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Im Herz des Feindes

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte, Action / P12 / Gen
08.09.2021
27.11.2022
48
112.801
2
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08.09.2021 3.388
 
Hey Friends. Willkommen zu meinem neuen Projekt. Ich hatte schon eine ganze Weile die Idee diese Story zu schreiben und bin froh sie jetzt endlich auch einmal anzufangen.

Für mich ist das gerade ein komplett neues Gebiet. Also ich habe schon einmal eine Freie Arbeit geschrieben, aber auch bloß ein Kapitel. Und danach... ging es irgendwie nicht weiter. Aber etwas mehr oder weniger dystopisches habe ich dann doch noch nie zu Papier gebracht.

Ich hoffe trotzdem, dass euch die Geschichte gefallen wird. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß.






2021

"Hey Liebling. Wie war die Arbeit?"

Lächelnd ließ ich meine Tasche fallen und zog mir die Schuhe aus. Aus dem Wohnzimmer hörte ich Schritte, als dann auch schon meine wunderschöne Freundin und bald Frau in den Flur kam.

"Ach, so wie immer. Die meiste Zeit war es ruhig. Bloß einen kleinen Vorfall gab es. Aber nichts schlimmes."

Ich ging zu ihr und gab ihr schnell einen Kuss auf die Wange. Sie erwiderte diesen und sah mich besorgt an.

"Haben sie es schon wieder versucht?" Ich sah zu ihr und nickte leicht. Laut seufzte sie. "Warum geben sie nicht auf? Es kann nicht immer nur Soldaten geben. Du tust doch etwas gutes, warum lassen sie dich das nicht fortführen?"

"Das weißt du.", meinte ich bitter. "Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Methoden zum Frieden, all das interessiert sie nicht. Sie haben Italien fast erobert. Halb Europa gehört ihnen und viele Teile Asiens. Und die Regierungen in Nord- und Südamerika werden schnell nachgeben. Sie wollen es jetzt zuende bringen. Und dafür brauchen sie jeden Mann."

Melissa schnaubte. "Und unbedingt du musst ihnen helfen? Was bringt es ihnen jemanden in ihren Reihen zu haben, der nicht für sie kämpfen will?"

Ich lächelte leicht. "Vergiss nicht, ich war der beste in der Akademie. Ich hätte einen hohen Posten bekommen können. Doch ich mag ihre Vorgehensweise nicht. Deshalb bin ich ausgestiegen."

"Ich weiß. Ich war dabei. Und auch nicht schlechter als du." Sie lächelte mich schelmisch an. "Vergiss nicht wie oft ich dir geholfen habe, als du in Schwierigkeiten gesteckt hast."

Ich lachte laut auf und zog sie zu mir. "Wie kann ich das vergessen? Schließlich warst du es, die mich in diese Schwierigkeiten gebracht hat." Ich küsste sie auf ihren Haarschopf. Dann nuschelte ich: "Ich bin nur froh, dass sie bei dir nicht anfragen. Ich könnte es nicht ertragen, dich in den Krieg ziehen zu sehen."

Sie drehte sich in meinen Armen und sah mich liebevoll an. "Das werden sie nicht. Wir haben zu wenige Pfleger und Pflegerinnen in unseren Reihen. Sie brauchen alle die sie bekommen können."

Ich nickte leicht. "Du hast Recht. Sie brauchen dich. Hier mehr als an der Front."

Sie beugte sich zu mir und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. Dann knabberte sie leicht an meiner Unterlippe und murmelte: "Keine Sorge. Ich bleibe bei dir. Ich gehe nicht weg."

"Ich weiß." Ich drückte meine Stirn an ihre. "Dafür danke ich dir. Ich liebe dich."

"Ich liebe dich auch." Sie löste sich von mir und sah mich verführerisch an. "Und jetzt komm in die Küche. Wir haben morgen beide frei und das heißt, heute können wir lecker kochen und morgen ausschlafen."

