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Bonbons? Bonbons!

SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Carlos Sainz jr. Charles Leclerc Daniel Ricciardo George Russell Lando Norris Max Verstappen
10.09.2021
26.11.2021
8
9.693
7
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
10.09.2021 1.330
 
Also, eine etwas komische Idee. Wie es schon in der Kurzbeschreibung steht wird das hier eine Oneshot-Sammlung und jeder Oneshot steht für ein Bonbon.  Ich hoffe euch gefällt mein Geschreibsel. Über Reviews würde ich mich sehr freuen.  (Hab ich da jetzt nicht hingeschrieben ^^ .)
Anmerkung: Corona wird außenvor gelassen, heißt aber nicht, dass es das in der Realität nicht gibt, also passt auf euch auf.

~~~

Wutentbrannt rannte Charles in sein Hotelzimmer. Warum funktionierte bei ihm einfach nichts? Was war in seinem kranken Hirn falsch, dass der Feind nicht einfach der Feind bleiben kann? Nein er musste ja unbedingt versuchen sich mit Max anzufreunden. Und sich dabei in ihn verlieben. Scheiße! Warum musste er nur so ein harmoniebedürftiger Mensch sein? Das machte alles immer kompliziert.

Nach einer Dusche, in der Charles versucht hatte seinen ganzen Frust zu ertränken und zu vergessen, was zumindest kurzfristig, mit Hilfe seiner Hand an einer bestimmten Stelle und dem Gedanken an Max, ganz gut funktioniert hatte, warf er sich schon wieder frustriert aufs Bett. Er wusste nichts mit sich anzufangen und blieb so wieder in seinen trüben Gedanken hängen.

Erst durch ein Klopfen an der Türe wurde er aus seiner persönlichen Hölle, die sich momentan seine Gedanken nannten, herausgerissen. Mühsam rappelte er sich auf und schlurfte zur Tür. Vor dieser fand er einen etwas vorwurfsvoll schauend Pierre vor. "Wir waren vor einer halben Stunde verabredet." Charles bekam das Gefühl, er müsse seinen Kopf ein paar Mal gegen eine Wand hauen. "Scheiße! Tut mir leid, dass ich dich vergessen hab. Ich-" Er wurde von Pierre unterbrochen. "Du hast über Max nachgedacht.", sagte dieser sanft, "Du musst dringend mal mit ihm reden." Charles verdrehte die Augen. Nicht schon wieder. Das riet er ihm mindestens einmal pro Tag. "Er wird niemals was von mir wollen! Und jetzt lass uns zu dieser Party gehen. Wir sind eh schon zu spät." Das von Pierre leise gemurmelte, "Wegen dir...", überhörte er gekonnt.

Zu relativ fortgeschrittener Uhrzeit saß er stock besoffen auf eine Couch abseits des Geschehens. In seinen ziemlich trüben Gedanken versunken bemerkte er nicht, dass sich jemand neben ihn setzte. Erst als dieser Jemand vorsichtig eine Hand auf seinen Oberschenkel legte schreckte er auf. Max. Den konnte er jetzt gar nicht gebrauchen. War er eh schon immer in seinen Gedanken präsent machte es seine richtige Anwesenheit auch nicht besser. "Hey, alles gut?" Bitte? Die Frage war ja absolut dämlich. "Mir ging es noch nie besser.", motzen er deswegen los. Abwehren hob Max die Hände. "Warum fauchst du mich so an?" Charles schnaubte. "Ich hasse dich!" Jetzt schnaubte Max, aber nur um seinen Schock aufgrund dieser Aussage zu verbergen. "Warum?", kam es ziemlich tonlos über seine Lippen. "Weil ich dich viel mehr mag, als ich es jemals geplant hatte!"

Verzweifelt vergrub er seinen Kopf in seinen Händen. Sein Mund war auch immer schneller, als sein Hirn. Eine einsame Tränen löste sich von seinem Auge und lief seine Wange hinunter. Max sollte nie erfahren, was er für ihn fühlte. Plötzlich spürte er einen Arm, der sich um seine Schulter legte und ihn an einen warmen Körper zog. Jetzt brachen bei ihm alle Dämme und die Tränen begannen nur so zu fließen. Wenn er betrunken war, war er immer ziemlich nah am Wasser gebaut. "Alles wird gut, Charlie, alles wird gut." Er kuschelte sich näher an Max und versuchte sich zu beruhigen, während sein betrunkenes Gehirn versuchte zu ermitteln, was an dem letzten Satz komisch war. Er kam nicht drauf. Irritiert schaute er auf, als Max sich von ihm löste und aufstand. "Nicht...", meinte er schwach. Er wollte hier nicht alleine rumsitzen.

