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Wie der Vater so der Sohn

von Maria R
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
07.09.2021
29.11.2021
27
56.493
9
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25.11.2021 1.516
 
Immer wieder redete Stephan leise mit Jan, der unruhig auf seinem Stuhl saß und beobachtete wie die Jungs aus der Schule vernommen wurden. Einige schienen klein bei zu geben und andere wiederum nicht. Stephan hatte gesehen welchen Einfluss die Mitschüler auf den Jungen hatten und schwor Sich ihn nicht mehr so schnell aus den Augen zu lassen.
Ein paar Minuten später nahm der Polizist aber auch schon die Stimme seinen Freundes war und sah Jan beruhigend an „Dein Papa ist da, Ich geh kurz zu Ihm. Wir sind gleich zurück.“ Jan nickte stumm und Stephan Verlies die Räumlichkeit und Paul entgegen zu kommen, der sich gerade mit einem Kollegen unterhielt.

„Hey Schatz“ fast erleichtert sah Paul aus, als er bemerkte das Stephan da und Jan nicht alleine war „Hey, Stephan…was ist denn hier los?“ Verständnislosigkeit, Wut und Traurigkeit spiegelte sich in Pauls Gesichtsausdruck. Wie konnte sein Sohn in solch eine Situation kommen, warum redete dieser nicht mit ihm und vor allem wie konnte Er dort wieder raus kommen?
Beruhigend legte Stephan seine Hand auf Pauls Schulter und drückte leicht zu „Also in erster Linie geht es Jan gut, das zweite….Paul, Jan wird in der Schule ganz schön in die Mangel genommen. Hier geht es wohl um mehr als „nur“ Mobbing. Die Staatsanwaltschaft ist da und redet von räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung, sowie Bedrohung.“ in Pauls Magen schnürte sich alles zu und für einen Moment hatte der Polizist das Gefühl er müsste sich übergeben, aber Paul wusste auch das er stark bleiben musste, zumindest in diesem Moment für Jan „Ok, Ich…Ich würde gerne zu Ihm“ „Na klar, komm“

Und Stephan hatte nicht zu viel versprochen. Kleinlaut, eingeschüchtert, am zittern und verheul saß Jan auf dem Bürostuhl und sah seinen Vater verzweifelt an. Die letzten Tage waren nicht schön und Sie hatten sich immer noch nicht versöhnt, aber jetzt brauchte Jan seinen Vater und dieser würde bedingungslos und unwiderruflich für ihn da sein. Paul eilte sofort an Jans Seite und nahm seinen Sohn schützend in den Arm, bevor er wieder etwas Abstand zwischen Sich und ihn brachte „Jan….was ist denn los? Was ist passiert?“ eigentlich wollte Jan schon wieder schweigen, aber der Junge wusste auch das es nun an der Zeit war seinem Vater etwas vertrauen entgegen zu bringen, gerade nach den letzten Wochen „Ich…also….Roman und seine Freunde….Papa ich werde erpresst. Ich soll denen 20€ in der Woche bringen sonst….sonst würde das selbst passieren wie am Ebertplatz und noch schlimmer.“ stutzig über das Gesagte sah Paul seinen Sohn an „20€ in der Woche? Woher hast….“ verstehend seufzte Paul „Ja gut, jetzt weis ich auch warum mir immer mal wieder Geld gefehlt hat. Darüber reden wir noch….Jan…warum bist du denn nicht zu Mir gekommen?“ Jan zuckte mit den Schultern und war wieder dabei zu zu machen, aber diesmal würde sein Vater das nicht durchgehen lassen „Nein Jan…du wirst jetzt nicht zu machen. Rede mit mir.“ „Ich hatte Angst, Dir ging es nicht gut und es war sowieso schon immer so viel und….dann haben wir gestritten und Du warst wütend und….“ daher der Sechzehnjährige schon wieder seinen Blick gesenkt hatte, hob Paul mit dem Finger dessen Kinn leicht an, sodass Jan gezwungen war Ihn anzusehen „Jetzt hörst du mit mal zu Jan Richter, egal was kommt und egal was passiert….egal wie sehr wir streiten und auch wenn Ich mal wütend auf dich bin…Jan, du kannst immer zu mir kommen und du kannst mir immer alles erzählen. Du bist mein Sohn und Ich liebe dich….und nichts kann und wird das ändern. Auch kein Streit über illegales Rauchen.“ zum Schluss zwinkerte Paul Ihm lächelnd zu und drückte Ihn nochmal leicht an Sich „Und jetzt, werde Ich mal sehen was die halbstarken erzählen und was als Nächstes passiert.“

