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Wie der Vater so der Sohn

von Maria R
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
07.09.2021
15.10.2021
15
31.677
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13.09.2021 2.021
 
Stephan blieb vor Pauls Wohnung stehen, sie waren mit einem Wagen unterwegs, da Pauls Wohnung auf seinem Weg lag. Unterwegs hatten sie noch Brötchen geholt und sie wollten noch gemeinsam bei Paul frühstücken. Paul sah ziemlich erschöpft aus und im Gegenzug zu Stephan, hatte er einen dicken Pullover an.
Als sie beide ausstiegen waren, legte Stephan seinen Arm um Pauls Schulter.
„Ist dir immer noch kalt Süßer?“ fragte er nach und Paul schmiegte sich automatisch an Stephans Schulter. Immer wieder dachte er an die vielen Momente in den letzten Tagen, wo er und Stephan sich fast geküsst hätten.
Aber er war nur ein Mann, vielleicht schätze er die Situation auch nur falsch ein. Vielleicht hätte er Stephan einfach gern geküsst und Stephan selbst, hatte die Situation einfach anders gesehen.
„Ja, ziemlich.“ Murmelte Paul, während er die Tür aufsperrte. Er wusste sie hatten eigentlich Frühstück gekauft, aber gerade war er einfach nur erschöpft. Er schlüpfte aus den Schuhen, lief zum Sofa und ließ sich einfach darauf fallen. Stephan folgte ihm grinsend und beobachtete das Geschehen.
„Magst du nichts Frühstücken?“ fragte er nach und legte den Sack vom Bäcker auf den Tisch. Paul murrte nur.
„Schlafen.“ Erwiderte er einsilbig und Stephan musste noch mehr grinsen. Paul war schon ziemlich süß und nun konnte er sich nicht mehr zurück halten und wuschelte Paul durch die Haare.
„Okay, dann gehe ich und lasse dich schlafen.“ Meinte er und wollte gerade aufstehen, als Paul nach seiner Hand griff.
„Nein, bitte bleib.“ Murmelte er leise, woraufhin Stephan den Kopf schief legte. Alles in ihm schrie, dass er bei Paul bleiben wollte. Doch er wusste nicht, wie klug es war. Er hatte Angst, dass er am Ende verletzt wurde, weil er mehr in dem sah wie Paul. Doch schließlich warf er doch alle Bedenken über Bord.
„Okay.“ Murmelte er leise und setzte sich auf die Couch, wo er Paul leicht über die Brust streichelte.
„Das soll jetzt ein Anmachspruch sein Paul, aber magst du dich nicht ausziehen?“ fragte er nach und Paul öffnete verschlafen die Augen. Er murrte leise, bevor er die Hose öffnete und umständlich die Hose wegstrampelte. Stephan musste grinsen und half ihm ein wenig nach. Danach schlüpfte Paul aus dem Pullover und dem T-Shirt, bevor er sich die Decke bis zum Kopf hochzog.
„Sollen wir nicht ins Bett, da wäre mehr Platz?“ wendete Stephan noch ein, doch Paul murrte nur. Er würde sich heute nicht mehr hier wegbewegen. Das hatte er sich geschworen.
„Leg dich jetzt endlich zu mir.“ Murrte er und Stephan musste wieder grinsen, bevor er sich ebenfalls bis auf die Unterhose auszog. Anschließend kletterte er über Paul und kuschelte ebenfalls unter die Decke. Paul seufzte zufrieden, drehte sich auf die Seite und kuschelte sich mit den Rücken an Stephan, welcher sofort seinen Arm um diesen schlang.

„Schlaf gut Paul“ murmelte Stephan und erst jetzt bemerkte er, wie müde er wirklich war. Dazu kam, dass er sich schon lange nicht mehr so gut gefühlt hatte. Er hatte sich lange gewünscht, so mit Paul einzuschlafen und nun lagen sie wirklich da. Sanft strich Stephan Paul über die Brust und er hauchte Paul einen Kuss auf die Schläfe.
„Solange du da bist.“ Murmelte Paul und Stephan war sich sicher, dass dieser quasi schon schlief. Er lächelte trotzdem über dessen Worte und wenige Sekunden später war er ebenfalls eingeschlafen.

