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Wie der Vater so der Sohn

von Maria R
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
07.09.2021
06.12.2021
29
60.528
9
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
09.09.2021 2.278
 
Wie schön das euch der Anfang so gut gefällt :D dann geht es direkt weiter :*



„Jan komm jetzt endlich, wir sind schon wieder viel zu spät dran.“ „Ja ja, Ich bin ja schon da. Und, kann Ich so gehen?“ „Ähm…Ich finde es sehr…imposant.“ Jan hatte sie Haargel ohne Ende in die Haare geschmiert und kam damit wohl auch nicht so wirklich zurecht. Auf jeden Fall sah Er aus wie ein verunfallter Igel, aber um jetzt noch das Zeug aus den Haaren zu waschen war es einfach zu spät. „Imposant? Na danke.“ „Gerne und jetzt steig ein.“
Paul lenkte das Auto geschickt durch die Straßen Kölns und kam wenig später vor einer Art Lagerhalle zum stehen. Das Alljährliche Sommerfest der Polizei stand an und da Paul an diesem Wochenende seinen Sohn bei Sich hatte, schlugen die Kollegen Ihm vor Jan einfach mit zu bringen. Pauls Kollegen liebten den Jungen und hatten Ihn fest in die Polizeifamilie geschlossen. Aber dadurch das der Junge nur an den Wochenenden bei seinem Vater war, sahen Sie ihn nicht mehr ganz so häufig und freuten Sich umso mehr auf ihn.

„Papa…hast du vielleicht irgendwie ne Haarbürste oder ein Kamm?“ Na der hatte Ideen… „Naja Kurzer, daran hättest Du denken müssen bevor…“ nachdem Paul seinen Blick durchs Auto schweifen lies und er fest stellte dass Er weder Bürste noch Kamm hier drinnen besaß, ging dieser wieder zu Jan… und ja… „…nein hab Ich nicht.“ nervös und unsicher sah Jan aus dem Fenster und beobachtete die Polizisten wie sie mit Getränken und Schüsseln von A nach B hetzten „Oh man, Ich muss das Zeug aus den Haaren kriegen.“ „Ich bestehe sowieso nicht…egal jetzt, so schlimm ist es nicht. Du siehst gut aus und wenn jemand was anderes sagt, dann sagst Du „das trägt man heute so““ mit einem genervten seufzen stieg der Junior aus und wurde fast im gleichen Moment von Martin in die Arme gezogen „Hey Kleiner, na…wir haben dich vermisst.“ Jan erwiderte die Umarmung ohne zu zögern. Martin und Er waren schon immer ziemlich cool miteinander und machten beinahe jeden Blödsinn mit „Onkel Martin….ja alles gut nur naja…“ Er fasste sich erneut durch die Haare, die mittlerweile knüppelhart geworden waren und sah verzweifelt sein Gegenüber an, doch der könnte nur darüber lachen und rief Hanna zu sich „Hey…Jani wie gehts dir?“ „Der Kurze braucht dringen ein Waschbecken und Shampoo.“ „Na dann komm mal mit.“ Hanna legte ihren Arm um seine Schultern und zog den Jungen mit sich ins angrenzende Gebäude, während Paul das ganze nur grinsend beobachtete.
Auch Martin und Paul begrüßten Sich mit einer kurzen Umarmung, wobei Martin sich direkt wieder zurück zog um den Grill nicht all zu lange alleine stehen zu lassen.

