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ESCAPE

von Sanna2907
GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Het
Draco Malfoy Hermine Granger
09.09.2021
19.09.2021
7
9.634
24
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Dieses Kapitel
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14.09.2021 1.303
 
Als der späte Abend zur Nacht wurde, war aus den gelegentlichen Windböen ein waschechter Sturm geworden.
Dieser erschütterte die einsame Lodge in ihren Grundfesten, und brachte eine beachtliche Menge Schnee mit.
Weit nach Mitternacht schlug ein vom Wind mitgebrachter Zweig unsanft gegen das große Panoramafenster des Schlafzimmers.
Draco erwachte, und sah im Licht seines Zauberstabs dass die Scheibe, Merlin sei Dank, heil geblieben war.
Als er den Stab wieder verlöschen ließ ,wurde ihm mit einem Mal bewusst wie eng Hermine inzwischen an seiner Seite lag. Trotzdem schien sie im Schlaf zu frösteln, bewegte sich unruhig, und schien von bösen Träumen heimgesucht zu werden.
Ergeben seufzte der junge Zauberer, setze sich halb auf, schob Kissen in seinen Rücken, und beschwor eine einzelne Kerze auf dem Nachttisch. Dann zog er das schlafende Mädchen einfach zwischen seine Beine, bettete ihren Kopf an seine Brust, und schlang beide Arme fest um sie. Das Buch, in dem er am Abend gelesen hatte ,ließ er auf Augenhöhe vor seinem Gesicht schweben, und war bald in die Lektüre vertieft.

Hermine lag ganz still, schon als er sie so unsanft an sich gezogen hatte war sie erwacht, hatte aber beschlossen heraus zu finden was er vor hatte.
Jetzt genoss sie die Situation viel zu sehr, und hoffte dass ihr so aufgeregter Körper sie nicht verraten würde.
Allzu bewusst war ihr, dass auch ihn der enge Körperkontakt keinesfalls kalt ließ.
Trotzdem schien er ganz in sein Buch vertieft zu sein, merkte nicht wie sie ihn im Zwielicht der Kerze vorsichtig betrachtete.
Draco Malfoy nicht schön zu nennen war unmöglich, denn das war er wirklich. Hermine hätte zu gerne gewusst wie es sein musste seine vollen Lippen, die sich beim Lesen leicht bewegten, zu kosten.
Als er das Buch schließlich wieder neben das Bett schweben ließ ,kniff sie schnell die Augen zusammen, und versuchte möglichst gleichmäßig zu atmen. Viel hätte sie darum gegeben zu sehen was er nun tat, hätte beinahe erschrocken aufgeschrien als sie seinen warmen Atem an ihren Lippen spürte.

Draco brachte sein Gesicht so nah wie möglich an ihres, das wunderbar entspannt aussah. Noch immer aber huschten ihre Augen unruhig hinter ihren Lidern hin und her. Ob sie noch träumte? Seine Worte kamen beinahe tonlos über seine Lippen, und er war sich eigentlich sicher dass sie ihn nicht hören konnte.

„Merlin, was würde ich darum geben dich zu küssen, nur ein einziges Mal! Aber nicht jetzt, bilde dir das ja nicht ein!“, er lachte leise, „wahrscheinlich würdest du ausrasten, und das zu Recht! Schlaf schön Hermine, ich bin hier, ich passe auf dich auf!“

Etwas an seinen Worten rührte sie sehr, und beinahe hätte sie ihm geantwortet, entschied sich aber dagegen als er begann sie sanft zu streicheln.
Noch immer sicher dass sie fest schlief berührte er sie zärtlich, und schlief schließlich über sein Tun ein. Ihren sanften Kuss auf die Seite seines Kinns bemerkte er nicht mehr.

Als der Morgen graute war der Sturm weiter gezogen, und ein vorwitziger Sonnenstrahl weckte Hermine unsanft. Vorsichtig wand sie sich aus Dracos Armen, die sie nach wie vor fest umschlungen hielten. Als sie sich aber aufsetzte, und ihr Blick das Panoramafenster traf ,hielt sie zunächst einmal beeindruckt die Luft an. Ganz Kanada schien sich zu ihren Füßen auszubreiten, bot ihr einen grandiosen Anblick.

„Draco…Draco, wach auf, das ist fantastisch!“

Leise grummelnd stützte sich der junge Zauberer auf einen Ellenbogen, und sah sie durch eine Strähne seiner Haare an. Augenblicklich faszinierte Hermine etwas ganz Anderes, und es waren seine Augen die sie vergessen ließen warum sie ihn geweckt hatte.

„Was ist so fantastisch Hermine…Hermine?“

„Was…ach so ähm, also schau Mal aus dem Fenster!“

Auch Draco konnte nicht umhin fasziniert zu sein, setzte sich neben sie, und legte ihr einfach einen Arm um die Schultern.

„Das ist wirklich wundervoll, und schreit nach Ski fahren.“

„Du kannst Ski fahren?“

Er drückte sie leicht an sich, und lächelte.