Ich grinste bei dem Gedanken an das bevorstehende. "Ich nehme an du hast dir etwas ganz besonderes ausgedacht?", fragte ich möglichst unschuldig.

"Für dich doch immer Liebling.", erwiderte sie augenzwinkernd. "Und jetzt komm. Je länger wir hier brauchen, umso länger dauert es bis zum Nachtisch."

Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und so folgte ich ihr in die Küche.


Ich wachte auf und streckte mich erst einmal. Oder eben so gut wie. Mit so einer Schönheit in meinen Armen wie der die sich hier gerade an mich kuschelte war es nur schwer möglich sich zu bewegen.

Diese wachte auch gleich auf, als ich mich bewegte. "Morgen Liebling.", flüsterte sie leise und blinzelte sich den Schlaf aus den Augen. "Wie spät ist es?"

"Früh genug, dass du noch weiterschlafen kannst.", meinte ich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Ich kann Brötchen holen gehen wenn du willst. Schlaf du dich noch ein wenig aus."

"Wir haben doch noch welche da.", murmelte sie leise. "Und so müde bin ich gar nicht mehr. Also, wie wäre es wenn wir uns ein wenig die Zeit vertreiben bis wir richtig wach sind?"

Ich lachte leicht. "Da hat wohl jemand in der Nacht nicht genug von mir bekommen. Eigentlich müsstest du doch noch totmüde sein, so sehr wie wir uns angestrengt haben."

Auch Melissa lachte nun. "Keine Sorge, ich bin wach wenn du es bist. Und nur zur Info: Von dir werde ich nie genug bekommen."

Ich blickte ihr in die Augen und sah die Liebe in ihnen, vermischt mit einen Ausdruck, der mich immer schon vorbereitete auf das was kam.

Ich gab ihr also einen Kuss und rollte mich auf sie. Und so dauerte es dann doch noch knapp zwei Stunden, bis wir beide am Frühstückstisch saßen und gemeinsam aßen.

"Wie wäre es wenn wir heute draußen ein wenig herumschlendern würden? Gerade gibt es einen Markt auf dem Festplatz, da finden wir bestimmt viele tolle Sachen. Was sagst du?"

"Für dich immer gerne Schatz. Und schließlich habe ich ja auch noch etwas gut zu machen für den wundervollen morgen."

Sie kicherte leicht und nahm sich die Zeitung. Ihr Blick verdüsterte sich sofort.

"Jemand gestorben den wir kennen?", fragte ich in der Vorahnung, dass ihr Gesichtsausdruck nichts gutes hieß.

"Nein. Oder doch. Aber erst ein paar Seiten später." Sie hatte gerade die ganze Zeitung durchgeblättert und las sich nun in Ruhe den ersten Artikel durch. "Italien ist gefallen. Nur in Sardinien, Sizilien, Lecce und ein paar südlichen Küstenstädten kämpfen noch ein paar Menschen."

"Ich hoffe sie halten aus.", meinte ich ohne große Hoffnung. "Solange, bis sie sich anderen Rebellengruppen anschließen können."

Melissa nickte. "Der Premierminister hat bereits einem Bündnis zugesagt. Somit werden die Italiener die Sieger auch unterstützen."

"Und damit wird die Liste immer länger.", murmelte ich so vor mich hin.

Melissa blätterte weiter und blieb an einer Seite hängen. "Der mexikanische Regierungschef wurde tot aufgefunden. Anscheinend soll er von Kanadischen Soldaten umgebracht worden sein. Sein Nachfolger soll bereits feststehen."

"Kann ich mir denken." Wütend ballte ich meine Hände zu Fäusten. "Vermutlich von einem unserer Partner umgebracht. Und jetzt wollen sie somit Kanada erobern."

"Leider scheint es ihnen zu gelingen.", antwortete sie mir missmutig.

Das restliche Frühstück verlief stillschweigend. Wir hingen beide unseren eigenen Gedanken nach.