Paul stand am offenen Kofferraum und wollte die Getränke raus holen, die Er organisiert hatte „Hey Süßer….wie gehts Dir? Ich hab dich vermisst.“ kurz darauf spürte Er Stephans warmen Atmen an seinem Hals und einen sanften Kuss auf seiner Wange. Diese Gänsehaut…..wie verdammt bescherte er ihm immer wieder nur diese Gänsehaut? Da das Auto etwas abseits stand, sah man die Beiden auch nicht direkt. Der Jüngere setzte sich auf den Rand des Kofferraums und seufzte etwas leidend „Ja gut, nur Jan meinte er müsste heute fünfzig Liter Haargel rein schmieren….Hanna wäscht es gerade mit Ihm raus.“ eigentlich konnte Er nur drüber lachen, genauso wie Stephan gerade „Der Kleine kommt direkt nach Dir. Will immer gut aussehen…wobei,….Du siehst ja immer gut aus.“ Stephan stellte sich zwischen Pauls Beine und fuhr sanft mit seiner Hand über Dessen Wange, woraufhin Paul genießerische die Augen schloss. Als Er Sie wieder öffnete, traffen Sich ihre Blicke sofort und als der Jüngere merkte wie Sie sich langsam näher kamen, dachte Er sein Herz würde gleich raus springen. Gefühlt waren Ihre Lippen nur noch Millimeter voneinander entfernt, Sie konnten bereits den warmen Atem des anderen auf Ihrer Haut spüren und dann….. „PAUL….PAUL WO STECKST DU?“ mit einem leicht dümmlich, verlegenen Grinsen und einem räuspern seitens Paul, um sicher zu gehen dass Er seine Stimme wieder erlangte….gingen sie ein Stück auseinander und Paul erhob Sich aus dem Kofferraum. „JA, HIER AM AUTO….GETRÄNKE AUSLADEN.“ Trotzdem lies Er sich es nicht nehmen seinem besten Freund einen Kuss auf die Wange zu drücken, der daraufhin noch weiter grinste.

„Hier, bevor die Meute verdurstet.“ Paul drückte Stephan einen Cola - Kasten in die Hand und keine Sekunde später stand Robin vor Ihnen „Ach stimmt, Du wolltet Dich um die Getränke kümmern.“ „Genau und wenn Wir nicht vollen dass Sich die Massen beschweren, sollten Sie auch ausgeladen werden.“ und schon hatte Robin ebenfalls einen Kasten in der Hand „So ein Sklaventreiber.“ lachte Robin und lief Stephan ins Haus hinterher.
Der zurückgebliebene Polizist lehnte seinen Kopf gegen den Kofferraum und musste erstmal Luft holen. Was war das denn bitte….hätte Stephan Ihn wirklich geküsst? Und dann?…vermutlich hätte Paul Ihn erwidert, zumindest wenn Er diesem unaufhaltbaren Kribbeln in seinem Bauch glauben durfte, aber was wäre dann gewesen, wie wäre es weiter gegangen….warum musste alles nur so kompliziert sein?

Ebenfalls mit einigen Getränken bewaffnet, lief Paul ins Haus und stieg die Treppen in den Keller runter um Sie dort abzustellen.
Kaum war Paul wieder oben, ging auch schon die Badezimmertür auf und Jan stand vor Ihm, mit Hanna und frisch gestylt „Na, was sagt der Papa?“ „Ja schick….Ich wusste gar nicht dass Du sowas kannst.“ Paul grinste Hanna schelmisch an, die selbst aber nur triumphierend grinste „Tja mein Lieber, Ich hab viele verborgene Talente.“ „Und warum wissen wir nichts davon?“ schaltete Sich Jonas von hinten mit ein „Das Herz einer Frau ist wie ein tiefer Ozean voller Geheimnisse.“ und dramatisch und theatralisch wie Sie es von sich gegeben hatte, verlies die jüngste auch den Catwalk. Während die Männer grinsend hinterher sahen, wirkt Jan eher….verwirrt?! „Sind die Frauen alle so?“ „Wenn du mir eins glauben kannst mein Sohn, dann dass Sie mit dem Alter merkwürdiger werden“ „Oh weia….“ lachend legte Paul seinem Sohn den Arm um die Schulter und ging mit Ihm raus zu den anderen.
„Hey Jan, komm rüber.“ „Darf Ich?“ nachdem Robin und Florian am anderen Ende vom Tisch saßen, wollte Jan erstmal seinen Papa fragen bevor er einfach verschwand „Natürlich, geh ruhig.“ der Junge setzte sich direkt zwischen die Beiden Männer und direkt ging die Fragerei los „Und, alles klar? Das Wochenende gut bei Papa?“ „Ja, irgendwie schon….“ „Irgendwie?“ „Ja, Ich wollte heute eigentlich auf eine Party gehen aber Papa hat nein gesagt weil Mama auch nein gesagt hat.“ Florian, der selber einen Sohn hatte, der gerade mal zwei Jahre jünger war als Jan und so langsam in dieses schwierige Alter kam, konnte sich nur zu gut vorstellen wie dass teilweise daheim ablaufen musste „Ach komm, bei Uns is doch auch cool oder?“ und Zack, freches Pauligrinsen zurück. Wenn Jan lächelte oder grinste, nannten die Kollegen es immer liebevoll Pauligrinsen, denn der Junior sah seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Egal was kommen würde, leugnen könnte Er Ihn auf keinen Fall.