„Kann ich! Wie sieht es mit dir aus?“

„Na ja, ein Wenig, aber ausbaufähig!“

„Habe ich es mir doch gedacht. Lass uns Etwas frühstücken, und uns dann Skier zaubern. Diesen Schnee muss man ausnutzen!“

Nach einem schnellen Frühstück waren sie bald draußen unterwegs, und Draco versuchte sich als Skilehrer.
Ein um das andere Mal fiel Hermine dabei in seine Arme, betrachtete jedes Mal fasziniert seine leicht geröteten Wangen, die ihm ausgezeichnet standen.
Sie genossen es einander lachen zu hören, und ließen den Tag wieder im Whirlpool ausklingen.
So verging Tag um Tag, Stunden in denen sie nicht hätten glücklicher sein können.
Aus Zuneigung war tiefe Freundschaft geworden, Berührungen wurden vertraut, und doch sehnten sich Beide nach etwas ganz Anderem. Noch immer schlief die junge Hexe wie selbstverständlich in seinen Armen, und mit jeder Nacht fiel es Draco schwerer zurückhaltend zu bleiben.
Einige Male schon war er kurz davor gewesen sie einfach zu küssen, hatte aber Angst ihre Beziehung so mit einem Schlag zu zerstören. Was er nicht ahnen konnte war ihr Verlangen nach genau diesem Kuss, ein Verlangen das stündlich wuchs.

Bald stand Weihnachten vor der Tür, und Beide beschlossen gebührend zu feiern.
Von draußen brachten sie eine kleine Tanne mit hinein , und verbrachten einen ganzen Nachmittag damit diese zu schmücken. Am heiligen Abend versorgten sie sich mit einem besonders guten Essen, und tranken den teuersten Wein dazu, den die Lodge zu bieten hatte. Überrascht stellten sie danach fest dass sie einander, ohne Absprache, Geschenke gezaubert hatten. Hermine schenkte Draco ein wundervoll gearbeitetes Lederetui für seinen Zauberstab, das er wie ein Auror an seinem Gürtel befestigen konnte.

„Damit du ihn immer zur Hand hast…damit…damit dir Nichts passiert!“

Draco legte sein Geschenk gleich an, und überreichte der jungen Hexe dann formvollendet ein sehr teures, sehr altes Buch über verbotene Zaubertränke, was sie sofort zur Hand nehmen wollte, um darin zu lesen.
Ihre leuchtenden Augen aber ließen ihn all seine Bedenken vergessen, und sie schrie leise auf als er ihr das Buch einfach aus den Händen nahm, und sie auf die Füße zog. Fast unsanft schob er sie dann vor sich her, pinnte sie mit seinem Körper an die nächste Wand.

„Schluss jetzt…ich…ich kann nicht mehr Hermine!“

Die junge Hexe aber hatte längst ihre Augen geschlossen, den Kopf zur Seite geneigt offenbarte sie ihm, nun viel schneller atmend, ihren Hals. Hauchzart ließ er seine Lippen darüber fahren, kostete endlich den Geschmack ihrer heißen Haut. Ihr leises Stöhnen brachte ihn beinahe um den Verstand.

„Ich…ich will das auch…so sehr Draco…so lange schon!“

Er knurrte leise, biss sie sanft an der zuvor geküssten Stelle, liebkoste dann mit seiner Zunge die Abdrücke die seine Zähne hinterlassen hatten. Als er erkannte wie sehr sie dies genoss, wiederholte er sein Tun an der anderen Seite ihres Halses.

„Komm mit!“

Nun etwas vorsichtiger bugsierte er sie zu dem, mitten im Raum stehenden, Sofa. Er lehnte sich an eine der höheren Armlehnen, zog sie zwischen seine Beine wie schon so oft zuvor, aber diesmal war Alles anders. Lange sahen sie einander dann an, suchten die letzte Bestätigung im Blick des Anderen. Als Draco endlich ,unfassbar zärtlich, seine Lippen auf ihre presste war die Magie vollkommen. Sanft fuhr er nach einiger Zeit mit dem Daumen über ihre leicht geschwollenen Lippen.

„Verflucht…ich muss dir Etwas sagen, ich weiß nicht ob es unpassend ist, und habe es zu niemand zuvor gesagt…aber es ist die Wahrheit!“

„Was Draco, was ist die Wahrheit?“

Liebevoll nahm er ihre Hände in seine, traute sich kaum sie anzusehen.

„Ich liebe dich Hermine Granger, ich liebe dich so sehr!“

Wieder war es eine einzige Träne die ihr schönes Gesicht belebte, doch diesmal lächelte sie, wärmte mit diesem Lächeln ihr Herz. Sie antwortete nicht, nickte nur, ein Nicken das ihm die Welt bedeutete. Stumm stand er auf, hob sie auf seine Arme, und trug sie in das Schlafzimmer das sie bereits so lange teilten.
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