich wollte doch nur sie!

„Die einzige Nummer, die ich will, ist deine, Jade“, sagte ich daraufhin langsam und fixierte sie mit meinem Blick. Langsam legte sie die Speisekarte ab und sah mich erschrocken an, ehe sie kurz schluckte. Erst jetzt schien ihr klar zu werden, dass ich es tatsächlich ernst mit ihr meinte.

„Es ist ziemlich warm hier drin, findest du nicht?“, versuchte sie dann auszuweichen und fächelte sich dann Luft zu, ehe sie einen großen Schluck von ihrem Tee nahm, an dem sie sich die Zunge verbrannte.

„Au!“, beschwerte sie sich, sodass ich schnell an ihre Seite eilte und sie forschend beäugte. Ich legte meine kühle Hand gegen ihre Wange und ich nahm es zufrieden zur Kenntnis, als sie sich genießerisch an sie schmiegte.

„Komm, lass uns gehen“, schlug ich einige Gesprächsthemen später vor, legte wie selbstverständlich das Geld für beide Tees auf den Tisch und schob sie zur Tür. „Aber ich will für meinen Tee bezahlen!“, protestierte sie, doch ich schob sie mit einem Arm um ihre Taille einfach nach draußen in die kühle Novemberluft.

Es war schon dunkel, als wir gemeinsam über den Gehweg spazierten, während neben uns auf der Straße die Autos vorbeirasten. Es war ein Freitagabend, also viele Diskotheken waren geöffnet.

„Woher kommst du eigentlich?“, fragte sie dann, ehe sie fortfuhr: „ich meine, du kannst es zwar gut vertuschen, aber du hast dennoch einen kleinen Akzent. Und der Name Demetri  ist auch nicht unbedingt französisch“, merkte sie an und schmunzelte über das ganze Gesicht. Ich erwiderte ich Grinsen, ehe ich antwortete: „Da hast du recht. Ich komme aus Griechenland.“

Sie nickte langsam, als würde ihr dies einleuchten. Sie sah sich um und ihr Gesicht erhellte sich.

„Weißt du, was wir jetzt noch machen?“, fragte sie und ein abenteuerlustiges Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Ich zog eine Augenbraue fragen nach oben, ehe sie meine Hand ergriff und mich breit anlächelte. „Wir gehen jetzt tanzen!“, eröffnete sie mir ihre Idee, woraufhin ich sie zweifelnd ansah. „Du willst mit mir in eine Disko?“, fragte ich und kratzte mir den Hinterkopf. „Klar! Komm schon, das wird lustig!“, rief sie, ehe sie mich direkt zum Eingang einer Diskothek zog.

Auf meinen Lippen erschein ein Lächeln. Warum auch nicht? So würde ich ihr vielleicht noch näher kommen können.

Dadurch, dass ich volljährig war, bekam auch sie Eintritt und sofort erreichte der starke Bass meine empfindlichen Ohren  und es roch nach Schweiß und Alkohol. Ich sah, wie sich Jade die Jacke von den Schultern zog und diese an einem Kleiderhaken hängte, ehe sie nach meiner fragte. Ich zog meine ebenfalls aus und reichte sie ihr, ehe sie schließlich meine Hand ergriff und Richtung Tanzfläche zog.

Immer wieder blickte sie zu mir und lächelte mich mit einer Mischung aus Freude und Aufregung an. Wir zwängten uns an vielen tanzenden Menschen vorbei und ich konnte heilfroh sein, dass ich erst am Morgen jagen war.

Irgendwann blieb sie stehen und legte vorsichtig ihre Arme um meine Nacken, sodass ich wie automatisch meine Hände auf ihre Rücken legte und sie näher zu mir zog. Das Lied, welches in diesem Moment lief, war mit einer spanischen Melodie und Jades Wangen wurden rot, als sie den Text verstand. Und sie tanzte ausgerechnet mit einem Mann, ihrem Traummann, darauf.

Gefühle, welche ich schon lange nicht gefühlte hatte, tanzten sich an die Oberfläche und mein Griff um Jade wurde fester. Unsere Gesichter schwebten nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, doch ich wusste, dass jetzt noch nicht der Richtige Moment war, den Abstand zu schließen. Es würden bestimmt noch genug Momente kommen.

Gerade als ich dies dachte, bewegte sie sich näher zu mir und mein ganzer Körper kribbelte. Würde sie nun doch den ersten Schritt machen?

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