Sobald wir fertig waren und alles abgeräumt war zogen wir uns an. Ich schnappte mir eine Tasche und mein Portemonnaie und gemeinsam gingen wir aus unserer Wohnung.

Händchenhaltend wanderten wir zum Markt. Unterwegs begegneten uns ein paar Patrouillen und ein Wagen mit Soldaten fuhr vorbei. Wir nickten ihnen höflich zu, jedoch sahen sie uns nur grimmig und missbilligend an.

Auf dem Markt herrschte wenig Betrieb. Zu unseren Kindheitszeiten wäre es hier rappelvoll gewesen. Doch jetzt, nach einem Virus der die Gesellschaft monatelang lahm gelegt hat und der anschließenden Machtübernahme der 'Großen Sieger' waren nur wenige Menschen hier.

Irgendwie stimmte mich dieser Anblick traurig. Die wenigen Menschen die hier waren sahen nicht glücklich aus. Und ich konnte verstehen warum. Viele von ihnen hatten Angst. Einer der Gründe für die Spärlichkeit auf dem Marktplatz. Der andere wird wohl der sein, dass zu viele gerade im Krieg sind.

"Wo wollen wir als erstes hin?", brachte mich Melissa aus meinen Gedanken.

Ich sah mich um. "Dort ist ein Käseladen. Lass uns da zuerst gucken."

Melissa kicherte leise. Ich sah sie fragend an und sie begann zu erklären: "Natürlich willst du als erstes zu dem Laden wo es essen gibt. Das ist mal wieder typisch für dich."

Auch ich musste nun leise lachen. "Was denn? Wenn ich eine Verlobte habe die mich so sehr auf Trab hält wie du? Da brauche ich doch ein paar mehr Kalorien."

Melissa kicherte nun etwas lauter und ein paar Leute sahen uns nachdenklich an. "Oh man, das musste ja kommen. Du bist echt unverbesserlich."

"Hey, von mir aus können wir das auch sein lassen. Aber ich glaube du kannst nicht genug auf mich verzichten um mich am essen zu hindern."

"Ja, das kann ich wirklich nicht." Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange. "Aber das will ich auch nicht. Und jetzt komm, ich habe jetzt langsam auch Hunger auf Käse bekommen."

Wir gingen zu dem Stand und danach noch zu vielen anderen. Neugierig begutachteten wir die Waren. Es gab alles mögliche, Obst, Gemüse, Kleidung, DVDs und CDs, Stoffe und haufenweise anderes Zeug. Vieles kam aus der Region, doch auch ein paar Dinge von unseren "Bündnispartnern" waren dabei.

Knapp drei Stunden schlenderten wir über den Markt und begutachteten die Sachen. Mal etwas länger, mal nur kurz. Ein wenig kauften wir auch und verstauten es in meiner Tasche.

Irgendwann trennten wir uns beide. Melissa wollte zu einem Kleidungsladen und ich hatte ein paar Bücher gesehen, von denen ich schon einiges gehört habe. Vorsichtshalber kaufte ich erst einmal den ersten Band und ließ mir den Rest als Lieferungen zusichern, ehe ich mich auf die Suche nach meiner Verlobten machte.

Ich fand sie bei dem Kleidungsgeschäft stehen. Sie hielt gerade etwas hoch, was ich als erstes für ein Handtuch hielt. Als sie sich jedoch zu mir drehte sah ich was es wirklich war.

"Oh Jules, sieh ihn dir doch einmal an. Dieser Babystrampler ist sooooo süß. Oder nicht? Er sieht im Einsatz bestimmt so toll aus. Oder was meinst du?"

Ich sah sie überrascht an. "Ähm... ja... er sieht schon echt... gut aus?"

Sie sah mich lächelnd an. "Können wir den kaufen? Bitte."