Paul löste am Grill eben kurz Robin ab und wendete das Fleisch, als Stephan sich zu Ihm gesellte. Der Größere stellte sich unauffällig vor seinen besten Freund, so dass Er ohne Aufmerksamkeit zu erregen dessen Hand nehmen konnte „Alles in Ordnung?“ „Ja, wie gesagt….Ich bin einfach etwas verwirrt momentan.“ „Das kommt Mir vertraut vor. Aber…Wir schaffen das, oder?“ Stephan wollte gar nicht so unsicher klingen, aber er konnte nichts gegen das Gefühl dieser Unsicherheit tun. Er hatte keine Ahnung was das alles sollte oder zu bedeuten hatte und erst recht nicht wusste Er ob Paul das gleiche wollte. Das schlimmste was passieren könnte, wäre dass Stephan seinen besten Freund verliert und das würde er nicht zu lassen. Doch Dieser sah Ihm fest in die Augen und lächelte aufmunternd „Wir schaffen alles Stephan, Ich weis das. Mit dir kann Ich alles schaffen, irgendwie…Du machst Mich komplett.“ um seine Nervosität zu überspielen, nahm Paul einen großen Schluck von seinem Bier und sah wieder aufs Fleisch dass vor Ihm am anbraten war. Stephan zog sachte Kreise auf Pauls Handrücken und wirkte gerade sehr zufrieden und glücklich „Das ist schön zu hören….Du bist wirklich was ganz besonderes.“ dann stand der Größere auf und lies Paul mit seinen Gedanken erstmal alleine.

Tatsächlich wurde der Abend noch sehr gemütlich und entspannend. Sie aßen gemeinsam, redeten und lachten viel und hatten einfach Spaß zusammen. Auch Jan schien Spaß dazu haben, Paul warf seinem Sohn immer mal wieder einen prüfenden Blick zu, aber doch…..er schien Spaß zu haben. Trotzdem ging Er irgendwann rüber zu Ihm und legte seine Hand auf dessen Schulter „Hey, alles klar, gefällts Dir?“ Jan drehte sich zufrieden schmunzelnd um sah seinen Vater über die Schulter hinweg an „Ja, alles gut. Bleiben Wir noch? Ich will noch nicht gehen.“ „Höchsten eine Stunde ok, wir haben schon 21 Uhr.“ „Ok.“ manchmal war Jan nicht so einfach zu Händeln, aber heute lief es wie am Schnürchen
„Paul….“ „Martin“ „Witzig….kannst du mal runter zu Stephan in den Keller, Er findet das Bier nicht.“ gespielt genervt verdrehte Paul die Augen und lief zum Haus „Ich schick ihm einen Standort.“

„Stephan…was ist los?“ „Ich finde den Bierkasten nicht.“ Stephan stand Paul mit Rücken zugedreht und kramte zwischen den verschiedenen Kästen herum, während Er leise fluchte „Die können doch nicht schon das ganze Bier….was stimmt denn nicht mit denen….“ „Ganz ruhig Brauner“ lachte Paul und stellte sich direkt neben Ihn, beugte Sich leicht nach vorne und stoppte mit seinem Gesicht Millimeter dicht vor Stephans. Der Größere konnte Pauls Atem im Gesicht spüren und schon wieder kribbelte es überall. Doch Paul grinste nur und griff mit beiden Händen nach vorne, während Er Ihm ins Ohr brummte „Wie wärs hier mit.“ und zog den gesuchten Kasten vor.
Die beiden Männer stellten Sich auf und Stephan zog seine Augenbrauen hoch „Diese provokanten Andeutungen sollte dringend verboten werden.“ denn tatsächlich hätte nicht viel gefehlt und Stephan hätte Paul fast geküsst. Schon das zweite mal an diesem Tag, was war nur los mit Ihnen heute? „Na komm….“ „Paul warte mal.“ neugierig blieb Paul vor seinem besten Freund stehen und wartete darauf was jetzt kam „Du ich…es tut Mir leid. Also das von gestern, als Jan in die Küche kam….das sollte nicht so plump dumm rüber kommen…irgendwie…. Ich wollte dich einfach nicht in Verlegenheit bringen vor deinem Sohn. Ich konnte ja schlecht sagen „Ja klar hallo…“ Dich ran ziehen und…..“ aus dem Effekt raus, zog Stephan seinen besten Freund nun tatsächlich an sich ran „Nein…das konntest Du nicht sagen, aber….der zweite Teil ist irgendwie….“ „EY….BRAUCHT IHR JETZT BEIDE NEN STANDORT ODER WAS?“ „Das gibts doch nicht.“ lachte Stephan und lehnte seine Stirn an die von Paul, der zurück rief „NEIN, ABER NE HEBEMASCHINE. IRGENDWIE IST DAS BIER GANZ NACH HINTEN GEKOMMEN.“ sich den Kasten schnappte und schmunzelnd nach oben lief.