Als Stephan aufwachte, fühlte er sich unheimlich erholt aber ihm war auch verdammt heiß. Wieso war ihm so war. Er schlug die Augen auf und bemerkte, dass er mittlerweile auf dem Rücken lag und Paul halb auf ihm lag. Er grinste und strich dem Kleineren durch die Haare. Von ihm aus, könnten sie jeden Tag so aufwachen.
Stephan starrte erschrocken an die Decke. Jeden Tag… Verdammt. Wieso dachte er so was? Jeden Tag… Das war nicht gut. Stephan kannte diese Gedanken und wenn er ehrlich war, konnte er sie auch zuordnen. Er war verliebt. Er hatte sich in seinen besten Freund verliebt. Naja, eigentlich war es vermutlich nicht so eine Überraschung, wenn er daran dachte, wie oft er Paul schon fast geküsst hatte.
Stephan merkte gar nicht wie er unruhig geworden war, erst als Paul leise murrte und seine Augen verschlafen öffnete.
„Du bist unruhig.“ Murrte er und blickte zu Stephan hinauf, gleichzeitig drückte er sich näher an Stephan, woraufhin dieser ihn wieder anfing über den Rücken zu streicheln.
„Sorry Kleiner, wollte dich nicht wecken.“ Meinte er und Paul seufzte, bevor er sich widerwillig leicht löste. Er hatte ein leichtes Kratzen im Hals und er musste dringend was trinken. Kaum hatte er den Gedanken, hielt er das Kratzen nicht mehr aus und hustete ein paar Mal.
„Ich brauch ein Wasser.“ Murmelte er und lief in die Küche. Doch auch mit dem Wasser wurde das Kratzen nicht besser. Er stellte das Wasser ab und bemerkte, dass Stephan ihn wohl gefolgt war.
„Alles okay?“ fragte dieser besorgt nach. Er schau ein wenig verknittert aus und rieb sich kurz seine Augen. Irgendwie total süß, dachte sich Paul. Doch im selben Moment wurde er wieder von einem Hustenanfall verfolgt.
„Das klingt nicht gut.“ Murmelte Stephan und lief zu Paul, welcher sich sofort an dessen Brust fallen ließ. Kurz fragte er sich, wieso es nie zu diesen Küss-Momenten kam, wenn niemand sie stören könnte. Doch gerade passte es nicht.
„Ich fühlte mich irgendwie auch nicht so gut.“ Murmelte Paul, erst jetzt merkte er, dass auch seine Nase zu war. Seine Nebenhöhlen zogen leicht in den Kopf und es pochte leicht gegen seine Stirn.

Stephan löste sich leicht und sah ihn besorgt an, bevor er ihm einen Kuss auf die Stirn hauchte.
„Na komm, ich bring dich ins Bett.“ Meinte er anschließen und führte Paul mit sanfter Gewalt in Richtung Schlafzimmer. Dort deckte er diesen noch zu, bevor er Paul noch eine Kopfschmerztablette und eine Schmerztablette holte.
„Soll ich dir sonst noch was bringen oder machen? Suppe, Eis oder sonst was? Ich könnte auch hierbleiben und mich um dich kümmern.“ Meinte Stephan und Paul schmunzelte leicht.
„Alles gut Stephan, ich komme klar.“ Beruhigte er diesen und Stephan griff nach Pauls Hand.
„Bist du dir sicher, ich könnte wirklich hierbleiben.“ Schlug er nochmal vor, doch Paul lehnte es wieder ab. Eigentlich wusste er gar nicht, wieso er das tat. Er wollte das Stephan blieb, aber er wollte ihm auch keine Umstände machen. Stephan hingegen würde gerne bleiben wollen, aber wollte sich nicht aufdrängen.
Ein wenig enttäuscht verabschiedete er sich danach und versprach, bald nach Paul zu sehen.

Stephan fuhr anschließend nach Hause und legte sich wieder auf die Couch. Er wollte noch ein wenig schlafen, doch nachdem er sich tausend Mal hin und her gedreht hatte, schlug er verzweifelt die Augen auf. Seine Gedanken kreisten nur um Paul und es nervte ihn. Wieso musste er sich ausgerechnet in seinen besten Freund verlieben, einen Mann.
Aber Paul empfand offensichtlich nicht gleich, sonst hätte er ihn nicht weggeschickt. Dann hätte er gewollt, dass Stephan bei ihm blieb. Aber so war es nicht gewesen.
Verzweifelt kämpfte sich Stephan wieder auf und beschloss Sport zu machen. Er powerte sich ziemlich aus und machte sich danach noch eine große Portion Hühnchen mit Reis. Schließlich war schon Abend und er fiel erschöpft ins Bett.
Er wünschte er könnte behaupten, dass er sich so sehr ausgepowert hatte, dass er nicht mehr an Paul denken musste. Doch es war einfach nicht so und es dauerte lange, bis er wieder einschlief. Zum Glück hatte er am nächsten Tag erst Spätschicht.