Auf Max Gesicht breitete sich ein sanftes Lächeln aus und Charles verlor sich in seinen Augen. Plötzlich griff eine Hand nach seiner und zog ihn hoch. Das kam so unerwartet, sodass er sich gleich wieder in einer Umarmung fand, weil er gegen Max getaumelt war. "Du bist so voll, dass du alleine keine 3 Schritte weit gehen kannst.", murmelte er ihm ins Ohr, was bei ihm eine Gänsehaut auslöste. Noch intensiver wurde diese, als Max sich aus der Umarmungen löste und einen Arm um seine Hüfte legte, mit der Hand unter sein Shirt schlüpfte und ihm über die nackte Haut strich. Erstaunt sah Charles Max an, der lächelte aber nur und führte ihn aus dem Club raus.

Im Hotelzimmer half Max ihm sogar noch aus der Kleidung, weil er sich viel zu unkoordiniert bewegte, um das selbst auf die Reihe zu bekommen. Als der sich abwendete, um sein Zimmer zu verlassen funktionierte seine Koordination zum Glück noch soweit, dass er nach seinem Arm greifen konnte. "Nicht...", zum zweiten Mal an diesem Tag benutzte er dieses Wort, um Max zurückzuhalten. "Bleib da bitte. Lass mich nicht allein.", murmelte er schwach, schon halb am wegdösen. Er sah Max nicken. "Ok" Erleichterung durchflutete ihn. Er spürte Arme, die sich von hinten um ihn schlangen und den warmen Atem von ihm im Nacken kitzeln. Er drückte sich näher an ihn. Das letzte, was er fühlte, bevor er einschlief, war Max Hand, die durch seine Haare strich und seine Lippen, die ihm einen sanften, unscheinbaren, fast flüchtigen Kuss in den Nacken drückten.

Er wollte nicht aufwachen. Sein Bett war heute so bequem und kuschelig wie selten. Vor allem sein Kopfkissen war toll. Weich, warm und roch dazu noch fantastisch nach...Max. Verwirrt schlug er die Augen auf und hatte einen wunderbaren Ausblick auf ein Sixpack. Verdammt, was hatte er jetzt schon wieder angestellt? Leicht panisch rutschte er von dem Körper, Max Körper wie er schon am Geruch erkannt hatte. "Alles gut Charlie.", hörte er diesen schlaftrunken murmeln. In seinem Hirn begann es zu rattert. Irgendwas war an diesem Satz genauso komisch, wie an dem einen gestern. Während seiner Überlegungen begann sich dann auch sein Kopf mit ziemlich pochenden Kopfschmerzen zu Wort zu melden. Doch im Gegensatz zu gestern Abend oder eher Nacht erkannte er, was komisch war.

Verblüfft schaute er Max an. "Seit wann nennst du mich Charlie?" Jetzt begann Max zu grinsen, weil er wusste, dass die Antwort Charles nicht zufrieden stellen wird. "Seit gestern." Er musste auch grinsen. Das war wieder typisch Max. "Jetzt aber ganz ehrlich. Warum nennst du mich Charlie?" Max wurde leicht rot und statt einer Antwort zog er ihn wieder in ihre Ursprungsposition. Sein Kopf auf Max Oberkörper. "An wie viel erinnerst du dich noch von gestern?" Aufmerksam wurde er von Max gemustert. "An alles?", gab er leicht fragend zurück. "Auch das du gesagt hast, dass du mich mehr magst als du geplant hattest?", kam jetzt die leise vorsichtige Nachfrage. "Auch daran. Und nüchtern kann ich dir bestätigen, dass ich es genau so gemeint hab." So richtig wusste er nicht, wo er den Mut hernahm, so offen zu sein. Vielleicht war es der Tatsache geschuldet, dass er Max ziemlich schnell schlagendes Herz hörte oder das eben dieser im Gegensatz zu seinem sonstigen Verhalten ziemlich schüchtern zu sein schien.

Seine ziemlich direkte Aussage hatte einen verblüffen Blick seitens Max zu Folge und einen nochmal verschnellerten Herzschlag. "Ich mag dich auch mehr, als ich jemals wollte, aber ich find das gar nicht so schlimm." Ah, Max Selbstvertrauen ist auch wieder da. Und dann realisierte er die Worte erst richtig. Er mochte ihn auch. Er hatte eine Chance. Langsam beugte Max seinen Kopf leicht nach unten, während er etwas hochrutschte, um ihn besser erreichen zu können. Sanft trafen ihre Lippen aufeinander, aber sie wären nicht Max und Charles, wenn der Kuss nicht ziemlich schnell an Intensität und Härte dazugewinnen würde. Keuchend und nach Luft schnappen lösten sich die beiden. Ein Blick in die Augen des anderen und sie wussten, das wollten sie jetzt immer haben.
 
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