„Und?“ „Hey Paul“ herzlich begrüßten Sich Paul und der DGL Laschert von der Dienstelle in Kalk. Die Beiden Beamten hatten schon den ein oder anderen Einsatz zusammen und auch privat kannte man sich. Paul Sohn jetzt in solch einer Situation zu sehen, lies auch den erfahrenen Kollegen nicht kalt. Resigniert sah Pauls Kollege durch die verdunkelte Scheibe in den Vernehmungsraum „Es ist wie verhext….die größten Matschos reden kein Wort und die zwei Anderen haben die Hose voll. Aus denen kriegen wir nichts raus“ „Darf Ich mal?“ Paul musste selbst über diese Aussage lächeln, er war ein guter Polizist aber als Vater viel zu befangen um irgendwas klar denkend in diesem Fall ausrichten zu können. Trotzdem konnte er die Tatsache nicht so recht akzeptieren „Was passiert denn jetzt?“ „Also so ganz erfolglos war die Aktion nicht. Bei den zwei Älteren haben Wir eine nicht unerhebliche Menge an Gras gefunden und scheinbar ist das auch nicht das erste mal. Der Direktor hat sie mit sofortiger Wirkung von der Schule geworfen. Und die anderen zwei….naja wie gesagt, die haben selbst so die Hosen voll, Ich glaube nicht das die Jan zu nah kommen würden. Trotzdem bekommen alle ein Annäherungsverbot und dürfen das Schulgelände nicht mehr betreten, bis der Fall nicht geklärt ist. Die Eltern sind schon auf dem Weg.“ Paul sah Laschert dankbar an und klopfte Ihm freundschaftlich auf die Schulter „Danke….meinst du wir können gehen?“ Paul sah wie aufgelöst sein Sohn war und wollte Ihn so schnell wie möglich aus der Situation und nach Hause holen „Ja natürlich, Wir melden uns wenn es was neues gibt und falls nochmal was sein sollte….meldet euch.“ Paul nickte stumm und lief zurück zu Stephan und Jan ins Büro.

Paul und Stephan standen in der Küche und hatten sich einen Kaffee raus gelassen, während Jan auf dem Sofa lag und sich eine Serie auf Netflix ansah „Alles in Ordnung?“ Stephan strich Paul sanft über die Wange und hauchte diesem einen Kuss auf die Stirn „In Ordnung ist wohl weit übertrieben.“ „Ich weis Süßer….aber Wir kriegen das alles hin. Momentan sieht es vielleicht nicht so ganz danach aus, aber….hey, Ihr seit so eine starke Familie und…Ihr liebt euch so sehr. Und nichts anderes zählt.“ Paul lächelte Stephan dankbar an und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen „Ich liebe dich so sehr“ erneut suchte Paul Stephans Lippen, die sich immer wieder trafen. Der Kuss wurde schnell intensiver, bis Stephan Paul leicht gegen die Tischplatte drückte. Das Paar war zwangsweise schon seit einigen Wochen auf Abstinenz und daher reichte auch schon so eine kleine Geste aus, um dass Sich bei beiden eine Gänsehaut bildete die es in sich hatte „Paul…du musst aufhören nicht so zu küssen sonst….“ Stephan lachte leise und auch Paul kam nicht umhin verstohlen zu grinsen. Sein Partner hatte recht und ein bisschen mussten sie sich noch zusammen nehmen.  

So wie es meistens in solchen Situationen kam, wurden sie durch das Klingeln an der Tür unterbrochen. Paul verdrehte genervt, aber Jan schlurfte schon zu Tür „Ich geh schon.“ Doch als Jan die Tür öffnete wurde es Ihm erneut etwas flau im Magen und automatisch wich der Sechzehnjährige einen Schritt zurück „Papa….Papa, Stephan…“
Stephan und Paul konnten deutlich eine leichte Spur von Panik in Jans Stimme war nehmen und dementsprechend schnell standen Sie auch im Flur. Auch Paul musste erstmal schlucken, aber es war eher dass er seine Wut runter schluckte als irgendeine Angst. Der Beamte drängte sich an seinem Sohn vorbei und schob diesen hinter sich, während Stephan den Jungen leicht in den Arm nahm „Ganz entspannt, dein Papa macht das schon“ hauchte Stephan leise und Jan drückte sich näher an diesen heran.

„Judith, was gibts?“ „Was es gibt? Ich denke das weist du, die Schule hat angerufen dass es schon wieder einen Vorfall gab.“ „Ja, aber Jan konnte nichts dafür. Scheinbar gibt es einige Kids die es auf unseren Sohn abgesehen haben.“ „Lässt du mich rein?“ Judtihs Gesichtsausdruck war emotionslos, aber trotzdem wirkte Sie genervt und fast schon überheblich, aber Paul wollte nicht streiten und schon gar nicht vor Jan „Ja“ Der Polizist ging einen Schritt zur Seite und lies seine Ex Freundin rein.

Zu viert hatten sie es sich im Wohnzimmer bequem gemacht und immer noch verstand Paul nicht genau was Judith jetzt wollte „Was möchtest du denn jetzt?“ Ihr Blick auf Jan fixiert und diesen lies sie auch kaum aus den Augen. Ihr war klar das Sie einen großen Fehler gemacht hatte und so wie Ihr Sohn Sie ansah, wusste Judith dass Sie die Rechnung dafür zahlen musste „Kann Ich mit Jan alleine sprechen?“ Paul lachte zynisch auf und schüttelte leicht den Kopf „Nein, Ich werde dich nicht mehr mit Ihm alleine lassen.“ „Findest du das nicht ein bisschen albern?!“ ihr Blick ging arrogant direkt zu ihrem Ex Freund und im gleichen Moment bereite Sie ihre Aussage auch schon wieder, denn Dieser funkelte Sie mehr als nur wütend an „Ist das dein Ernst? Albern? Du hast ihn geschlagen…und das mehr als nur einmal.“ aufgebracht fuhr Paul sich mit der Hand durchs Gesicht, während Stephan seine Hand auf dessen Oberschenkel legte um seinen Freund etwas zu beruhigen „Sag Ihm was du zu sagen Hast Judith und dann geh bitte wieder.“
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