Stephan wachte auf, weil sein Handy klingelte. Es störte ihn und er drückte den Anruf vorerst einmal weg. Doch der Anrufer meinte es wohl sehr ernst mit dem Anruf. Verschlafen ging er dran, und murrte nur ein leises Hallo hinein.
„Stephan. Ich glaub ich muss sterben.“ Hörte er Paul sagen und er klang tatsächlich ziemlich schlecht. Seine Nase schien nun ganz verstopft zu sein.
„Was?“ nun war Stephan wach und rappelte sich verschlafen auf. Er war noch zu verpeilt, dass er checkte, was Paul von ihm wollte.
„Ich habe eine ganze schlimme Art von Männergrippe und muss hier alleine sterben.“ Jammerte Paul leise und trotz seiner Müdigkeit musste Stephan leise lachen. Abgesehen davon, dass es lustig war, was Paul sage, er hatte ihn angerufen. Er wollte offensichtlich seine Hilfe habe. Er wollte ihn bei sich haben.
„Soll ich vorbei kommen?“ fragte er nach und Pauls schien kurz zu schweigen. Stephan dachte schon, er war wieder eingeschlafen, als Paul weiter reden.
„Wie komisch würdest du es finden, wenn ich bereits vor deinem Wohnblock stehen würde?“ fragte er nach und nun war Stephan tatsächlich wach.
„Paul. Du bist krank. Du solltest im Bett liegen.“ Schimpfte er leise, während er sich aufrappelte und in Richtung Haustüre lief. Dort drückte er den Summer und kurz später hörte er das Klicken im Wohnhaus. Deswegen beendete das Gespräch und öffnete seinem Kollegen die Türe.
„Paul.“ Murmelte Stephan und schüttelte den Kopf. Sein Blick ging zu Pauls Sporttasche, in welcher sich wohl Kleidung befand, anschließend blickte er Paul wieder an.
„Ich will nicht alleine sein.“ Murmelte er leicht verlegen und Stephan ließ ihn grinsend herein. Paul hatte eine rote Nase und seine Augen glänzten leicht.
„Alles gut. Ich freue mich, wenn du da bist.“ Meinte er und nahm Paul die Sporttasche ab.
„Aber ich werde noch ein wenig schlafen, ich habe Spätschicht.“ Informierte er Paul, nahm ihn anschließend an der Hand und zog ihn Richtung Schlafzimmer.
„Was machst du?“ fragte Paul irritiert und Stephan zuckte mit der Schulter.
„Du willst nicht alleine sein und ich will schlafen. Also wirst du einfach bei mir schlafen.“ Meinte er, als wäre es das normalste. Außerdem wollte er auch bei Paul sein, fügte er im Kopf dazu. Er war einfach unheimlich glücklich, dass Paul zu ihm gekommen war und endlich konnte er ohne Probleme einschlafen, als Paul neben ihm lag und er sich an ihn kuscheln konnte.

Irgendwann kam dann der Tag. Sie fuhren bereits früh am Morgen los, hatten sich einen Bus ausgeliehen. Also war es im Nachhinein ziemlich dumm dort zu schlafen. Aber so konnte niemand früher gehen und es alle tranken. Also war es doch gut für den Zusammenhalt. Es war ziemlich früh am Morgen und alle standen leicht verschlafen vor der Wache, als der Kleinbus herfuhr. Stephan schlief noch fast und lehnte an Paul, welcher eine Hand um diesen geschlungen hatte. Stephans Kopf lag auf seinen und dessen Augen waren geschlossen.
„Großer, wir müssen einstiegen.“ Murmelte Paul und Stephan löste sich widerwillig von seinem Kollegen. Die Fahrt dauert nicht so lange und der Tag wurde ganz lustig. Sie bekamen schon während der Tour Schnaps und Bier. Je später es wurde, desto besser wurde es. Paul unterhielt sich eigentlich mit fast allen Kollegen und führte einige gute Gespräche.
Doch trotzdem versuchte er immer in Stephans Nähe zu sein. Es war wie so ein innerlicher Zwang, er fühlte sich am wohlsten bei diesem und nun konnte er so viele Stunden mit Stephan verbringen. Gerade sah er sich eben nach diesem um. Er hatte sich gerade mit Michael über das Motorrad fahren unterhalten. Im selben Moment spürte er seine Hand, welche sich um seine Schulter legte und er wurde an eine starke Brust gezogen. Der Geruch von Stephan zog ihm in die Nase und er musste automatisch grinsen.
„He Großer, hast du mich schon vermisst?“ grinste er und Stephan grinste ebenfalls.
„Natürlich, ich brauch jemand zu ärgern.“ Meinte er pikste Paul leicht in die Seite. Dieser zuckte daraufhin zusammen und sah Stephan gespielt tadeln an.
„He, dafür bin ich nicht da.“ Beschwerte er sich und Stephan zog ihn noch näher zu sich.
„Ach ja, für was bist du den da?“ fragte Stephan und sah zu Paul hinunter, sein Blick glitt wieder einmal zu dessen Lippen, doch er blickte schnell weg. Nicht hier, nicht unter allen, schimpfte er gedanklich mit sich. Paul selbst ging es auch nicht besser zu gehen. Er räusperte sich kurz, bevor er sich von Stephan löste.
„Ähm ja, was steht jetzt noch auf dem Programm?“ fragte er Michael, welcher wohl die angespannte Stimmung zwischen ihm und Stephan nicht bemerkt hatte. Zumindest ließ er sich nichts anmerken. Er sah auf die Uhr und sein Gesicht hellten sich auf.
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