Nun war ich verwirrt. "Warum denn? Wir haben doch noch nicht einmal Kinder. Oder willst du den verschenken?"

Sie sah kurz zu Boden und dann wieder zu mir auf. "Ich weiß. Aber... wir sollten mal darüber sprechen. Ich meine... über eine Familie."

Nun wurden meine Augen groß. "Aber... wir sind gerade mal 18. Ist es da nicht noch etwas früh darüber nachzudenken? Das... kann doch bestimmt auch noch warten."

Melissas Blick wurde traurig. "Ja, vermutlich. Ich dachte bloß... Ich hatte gehofft, du wärst schon bereit."

Ich schloss einmal die Augen und trat zu ihr. Dann nahm ich sie in meine Arme. "Wir können den Strampler gerne kaufen. Und dann gucken wir weiter. Okay?"

Sie nickte. Dann sah sie mir genau in die Augen. "Ich meine es ernst Jules. Ich liebe dich. Und... ich finde wir sind bereit. Ich bin bereit für ein Baby. Mit dir."

Ich erwiderte ihren Blick. "Gucken wir was kommt. Ich will ja auch einmal Kinder mit dir haben... aber ich will auch nichts überstürzen. Ein Kind würde alles ändern."

Sie nickte verständnisvoll. "Ich weiß. Du hast Recht, reden wir später drüber."

Wir kauften den Strampler und machten uns auf den Heimweg. Im Nachhinein wünschte ich mir jedoch, dass wir da geblieben wären und uns weiter über Babys und unsere Zukunft unterhalten hätten.


Zuhause angekommen merkte ich gleich, dass etwas nicht stimmte. Als ich die Tür aufschloss merkte ich, dass der Schlüssel keine Umdrehung brauchte, damit die Tür aufging.

Ich drehte mich zu meiner Freundin um. "Hast du vorhin vergessen abzuschließen?"

Sie schüttelte den Kopf und sah mich erschrocken an. Ihr Blick glitt zur Tür und ihre Augen verfinsterten sich.

Ich wollte den Schlüssel gerade wieder rausziehen, als die Tür auch schon geöffnet wurde. Vor uns stand ein Mann mit blauer Offiziersuniform und einem buschigen Schnauzbart. Er blickte uns nachdenklich an.

"Sie sind Mister Merille und Miss Cornwell? Höchst erfreut sie kennenzulernen. Kommen sie doch rein."

Er trat zur Seite und zeigte uns den Weg in unsere Wohnung. Melissa und ich blickten uns an und traten dann ein. Wir gingen voraus ins Wohnzimmer und der Mann folgte uns.

"Wenn ich mich vorstellen dürfte: Ich bin Oberoffizier Sponks. Stellvertretender Leiter des östlichen Bereiches und Kommandant unserer Streitkräfte an den Grenzen des rebellierenden Chinas, Thailands und was da noch alles ist. Ich nehme an sie wissen warum ich hier bin?"

Mein Blick verdüsterte sich und richtete sich auf ihn. "Ich kann es mir denken."

"Gut, dann wissen sie auch, dass wir weit voraus sind im Kampf für die Freiheit. Es dauert nicht mehr lange und wir stürzen auch die letzten Aufständigen. Und hiermit kommen wir zu meinem Grund des Besuches. Wir wollen sie in der Armee Mister Merille. Sie werden zum Lieutenant ernannt und ihnen wird das Kommando über mindestens fünf der östlichen Reiche garantiert. Zudem steht ihnen ein hoher Posten im Vertrauen des Führers vor. Wir brauchen sie da draußen."

Ich lachte auf. "Ja, sie brauchen mich. So ist es wohl. Aber ich habe eine Frage: Was können sie mir bieten?" Bevor er etwas sagen konnte hob ich die Hand und unterbrach ihn. "Ich meine was können sie mir bieten was für mich von Bedeutung ist? Sie schicken mich um die halbe Welt, weg von meinem Zuhause und setzen mein Leben aufs Spiel, sowie das von Menschen die mir unterstellt sind. Und wofür? Dafür, dass ich ein paar Gebiete beherrsche? Für mich ist das kein lohnenswerter Deal. Ich tue hier etwas von Bedeutung. Sie erkennen das bloß nicht."