Paul sperrte die Tür auf und lies Jan den Vortritt um die Tür hinter sich zu schließen „Ziehst Du Dich direkt um und gehst dann ins Bad zum Zähne putzen?!“ es war mehr eine Ansage als eine Frage, aber Paul hasste es selbst wenn Er vor Ansagen oder Befehlen stand, also versuchte Er dies in seiner Erziehung halbwegs zu umgehen, beziehungsweise anders zu formulieren „Jap“ und so dauerte es auch nicht lange, bis die Beiden müde vom Tag, zusammen in Pauls Bett einschliefen. Jan wollte heute unbedingt bei seinem Vater schlafen und in solchen Momenten spürte es Paul wieder. Sein Sohn war immer noch ein Kind welches Zuneigung, Nähe und Sicherheit von seinem Vater brauchte, egal wie aufgeklärt und erwachsen Er tat.

„Nein, ich mach das nicht. Mir egal wenn ich eine sechs bekomme.“ seit einer Stunde saß Jan maulend vor seinen Hausaufgaben und weigerte Sich diese zu machen. Wie Paul die Pubertät liebte, seine Mutter schwöret ja darauf dass er in diesem Alter noch schlimmer war „Jan mir ist das egal, wenn deine Mutter kommt weist Du was Sie davon hält. Du hast Ihr am Freitag versprochen dass du sie heute machst, ohne zu maulen. Jetzt haben wir wieder Grundsatzdebatte darüber. Du machst sie, sonst kannst du dich von deinem Handy verabschieden bis die Hausaufgaben erledigt sind.“ Paul zog sich in die Küche zurück, damit Jan sich nicht so kontrolliert führte. Der Teenager hatte so schon keine Lust, da will man nicht auch noch sein Elternteil neben sich sitzen haben „ICH MACH DAS NICHT.“ „BOA JAN, MACH JETZT DEINE HAUSAUFGABEN VERDAMMTE SCHEISSE.“ Ja, irgendwann war auch der längste Geduldsfaden gerissen und auch ein Paul Richter konnte schimpfen. Im gleichen Moment ging die Klingel und Beide wussten wer das war „Tja, das erklärst du deiner Mutter.“ Der Polizist öffnete die Tür und lies seine Ex Freundin rein. Obwohl sie sich getrennt hatten, hatten sie immer noch ein sehr gutes und Freundschaft Verhältnis. Man könnte meinen das die Trennung ihnen zwischenmenschlich gut tat „Hey, na wie war euer Wochenende?“ „Hi, komm rein. Gut, bis vor einer Stunde. Das leide Thema der Hausaufgaben.“ „Oh….“ auch Jans Mutter war dieses Thema nicht unbekannt, aber seit er in die Pubertät kam, war es noch schlimmer „Jan… na, hattest du Spaß mit deinem Vater.“ Doch der sechzenjährige sah gar nicht ein auf die Frage zu antworten und wiederholte lieber den Wortlaut seines Vaters „Ich hab da keinen Bock drauf verdammte scheisse.“ und sofort schnellte der Vorwurfsvolle Blick zu Paul, der versuchte seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen „Hm….Kinder sagen erstaunliche Dinge.“ da half Ihm auch sein verlegenes Grinsen nicht, dafür kannte Sie Ihn zu gut „Schön, gibt es noch mehr Kraftausdrücke die du unserem sechzehnjährigen beibringen möchtest?!“
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