"Ah, ja. Ihr kleines 'Umweltprojekt'. Ich verstehe. Sie müssen jedoch wissen, diese Zeiten sind vorbei. Die Umwelt ist unwichtig für unsere Sache. Und deshalb hat ihr Projekt keine Zukunft."

"Für sie vielleicht.", erwiderte ich. "Doch ich helfe wo ich kann. Ich helfe den 'guten' Menschen. Denen, die in Frieden leben wollen. Nicht ihnen."

Ich sah die Wut, die Mister Sponks überkam. Er stand auf und begann tief durchzuatmen. "Mister Merille, ihnen scheint nicht klar zu sein worum es hier geht. Wir beherrschen fast die ganze Welt. Mit ihrer Hilfe können wir für Frieden sorgen. Zwischen allen Menschen."

Nun stand auch ich auf und stellte mich ihm entgegen. "Sie reden von Frieden, doch sie meinen nichts anderes als Kontrolle. Ich lasse mich nicht blind in eine Schlacht führen, die bloß zur Befriedigung des eigenen Machtdurstes dient. Sagen sie das ihrem Führer, Herrscher oder was auch immer er sich nennt."

Sponks sah mich an, als könnte er mich jederzeit umbringen. Doch ich wusste, das würde er nicht tun.

"Wenn das so ist..." Er sah mich an, hasserfüllt richtete er seinen Blick auf mich. "Dann bleibt mir wohl keine andere Wahl um sie umzustimmen."

Und schneller als ich reagieren konnte drehte er sich um, zog eine Waffe und hielt sie meiner Freundin an den Kopf. Er sah noch einmal zu mir, sein Ausdruck zeigte den Siegeswillen in ihm.

"Sie sind schuld. Merken sie sich das Mister Merille."

Und dann drückte er ab.


Es spielte sich ab wie in Zeitlupe. Melissa sah mich schockiert an, ehe sie zusammenbrach, von der Couch rutschte und am Boden liegen blieb. Ich hörte den dumpfen Aufprall ihres Körpers, sah die Blutlache die sich um sie herum ausbreitete. Ich stürzte zu ihr und packte sie bei den Schultern, schüttelte sie, doch es war zu spät.

Sie war tot.


Schockiert sah ich auf die Leiche meiner Freundin. Auf das Mädchen, das ich eigentlich vorhatte bald zu heiraten. Mit der ich Kinder bekommen wollte und ihnen beim aufwachsen zusehen wollte.

Nun lag sie tot vor mir, eine Schusswunde in ihrem Kopf. Und mit ihr schien auch all mein Lebenswille, meine gesamte Zukunft zu sterben.

Ich spürte den Schmerz, scharf wie ein Messer in mein Herz schneiden. Ich wollte schreien, doch kein Wort kam über meine Lippen. Stattdessen begann etwas anderes in meinem Körper Platz zu nehmen, etwas, was mich jede Vorsicht vergessen ließ.

Ich stand auf und drehte mich zu Sponks um. Er lächelte mich süffisant an. "Nun Mister Merille, wie wäre es jetzt mit ihrem Dienst? Wie ich sehe haben sie nichts mehr was sie hier hält. Also, treten sie uns nun bei?"

Ich blickte ihn an, so hasserfüllt wie noch nie einen Menschen in meinem Leben. Dann trat ich an ihn heran, sodass ich Nase an Nase vor ihm stand.

"Nein." Ich sprach dieses eine Wort so klar aus wie noch nie in meinem Leben.

Seine Augen weiteten sich überrascht. "Aber... Ich dachte... Sie..."

"Sie haben meine Frau getötet, den Menschen den ich am meisten liebte. Sie haben gerade mein Leben zerstört. Jetzt habe ich keinen Grund mehr mich zurückzuhalten."

In seine Augen trat nun Angst. Er hob seine Waffe an, doch bevor er etwas machen konnte schlug ich sie beiseite. Meine Faust traf ihn im Gesicht, sodass er ein wenig nach hinten taumelte und ihm seine Waffe aus der Hand fiel.

Ich nutzte die Chance und stürzte mich auf ihn. Wir fielen beide zu Boden, jedoch hockte ich auf ihm und schloss meine Hände um seine Kehle.

Seine Augen wurden groß vor Panik und er begann zu zappeln. Ich ließ jedoch nicht locker und drückte immer weiter zu. Er versuchte dagegen anzukämpfen, doch es half nichts.

Irgendwann hörte ich ein knacken. Sponks Augen wurden noch einmal groß und verdrehten sich dann. Ein glasiger Ausdruck trat in sie und ich ließ ihn los. Ich stand auf und betrachtete die Leiche voller Abscheu.

Dann drehte ich mich zu Melissa und stolperte zu ihr. Ich ließ mich bei ihr nieder und begann zu weinen. Mehr als je in meinem Leben. Ich begann ihr all das zu erzählen was ich ihr bis jetzt nicht gesagt habe, oder es bereits gemacht hatte aber es noch einmal wiederholen wollte.

Doch dieser Moment dauerte nicht lange an. Ich hörte poltern an unserer Tür und eine Stimme die laut rief: "Aufmachen. Machen sie auf. Ansonsten verschaffen wir uns gewaltsam Zutritt."

Traurig sah ich auf Melissa. Ich konnte nicht hier bleiben, ich konnte sie nicht mitnehmen. So sehr ich es auch wollte. Ich musste gehen. Ich musste gegen diese Leute kämpfen. Für sie. Ich weiß, sie hätte es so gewollt.

Ich schnappte mir die Waffe die Sponks fallen gelassen hatte und rannte zur Tür. Diese wurde in diesem Moment aufgebrochen und mehrere Männer kamen durch sie. Sie sahen mich und der eine schaffte es noch "Was?" zu fragen, als ich begann zu schießen.

Bevor sie reagieren konnten lagen sie schon tot am Boden. Ich stieg über sie und rannte hinab. Ich wusste nicht wohin, doch ich wusste, von nun an änderte sich alles. Ich war ein Feind des Volkes und ihrer Regierung. Sie würden gegen mich kämpfen.

Von nun an war ich ein Rebell.


Mein Name ist Jules Merille. Damals wurde meine beste Freundin und die Frau die ich liebe umgebracht von einer Gruppe namens die Großen Sieger. Seitdem bekämpfe ich sie. Ich gehöre zu einer Gruppe von Rebellen, der größten und wohl einzigen die einen offenen Kampf gegen die Sieger führen. Viele Menschen verehren mich als Nationalheld, doch ich bin keiner. Ansonsten hätte ich meine große Liebe gerettet. Doch nun Kämpfe ich um den Menschen dieses Schicksal zu ersparen. Ich Kämpfe für die Freiheit der Menschheit.

Ich bin Jules Merille, Rebell und der beste Kämpfer den es gibt im Kampf gegen die Sieger.






Und das war es für heute Friends. Wie hat euch der Anfang gefallen? Ich glaube ich habe alle wichtigen Grundsteine gelegt. Wenn ihr Anregung und Kritik habt dann lasst sie mir gerne da und ansonsten sage ich nur noch Tschaui und LG Freiheitsträumer.

P.S. eigentlich hatte ich es ein wenig anders geplant, aber ich veröffentliche die Story jetzt schon. Mir fehlen noch zwölf Kapitel und ich werde zwei in der Woche veröffentlichen, aber ich glaube ich schaffe es die anderen rechtzeitig zu veröffentlichen.
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